Trump will Chamenei treffen wollen | Vitaly Portnikov. 29.01.2026.

Der Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, könnte die Möglichkeit eines Angriffs auf die Führung der Islamischen Republik Iran und auf den obersten Führer der Sicherheitsstrukturen dieses Staates in Betracht ziehen. Nach Ansicht vieler Beobachter hängt genau mit dieser Absicht des amerikanischen Präsidenten die Konzentration der US-Streitkräfte rund um Iran sowie die ständigen Drohungen Donald Trumps gegen die iranische Führung zusammen, der er rät, möglichst bald einen Deal abzuschließen.

Offensichtlich ist jedoch auch, dass all diese Drohungen vor dem Hintergrund der faktischen Niederschlagung der Proteste im Iran durch das Regime erfolgen. Als iranische Demonstranten darauf hofften, dass Donald Trump tatsächlich Schläge gegen die Stäbe der Islamischen Republik führen würde, und Trump selbst die Protestierenden dazu aufrief, Regierungsgebäude zu stürmen, geschah am Ende praktisch nichts. Trump erklärte Journalisten, dass er sich selbst umgestimmt habe. Nun werden erneut Truppen in Richtung Iran verlegt, und Trump könnte wieder die Möglichkeit von Schlägen gegen die Führung der Islamischen Republik in Betracht ziehen – diesmal jedoch in einer Situation, in der es praktisch keine Massenproteste mehr gibt.

Ja, ich halte es für möglich, dass der Präsident der Vereinigten Staaten darauf setzt, dass im Falle solcher Angriffe auf die oberste Führung der Islamischen Republik die Proteste erneut aufflammen könnten. Allerdings haben auch jene recht, die betonen, dass man ein feindliches Regime nicht allein durch Raketenangriffe zerstören kann. Trump könnte im Grunde nicht einmal die Zerstörung des Regimes der Islamischen Republik anstreben, sondern vielmehr die Wiederholung dessen, was ihm seiner Ansicht nach bereits in Venezuela gelungen ist, als nach der Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro, der sich nun vor der amerikanischen Justiz verantworten soll, dessen Mitstreiter zur Zusammenarbeit mit Washington bereit waren und zu einer energiepolitischen Kooperation übergingen.

Möglicherweise glaubt Trump, dass sich etwas Ähnliches im Iran ereignen könnte: dass nach Schlägen der US-Armee, bei denen die obersten Führer der Islamischen Republik ums Leben kämen, die Verbliebenen einsehen würden, dass es notwendig sei, ein Abkommen zu schließen, das dem iranischen Atomprogramm ein Ende setzt und die Reichweite der ballistischen Raketen der iranischen Armee reduziert – was die Region tatsächlich etwas beruhigen und die Sicherheit Israels gewährleisten soll.

Allerdings wissen wir erstens nicht einmal, wie die tatsächlichen Ergebnisse der Maßnahmen des Präsidenten der Vereinigten Staaten in Venezuela aussehen. Die nach Maduro verbliebene chavistische Führung ist zwar tatsächlich nicht an einer Eskalation der Beziehungen zu den Vereinigten Staaten interessiert. Doch zu behaupten, dass sich institutionell in Venezuela etwas grundlegend geändert habe und dass Russland und China künftig keinen Einfluss mehr auf dieses Land hätten, ist bislang äußerst schwierig.

Der Außenminister der Vereinigten Staaten, Marco Rubio, räumte ein, dass der Übergang Venezuelas zur Demokratie ein langfristiger Prozess sei, erklärte jedoch erneut nicht, auf welche Weise die Administration von Präsident Trump das venezolanische Führungspersonal zu ehrlichen Wahlen bewegen wolle, die tatsächlich jene an die Macht bringen könnten, die vom venezolanischen Volk unterstützt werden. Zumal auch Trump selbst bekanntlich Zweifel an der Autorität des Führers der venezolanischen Opposition geäußert hatte – bis es ihm gelang, eine fremde Nobelmedaille zu erlangen.

Mit der Islamischen Republik könnte es noch deutlich komplizierter werden. Iran genießt eine weitaus größere Unterstützung – oder besser gesagt: ein größeres Interesse – aus Moskau und Peking als Venezuela. Die Machtstrukturen Irans sind wesentlich solider ausgebildet als jene Venezuelas und verfügen über eine deutlich ausgeprägtere ideologische Komponente.

Denn in Ländern wie Venezuela waren linksradikale Ansichten häufig lediglich ein Deckmantel für die Machtusurpation, die bereits Hugo Chávez vollzogen hatte. Im Iran hingegen handelt es sich um eine echte Theokratie, die nicht durch Wahlen an die Macht kam, wie es in Venezuela zur Etablierung einer linksradikalen Republik führte, sondern durch die Revolution von 1979.

Die Menschen, die heute den Iran regieren, waren bereit, für ihre Macht und ihre Vorstellung davon, wie Iran aussehen soll, Massenproteste und Opfer in Kauf zu nehmen. Zu behaupten, ein solches Regime lasse sich allein durch Raketenbombardements zerstören und würde nur deshalb einem Abkommen mit den Vereinigten Staaten zustimmen, weil eine Gruppe seiner Führer getötet wird, bedeutet, das Wesen solcher Regime nicht zu verstehen.

