Die Russen ziehen sich von Lyman zurück | Vitaly Portnikov. 10.09.2026.

Die russischen Truppen ziehen sich von Lyman zurück – ungeachtet jener schönen Berichte, die der Generalstab der Streitkräfte der Russischen Föderation für Putin vorbereitet. Davon zeugen zahlreiche Äußerungen der sogenannten russischen Z-Blogger, die gerade ihre eigene Militärführung beschuldigen, dem russischen Präsidenten die Wahrheit zu verschweigen und ihm stattdessen Informationen zu liefern, die er hören möchte.

Die ukrainischen Truppen führen bereits seit mehreren Monaten Gegenangriffe in Richtung Lyman durch und haben, wie Kriegsforscher meinen, alles Mögliche getan, um den Vormarsch der russischen Truppen in dieser für die Besatzer wichtigen Richtung zu stoppen und sogar selbst zum Angriff überzugehen, wodurch sie die Russen zum Rückzug von Lyman zwingen.

Und die Tatsache, dass die russische Militärführung weder die Öffentlichkeit noch Putin über solche Entwicklungen informiert, könnte auch die Haltung des russischen Präsidenten zur Frage von Verhandlungen mit der Ukraine über ein Ende des Krieges bestimmen.

Wenn wir über diese Haltung sprechen, machen wir uns ziemlich häufig nicht bewusst, dass Putin sich möglicherweise nicht auf die tatsächliche Lage an der Front stützt, sondern gerade auf jene Berichte, die er von Gerassimow und anderen russischen Generälen hört.

Es gibt konkrete Tatsachen, die damit zusammenhängen, dass es den Russen nicht gelingt, die Kontrolle über Swjatohirsk zu erlangen. Aber die Frage ist: Weiß der russische Präsident davon?

Die Antwort scheint mir offensichtlich zu sein. Nachdem wir von Putin erfahren hatten, dass russische Truppen Swjatohirsk kontrollierten, erhielten wir anschließend eindeutige Belege dafür, dass dort keine Russen sind.

Wozu verbreitete Putin diese Information? Ausschließlich, um die russische Öffentlichkeit und die westlichen Verbündeten der Ukraine zu desinformieren? Oder glaubt er tatsächlich seinen Generälen, die ihm ständig optimistische Prognosen über das Tempo des Vormarsches russischer Truppen auf ukrainischem Gebiet vorlegen?

Und noch eine wichtige Frage: Haben diese Generäle überhaupt eine echte Wahl? Denn in solchen totalitären Systemen riskiert ein Militär, der seinem eigenen Oberbefehlshaber die Wahrheit darüber berichtet, was an der Front geschieht, seine Karriere und seine Schulterstücke – wie es übrigens bereits einigen Vertretern der russischen Generalität ergangen ist, gegen die später entweder Ermittlungen eingeleitet wurden oder die auf diplomatischen Posten landeten.

Und so hat sich bei denjenigen, die heute die Berichte über die sogenannte „Spezialoperation“ erstellen, ein fester Instinkt herausgebildet: Putin darf nur gute Nachrichten hören. Und gerade weil Putin gute Nachrichten hört, kann er zu der Auffassung gelangen, dass er einen Verhandlungsprozess, der, wenn schon nicht zur Beendigung, so doch zumindest zu einer Unterbrechung des russisch-ukrainischen Krieges führen sollte, überhaupt nicht braucht. Denn seine Truppen rücken vor und erobern immer neue ukrainische Städte, denn die Angriffe seiner Raketen und Drohnen zermürben die ukrainische Wirtschaft, denn hybride Angriffe auf europäische Länder können zu einem triumphalen Sieg rechtsextremer politischer Kräfte führen, die die Unterstützung für die Ukraine einstellen und sich mit Russland zu dessen Bedingungen einigen werden.

Und dann stellt sich die Frage: Wozu braucht man überhaupt einen Verhandlungsprozess, wenn die Kapitulation des feindlichen Staates ohnehin eintreten wird? Das ist Putins einfache Position, die er bei den Verhandlungen mit amerikanischen Vermittlern demonstriert und die er bei seinen öffentlichen Auftritten in Bischkek oder Wladiwostok vermittelt.

Die Realität ist unterdessen keineswegs so, wie Putin sie aus den Berichten des Generalstabs der Streitkräfte der Russischen Föderation erfährt. Die Realität besteht darin, dass es den Russen tatsächlich nicht gelingt, sich in Richtung Lyman festzusetzen. Und deshalb hält auch die Vorstellung, sie könnten im Osten der Ukraine bedeutende Erfolge erzielen, keiner objektiven Kritik stand.

Die Realität ist, dass Moskau die vollständige Kontrolle über das gesamte Gebiet der Oblast Donezk – wenn die russischen Truppen weiterhin in dem Tempo vorrücken, in dem dies gegenwärtig geschieht, und sofern sie nicht gestoppt werden – tatsächlich erst in den 2030er-Jahren erreichen könnte.

Und natürlich kann man sagen, Putin habe Zeit, die Ukraine noch so viele Jahre zu zermürben, aber Zeit ist das eine und Alter das andere. Wir haben es mit einem älteren Mann zu tun, der schon lange all seine geopolitischen Hirngespinste in die Tat und seine Schulterstücke  möchte.

Die Realität besteht darin, dass nicht nur die ukrainische Wirtschaft schwächelt, die immerhin auf die Hilfe europäischer Länder hoffen kann, sondern auch die Wirtschaft der Russischen Föderation selbst. Deren Ölverarbeitung erleidet tatsächlich bereits faktisch irreversible Verluste, denn die Ausfälle in der Erdölverarbeitungsindustrie zwingen dazu, Ölquellen stillzulegen. Und das höchstwahrscheinlich für immer.

Die Realität besteht darin, dass die soziale Stabilität in der Russischen Föderation infolge dieser Probleme im Energiesektor unweigerlich zusammenbrechen wird. Und dabei sind dies erst die ersten Monate ukrainischer Angriffe auf Russland. Wenn die Ukraine die Möglichkeit erhält, das Territorium des feindlichen Landes mit westlichen Raketen anzugreifen oder über eigene ballistische Raketen verfügen wird, kann man sich vorstellen, wie viele für die russische Wirtschaft strategisch wichtige Objekte verschwinden werden, ohne dass sie wiederhergestellt werden können.

Denn Raketenangriffe werden mit den Schäden, die ukrainische unbemannte Fluggeräte der russischen Erdölverarbeitungsindustrie und dem militärisch-industriellen Komplex der terroristischen Föderation zufügen, nicht einmal vergleichbar sein.

Und deshalb kann man eindeutig sagen, dass die fehlenden russischen Möglichkeiten in Richtung Lyman nicht einfach irgendeine Episode im russisch-ukrainischen Krieg sind. Dieser Faktor erlaubt realistische Schlussfolgerungen darüber, wie gut der Präsident Russlands informiert ist und inwieweit er in der Lage ist, die Lage an der russisch-ukrainischen Front nüchtern einzuschätzen. Und er erklärt, warum selbst in einer Situation, in der Moskau, wie es uns scheinen könnte, an einem Verhandlungsprozess mit Kyiv interessiert sein müsste, weder Putin noch das unmittelbare Umfeld des russischen Präsidenten irgendeinen wirklichen Wunsch haben, über ein Ende des Krieges zu sprechen.

So ist es immer bei Menschen, die in ihrer eigenen bürokratischen Blase leben und sich in dieser Blase gerade deshalb sehr wohl fühlen, weil sie keinerlei schlechte Nachrichten erhalten und stattdessen darauf zählen können, dass die Berichte, die ihnen die Militärs vorlegen, genau ihre eigene Wunschvorstellung davon widerspiegeln werden, wie sich der russisch-ukrainische Krieg in nächster Zukunft entwickeln soll.


🔗 Originalquelle

Art der Quelle: Artikel
Titel des Originals: Росіяни відступають від Лиману | Віталій Портников. 10.09.2026.
Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung: 10.09.2026.
Originalsprache: uk
Plattform / Quelle: YouTube
Link zum Originaltext:

Original ansehen

Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach,
veröffentlicht auf

uebersetzungenzuukraine.data.blog
.


Witkoff wird aus den Verhandlungen gedrängt | Vitaly Portnikov. 10.09.2026.

Der Direktor der Central Intelligence Agency der Vereinigten Staaten, John Ratcliffe, könnte künftig eine führende Rolle im Verhandlungsprozess zwischen Russland und der Ukraine spielen, der auf die Möglichkeit eines Endes des Krieges abzielt, den der russische Diktator Putin gegen unser Land begonnen hat. Damit könnte Ratcliffe zumindest einen Teil der Aufgaben von Steve Witkoff und Jared Kushner übernehmen, die vor Kurzem Moskau und Kyiv besucht haben, um diesen Verhandlungsprozess wieder in Gang zu bringen.

John Ratcliffe war bekanntlich bereits vor der Ankunft der Vermittler in der russischen Hauptstadt. Über die tatsächlichen Einzelheiten seines Aufenthalts in Moskau wissen wir so gut wie nichts, doch etwas anderes ist bekannt. Der Präsident der Russischen Föderation Putin reagierte auf den Besuch des CIA-Direktors ohne große Begeisterung und versuchte ebenso wie sein amerikanischer Amtskollege Donald Trump, die Bedeutung dieses ersten Besuchs eines CIA-Direktors in Moskau seit vielen Jahren herunterzuspielen. Dabei betonte er, dies sei Teil der üblichen Kontakte zwischen den Geheimdiensten der Vereinigten Staaten und der Russischen Föderation.

