Der Präsident der Vereinigten Staaten Donald Trump wird den Präsidenten der Ukraine und den Präsidenten Russlands nach dem Besuch anrufen, den die Vertreter des amerikanischen Staatschefs Steve Witkoff und Jared Kushner in Kyiv und Moskau absolviert haben.
Wie berichtet wird, soll das Gespräch Trumps mit Zelensky und Putin, das bereits heute stattfinden wird, darauf abzielen, nach Möglichkeiten für eine Annäherung der Positionen der Seiten zu suchen sowie möglicherweise ein amerikanisch-ukrainisch-russisches Treffen zu organisieren, um Verhandlungen über Möglichkeiten zur Beendigung des russisch-ukrainischen Krieges zu führen.
Die Tatsache, dass Trump bereit ist, unmittelbar nachdem seine Vertreter die ukrainische Hauptstadt verlassen haben, mit dem ukrainischen und dem russischen Präsidenten zu sprechen, zeigt, dass der amerikanische Präsident diesmal tatsächlich daran interessiert ist, zumindest irgendein reales Ergebnis bei der Regelung der Situation rund um den Krieg in der Ukraine zu erzielen.
Umso mehr, als die Wahlen zum amerikanischen Kongress, die bereits im November dieses Jahres stattfinden werden, für den Präsidenten der Vereinigten Staaten zu einer ernsthaften Bewährungsprobe werden und Probleme in den Beziehungen zwischen der Administration und dem Kongress schaffen könnten. Und genau das versucht Trump jetzt zu verhindern.
Somit kann man sagen, dass der Besuch Witkoffs und Kushners in Moskau und Kyiv aus Sicht der amerikanischen Administration keineswegs zufällig und auch keine bloße Episode war. Doch es stellt sich die Frage nach den konkreten Inhalten.
Die Financial Times, die sich auf eigene Quellen in der Administration des Präsidenten der Vereinigten Staaten beruft, betont, dass die Vermittler lediglich aktualisierte Fassungen alter Dokumente in die russische und die ukrainische Hauptstadt mitgebracht hätten. Weder in Moskau noch in Kyiv brachten Witkoff und Kushner irgendwelche neuen Ideen dazu vor, wie man die Positionen der Seiten einander annähern und Voraussetzungen für die Beendigung des russisch-ukrainischen Krieges schaffen könnte, und zumindest von der russischen Führung erhielten sie darauf auch keine ernsthafte positive Reaktion.
Der russische Präsident Putin hielt weiterhin an seiner harten und kompromisslosen Position hinsichtlich der Beendigung des russisch-ukrainischen Krieges fest, bestand auf dem Abzug der ukrainischen Truppen aus jenem Teil der Gebiete Donezk und Luhansk, der weiterhin unter der Kontrolle der legitimen ukrainischen Regierung steht, und betonte außerdem, Russland werde seine Ziele auf jeden Fall mit Gewalt erreichen, wenn man in der ukrainischen Hauptstadt seinen Bedingungen nicht zustimme.
Der ukrainische Präsident Volodymyr Zelensky betonte dagegen, dass die Ukraine ihre Truppen nicht aus einem Gebiet abziehen werde, das die Russen nicht erobern können.
Übrigens wurde gerade heute beim Institute for the Study of War betont, dass, selbst wenn die russische Armee das derzeitige Tempo ihres Vormarsches auf die ukrainischen Stellungen beibehält, die Russen erst in den 2030er-Jahren wirkliche Erfolge bei der Herstellung der Kontrolle über das gesamte Gebiet der Oblast Donezk erzielen könnten. Somit kann man davon ausgehen, dass Putin in einer Welt der Illusionen lebt, die zudem durch unrealistische Informationen seitens der militärischen Führung der Russischen Föderation genährt werden.
Aber es ist klar, dass die Amerikaner diesen Besuch ziemlich ernst nahmen. Witkoff und Kushner wurden von zahlreichen Beamten des Nationalen Sicherheitsrats der Vereinigten Staaten, des Außenministeriums sowie von Behörden begleitet, die für Sanktionen gegen die Russische Föderation und andere Staaten zuständig sind, die sich heute im Konflikt mit Washington befinden.