Und genau darauf könnten Trump unterschiedlichste Akteure hinweisen: sowohl der Präsident der Türkei, Recep Tayyip Erdoğan, als auch der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sowie die Monarchen des Persischen Golfs, die begreifen, welches Maß an Destabilisierung die Region erleben könnte, falls die Vereinigten Staaten die Führung Irans angreifen. Und vor allem: falls die iranische Führung beschließen sollte, auf einen solchen Schlag zu reagieren – was keineswegs ausgeschlossen ist.

Dabei stellt sich die Frage, wie diese Reaktion aussehen würde. Wäre es ein erneuter Raketenangriff auf Israel sowie auf israelische Militärstützpunkte und Städte? Oder würde das Regime der Ajatollahs diesmal versuchen, amerikanische Militärziele im Nahen Osten anzugreifen, was seinerseits zu einer noch größeren Destabilisierung führen würde?

Doch das Wichtigste ist das, was wir sowohl aus dem Beispiel Venezuela als auch aus dem Iran verstehen: Präsident Trump ist in seinem Bestreben, sich in Regionen durchzusetzen, in denen offen antiamerikanische Regime an der Macht sind, nicht bereit, die Streitkräfte in vollem Umfang einzusetzen. Er fürchtet, dass Verluste unter amerikanischen Soldaten – die im Falle eines Regimewechsels in einem feindlichen Staat unvermeidlich wären – zu Empörung in seiner Wählerbasis führen könnten.

Und das ausgerechnet im Vorfeld der Zwischenwahlen im November dieses Jahres, die zu einem Triumph der Demokraten führen könnten – wenn nicht in beiden, so doch in einer der beiden Kammern des Kongresses. Und falls in beiden, dann verstehen wir sehr gut, dass Donald Trump einem Amtsenthebungsverfahren kaum entgehen würde und seine politische Karriere deutlich früher enden könnte, als wir es uns heute vorstellen. Trump ist sich dessen sehr bewusst. Nach seiner ersten Amtszeit musste er bereits Gerichtsverfahren durchstehen. Er möchte mit 80 Jahren keinesfalls erneut auf der Anklagebank sitzen.

Deshalb will der Präsident der Vereinigten Staaten bei aller Bereitschaft zu drohen kein echtes Risiko eingehen. Das bedeutet, dass all seine außenpolitischen Kalkulationen zumindest im Jahr 2026, wenn nicht zum Scheitern verurteilt, so doch zu einer erheblichen Korrektur gezwungen sind. Und das Wichtigste: In Moskau, in Peking, in Teheran und sogar in Caracas versteht man das sehr gut. 

Man weiß genau, wo die roten Linien verlaufen, die Trump nicht zu überschreiten vermag – angesichts der Zwischenwahlen und seines Bestrebens, die republikanische Mehrheit im Kongress zu bewahren und damit die Stimmen jener amerikanischen Wähler nicht zu verlieren, die Trump gerade deshalb gewählt haben, weil sie davon ausgingen, dass die Vereinigten Staaten sich künftig nicht mehr in große internationale Konflikte einmischen würden und dass amerikanische Soldaten nirgendwo sonst eingesetzt werden sollten als auf dem eigenen Territorium.


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Titel des Originals: Трамп хочет ударить по Хаменеи | Виталий Портников. 29.01.2026.
Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung / Entstehung: 29.01.2026.
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Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach
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Der Kreml lehnt Sicherheitsgarantien ab | Vitaly Portnikov. 29.01.2026.

Der Leiter des russischen Außenministeriums, Sergej Lawrow, betonte, dass Moskau nichts über Sicherheitsgarantien wisse, die die Vereinigten Staaten der Ukraine im Falle eines Endes des russisch-ukrainischen Krieges gewähren wollten. Sollte das Ziel dieser Garantien jedoch darin bestehen, ein bestimmtes Regime auf einem Teil des ukrainischen Territoriums zu bewahren, werde Moskau dem niemals zustimmen.

Als reale Sicherheitsgarantien bezeichnete Sergej Lawrow jene Garantien, die angeblich 2022 während der Verhandlungen zwischen den russischen und ukrainischen Delegationen in Istanbul vereinbart worden seien. Damals jedoch – so betonte der Chef des russischen Außenministeriums – habe der damalige britische Premierminister Boris Johnson der Ukraine verboten, diesen russischen Vorschlägen zuzustimmen.

Damit hat sich, den Äußerungen Lawrows zufolge, an der russischen Position praktisch nichts geändert. Sie bleibt dieselbe wie vor dem Beginn des sogenannten Friedensprozesses, der initiiert wurde, nachdem in den Medien Punkte eines Plans erschienen waren, der offenbar vom russischen Sondergesandten Kirill Dmitrijew den US-Vertretern Steve Witkoff und Jared Kushner vorgeschlagen worden war.

Es wurde bereits mehrfach erklärt, dass dieser sogenannte Friedensplan für Moskau nicht zur Beendigung des Krieges gedacht war, sondern dazu, Initiativen des amerikanischen Präsidenten Donald Trump zur Verhängung neuer Sanktionen gegen die Russische Föderation zu verhindern. Nachdem der Plan diese Rolle nicht erfüllt hatte, verlor Moskau das Interesse an ihm, ist jedoch gezwungen, weiterhin den Wunsch nach Beteiligung an Verhandlungen zu inszenieren, um nicht erneut mit neuem Sanktionsdruck aus Washington konfrontiert zu werden.