Allerdings sagten auch während dieses Besuchs viele Beobachter, dass Ratcliffe, der für seine deutlich härtere Haltung gegenüber Russland bekannt ist als Witkoff, mit seinen Gesprächspartnern in Moskau gerade über die Notwendigkeit eines Endes des russisch-ukrainischen Krieges gesprochen haben könnte.

Gerade als Putin in Bischkek Ratcliffes Aufenthalt in der russischen Hauptstadt kommentierte, lud er demonstrativ Witkoff und Kushner nach Moskau ein und betonte, dass nicht nur er ihnen vertraue, sondern auch der amerikanische Präsident Donald Trump.

Was ist das anderes als die Suche nach angenehmen Verhandlungspartnern, denen man mithilfe von Putins Sonderbeauftragtem Dmitrijew einen Bären aufbinden kann? Dmitrijew wurde schließlich gerade deshalb auf seinen Posten berufen, um Vertretern der amerikanischen Administration von den unglaublichen wirtschaftlichen Perspektiven einer Zusammenarbeit zwischen der Russischen Föderation und den Vereinigten Staaten zu erzählen. Und natürlich können diese Perspektiven nur dann entstehen, wenn die Vereinigten Staaten ihre Unterstützung für die Ukraine aufgeben und sich eindeutig auf die Seite der Position der Russischen Föderation in diesem Krieg stellen.

Mit dem Direktor der Central Intelligence Agency könnte das nun nicht funktionieren. Ratcliffe könnte sowohl Putins Versprechen als auch – und das ist das Wichtigste – die Möglichkeiten des russischen Präsidenten in den weiteren Phasen des Krieges wesentlich realistischer einschätzen. Und genau das versucht Putin zu verhindern.

Daraus ergibt sich also eine recht einfache Schlussfolgerung. Wenn die Verhandlungen real werden können, wenn selbst Witkoff und Kushner in der russischen Hauptstadt erkennen konnten, dass Putin bereit ist, nicht nur über Verhandlungen zu reden, sondern bei diesen Verhandlungen auch Vereinbarungen zu treffen, dann können an diesen Prozessen nun tatsächlich zuständige Personen beteiligt werden. 

Und das ist ebenfalls ein sehr wichtiger Punkt, denn tatsächlich zuständige Personen sind Menschen, die Ämter in der Administration Donald Trumps bekleiden und nicht bloß Vermittler ohne irgendwelche dienstlichen Verpflichtungen sind. Und es sind Menschen, die die Logik der russischen Politik besser verstehen als die Immobilienmakler Witkoff und Kushner, die versuchen, die Interessen des russischen Präsidenten vor allem an ihren eigenen Geschäftsinteressen zu messen.

Wie Quellen in Washington betonen, hat der Präsident der Vereinigten Staaten Donald Trump allerdings bislang noch keine Entscheidung darüber getroffen, wie der Verhandlungsprozess der Amerikaner mit den Russen und Ukrainern in nächster Zeit aussehen soll und ob Witkoff tatsächlich nicht an diesem Prozess teilnehmen wird.

Zwischen Witkoff, der gemeinsam mit Kushner in jedem Fall der wichtigste Vermittler bei der Regelung im Nahen Osten bleiben wird, und Ratcliffe gibt es, wie angenommen wird, einen ernsthaften Konkurrenzkampf darum, wer sich um den Verhandlungsprozess zwischen der Russischen Föderation und der Ukraine kümmern wird. Und es ist offensichtlich, dass Witkoff bei seinem Versuch, seine eigene Rolle zu bewahren, sowohl an seine Bedeutung für Donald Trump denken kann, mit dem ihn bekanntlich nicht nur berufliche, sondern auch persönliche Beziehungen verbinden, als auch an seine eigenen Geschäftsinteressen. Denn wir können uns vorstellen, was Dmitrijew Witkoff und Kushner während der stundenlangen Essen alles erzählt hat und was Putin selbst Witkoff und Kushner während der stundenlangen Verhandlungen alles über Geschäfte erzählt haben könnte.

Aus dem Prozess auszusteigen bedeutet, die Kontrolle über die erträumten, aber bislang noch gar nicht existierenden Finanzströme zu verlieren. Deshalb könnten Ratcliffe auf der einen Seite und Witkoff auf der anderen Seite ein völlig unterschiedliches Interesse am eigentlichen Wesen des Verhandlungsprozesses haben. Und auch das muss man verstehen, wenn wir über die Lage im Zusammenhang mit der Fortsetzung des Dialogs zwischen Moskau und Kyiv und über die Perspektiven dieses Dialogs sprechen.

Denn wenn die russische Führung von der Notwendigkeit spricht, die Verhandlungen fortzusetzen, und ihre Bereitschaft erklärt, an diesen Verhandlungen teilzunehmen, bedeutet das noch lange nicht, dass tatsächlich die Möglichkeit besteht, dass solche Verhandlungen schon bald stattfinden werden. Und man sollte nicht glauben, dass ein Austausch der Vermittler – sagen wir Witkoff und Kushner, die Putin in die russische Hauptstadt eingeladen hatte, gegen Ratcliffe, über dessen Besuch Putin offensichtlich nicht erfreut war – die Begeisterung der Führung der Russischen Föderation für den eigentlichen Konsultationsprozess zwischen Russland und der Ukraine steigern würde.

In dieser Hinsicht können wir also sagen, dass die Amerikaner den Verhandlungsprozess einerseits ernster nehmen könnten. Und das wird zu einem wichtigen Anzeichen dafür, dass dieser Prozess aus Sicht des Weißen Hauses reale Konturen annehmen und Donald Trump vor den Zwischenwahlen zumindest irgendeinen Verdienst als Friedensstifter einbringen soll. Andererseits verstehen wir, dass die Russische Föderation einen echten Prozess lediglich imitieren und darauf hoffen könnte, die Vermittler für ihre Zwecke zu nutzen. Und aus dieser Sicht müssen wir ungeachtet aller Erklärungen der Führung der Russischen Föderation verstehen, dass das Auftreten eines ernst zu nehmenden Vermittlers – und noch dazu des Direktors der Central Intelligence Agency der Vereinigten Staaten – gerade durch die Bemühungen des Kremls blockiert werden könnte.

Das Wichtigste ist also, was Trump selbst über den russisch-ukrainischen Verhandlungsprozess und dessen Realisierbarkeit denkt. Und was der amerikanische Präsident heute tatsächlich braucht: eine Imitation des Verhandlungsprozesses vor den Zwischenwahlen, um zu zeigen, dass Trump die Ukraine nicht vergessen hat? Oder doch echte Verhandlungen, die zu einem wirklichen Frieden führen sollen?

Doch in dieser Situation ist natürlich nicht nur der Verhandlungsprozess entscheidend, sondern auch echter wirtschaftlicher und politischer Druck auf die Russische Föderation, um sie zur Beendigung des Krieges zu zwingen. Und natürlich eine Ausweitung der militärischen Hilfe für die Ukraine. Ohne das geht es nicht. Ohne das wird kein Putin der Welt irgendwelche Verhandlungen ernst nehmen.


🔗 Originalquelle

Art der Quelle: Artikel
Titel des Originals: Віткоффа відтісняють від перемовин | Віталій Портников. 10.09.2026.
Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung: 10.09.2026.
Originalsprache: uk
Plattform / Quelle: YouTube
Link zum Originaltext:

Original ansehen

Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach,
veröffentlicht auf

uebersetzungenzuukraine.data.blog
.


Wozu braucht Putin Witkoff und Kushner? Vitaly Portnikov. 07.09.2026.

Навіщо Путіну Віткофф і Кушнер. Віталій Портников. 07.09.2026.

Noch vor einigen Monaten erschien allein die Möglichkeit einer Wiederaufnahme des Verhandlungsprozesses zwischen Russland und der Ukraine unter Beteiligung amerikanischer Vermittler eher als politische Fantasie, obwohl sowohl in Moskau als auch in Kyiv neue Besuche von Steve Witkoff und Jared Kushner nicht ausgeschlossen wurden. Doch die Vermittler waren mit einer Sisyphusarbeit beschäftigt – der Suche nach Wegen zur Regelung der Lage nach dem Krieg mit Iran –, und auch im Kreml hatte man es mit Verhandlungen nicht eilig. Es sei daran erinnert, dass nicht die Amerikaner und nicht die Ukrainer den Konsultationsprozess verließen, sondern ausgerechnet die Russen. In Moskau wurde bis vor Kurzem betont, dass die Verhandlungen erst wieder aufgenommen werden könnten, nachdem Kyiv seine Truppen aus jenem Teil der Gebiete Donezk und Luhansk abgezogen habe, der weiterhin unter der Kontrolle der legitimen ukrainischen Regierung steht. Bis dahin verweigert Putin jegliche Gespräche.

Doch dann kam der September – und die Vermittler reisten nach Moskau und Kyiv. Obwohl auf eine Regelung der Lage um Iran kaum zu hoffen ist. Obwohl die ukrainischen Truppen im Donbas bleiben. Und obwohl die russischen Angriffe auf Kyiv und andere ukrainische Städte weitergehen, gegen die man sich bislang nur schwer schützen kann.