Man kann sagen, dass der Besuch der Vermittler diesmal tatsächlich auf staatlicher Ebene vorbereitet wurde, kein amateurhafter Besuch war, sondern von Beamten begleitet wurde. Das zeigt bereits, dass bei einer solchen Zusammensetzung der Delegation irgendwelche besonderen Absprachen hinter verschlossenen Türen nicht möglich waren und dass Beamte, die beispielsweise für die Sanktionen gegen die Russische Föderation zuständig sind, sowohl dem Sonderbeauftragten des russischen Präsidenten Kirill Dmitrijew als auch Putin selbst die Folgen der russischen Unnachgiebigkeit hinsichtlich der Beendigung des russisch-ukrainischen Krieges erläutern konnten.
Aber jetzt liegt das Wort natürlich bei Trump. Während seiner früheren Gespräche mit Putin stimmte der amerikanische Präsident wiederholt solchen Vorschlägen seines russischen Amtskollegen zu, die für die ukrainische Führung eindeutig inakzeptabel waren und weit entfernt von den Möglichkeiten ihrer Umsetzung im Sinne jenes gerechten Friedens lagen, den die Ukrainer anstreben. Doch jetzt hat Trump natürlich nicht nur keine Möglichkeit, ernsthaften Druck auf die Russische Föderation auszuüben, sondern auch keine Möglichkeit, ernsthaften Druck auf die Ukraine auszuüben.
Zumindest die Logik der vergangenen Wahlen in den Vereinigten Staaten und die Sympathie der überwiegenden Mehrheit der Wähler für die Ukraine erlauben es dem amerikanischen Präsidenten nicht, offen Druck auf Kyiv auszuüben und gerade von uns Zugeständnisse in der Frage der Beendigung des Krieges und die Erfüllung russischer Bedingungen zu verlangen.
Es ist jedoch offensichtlich, dass die Telefongespräche mit Putin und Zelensky auch für den ukrainischen Präsidenten zu einer schwierigen Bewährungsprobe werden können, weil der amerikanische Präsident Putins Bedingungen für die Beendigung des Krieges als seine eigenen Wünsche und als konstruktiven Ansatz ausgeben könnte. Erneut könnte die Frage jener Gebiete aufkommen, die die Ukraine im Austausch für die Beendigung der Kampfhandlungen aufgeben könnte.
Und außerdem wissen wir, dass ein solcher Ansatz auch bei einem bestimmten Teil der ukrainischen Gesellschaft Unterstützung findet, weil dort nicht verstanden wird, dass jegliche territorialen Zugeständnisse heute bereits morgen zu neuen Forderungen Russlands führen und keineswegs mit einem positiven Ergebnis enden werden.
Aber so oder so sehen wir, dass es dank des Besuchs Witkoffs und Kushners in der russischen und der ukrainischen Hauptstadt tatsächlich gelungen ist, den Verhandlungsprozess zwischen Russland und der Ukraine unter Vermittlung der Vereinigten Staaten wieder zu aktivieren. Und das ist zum heutigen Zeitpunkt das einzige reale Ergebnis, von dem man sprechen kann, wenn wir den Aufenthalt der Vermittler aus den Vereinigten Staaten in Moskau und Kyiv kommentieren.
Und natürlich ist es ebenfalls sehr wichtig, dass Russland in der Zeit, in der Witkoff und Kushner sich in der ukrainischen Hauptstadt aufhielten, seine barbarischen Angriffe auf Kyiv und auf die friedlichen Einwohner unserer Stadt eingestellt hat.
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Art der Quelle: Artikel
Titel des Originals: Трамп зателефонує Зеленському і Путіну|Віталій Портников. 07.09.2026.
Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung: 07.09.2026.
Originalsprache: uk
Plattform / Quelle: YouTube
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Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach veröffentlicht auf
uebersetzungenzuukraine.data.blog.