Dennoch unterstreicht Lawrow bei jeder Gelegenheit im Kern die offizielle russische Position, die sich sowohl von dem unterscheidet, was Dmitrijew sagt, als auch von dem, worüber offenbar bei den russisch-ukrainisch-amerikanischen Gesprächen gesprochen wird. So war es übrigens auch damals, als Donald Trump angeblich mit Präsident Putin ein Treffen in Budapest vereinbart hatte. Doch ein kurzes Gespräch zwischen dem US-Außenminister Marco Rubio und Lawrow führte dazu, dass man in Washington überzeugt war, Putin sei zu keinerlei Kompromissen bereit, die den russisch-ukrainischen Krieg beenden könnten. Daraufhin sagte Trump das Treffen ab und beschloss Sanktionen gegen russische Ölgiganten.

Jetzt wird dies allerdings nicht geschehen, da Lawrow seine Erklärungen vor dem Hintergrund von Meldungen über die Fortsetzung der russisch-ukrainischen Verhandlungen mit möglicher amerikanischer Beteiligung abgibt. Selbst in dieser Rede des russischen Außenministers ist von Verhandlungen die Rede – davon, dass Moskau bereit sei, „faire Vorschläge“ der amerikanischen Seite anzuhören. Einerseits wird der Verhandlungsprozess also nicht verworfen, andererseits bleibt die russische Position unverändert.

Damit stellt sich natürlich die Frage: Wozu setzt Moskau die Verhandlungen fort, wenn es seine Position nicht ändert? Genau aus den Gründen, über die hier bereits mehrfach gesprochen wurde. 

  • Der erste Grund ist der Wunsch, Donald Trump in einer Situation zu halten, in der der amerikanische Präsident weiterhin auf Kompromisse seines russischen Amtskollegen hofft. Und wenn er schon Sanktionen, die nach weiteren russischen Erklärungen oder Handlungen dennoch verhängt werden, nicht vollständig verhindern kann, so liefert er zumindest keine weitreichenden Waffen an die Ukraine – Waffen, vor deren Einsatz durch die ukrainischen Streitkräfte man sich in Russland tatsächlich fürchtet. Und wenn es keine amerikanischen Langstreckenwaffen gibt, gibt es, wie wir sehen, auch keine europäischen. Insofern kann man sagen, dass dieser Verhandlungsprozess real zur Erreichung der Ziele Moskaus beiträgt.
  • Zweitens hilft der Verhandlungsprozess den Russen, die Europäer von scharfen Schritten abzuhalten, vor denen man sich in Moskau ebenfalls fürchtet. Das deutlichste Beispiel dafür ist der Druck der Amerikaner auf die Europäer, der darauf abzielte, der Ukraine nicht die eingefrorenen russischen Vermögenswerte zu überlassen, sodass Moskau das Geld, das es zurückzuerhalten hofft, nicht verliert.
  • Der dritte Punkt ist die Hoffnung, dass während des Verhandlungsprozesses die Angriffe Russlands auf die ukrainische Infrastruktur sowie die Aktionen der russischen Armee an der Front – wobei wir sehr gut verstehen, dass Putin hierzu seine eigenen Vorstellungen hat – zur Kapitulation der Ukraine vor der Russischen Föderation beitragen werden. Dann würde Kyiv all jenen sogenannten Vorschlägen zustimmen, die wir in den Reden des russischen Außenministers hören. Dann würde man in Kyiv begreifen, dass dies die offizielle Position Russlands ist, mit der man rechnen muss. Alles andere sei lediglich ein chekistischer Trick gewesen, der weniger auf die Ukraine als vielmehr auf die Vereinigten Staaten und andere westliche Länder abzielte.

Genau deshalb sollte man meiner Ansicht nach vor allem auf die offiziellen Erklärungen achten und nicht auf Hoffnungen, die mit der Fortsetzung des Verhandlungsprozesses verbunden sind. Diese Sichtweise wird auch dadurch gestützt, dass der Pressesprecher des Präsidenten der Russischen Föderation, Dmitri Peskow, nahezu zeitgleich mit Lawrow daran erinnerte, dass der Kreml den Präsidenten der Ukraine, Volodymyr Zelensky, eingeladen habe, zu Gesprächen mit Putin nach Russland zu kommen – wie wir verstehen, ohne jegliche Vermittlung durch Donald Trump.

Aus dieser Perspektive müssen wir begreifen, dass man in der russischen Hauptstadt glaubt, die Einladung des ukrainischen Präsidenten „auf den Teppich“ zum russischen Präsidenten sei nicht bloß eine offene Verhöhnung Zelenskys oder der Versuch zu demonstrieren, dass Trump im Verhandlungsprozess nichts Ernstzunehmendes darstelle. Nein, dahinter steht auch die aufrichtige Überzeugung, dass der ukrainische Präsident die Notwendigkeit einer Kapitulation vor dem russischen Präsidenten erkennen müsse und jederzeit nach Moskau kommen könne, um diese Kapitulation zu unterzeichnen. Und wenn er nicht erscheinen wolle, wenn man ihn im Kreml dazu auffordert, bedeute das lediglich, dass er noch nicht zur Kapitulation bereit sei – und dass Russland den Druck auf die Ukraine fortsetzen müsse, um diese Kapitulation unseres Landes vor dem brutalen Aggressor zu erzwingen.