Wir verstehen, wozu Zelensky die Wiederaufnahme der Verhandlungen braucht: Als Staatsoberhaupt eines Landes, das Opfer einer Aggression und von Zerstörungen geworden ist, ist er schlicht verpflichtet, nach Wegen zu einem gerechten Frieden zu suchen. Sowohl mit Blick auf die Erwartungen der eigenen Gesellschaft, die des endlosen Krieges müde ist, als auch mit Blick auf die Interessen der Partner, die möchten, dass Kyiv Chancen auf Frieden nicht zurückweist.

Wir verstehen, wozu Trump die Wiederaufnahme der Verhandlungen braucht, der sich einen Erfolg seiner Friedensbemühungen und Möglichkeiten zur Wiederaufnahme der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Russland wünscht.

Und wir verstehen nicht so recht, wozu Putin die Wiederaufnahme der Verhandlungen braucht. Es sei denn, der russische Präsident ist tatsächlich über den Zustand seiner Wirtschaft besorgt und möchte die ukrainischen Angriffe beenden. Aber wie soll das ohne Vereinbarungen über Frieden geschehen?

Doch die Verhandlungen Witkoffs und Kushners in Moskau haben keine wirklichen Veränderungen der russischen Position erkennen lassen. Deshalb lässt sich Putins Bereitschaft zu Verhandlungen vorerst mit seiner üblichen Taktik der Zeitverzögerung erklären. Nur zieht Putin diesmal höchstwahrscheinlich nicht allein gegenüber Trump die Zeit in die Länge, sondern auch gegenüber den Staats- und Regierungschefs des Globalen Südens, den wirtschaftlichen Sponsoren Russlands – dem chinesischen Staatschef Xi Jinping und dem indischen Ministerpräsidenten Narendra Modi. Putin traf sich mit beiden während des Gipfels der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit in Bischkek. Und übrigens änderte sich gerade danach der Ton seiner Äußerungen merklich.

Ein weiterer Grund, der Putins Haltung beeinflusst haben könnte, ist der Wunsch des russischen Präsidenten, seinen amerikanischen Amtskollegen beim APEC-Gipfel im November im chinesischen Shenzhen zu treffen. Es ist klar, dass Putins Weigerung, sich mit den amerikanischen Vermittlern zu treffen und Bereitschaft zur Suche nach Wegen zum Frieden zu demonstrieren, einem solchen Treffen im Wege stehen könnte. Zumal Putin noch eine ehrgeizigere Idee hat, die der Berater des russischen Präsidenten Juri Uschakow nach Putins Verhandlungen mit Witkoff und Kushner „ausplauderte“.

Es geht um die Abhaltung eines Dreiergipfels von Trump, Putin und Xi Jinping am Rande des Treffens in Shenzhen. Für Putin wäre ein solches Treffen ein gewaltiger Erfolg, weil es festhalten würde, dass er zu den führenden Politikern der heutigen Welt gehört und auf einer Stufe mit dem Präsidenten der USA und dem Staatschef der Volksrepublik China steht. Und auch Trump neigt bekanntlich zu einem solchen Format.

Und es ist durchaus möglich, dass die Wiederaufnahme der Verhandlungen über ein Ende des russisch-ukrainischen Krieges Teil der Pläne des Kremls zur Organisation dieses Dreiertreffens geworden ist – und nicht mehr. Mit einem wirklichen Ende des Krieges und einem Übergang Russlands zu konstruktiveren und realistischeren Positionen dagegen könnte der Besuch der amerikanischen Vermittler überhaupt nichts zu tun haben.


🔗 Originalquelle

Art der Quelle: Artikel
Titel des Originals: Навіщо Путіну Віткофф і Кушнер.
Віталій Портников. 07.09.2026.

Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung: 07.09.2026.
Originalsprache: uk
Plattform: Zeitung
Link zum Originaltext:

Original ansehen

Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach,
veröffentlicht auf

uebersetzungenzuukraine.data.blog
.


Zelenskys Flugzeug unter Beschuss | Vitaly Portnikov. 09.09.2026.

Der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Støre teilte mit, dass das Flugzeug des ukrainischen Präsidenten Volodymyr Zelensky beim Abflug vom Flughafen in der Republik Moldau beinahe mit einer Drohne zusammengestoßen wäre, die möglicherweise gezielt auf das Flugzeug der ukrainischen Delegation angesetzt worden war, die zur Beerdigung des norwegischen Monarchen unterwegs war.

Der norwegische Ministerpräsident gab keine weiteren Erklärungen zu diesem Vorfall ab. Er sagte nicht, ob es dazu Kommentare aus Kyiv gegeben habe und ob dieser Vorfall ein vorsätzlicher Versuch gewesen sei, den Präsidenten der Ukraine und andere hochrangige Vertreter des Landes zu töten, oder ob es sich lediglich um einen Zufall gehandelt habe, der mit dem Auftauchen von Drohnen im Luftraum der Republik Moldau zusammenhing.

Aber geben Sie zu: Das ist ein ziemlich merkwürdiger Zufall. Die Russische Föderation intensiviert ihre Angriffe auf den Süden der Ukraine genau zu dem Zeitpunkt, an dem das Flugzeug des ukrainischen Präsidenten vom Flughafen der moldauischen Hauptstadt abfliegen soll. Dabei gelangt ein Teil der Drohnen, die formal auf ukrainisches Gebiet gerichtet sind, ausgerechnet in den Luftraum der Republik Moldau. Nicht zum ersten Mal, aber diesmal genau dann, als das Flugzeug des ukrainischen Präsidenten in die norwegische Hauptstadt fliegen soll.

Dabei sollte man daran erinnern, dass die mögliche Teilnahme des Präsidenten der Ukraine an der Trauerfeier für König Harald im Voraus bekannt war. Das ist gerade eine jener Veranstaltungen, die nicht unangekündigt bleiben können, denn die Beerdigung des Königs brachte eine große Zahl ausländischer Vertreter aus ganz Europa und aus der ganzen Welt zusammen. Und wer die jeweilige Delegation anführen wird, wird gemäß dem Protokoll mitgeteilt.

Und noch ein wichtiger Punkt, auf den ich aufmerksam machen möchte. Während seiner Pressekonferenz in Bischkek nach Abschluss des Gipfels der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit beantwortet Putin die Frage eines Journalisten nach einer möglichen Liquidierung der ukrainischen Führung. Schon die Frage selbst ist kein Zufall. Offensichtlich werden solche Fragen von den Journalisten, die Putins propagandistische Bedürfnisse bedienen, stets mit der Administration des russischen Präsidenten abgestimmt.

Und Putin sagt, die ukrainischen Führungskräfte würden nicht liquidiert, weil Russland Verhandlungspartner brauche, die zu einem Frieden zu russischen Bedingungen bereit seien, also zur Kapitulation der Ukraine mit ihrem anschließenden Verschwinden von der politischen Weltkarte und dem Übergang ukrainischer Gebiete unter die Kontrolle Moskaus.

Wenn Putin sagt, dass etwas nicht geschehen werde, bedeutet das natürlich, dass er zu einer neuen Etappe seines Kampfes gegen die Ukraine übergeht. Und diese Etappe könnte Versuche, die oberste Führung der Ukraine zu töten, ebenso einschließen wie Angriffe auf Verwaltungsgebäude mit dem Ziel, die Führungskräfte der Ukraine und unserer Sicherheitsstrukturen zu töten.

Natürlich hat es solche Angriffe bereits gegeben. Es gab Versuche, die ukrainische Regierung anzugreifen, es gab Versuche, die Sicherheitsministerien anzugreifen. Doch jetzt hat Russland, wie wir am Einschlag einer Drohne im Büro des amtierenden Leiters des Sicherheitsdienstes der Ukraine sehen, zumindest größere Möglichkeiten für symbolische Angriffe, weil es das Zeitfenster nutzt, in dem wir über keine wirksamen Mittel zur Abwehr sowohl ballistischer Raketen als auch strahlgetriebener Drohnen verfügen, die Kyiv und andere Städte und Ortschaften unseres leidgeprüften Landes weiterhin terrorisieren.

Und in dieser Situation fügt sich der Versuch, ein Passagierflugzeug zu zerstören, in dem sich der Präsident der Ukraine befinden könnte, in diese Logik Putins ein. „Zuerst sagen wir, dass wir nicht vorhaben, die oberste Führung der Ukraine zu töten. Dann tauchen aus irgendwelchen Gründen Drohnen im Luftraum der Republik Moldau auf. Und wenn es einer Drohne tatsächlich gelingt, das Flugzeug mit dem ukrainischen Präsidenten und anderen Vertretern der ukrainischen Führung zu zerstören, sprechen wir anschließend von einem Unglücksfall und betonen, dass im Krieg alles Mögliche passieren kann.“

Und die Verantwortung für den Tod des ukrainischen Präsidenten und anderer Führungskräfte unseres Staates würde Moskau übrigens der moldauischen Seite zuschieben. Nach dem Motto: „Da sehen Sie es doch, Moldau hat eine derart ineffektive Luftverteidigung, dass sie nicht einmal am Flughafen von Chișinău mit den Drohnen fertigwerden konnte.“ Oder: „Warum hat die Republik Moldau ihren Luftraum nicht gesperrt, als sich Drohnen darin befanden? Und nun sehen Sie, Menschen sind ums Leben gekommen.“

Das wäre ungefähr derselbe Vorwurf, den Russland gegen die Ukraine erhob, nachdem seine Rakete ein Passagierflugzeug am Himmel über dem Donbas abgeschossen hatte. Angeblich seien nicht die russischen Militärangehörigen und Söldner schuld gewesen, die diesen schrecklichen Anschlag organisiert hatten, sondern die Ukraine, weil sie den Luftraum angesichts eines möglichen Raketentreffers nicht gesperrt hatte.