Und was ist dann der Verhandlungsprozess? Nun, der Verhandlungsprozess befindet sich praktisch dort, wo er schon war: bei Treffen von Delegationen, die weiterhin technische Fragen erörtern, die nichts mit der politischen Entscheidung des russischen Präsidenten über die Beendigung des russisch-ukrainischen Krieges zu tun haben.

Die Konturen dieser politischen Entscheidung – in Form der bedingungslosen Kapitulation der Ukraine, der Installierung einer Marionette an der Macht und gewissermaßen einer Revanche für den gescheiterten Blitzkrieg – werden genau von der offiziellen Person umrissen, vom Außenminister der Russischen Föderation, der entsprechende Weisungen von Präsident Putin erhalten hat. Alles andere kann man, solange es keine realen Ergebnisse des Verhandlungsprozesses gibt, genau genommen außer Acht lassen.


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Titel des Originals: Кремль відкидає гарантії безпеки | Віталій Портников. 29.01.2026.
Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung / Entstehung: 29.01.2026.
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Verhandlungen ohne Witkoff und Kushner | Vitaly Portnikov. 29.01.2026.

Der US-Außenminister Marco Rubio betonte bei Anhörungen im Kongress, dass beim nächsten Verhandlungsrundgang zwischen Russland und der Ukraine die amerikanischen Vermittler Steve Witkoff und Jared Kushner nicht anwesend sein werden. Rubio erklärte den Kongressabgeordneten, dass zwar einige amerikanische Vertreter bei diesen Gesprächen dabei sein könnten, jedoch nicht Witkoff und Kushner. Das bedeutet, dass die Vereinigten Staaten jene Verhandlungsrunde, die bereits in dieser Woche stattfinden soll, als rein technisch betrachten.

Wir verstehen, dass Witkoff und Kushner, die direkten Zugang zu Präsident Trump haben, Druck auf die Verhandlungsteilnehmer ausüben können und dass zumindest ihre Meinung von der russischen Seite berücksichtigt wird. In Abwesenheit von Witkoff und Kushner wird jede Diskussion zwischen den Delegationen ausschließlich technische Details betreffen. Und meiner Ansicht nach sollte man diese Gespräche auch genau so wahrnehmen. Vertreter Russlands und der Ukraine können – mit oder ohne Beteiligung der Vereinigten Staaten – bestimmte technische Details und Vereinbarungen diskutieren, die jedoch nur dann Sinn ergeben, wenn zuvor eine politische Entscheidung getroffen wird.

Der US-Außenminister versuchte den Kongressabgeordneten zu erklären, dass sich die politische Entscheidung derzeit ausschließlich auf eine einzige Frage bezieht – die territoriale – und dass dies jene Brücke ist, die bislang nicht überquert werden konnte. Rubio betonte, dass die Ukraine sehr schmerzhaft an die Frage eines Verzichts auf eigene Territorien zugunsten der Russischen Föderation herangeht. Doch auch auf russischer Seite sei die Situation ähnlich. Ihre Propaganda habe den Bürgern jahrelang erklärt, dass sie den Krieg gewinnen. Deshalb könnten jegliche Kompromisse mit der Ukraine nach Ansicht des Leiters des amerikanischen außenpolitischen Ressorts bei russischen Bürgern auf Unverständnis stoßen.

Meiner Meinung nach überschätzt Rubio jedoch die Rolle der russischen Gesellschaft in den Kalkulationen von Präsident Putin. Die Russen werden jeder Version zustimmen, die ihnen vom Präsidenten Russlands und seinen Propagandisten präsentiert wird. Putin selbst aber ist tatsächlich entschieden nicht bereit, irgendwelche Zugeständnisse zu machen, in der Hoffnung, so lange Zeit zu schinden, wie Donald Trump mit seiner Administration im Weißen Haus bleibt.

Denn die Vorstellung des US-Außenministers, dass sich derzeit alle Probleme auf eine einzige Frage reduziert hätten – wie ich es verstehe, auf den Abzug der ukrainischen Truppen aus jenen Teilen der Gebiete Donezk und Luhansk, die unter Kontrolle der legitimen ukrainischen Regierung stehen – könnte später zu einer großen Enttäuschung führen. 

Erstens stellt der russische Präsident diese Bedingung in dem Wissen, dass ihr zumindest in der aktuellen Phase der Verhandlungen niemand zustimmen wird, und er behält sich damit freie Hand für die Fortsetzung des Krieges und der Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur. 

Zweitens: Selbst wenn man sich theoretisch vorstellt, dass es gelingen könnte, irgendein Einvernehmen in der sogenannten territorialen Frage zu finden – und die Amerikaner suchen, wie wir wissen, aktiv nach einem solchen Einvernehmen, etwa in Form einer sogenannten demilitarisierten freien Wirtschaftszone im Donbas –, könnte Putin sofort neue Fragen aufwerfen, die aus seiner Sicht nicht weniger wichtig sind, und darauf bestehen, nun gerade diese zu diskutieren.

Ein Beispiel dafür sind Sicherheitsgarantien. Der Westen besteht weiterhin auf der Idee einer möglichen Stationierung von Kontingenten europäischer NATO-Mitgliedstaaten auf ukrainischem Territorium. Die Europäer diskutieren dies aktiv mit der amerikanischen Administration. Doch wir verstehen sehr gut, dass Russland niemals der Möglichkeit zustimmen wird, dass Truppen von NATO-Mitgliedstaaten auf dem Territorium der Ukraine erscheinen. In dieser Situation werden sämtliche Vorschläge, die mit realen Sicherheitsgarantien für die Ukraine verbunden sind, ebenfalls auf offensichtlichen russischen Widerstand stoßen.

Die Frage ist hier nicht einmal, welche neuen Bedingungen Moskau vorbringen wird, um den sogenannten Verhandlungsprozess zu bremsen. Die eigentliche Frage ist, ob die Amerikaner begreifen, dass Putin praktisch zu keinerlei Einigung mit Trump bereit ist und lediglich die Gutgläubigkeit des amerikanischen Präsidenten oder Trumps Bereitschaft, ihm entgegenzukommen, ausnutzt. Oder ob man in Washington tatsächlich glaubt, dass der russische Präsident zu Zugeständnissen bereit ist und das Hauptproblem lediglich darin besteht, die Ukraine zu überzeugen, eine „rationale“ Lösung der territorialen Frage zu finden und dann Putin so unter Druck zu setzen, dass er dieser rationalen Variante zustimmt.

Genau darin liegt das eigentliche, ernsthafte Problem dieses Verhandlungsprozesses: im mangelnden Verständnis für die Realitätsnähe der Positionen gerade der amerikanischen Administration. Also darin, ob Trump, Witkoff, Rubio und andere Beteiligte des Prozesses wirklich glauben, dass Putin bereit ist, mit Washington und Kyiv zu verhandeln. Oder ob sie bereits erkannt haben, dass der russische Präsident keinerlei echtes Interesse an einem Kriegsende hat und dass die amerikanischen Druckinstrumente auf Putin zumindest unter den gegenwärtigen Umständen stark begrenzt sind.

Dann bleibt – wie so oft in der politischen Karriere Trumps und seiner Mitstreiter – nur, gute Miene zum bösen Spiel zu machen: den Prozess der Suche nach einer Friedenslösung zu demonstrieren und zu betonen, dass man diesem Ziel angeblich nur noch wenige Meilen entfernt sei, dass es nur noch eine zentrale Frage gebe, nur noch eine Brücke, die nicht überquert werden könne. Mit anderen Worten: die Illusion eines Friedensprozesses zu erzeugen und alle – vielleicht sogar sich selbst – davon zu überzeugen, dass es sich um einen realen Friedensprozess handelt.

Alles wäre halb so schlimm, wenn dieses Spiel mit dem Friedensprozess nicht die militärische Hilfe für die Ukraine behindern würde. Wenn dieses Spiel den Transfer von Langstreckenwaffen an die Ukraine nicht faktisch gebremst hätte – Waffen, mit denen wir längst eine große Zahl strategischer russischer Objekte hätten zerstören und die Russen zumindest zwingen können, auf all das barbarische Vorgehen zu verzichten, das wir heute vor unseren Augen sehen.

Und man muss ehrlich sagen: Jene, die versuchen, die Realität durch eine weitere außenpolitische Illusion zu ersetzen, tragen im Grunde zur Fortsetzung dieses Barbarentums bei – selbst dann, wenn sie ihre mangelnde Bereitschaft, der Ukraine wirksam zu helfen, mit friedensstiftender Aktivität oder mit der angeblichen Gefahr einer direkten Konfrontation mit der Russischen Föderation rechtfertigen, die – wie wir verstehen – bei einer solchen Haltung zur Situation früher oder später ohnehin eintreten wird.


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Titel des Originals: Перемовини без Віткоффа і Кушнера | Віталій Портников. 29.01.2026.
Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung / Entstehung: 29.01.2026.
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Zelensky wird nach Moskau gerufen | Vitaly Portnikov. 28.01.2026.

Der Berater des Präsidenten der Russischen Föderation, Juri Uschakow, hat dem ukrainischen Präsidenten Volodymyr Zelensky erneut vorgeschlagen, falls dieser ein Treffen mit Putin wünsche, nach Moskau zu kommen. Dies ist nicht das erste Mal, dass der Kreml auf diese Weise reagiert, wenn russische Funktionäre auf die Bereitschaft Volodymyr Zelenskys eingehen müssen, sich mit dem russischen Präsidenten zu treffen. Und jedes Mal wirkt diese Reaktion wie offener Spott, der daran erinnert, dass man im Kreml in Wirklichkeit keinerlei Kontakte mit dem ukrainischen Präsidenten wünscht und keinerlei reale Bedingungen schaffen will, die zu einem Ende des brutalen russisch-ukrainischen Krieges führen könnten.