Obwohl, wie Sie verstehen, weder in Kyiv noch sonst irgendwo auf der Welt jemand überhaupt auf den Gedanken gekommen war, dass die Russische Föderation in einem Konfliktgebiet derart weitreichende Raketen einsetzen könnte, zu einem Zeitpunkt, als überhaupt nicht von Luftkämpfen die Rede war und auch nicht davon, dass die sogenannten Separatisten, bei denen es sich in Wirklichkeit um russische Truppen handelte, über Mittel verfügten, mit denen sie die zivile Luftfahrt oder Flugzeuge treffen konnten, die sich in einem Luftkorridor in einer solchen Höhe befanden.

Aber so, wie Russland seine Verantwortung für den Tod der Passagiere dieses Flugzeugs abstritt, würde es natürlich auch seine Verantwortung für die Ermordung des ukrainischen Präsidenten abstreiten. Es besteht kein Zweifel daran, dass solche Versuche, selbst wenn wir es jetzt mit einem zufälligen Vorfall zu tun haben, auch in Zukunft fortgesetzt werden.

Ich betone seit 2022, dass zu den Instrumenten zur Destabilisierung der Lage in der Ukraine, an denen der Präsident der Russischen Föderation sowie die russischen Sicherheitsstrukturen beteiligt sein könnten, auch die Liquidierung der obersten Führung der Ukraine und die Jagd auf diese Führung gehören können – nicht einmal unbedingt mit dem Ziel, ein konkretes Ergebnis zu erzielen, sondern zum Zweck der Einschüchterung, um das zu senden, was Putin am meisten liebt: Signale nach dem Motto: „Natürlich töten wir euch heute nicht. Aber morgen, wenn ihr kurzsichtig seid und nicht zu den Kompromissen bereit seid, auf die wir hoffen, werden wir euch holen – in Kyiv oder in Chișinău oder in der Hauptstadt irgendeines westlichen Staates, in dem wir über ein ziemlich ernstzunehmendes Agentennetz verfügen.“

Ich weiß also nicht, ob diese Drohne in der Nähe von Volodymyr Zelenskys Flugzeug Zufall war. Aber die Tötung der obersten ukrainischen Führung wäre ganz sicher kein Zufall, sondern eine weitere Seite in diesem langen und vonseiten des russischen Präsidenten und seines Umfelds grausam geführten Krieg.


🔗 Originalquelle

Art der Quelle: Artikel
Titel des Originals: Літак Зеленського під обстрілом | Віталій Портников. 09.09.2026.
Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung: 09.09.2026.
Originalsprache: uk
Plattform / Quelle: YouTube
Link zum Originaltext:

Original ansehen

Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach,
veröffentlicht auf

uebersetzungenzuukraine.data.blog
.


Merz droht der Rücktritt | Vitaly Portnikov. 09.09.2026.

Der überwältigende Sieg der rechtspopulistischen Partei Alternative für Deutschland bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt könnte zum Anfang vom Ende der politischen Karriere von Bundeskanzler Friedrich Merz werden.

Ja, bislang spricht man in der Führung der CDU nicht über eine Ablösung des Parteivorsitzenden. Aber was derzeit in Deutschland geschieht, ist schließlich erst der Anfang der Veränderungen. Noch steht eine weitere Landtagswahl im Osten bevor, in Mecklenburg-Vorpommern.

Ja, dort wird die Alternative für Deutschland möglicherweise keinen derart überwältigenden Erfolg erzielen und nicht so eindeutig Anspruch darauf erheben können, die Landesregierung zu bilden. Aber auch in Mecklenburg-Vorpommern könnte die Christlich Demokratische Union eine Niederlage erleiden.

Und danach folgen die Wahlen in Berlin. Dort werden sowohl die Christdemokraten als auch ihre Koalitionspartner, die Sozialdemokraten, Probleme bekommen. Beide einstigen Volksparteien könnten im Kampf gegen die Linksradikalen eine Niederlage erleiden.

Und was ist übrigens überhaupt eine Volkspartei? Wenn damit eine Partei gemeint ist, die dauerhaft Anspruch darauf erheben kann, die Regierung zu bilden und von einer großen Zahl von Wählern unterstützt zu werden, dann muss man anerkennen, dass die Volkspartei in Sachsen-Anhalt ausgerechnet die Alternative für Deutschland ist. Wann hat eine politische Partei bei einer Landtagswahl, ja selbst bei einer Bundestagswahl, zuletzt rund 40 Prozent der Wählerstimmen erhalten? Und Friedrich Merz könnte gerade als derjenige in die deutsche Geschichte eingehen, unter dem die Christlich Demokratische Union begann, ihre Stellung als Volkspartei an die Rechtspopulisten zu verlieren.

Außerdem ist die Geschichte in Sachsen-Anhalt noch nicht zu Ende. Da die Alternative für Deutschland dort keine stabile Mehrheit hat und die Partei nach Verbündeten für die Regierungsbildung suchen muss, könnte jeder weitere Schritt für die CDU zum Verlustgeschäft werden. 

Es wäre eine Katastrophe, wenn ein Teil der Abgeordneten der Christlich Demokratischen Union bei einer geheimen Abstimmung den Kandidaten der Alternative für Deutschland für das Amt des Ministerpräsidenten unterstützen würde. Es wäre eine Katastrophe, wenn es zu einer solchen Unterstützung nicht käme und Neuwahlen zum Landtag notwendig würden, bei denen verärgerte Wähler alles dafür tun könnten, dass die Alternative eine eigene Mehrheit im Landtag erhält und eine Regierung bilden kann, ohne auf die Haltung der Abgeordneten anderer Parteien Rücksicht nehmen zu müssen. Und jeder derartige Schritt droht zu weiterer Destabilisierung und weiterem Misstrauen zu führen.

Man kann natürlich sagen, dass Friedrich Merz einfach mit objektiven Schwierigkeiten konfrontiert ist. Die Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage in der Welt, die vor dem Hintergrund der Folgen der Coronavirus-Pandemie und des russischen Krieges gegen die Ukraine deutlich zu spüren ist, und vor allem in jüngster Zeit für die europäische Wirtschaft der Krieg der Vereinigten Staaten und Israels gegen Iran mit steigenden Ölpreisen; dazu die demografischen Probleme Deutschlands, die von Jahr zu Jahr ihrerseits zu einer ernsthaften Herausforderung werden – sowohl im Hinblick auf die Notwendigkeit neuer Einwohner als auch auf die Verärgerung der alteingesessenen Bevölkerung über die Migrationswellen.

Doch ähnliche Prozesse gab es auch, als Angela Merkel Bundeskanzlerin war. Man muss anerkennen, dass die persönliche Autorität der Kanzlerin, gegen die man, wie wir verstehen, heute viele politische Einwände vorbringen kann, Deutschland vor einer derart offensichtlichen Destabilisierung und einem Triumph der Rechtspopulisten bewahrte. Darüber hinaus gelang es Merkel, die wichtigsten Gegenspieler Berlins, den Präsidenten der Russischen Föderation Wladimir Putin und den Präsidenten der Vereinigten Staaten Donald Trump, auf Abstand zu halten.

Jetzt dagegen herrscht sowohl in Moskau als auch in Washington geradezu Schadenfreude über den Sieg der Alternative. Moskau hat zu diesem Sieg einen unschätzbaren Beitrag geleistet. Und die führenden Politiker der Alternative für Deutschland verbergen bereits nicht mehr, dass sie, falls es ihnen irgendwann gelingen sollte, im Land an die Macht zu kommen, als Erstes die Sanktionen gegen Russland aufheben, der Ukraine die Unterstützung verweigern und wieder billiges russisches Gas kaufen würden. Der Vorsitzende der Alternative für Deutschland, Tino Chrupalla, der mehrfach in der Botschaft der Russischen Föderation in Berlin gesehen wurde, spricht darüber bereits ganz unverblümt.

Donald Trump wiederum veröffentlichte einen Tweet, in dem der Sieg der Alternative als natürlicher Protest der Deutschen gegen die Migrationspolitik der amtierenden Regierung bezeichnet wurde.

Und hier muss man anerkennen, dass Friedrich Merz, der bekanntlich seinerzeit die politische Auseinandersetzung mit Angela Merkel verlor und sich für die gesamte Dauer ihrer Amtszeit als Bundeskanzlerin aus der Politik zurückzog, schlicht das persönliche Charisma und die Fähigkeit fehlen, einen diplomatischen Umgang mit der Gesellschaft zu finden, um diese Gesellschaft davon abzuhalten, stark nach rechts und stark nach links abzudriften. Was als Schwächen Angela Merkels und als ihre Unentschlossenheit erscheinen konnte, bewahrte Deutschland faktisch davor, über den Rand des politischen Abgrunds zu stürzen. Heute fällt das Land zwar vielleicht noch nicht in diesen Abgrund, steht aber zumindest bereits am Rand neuer ernster Probleme und Prüfungen.