Aus der Logik des diplomatischen Prozesses heraus ist offensichtlich: Wenn Putin tatsächlich an einer Regelung interessiert wäre, wäre er zu einem Treffen mit Zelensky auf neutralem Territorium bereit. Mehr noch: Ein solches Treffen könnte unter Vermittlung und mit Beteiligung des Präsidenten der Vereinigten Staaten, Donald Trump, stattfinden.

Uschakow sagt übrigens, dass die Möglichkeit eines Treffens zwischen dem russischen und dem ukrainischen Präsidenten während Telefonaten zwischen den Präsidenten der Vereinigten Staaten und der Russischen Föderation angesprochen worden sei. Doch offensichtlich ist, dass Trump, als er von einem Treffen zwischen Putin und Zelensky sprach, in Wirklichkeit die Bereitschaft meinte, als Vermittler bei einem solchen Treffen aufzutreten – so wie es etwa geschah, als der armenische Premierminister Nikola Paschinjan und der aserbaidschanische Präsident Ilham Alijew in das Oval Office kamen, oder andere Staats- und Regierungschefs, die versuchten, komplexe Beziehungen zu regeln, die zu bewaffneten Konflikten geführt hatten.

Putin jedoch demonstriert selbstverständlich, dass er kein echtes Vermittlungsengagement der Vereinigten Staaten wünscht, da er die Ukraine weiterhin als russische Einflusssphäre betrachtet. Und der Krieg Russlands gegen die Ukraine zielt in erster Linie auf die Beseitigung der ukrainischen Staatlichkeit ab. Und wenn dies nicht gelingt, dann zumindest auf die Rückführung der Ukraine in die russische Sphäre politischen Drucks. In dieser Situation wird die Anreise des Präsidenten der Ukraine in die russische Hauptstadt sowohl von Putin selbst als auch von Kremlbeamten als Demonstration der Kapitulation betrachtet – und keineswegs als Möglichkeit, über ein Ende des Krieges zu verhandeln oder Kontakte zwischen souveränen Staaten herzustellen, die die Unabhängigkeit des jeweils anderen anerkennen. Von territorialer Integrität ganz zu schweigen.

So lässt sich klar sagen, dass die Worte Juri Uschakows eine offensichtliche Illustration der tatsächlichen Absichten der russischen politischen Führung im Verhandlungsprozess mit der Ukraine sind. Im Kreml sagt man zwar auch, dass die Verhandlungen fortgesetzt würden – dies bestätigte unter anderem der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Peskow. Doch erneut gilt: Die Frage der Durchführung von Verhandlungen ist keineswegs gleichbedeutend mit der Frage, ob der Krieg infolge von Treffen von Delegationen tatsächlich enden kann.

Schon mehrfach musste erklärt werden, dass das eigentliche Ziel des russischen Präsidenten darin besteht, Zeit zu gewinnen, um es sich nicht mit dem amerikanischen Präsidenten zu verderben. Und übrigens passt auch die Bemerkung Uschakows vollständig in diesen putinschen Kontext. Zelensky ist bereit, Putin zu treffen – das ist aus Sicht Trumps konstruktiv. Zelensky sucht Kontakte, die ein Ende des russisch-ukrainischen Krieges ermöglichen könnten. Aber auch Putin, so wird suggeriert, sei konstruktiv – er lädt Zelensky in die russische Hauptstadt ein. Sein außenpolitischer Berater verspricht Zelensky Sicherheit und sogar Arbeitsmöglichkeiten. Ebenfalls sehr konstruktiv.

Dass diese Worte Juri Uschakows jedoch wie blanker Hohn wirken – gegenüber der Ukraine, gegenüber Zelensky und gegenüber dem gesamten Friedensprozess –, das muss man Donald Trump erst noch vermitteln. Der amerikanische Präsident könnte in diesem höhnischen Tonfall eines hochrangigen russischen Beamten schlicht keinen Spott erkennen – weder gegenüber unserem Land noch gegenüber dem Präsidenten noch gegenüber seinen eigenen Friedensbemühungen.

Wir haben bereits mehrfach Situationen erlebt, in denen Trump den offenen Spott Putins über ihn selbst während Telefonaten und öffentlicher Erklärungen nicht bemerkte oder nicht bemerken wollte. Wenn der amerikanische Präsident nicht sieht, wie Putin ihn selbst verspottet, warum sollte er dann bemerken, dass Putin Zelensky verspottet?

So kann man sagen, dass die Seiten auf genau denselben Positionen verharren wie schon vor Beginn der neuen Runde des Friedensprozesses, der von der Administration des Präsidenten der Vereinigten Staaten initiiert wurde. Es gab keine realen Wünsche und keine echten Gründe, sich mit dem ukrainischen Präsidenten zu treffen – es gibt sie nicht und wird sie möglicherweise auch in naher Zukunft nicht geben. Es gibt lediglich den Wunsch, sich nicht mit dem amerikanischen Präsidenten zu zerstreiten und den Anschein von Dialogbereitschaft und sogar von Bereitschaft zur Beendigung des Krieges zu wahren.

Doch wir verstehen sehr gut, dass aus Putins Sicht dieses Ende entweder zu russischen Bedingungen erfolgen muss, die eine Kapitulation der Ukraine vorsehen – oder überhaupt nicht. Echter konstruktiver Fortschritt wird erst dann möglich sein, wenn der russische Führer die realen wirtschaftlichen Probleme seines Landes erkennt, die den Fortbestand des tschekistischen Regimes bedrohen. Dann übrigens wird niemand mehr Zelensky nach Moskau einladen. Dann wird Putin bereit sein, sich auf neutralem Territorium zu treffen, ernsthafte Verhandlungen zu führen und möglicherweise sogar ohne Vermittlung Donald Trumps – weil er dann zu realen Kompromissen bereit sein wird.

Objektive Anzeichen dafür, dass dies derzeit geschieht oder dass der Verhandlungsprozess, der in Abu Dhabi begonnen hat und in dieser Woche fortgesetzt werden soll, dies begleitet, sehen wir jedoch nicht. Und die spöttischen Worte Juri Uschakows sind eine weitere Bestätigung dieses einfachen und offensichtlichen Schlusses.


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Titel des Originals: Зеленського кличуть до Москви | Віталій Портников. 28.01.2026.

Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung / Entstehung: 28.01.2026.
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Russland verliert seine Schattenflotte | Vitaly Portnikov. 28.01.2026.

Das Magazin The Economist spricht von einem sogenannten perfekten Sturm für die Schattenflotte der Russischen Föderation.

Auf den ersten Blick: Was kann einer Flotte drohen, die aus fast 700 Tankern besteht und Moskau hilft, westliche Sanktionen zu umgehen? Die Tanker wechseln ständig ihre Namen. Sie ändern ihre Akkreditierungen. Sie wechseln sogar die Flaggen der Länder, zu denen sie formal gehören. Und wenn westliche Staaten einige dieser Tanker aufhalten oder die ukrainischen Verteidigungskräfte solche Schiffe beschädigen – was kann das real für Hunderte andere ändern?

Doch es zeigt sich, dass sich tatsächlich Entscheidendes verändert. Erstens geraten diese Tanker inzwischen massenhaft unter Sanktionen westlicher Staaten. Auf den Sanktionslisten stehen allein im vergangenen Jahr bereits rund 623 Tanker. Das bedeutet, dass diese Schiffe keine Akkreditierung mehr erhalten und ihre Tätigkeit nicht wieder aufnehmen können. Russland muss daher nach neuen Möglichkeiten suchen, seine Schattenflotte weiter zu nutzen.

Zweitens schränken die US-Sanktionen gegen die russischen Ölriesen Lukoil und Rosneft auch deren Fähigkeit ein, die Dienste der Schattenflotte zu nutzen, da immer mehr Raffinerien in China, Indien oder der Türkei schlicht Angst haben, Öl zu kaufen, das mit scheinbar „unsichtbaren“ Schiffen der Schattenflotte geliefert wird.

Drittens hat die Europäische Union seit Januar Sanktionen gegen alle Erdölprodukte verhängt, die aus russischem Öl in Raffinerien der Länder des sogenannten globalen Südens hergestellt werden. Das heißt: China, Indien oder die Türkei können nicht mehr auf den europäischen Markt setzen. Das ist ein wirklich schwerer Schlag für Russlands Möglichkeiten, denn es stellt sich die Frage: Wozu zusätzliche Mengen Öl einkaufen, wenn man sie nicht auf den Außenmärkten verkaufen kann?

Indien etwa hat den Import russischen Öls aus recht einfachen Gründen erhöht: Es kaufte dieses Öl in Rupien, verkaufte einen Teil der Ölprodukte auf dem eigenen Markt, den weitaus größeren Teil jedoch im Westen und wandelte so Rupien in Euro oder Dollar um. Dieser Weg ist für Indien – ebenso wie für China, die Türkei oder Brasilien – nun versperrt. Man kann daher davon ausgehen, dass diese Länder ihre Käufe russischen Öls bald reduzieren werden, da sie dieses Öl, das ohnehin mit erheblichen Abschlägen verkauft wird, nur noch für den eigenen Binnenbedarf benötigen.

Hinzu kommt, dass europäische Staaten begonnen haben, Tanker der russischen Schattenflotte festzuhalten – etwas, das es bisher nicht gegeben hat. Auch die ukrainischen Verteidigungskräfte haben begonnen, Angriffe auf diese Tanker auszuführen, was zuvor ebenfalls nicht geschah. Gleichzeitig erhöhen Versicherungsgesellschaften die Prämien für den Einsatz dieser Schiffe, was sie zu einem wenig profitablen Projekt macht. Zudem stehen neue EU-Sanktionen gegen jene Versicherer an, die Policen für Schiffe der russischen Schattenflotte ausstellen. Damit wird eine Versicherung in absehbarer Zeit nahezu unmöglich.

Das ist der perfekte Sturm: Einerseits verfügt Russland über Dutzende Schiffe, die niemand stoppen und deren Bewegungen zu Ländern, die weiterhin russisches Öl kaufen, kaum verfolgen kann. Andererseits wird dieses russische Öl diesen Ländern aus objektiven Gründen bald gar nicht mehr benötigt. Die Schiffe könnten für Russland bald zu „goldenen“ – also extrem teuren – Lasten werden.