Und in dieser Situation könnten die Christdemokraten natürlich darüber nachdenken, nach jemandem zu suchen, der Merkel stärker ähnelt als Merz. Obwohl klar ist, dass für die Lösung grundlegender außenpolitischer Probleme Deutschlands – etwa für die Fortsetzung der Unterstützung der Ukraine und eine entschlossenere Konfrontation mit Russland – kein Mensch gebraucht wird, der versucht, sich auf dem Feld der großen Politik irgendwie zwischen den Regentropfen hindurchzuschlängeln, sondern ein entschlossener Kämpfer, der sämtliche Risiken der gegenwärtigen Entwicklungen versteht.

Nur scheint der deutsche Wähler nicht besonders daran interessiert zu sein, dass ein solcher entschlossener Kämpfer an der Spitze des Landes steht, und bevorzugt noch immer das Bild einer gütigen Mutter, die ihn in einer schwierigen Zeit weltweiter Veränderungen in den Schlaf wiegt, gegenüber dem Bild eines starken politischen Führers, der keine Kompromisse sucht und den Menschen die Wahrheit darüber sagt, was mit dem Land geschieht. Und wahrscheinlich stärkt auch eine solche Wahrheit die Positionen der Rechtspopulisten.

Ich hatte mir die Frage gestellt, wie sich die Entscheidung der Bundesregierung, Russland eine Beteiligung am Angriff auf den Flughafen Leipzig vorzuwerfen, sowie die Maßnahmen, die auf diese Erklärung folgten – nicht die entschlossensten, aber doch hinreichend symbolische –, auf das Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt auswirken würden. Aber jetzt wissen wir, wie sich diese Entscheidung auf die Sachsen ausgewirkt hat.


🔗 Originalquelle

Art der Quelle: Artikel
Titel des Originals: Мерцу угрожает отставка | Виталий
Портников. 09.09.2026.

Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung: 09.09.2026.
Originalsprache: ru
Plattform / Quelle: YouTube
Link zum Originaltext:

Original ansehen

Deutsche Übersetzung von mViktoriya Limbach,
veröffentlicht auf

uebersetzungenzuukraine.data.blog
.


Rubio verspricht Verhandlungen | Vitaly Portnikov. 09.09.2026.

Der Außenminister der Vereinigten Staaten Marco Rubio hat versprochen, in Kürze die Voraussetzungen für neue Verhandlungsrunden zwischen der Ukraine, Russland und den Vereinigten Staaten über die Beendigung des russisch-ukrainischen Krieges zu schaffen.

Der Chef des US-Außenministeriums bewertete die jüngsten Gespräche positiv, die die Vertreter von Präsident Trump, Steve Witkoff und Jared Kushner, in der russischen und der ukrainischen Hauptstadt geführt hatten, und betonte, diese Gespräche hätten reale Möglichkeiten dafür geschaffen, dass sich die Seiten bei künftigen Treffen auf eine Beendigung des Krieges zu Bedingungen einigen könnten, die alle zufriedenstellen würden.

Zugleich warnte der Außenminister der Vereinigten Staaten, dass zwischen Moskau und Kyiv weiterhin ernsthafte Meinungsverschiedenheiten bestünden, die bislang nicht überwunden werden konnten und die man nicht ignorieren könne. Es könnte also sein, dass die optimistischen Prognosen des Außenministers, wie schon mehr als einmal zuvor, auf die unerbittliche Realität treffen werden, dass die russische Führung nicht bereit ist, irgendwelche wirklichen Verhandlungen unter Vermittlung der Vereinigten Staaten fortzusetzen.

Der Kreml versucht allerdings gerade, einen Streit mit Donald Trump zu vermeiden. Nachdem der amerikanische Präsident mit seinem russischen Amtskollegen gesprochen hat – ich möchte übrigens daran erinnern, dass auch noch ein Gespräch Trumps mit dem Präsidenten der Ukraine Volodymyr Zelensky stattfinden soll –, betonte der Berater des Präsidenten der Russischen Föderation Juri Uschakow, das Hauptthema des Gesprächs zwischen dem amerikanischen und dem russischen Präsidenten sei die Wiederaufnahme der amerikanisch-russischen wirtschaftlichen Zusammenarbeit im Falle einer Lösung der Frage nach der Beendigung des russisch-ukrainischen Krieges gewesen.

Wie man erkennen kann, ist genau das Trumps wichtigster Trumpf bei seinen Gesprächen mit Putin, mit dessen Hilfe er den russischen Präsidenten davon zu überzeugen hofft, den Krieg gegen die Ukraine zu beenden. Doch so merkwürdig es auch klingen mag: Trump verfügt heute gerade im Hinblick auf die wirtschaftlichen Interessen des Kreml über mehr Möglichkeiten, auf Putin einzuwirken, als noch vor einigen Monaten. Und das ist kein großes Verdienst des amerikanischen Präsidenten selbst. Es ist ein Verdienst der Streitkräfte der Ukraine.

Denn je mehr für Russland wichtige Wirtschaftsobjekte die ukrainischen Soldaten zerstören, je häufiger die Erdölraffinerien der Russischen Föderation brennen und je weniger Möglichkeiten Russland hat, Öl aus seinen Häfen zu exportieren, desto größer wird das Interesse des russischen Präsidenten an einer Aufhebung der Sanktionen gegen die Russische Föderation und an einer Wiederaufnahme der Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten.

Bis vor Kurzem war man in Moskau der Ansicht, alle mit den westlichen Sanktionen verbundenen Probleme gelöst zu haben und dass sich die Beendigung der Zusammenarbeit sowohl mit den Vereinigten Staaten als auch mit der Europäischen Union in keiner Weise auf die russische Wirtschaft auswirken werde, die Putin auf den Globalen Süden, auf China und Indien, umorientieren wollte. Doch nun zeigt sich, dass die Möglichkeiten, die Verluste durch die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Peking und Neu-Delhi auszugleichen, immer geringer werden. Zum einen deshalb, weil die Sanktionen gegen russisches Öl eben doch wirken und selbst Indien weniger davon kauft als noch vor einigen Jahren. Zum anderen deshalb, weil Russland inzwischen Probleme mit seiner Erdölverarbeitungsindustrie und mit dem Verkauf von Öl hat.

Jeder weitere Tag mit Angriffen auf die Erdölverarbeitung, jeder weitere Tag, an dem russische Ölhäfen zerstört werden, jeder weitere Tag, an dem die Europäer Jagd auf russische Tanker machen, die Öl transportieren, wird zusätzliche Probleme für die russische Wirtschaft schaffen. Und auf diese Weise wird Putin gezwungen sein, den Vorschlägen Donald Trumps ernsthafter Gehör zu schenken.

Das einzige Problem bei all dem ist die Frage, wann der Präsident der Russischen Föderation tatsächlich realistische Gespräche über die Beendigung des Krieges aufnehmen möchte. Dazu gibt es, wie wir wissen, zahlreiche widersprüchliche Informationen. Quellen aus dem Kreml betonen, Putin hoffe weiterhin darauf, dass es ihm gelingen werde, die gesamte Oblast Donezk zu erobern, und halte es zumindest für notwendig abzuwarten, wie die Ukraine den Winter 2026/2027 bewältigen wird.

Natürlich ist für Putin die Kapitulation unseres Staates und sein anschließendes Verschwinden von der politischen Weltkarte wichtiger als die Wiederaufnahme der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten. Und der russische Präsident kann schlicht davon ausgehen, dass die Amerikaner im Falle dieser Kapitulation ihre Beziehungen zu Moskau ohnehin wieder aufnehmen werden. Und deshalb besteht für ihn vorerst kein Grund zur Eile.

Die Amerikaner dagegen haben es eilig. Sowohl die Reise von Steve Witkoff und Jared Kushner in die russische und die ukrainische Hauptstadt als auch die Erklärungen des Außenministers der Vereinigten Staaten Marco Rubio über eine baldige Wiederaufnahme der Verhandlungen sowie die Tatsache, dass Steve Witkoff seinen europäischen Gesprächspartnern versprochen hat, Moskau werde sich nach den sogenannten Wahlen zur Staatsduma der Russischen Föderation, die bereits in den kommenden Wochen stattfinden werden, intensiver an den Verhandlungen beteiligen – all das zeigt, dass die Administration zumindest irgendein positives Ergebnis im Zusammenhang mit der Beendigung des russisch-ukrainischen Krieges vor den Zwischenwahlen zum Kongress der Vereinigten Staaten erzielen möchte, die für Trump buchstäblich eine Frage des politischen Überlebens sind.

Und natürlich würde der amerikanische Präsident den Amerikanern vor diesen Wahlen gerne konkrete Erfolge zumindest auf außenpolitischem Gebiet präsentieren. Erfolge im Zusammenhang mit der Möglichkeit, den russisch-ukrainischen Krieg zu beenden, mit der Beendigung der Krise im Nahen Osten und mit der Möglichkeit, die Kraftstoffpreise an den amerikanischen Tankstellen zu senken.

All diese Dinge hängen miteinander zusammen. Denn wenn es gelingt, das Feuer an der russisch-ukrainischen Front einzustellen oder zumindest eine Waffenruhe im Energiebereich zu vereinbaren, würde das automatisch bedeuten, dass die Ukraine die russische Erdölverarbeitungsindustrie und die Häfen der Russischen Föderation nicht mehr angreifen würde und Russland mehr Öl an die Länder des Globalen Südens verkaufen könnte. Für die Russen bleibt das in der nächsten Zukunft tatsächlich eine ziemlich wichtige Frage.

Wie dem auch sei: Die Worte des Außenministers der Vereinigten Staaten, wonach es Möglichkeiten gibt, den Verhandlungsprozess selbst wieder aufzunehmen, werden schon bald auf die Probe gestellt werden. Und möglicherweise werden der amerikanische und der ukrainische Präsident, die sich ebenfalls bereits in den kommenden Wochen in den Vereinigten Staaten treffen könnten, vielleicht am Rande der Generalversammlung, genau darüber sprechen.


🔗 Originalquelle

Art der Quelle: Artikel
Titel des Originals: Рубіо обіцяє перемовини | Віталій Портников. 09.09.2026.
Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung: 09.09.2026.
Originalsprache: uk
Plattform / Quelle: YouTube
Link zum Originaltext:

Original ansehen

Deutsche Übersetzung vonViktoriya Limbach,
veröffentlicht auf

uebersetzungenzuukraine.data.blog
.


Zwei Kriege. Lina Kostenko

https://www.threads.com/share/_pFN5bf2K/

Es gab sie schon,  blutüberströmte Überfälle,
die Erde bebte unter ihnen schwer.
Damals vom Westen, aus dem Reich die Welle,
nun aus dem Osten, aus dem Kreml her.

Auf den Panzern stehen lateinische Buchstaben.
Ein Dorf verkohlt dahinten liegt.
Das habe ich als Kind so oft erfahren.
Und eine Kindheit hatte ich nicht.

Erinnerung ist nicht geheilt zu kriegen,
sie wird mir lebenslang nicht Ruhe geben.
Ein Leben zwischen Todesfallen zweier Kriege.
Zwei Kriege. Und doch nur ein einzig Leben.

04.03.2024.


Вони були вже, ці криваві рейди,
од них уже здригалася земля.
Але тоді - із заходу, із рейху,
тепер зі сходу, це вже із кремля.

На танках літери латинські.
Лежить обвуглене село.
Я це вже бачила в дитинстві.
Дитинства в мене не було.

І досі пам’ять не загоєна,
довіку вже не промине.
Життя між пастками двох воєн.
Двох воєн. А життя одне.

04.03.2024


🔗 Originalquelle

Art der Quelle: Gedicht
Autor: Lina Kostenko
Veröffentlichung: 04.03.2024.
Originalsprache: uk
Plattform / Quelle: Threads
Link zum Originaltext:

Original ansehen

Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach,
veröffentlicht auf

uebersetzungenzuukraine.data.blog
.


Der Generalstaatsanwalt ist zurückgetreten | Vitaly Portnikov. 08.09.2026.

Der Generalstaatsanwalt der Ukraine, Ruslan Krawtschenko, hat seinen Rücktritt angekündigt. Der Leiter der Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine selbst bezeichnet dies als politische Entscheidung. Es ist jedoch offensichtlich, dass sie infolge einer großen Antikorruptionsoperation des NABU und der SAP getroffen wurde – einer Operation mit dem Namen „Karthago“, die gezeigt hat, dass innerhalb der Generalstaatsanwaltschaft eine kriminelle Organisation existierte, die offenbar illegale Callcenter unter ihren Schutz stellte.

Ob der Generalstaatsanwalt selbst unmittelbar an dieser organisierten Gruppe beteiligt war, wird sich im Zuge der weiteren Ermittlungen zeigen. Doch bereits jetzt ist bekannt, dass Durchsuchungen in Räumlichkeiten stattfanden, die der inzwischen ehemalige Generalstaatsanwalt nutzte, wie die Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine selbst eingeräumt hat. Die Medien wiederum betonten, dass die Durchsuchungen unmittelbar in Krawtschenkos Büro stattfanden, woraufhin er faktisch aus der Öffentlichkeit verschwand. Und die Journalisten mussten mehrere Tage lang nach ihm suchen.

Heute erschien der Generalstaatsanwalt wieder und betonte, dass er nicht zurücktreten werde. Doch seine Haltung änderte sich nach einem Treffen mit dem Präsidenten der Ukraine Volodymyr Zelensky und dem Vorsitzenden der Parlamentsfraktion der Partei „Diener des Volkes“, Dawyd Arachamija.

Für den Präsidenten und die Parlamentsmehrheit ist es ein schwerer Reputationsschaden, wenn das Amt des Generalstaatsanwalts von einem Menschen bekleidet wird, der möglicherweise in derart massive Korruptionsvergehen, faktisch in die Existenz einer Mafia im Land, verwickelt ist. Das kompromittiert die Staatsführung nicht nur gegenüber der Gesellschaft, die sich, wie es scheint, bereits an den korrupten Charakter der Vorgänge an der Staatsspitze gewöhnt hat, sondern auch gegenüber den ausländischen Geldgebern, die natürlich verstehen möchten, wie die ukrainische Staatsführung mit dem Geld westlicher Steuerzahler umgeht.

Und möglicherweise ist es kein Zufall, dass der Rücktritt des Generalstaatsanwalts kurz nach dem Besuch der Sondergesandten des Präsidenten der Vereinigten Staaten in der ukrainischen Hauptstadt erfolgte. Denn das Bild eines korrupten Staates, dem man nicht helfen sollte, gehört zu den bevorzugten Motiven im politischen Vokabular Donald Trumps. Und immer stellt sich die Frage, ob man dem amerikanischen Präsidenten dabei helfen sollte, Belege zur Untermauerung dieses Bildes zu finden.

Die Tatsache, dass Krawtschenko mehrere Tage, nachdem die sensationellen Ermittlungen des NABU bekannt geworden waren, nicht einmal daran dachte, schnell zurückzutreten, charakterisiert den inzwischen ehemaligen Generalstaatsanwalt nicht weniger deutlich als die Antikorruptionsermittlungen selbst. Krawtschenko empfand keine Verantwortung für die Situation, in die die Generalstaatsanwaltschaft infolge seiner eigenen Tätigkeit, infolge seiner Personalentscheidungen und seiner möglichen Beteiligung an korrupten Machenschaften geraten war, und suchte nach Möglichkeiten, einen Posten zu behalten, der wohl kaum seiner beruflichen Kompetenz und, was noch wichtiger ist, seiner Integrität entsprach.

Übrigens, was die Integrität betrifft. Wie bekannt ist, bewarb sich Krawtschenko um den Posten des Leiters eben jenes Nationalen Antikorruptionsbüros, das seiner rasanten Karriere nun offenbar ein Ende gesetzt hat, und scheiterte ausgerechnet an der Integritätsprüfung. In jedem zivilisierten Staat, in dem Entscheidungen nicht von einer einzigen Person, sondern von funktionierenden Institutionen getroffen werden, wäre die politische und administrative Karriere eines solchen Menschen zumindest für einige Jahre unterbrochen worden – bis seine Integrität durch weitere Arbeit bestätigt worden wäre, und zwar nicht auf den höchsten Posten eines Staates, der in einem brutalen Krieg um seine Existenz kämpft. Aber das gilt natürlich nicht für die Ukraine.

Personalentscheidungen werden im ukrainischen Machtsystem seit 2019 ausschließlich nach dem Prinzip der Loyalität gegenüber der ersten Person im Staat getroffen, ohne jede wirkliche Beteiligung des Parlaments und der Regierung unseres Landes. Und natürlich ohne der Öffentlichkeit auch nur irgendwie zu erklären, aus welchem Grund diese oder jene unbekannte Person plötzlich an die Spitze von Institutionen gelangt, von deren Funktionsfähigkeit die Existenz des ukrainischen Staates selbst und seine Effektivität abhängen.

Die Generalstaatsanwaltschaft gehört zweifellos zu diesen Institutionen und müsste für einen wirklichen Kampf gegen die Kriminalität eingesetzt werden – und nicht dafür, Sanktionen gegen diejenigen zu bestätigen, die der amtierende Präsident weiterhin für seine politischen Gegner hält, oder kriminelle Callcenter unter ihren Schutz zu stellen, die bereits zu einem der auffälligsten Merkmale der geschäftlichen Aktivitäten ukrainischer Beamter und Geschäftsleute in aller Welt geworden sind.

Das ist die traurige Reputation eines Staates, der die europäische Integration anstrebt, sich aber in ein typisches Land des Globalen Südens verwandelt – mit Vetternwirtschaft, Loyalität gegenüber der Staatsführung, kriminellen Machenschaften innerhalb der Strafverfolgungsbehörden und so weiter.

Und nun überlegen Sie selbst: Was wäre geschehen, wenn der Staatsführung das Manöver gelungen wäre, die Antikorruptionsinstitutionen der vertikalen Kontrolle der Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine zu unterstellen, und Krawtschenko zu dem Mann geworden wäre, der die gesamte Antikorruptionsstruktur aus NABU und der Spezialisierten Antikorruptionsstaatsanwaltschaft beaufsichtigt hätte? Hätten wir dann von den Missständen innerhalb der Generalstaatsanwaltschaft erfahren? Wäre der Generalstaatsanwalt selbst zurückgetreten, der sich, wie wir sehen, buchstäblich bis zur letzten Minute dagegen wehrte und nicht einmal seine Verantwortung für die gesamte Katastrophe begriff – sowohl für die desaströsen Folgen für das Ansehen als auch für die rechtlichen Folgen –, zu der seine Tätigkeit geführt hatte?

Nein, natürlich wäre all das nicht geschehen. Die Staatsanwaltschaft hätte im NABU ihre eigenen Regeln durchgesetzt, und kein Ermittler hätte ihre Mitarbeiter daran gehindert, unmittelbar im Büro des Generalstaatsanwalts eine organisierte kriminelle Vereinigung aufzubauen und weiterzuentwickeln. Wenn schon stehlen, dann Millionen, und wenn schon intime Beziehungen, dann mit Personen königlichen Geblüts – um die Träume und Wünsche zufälliger anonymer Gestalten zu zitieren, die aus niemandem bekannten – ach, was sage ich, aus allen wohlbekannten – Gründen an hohe Posten gelangt sind.

Und die staatlichen Institutionen sind überfüllt mit solchen anonymen Gestalten ohne Fähigkeiten, ohne Integrität, ohne Verantwortungsbewusstsein und ohne Respekt vor dem Land. Ihre Säuberung kann nicht allein durch die Anstrengungen der Antikorruptionsorgane erfolgen, denn dann müssten diese jahrelang Tag und Nacht arbeiten.

Das ist nur möglich, wenn wirksame Arbeit geleistet wird, um die Funktionsfähigkeit des ukrainischen Staates selbst wiederherzustellen, die durch Jahre persönlicher Herrschaft und den Verfall des Parlamentarismus untergraben wurde. Eine solche Degradation endet immer damit, dass an der Spitze eines solchen Staates nicht eine einzelne Person steht – und sei sie bei ihren Anhängern noch so beliebt –, sondern eine organisierte Mafia, die nicht einmal am Erhalt eines solchen Staates interessiert ist, sondern daran, ihn auszuplündern und zu zerstören.

Und genau das muss schließlich auch Volodymyr Zelensky selbst verstehen. Die Menschen in seinem Umfeld, die sich in Mafiosi verwandeln, sind nicht einmal daran interessiert, dass er als Präsident der Ukraine an der Macht bleibt und den Staat vor einer weiteren Besetzung schützt. Sie werden Zelensky zusammen mit der Ukraine völlig bedenkenlos preisgeben, sobald sie zu dem Schluss kommen, dass sie bereits die gewünschte Zahl von Millionen zusammengeraubt haben.

Und auch das muss begriffen werden, bevor es zu spät ist, diese ungeheuerlichen und offensichtlichen personellen und institutionellen Fehler zu korrigieren.


🔗 Originalquelle

Art der Quelle: Artikel
Titel des Originals: Генпрокурор пішов у відставку | Віталій Портников. 08.09.2026.
Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung: 08.09.2026.
Originalsprache: uk
Plattform / Quelle: YouTube
Link zum Originaltext:

Original ansehen

Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach,
veröffentlicht auf

uebersetzungenzuukraine.data.blog
.


Trump wird Zelensky und Putin anrufen | Vitaly Portnikov. 07.09.2026.

Der Präsident der Vereinigten Staaten Donald Trump wird den Präsidenten der Ukraine und den Präsidenten Russlands nach dem Besuch anrufen, den die Vertreter des amerikanischen Staatschefs Steve Witkoff und Jared Kushner in Kyiv und Moskau absolviert haben.

Wie berichtet wird, soll das Gespräch Trumps mit Zelensky und Putin, das bereits heute stattfinden wird, darauf abzielen, nach Möglichkeiten für eine Annäherung der Positionen der Seiten zu suchen sowie möglicherweise ein amerikanisch-ukrainisch-russisches Treffen zu organisieren, um Verhandlungen über Möglichkeiten zur Beendigung des russisch-ukrainischen Krieges zu führen.

Die Tatsache, dass Trump bereit ist, unmittelbar nachdem seine Vertreter die ukrainische Hauptstadt verlassen haben, mit dem ukrainischen und dem russischen Präsidenten zu sprechen, zeigt, dass der amerikanische Präsident diesmal tatsächlich daran interessiert ist, zumindest irgendein reales Ergebnis bei der Regelung der Situation rund um den Krieg in der Ukraine zu erzielen.

Umso mehr, als die Wahlen zum amerikanischen Kongress, die bereits im November dieses Jahres stattfinden werden, für den Präsidenten der Vereinigten Staaten zu einer ernsthaften Bewährungsprobe werden und Probleme in den Beziehungen zwischen der Administration und dem Kongress schaffen könnten. Und genau das versucht Trump jetzt zu verhindern.

Somit kann man sagen, dass der Besuch Witkoffs und Kushners in Moskau und Kyiv aus Sicht der amerikanischen Administration keineswegs zufällig und auch keine bloße Episode war. Doch es stellt sich die Frage nach den konkreten Inhalten.

Die Financial Times, die sich auf eigene Quellen in der Administration des Präsidenten der Vereinigten Staaten beruft, betont, dass die Vermittler lediglich aktualisierte Fassungen alter Dokumente in die russische und die ukrainische Hauptstadt mitgebracht hätten. Weder in Moskau noch in Kyiv brachten Witkoff und Kushner irgendwelche neuen Ideen dazu vor, wie man die Positionen der Seiten einander annähern und Voraussetzungen für die Beendigung des russisch-ukrainischen Krieges schaffen könnte, und zumindest von der russischen Führung erhielten sie darauf auch keine ernsthafte positive Reaktion.

Der russische Präsident Putin hielt weiterhin an seiner harten und kompromisslosen Position hinsichtlich der Beendigung des russisch-ukrainischen Krieges fest, bestand auf dem Abzug der ukrainischen Truppen aus jenem Teil der Gebiete Donezk und Luhansk, der weiterhin unter der Kontrolle der legitimen ukrainischen Regierung steht, und betonte außerdem, Russland werde seine Ziele auf jeden Fall mit Gewalt erreichen, wenn man in der ukrainischen Hauptstadt seinen Bedingungen nicht zustimme.

Der ukrainische Präsident Volodymyr Zelensky betonte dagegen, dass die Ukraine ihre Truppen nicht aus einem Gebiet abziehen werde, das die Russen nicht erobern können.

Übrigens wurde gerade heute beim Institute for the Study of War betont, dass, selbst wenn die russische Armee das derzeitige Tempo ihres Vormarsches auf die ukrainischen Stellungen beibehält, die Russen erst in den 2030er-Jahren wirkliche Erfolge bei der Herstellung der Kontrolle über das gesamte Gebiet der Oblast Donezk erzielen könnten. Somit kann man davon ausgehen, dass Putin in einer Welt der Illusionen lebt, die zudem durch unrealistische Informationen seitens der militärischen Führung der Russischen Föderation genährt werden.

Aber es ist klar, dass die Amerikaner diesen Besuch ziemlich ernst nahmen. Witkoff und Kushner wurden von zahlreichen Beamten des Nationalen Sicherheitsrats der Vereinigten Staaten, des Außenministeriums sowie von Behörden begleitet, die für Sanktionen gegen die Russische Föderation und andere Staaten zuständig sind, die sich heute im Konflikt mit Washington befinden.

Man kann sagen, dass der Besuch der Vermittler diesmal tatsächlich auf staatlicher Ebene vorbereitet wurde, kein amateurhafter Besuch war, sondern von Beamten begleitet wurde. Das zeigt bereits, dass bei einer solchen Zusammensetzung der Delegation irgendwelche besonderen Absprachen hinter verschlossenen Türen nicht möglich waren und dass Beamte, die beispielsweise für die Sanktionen gegen die Russische Föderation zuständig sind, sowohl dem Sonderbeauftragten des russischen Präsidenten Kirill Dmitrijew als auch Putin selbst die Folgen der russischen Unnachgiebigkeit hinsichtlich der Beendigung des russisch-ukrainischen Krieges erläutern konnten.

Aber jetzt liegt das Wort natürlich bei Trump. Während seiner früheren Gespräche mit Putin stimmte der amerikanische Präsident wiederholt solchen Vorschlägen seines russischen Amtskollegen zu, die für die ukrainische Führung eindeutig inakzeptabel waren und weit entfernt von den Möglichkeiten ihrer Umsetzung im Sinne jenes gerechten Friedens lagen, den die Ukrainer anstreben. Doch jetzt hat Trump natürlich nicht nur keine Möglichkeit, ernsthaften Druck auf die Russische Föderation auszuüben, sondern auch keine Möglichkeit, ernsthaften Druck auf die Ukraine auszuüben.

Zumindest die Logik der vergangenen Wahlen in den Vereinigten Staaten und die Sympathie der überwiegenden Mehrheit der Wähler für die Ukraine erlauben es dem amerikanischen Präsidenten nicht, offen Druck auf Kyiv auszuüben und gerade von uns Zugeständnisse in der Frage der Beendigung des Krieges und die Erfüllung russischer Bedingungen zu verlangen.

Es ist jedoch offensichtlich, dass die Telefongespräche mit Putin und Zelensky auch für den ukrainischen Präsidenten zu einer schwierigen Bewährungsprobe werden können, weil der amerikanische Präsident Putins Bedingungen für die Beendigung des Krieges als seine eigenen Wünsche und als konstruktiven Ansatz ausgeben könnte. Erneut könnte die Frage jener Gebiete aufkommen, die die Ukraine im Austausch für die Beendigung der Kampfhandlungen aufgeben könnte.

Und außerdem wissen wir, dass ein solcher Ansatz auch bei einem bestimmten Teil der ukrainischen Gesellschaft Unterstützung findet, weil dort nicht verstanden wird, dass jegliche territorialen Zugeständnisse heute bereits morgen zu neuen Forderungen Russlands führen und keineswegs mit einem positiven Ergebnis enden werden.

Aber so oder so sehen wir, dass es dank des Besuchs Witkoffs und Kushners in der russischen und der ukrainischen Hauptstadt tatsächlich gelungen ist, den Verhandlungsprozess zwischen Russland und der Ukraine unter Vermittlung der Vereinigten Staaten wieder zu aktivieren. Und das ist zum heutigen Zeitpunkt das einzige reale Ergebnis, von dem man sprechen kann, wenn wir den Aufenthalt der Vermittler aus den Vereinigten Staaten in Moskau und Kyiv kommentieren.

Und natürlich ist es ebenfalls sehr wichtig, dass Russland in der Zeit, in der Witkoff und Kushner sich in der ukrainischen Hauptstadt aufhielten, seine barbarischen Angriffe auf Kyiv und auf die friedlichen Einwohner unserer Stadt eingestellt hat.


🔗 Originalquelle

Art der Quelle: Artikel
Titel des Originals: Трамп зателефонує Зеленському і Путіну|Віталій Портников. 07.09.2026.
Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung: 07.09.2026.
Originalsprache: uk
Plattform / Quelle: YouTube
Link zum Originaltext:

Original ansehen

Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach veröffentlicht auf

uebersetzungenzuukraine.data.blog
.


Dmitrij Kisseljow wurde ausgemustert | Vitaly Portnikov. 06.09.2026.

Dmitrij Kisseljow hat den internen Konkurrenzkampf gegen andere Propagandisten verloren, nicht nur gegen Wladimir Solowjow, sondern auch gegen Jewgenij Popow, der nun die Sendung moderieren wird, die bislang Dmitrij Kisseljow zugerechnet wurde.

Der langjährige Veteran der russischen Propaganda selbst ist mit einer 26-minütigen Sendung zurückgeblieben, die man mit einiger Mühe als Autorenprojekt bezeichnen kann, doch in Wirklichkeit ist das lediglich das Vorspiel zu seiner endgültigen Ausmusterung. Sogar das Team von Dmitrij Kisseljow, das ihm jahrzehntelang dabei half, im russischen Fernsehen zu lügen, wird Jewgenij Popow durch wesentlich eifrigere und gefügigere Lügner ersetzen, die den aggressiveren und offensiveren Stil der russischen Propaganda der letzten Jahre besser verstehen. Einen Stil, in dem nichts mehr übrig geblieben ist, was auch nur entfernt an Journalismus erinnert.

Natürlich kann sich eine einfache Frage stellen: Womit ist Dmitrij Kisseljow denn in Ungnade gefallen? Man sollte doch meinen, er habe sich nach Kräften bemüht. Er ist der Urheber eines Großteils jener Aussprüche, die mit der Verwandlung des russischen Journalismus verbunden werden, der einst zumindest den Anschein von Professionalität zu erwecken versuchte, in offen propagandistischen Irrsinn.

Nehmen wir nur die „radioaktive Asche“. Das war schließlich nicht Solowjow, das war nicht Popow, das war Dmitrij Kisseljow – und zwar schon zu einer Zeit, als es noch so schien, als seien in der russischen Staatsführung Menschen übrig geblieben, die, wenn schon nicht zurechnungsfähig, so doch zumindest in der Lage waren, die Gefahr eines großen Krieges zu begreifen. Dmitrij Kisseljow aber bereitete die Gesellschaft bereits damals auf einen solchen Krieg vor, als Dmitrij Medwedew und Sergej Karaganow noch nicht miteinander darin wetteiferten, zum Einsatz von Atomwaffen aufzurufen.

Doch ein Mitläufer bleibt trotzdem immer ein Mitläufer. Die russischen Tschekisten hatten allen Grund, nicht an die Aufrichtigkeit von Dmitrij Kisseljows Absichten zu glauben. In den ersten Jahren der Herrschaft Wladimir Putins gab es für ihn im russischen Fernsehen gerade deshalb keinen Platz, weil er das Image einer Art proeuropäischen Liberalen pflegte, der von einer europäischen Zukunft seines Landes träumte und Reportagen über das Leben auf dem europäischen Kontinent drehte oder Diskussionssendungen organisierte, in denen ebenfalls viel über solche Themen gesprochen wurde.

Gerade weil das russische Fernsehen für Dmitrij Kisseljow verloren war, ging er nach Kyiv, um dort zu arbeiten. Und ich erinnere mich übrigens sehr gut an diese Zeit. Ich erinnere mich daran, wie Dmitrij Kisseljow, nachdem er gerade erst in der ukrainischen Hauptstadt angekommen war und sich auf Sendungen beim Fernsehsender ICTV vorbereitete, mit mir darüber sprach, dass auf diesem Sender auch eine Reihe seiner Europa gewidmeten Sendungen gezeigt werden müsse.

Er hatte diese Sendungen für das russische Publikum gedreht und versucht, seine Landsleute davon zu überzeugen, dass die Zukunft Russlands nur in Europa, nur in einem Bündnis mit dem Westen liege. Und selbstverständlich wollte er genau das auch dem ukrainischen Fernsehzuschauer sagen.

Als ich jedoch sagte, dass dies tatsächlich jener Entwicklungsrichtung entspreche, mit der die ukrainische Zukunft verbunden sei, und dass es gut wäre, wenn jeder ukrainische Fernsehzuschauer solche Sendungen sehen würde, antwortete er, mit dem Start des Projekts solle man besser warten, bis die Sendungen ins Ukrainische übersetzt worden seien. Denn er sei überzeugt, dass für die ukrainischen Bürger die europäische Entwicklungsperspektive mit der ukrainischen Sprache, mit der ukrainischen Kultur und mit der eigenen Geschichte verbunden sein müsse.

Da haben Sie noch eine Maske Dmitrij Kisseljows und noch eine seiner Erscheinungsformen, an die er sich heute selbstverständlich kaum erinnern wollen dürfte. Obwohl er sich, wenn wir uns vorstellen, dass das Putin-Regime fällt und Dmitrij Kisseljow bleibt, uns genau mit dieser Seite seines Wesens wieder zuwenden wird.

Und die Tschekisten verstehen das selbstverständlich ausgezeichnet und haben ihm deshalb nie vertraut. Ja, sobald Dmitrij Kisseljow begriff, dass eine Rückkehr möglich war und dass das wirkliche Geld im Kreml lag und von dort verteilt wurde, versuchte er alles nur Mögliche zu tun, um zu zeigen, dass das Regime, das sich rasch in ein faschistisches verwandelte, ihn brauchte. Doch wirkliches Vertrauen konnte er selbstverständlich nicht mehr gewinnen.

Ob du dich nun bemühst oder nicht – Genosse Ermittler erinnert sich sehr gut daran, welche politischen Ansichten du hattest, mit wem du verkehrtest, welche Erklärungen du abgabst, von wem du abhängig warst und von wem du nicht abhängig sein wolltest. Deshalb war die Karriere Dmitrij Kisseljows trotz all seiner Bereitschaft zu dienen und sich anzudienen vom ersten Tag nach seiner Rückkehr nach Russland an zum Scheitern verurteilt.

Und nun zum Wichtigsten: Eben jener Fernsehzuschauer, den Dmitrij Kisseljow zunächst von der Bedeutung des europäischen Projekts zu überzeugen versuchte und später von der Notwendigkeit, Russland in ein abscheuliches blutiges Ungeheuer zu verwandeln, wird ihn vergessen. Denn wer genug Geduld hatte, sich solche Sendungen anzusehen und all den Unsinn zu glauben, der dort verbreitet wurde, wird sich selbstverständlich mit noch größerem Vergnügen Solowjow und Popow ansehen.

Und anständige Menschen werden Dmitrij Kisseljow nicht nur niemals die Hand reichen, sie werden niemals auch nur eine einzige Fernsehsendung mit seiner Beteiligung einschalten. Für die einen wie für die anderen ist er tot.

Im Grunde ein vollkommen vorhersehbares Ende. Und jetzt stellt sich nur noch eine Frage: Wozu war das alles eigentlich nötig? Wozu die eigene Reputation begraben? Wozu vom Fernsehbildschirm aus lügen? Für ein gutes Gehalt, für einen Platz im Fernsehen, dafür, dass irgendein Putin einem auf die Schulter klopft und einen Orden überreicht?

Ein solcher Abschied von der eigenen Reputation und vom eigenen Beruf, eine solche Bereitschaft, sich selbst dem Vergessen preiszugeben, ist ebenfalls lehrreich für jeden, der versuchen sollte, diese zweifelhafte Erfahrung zu wiederholen.

Ja, natürlich gefällt es dem Pack in Uniform immer, wenn man ihm die Stiefel mit der Zunge sauberleckt. Aber wer bereit ist, solche Dienste zu leisten, muss immer daran denken, dass diese Dienste nicht gewürdigt werden und dass sich andere finden werden, die noch eifriger und unterwürfiger sind und jeden ersetzen, der den Kontakt zu seinem eigenen Gewissen und seinem Anstand verliert.

Das ist das Ende der Geschichte der Fernsehkarriere eines Mannes, der noch vor Kurzem zu den wichtigsten russischen Propagandisten gehörte.


🔗 Originalquelle

Art der Quelle: Artikel
Titel des Originals: Дмитрия Киселева списали в утиль |
Виталий Портников. 06.09.2026.

Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung: 06.09.2026.
Originalsprache: ru
Plattform / Quelle: YouTube
Link zum Originaltext:

Original ansehen

Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach,
veröffentlicht auf

uebersetzungenzuukraine.data.blog
.