Die Sanktionen gegen russische Ölunternehmen schaffen zudem massive Probleme bei der Preisbildung, da Russland sein Öl nun nur noch mit erheblichen Abschlägen verkaufen kann. Infolgedessen ist der Anteil der Energieeinnahmen am Haushalt der Russischen Föderation im Jahr 2025 auf 22 Prozent gesunken – ein historischer Tiefstand. Ähnlich niedrig war dieser Anteil nur während der Corona-Pandemie, als die nahezu vollständige Schließung der Weltwirtschaft auch die Ölpreise einbrechen ließ und zu großen Haushaltsverlusten führte.

Heute kann Russland seinen Haushalt nicht wegen einer Pandemie, sondern wegen des Krieges und der Sanktionen nicht mehr aus Öleinnahmen speisen. Das bedeutet nicht, dass die russische Führung keine anderen Einnahmequellen gefunden hätte – diese entstehen jedoch vor allem auf Kosten der Bürgerinnen und Bürger der Russischen Föderation. Steuern werden erhöht, Abgaben für Unternehmen steigen.

Mit anderen Worten: Wenn Ölkonzerne und Gazprom nicht mehr die nötigen Gewinne liefern, die Putin erlauben würden, seinen blutigen Krieg gegen unser Land fortzusetzen, dann sollen eben die Bürger Russlands mehr für diesen Krieg bezahlen. Wie in dem alten russischen Witz über das Kind, das seinen Vater fragt, ob er weniger trinken werde, weil sein Lohn gekürzt wurde. Der „weise“ Vater – ganz Putin – erklärt dem Kind, dass es einfach weniger essen werde. Genau das geschieht derzeit mit den Bürgern der Russischen Föderation.

Russland ist nicht mehr von seinen Energiekonzernen abhängig – doch die Bürger Russlands haben keinen Grund zur Freude, denn sie werden zu Schafen, die Putin scheren will, um seine aggressiven Pläne fortzusetzen. Langfristig bedeutet das den Zusammenbruch der russischen Wirtschaft und – letztlich – das Ende des Krieges.

Experten sagen derzeit, dass in der russischen Führung natürlich niemand ernsthaft wegen wirtschaftlicher Gründe über ein Kriegsende nachdenkt. Doch die Entwicklungen rund um die Schattenflotte Russlands und seine Energieeinnahmen zeigen klar: Dieser Krieg hätte niemals begonnen werden dürfen, denn er führt das aggressive Land faktisch in einen wirtschaftlichen Abgrund, in dem es früher oder später landen wird.

Für uns ist nur wichtig, diesem Druck standzuhalten und zu überleben – dem Druck eines Drachen, der bereits beginnt, nicht nur seine Köpfe, sondern auch seine Zähne zu verlieren. Und natürlich den Moment zu erleben, in dem die Tanker der russischen Schattenflotte endgültig kein russisches Öl mehr transportieren können und der Bankrott der ohnehin aus dem Staatshaushalt subventionierten russischen Öl- und Gaskonzerne beginnt.


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Titel des Originals: Росія втрачає тіньовий флот | Віталій Портников. 28.01.2026.
Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung / Entstehung: 28.01.2026.
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Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach,
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Unser Krieg begann 2014 – nicht erst am 24. Februar 2022. Tanja Adams. 28.01.2026.

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Ein alter Post ist wieder aufgetaucht.

Ich möchte daran erinnern.

Und ja, ich habe – so gut ich konnte – versucht, euch vom Krieg zu erzählen. Davon zu erzählen, wie er sein wird. Zu erzählen, damit ihr keine Dummheiten macht, damit ihr euch im Rahmen eurer Möglichkeiten vorbereitet.

„Russland hat die Ukraine angegriffen, Katja! Das ist Krieg!“, lese ich in irgendeiner Erzählung über den 24. Februar. Ganz ehrlich, verzeiht mir, wenn ich damit jemandem in die Seele spucke, aber es regt mich verdammt nochmal auf. Es macht mich furchtbar, aus dem Bauch heraus, unkontrollierbar wütend.

Ja, ich verstehe, dass Probleme zu vergleichen maximal dämlich ist. Ja, ich weiß, dass jeder Schmerz anders ist. Ja, ich weiß, dass niemand schuld ist. Aber es regt mich auf.

Der Krieg begann Ende Februar 2014. Als grüne Männchen ohne Hoheitsabzeichen die Krim besetzten. Als meine Stadt aufhörte, meine zu sein. Als alles in Scherben zerfiel. Der Krieg begann, als mein Mann und mein Freund an die Front gingen.

Der Krieg begann, als das Wort „es ist eingeschlagen“ eine ganz konkrete Bedeutung bekam. Und das war nicht letztes Jahr.

Mein Krieg begann mit dem Verlust von Arbeit, Zuhause, Orientierung, Freunden, Geld – von allem verdammt nochmal – und das ist fast neun Jahre her.

Wir, überall Fremde, nirgends erwünscht, standen allein vor „Wohnung finden“, wenn es heißt „an Donezker vermieten wir nicht“. Vor „Miete bezahlen“, wenn das Geld zusammen mit der Arbeit schon vor einem halben Jahr ausgegangen ist. Vor „Job finden“, wenn du fast 40 bist und „bei uns ist die Altersgrenze 35“. Mit einer einzigen Tasche. Mit „die eigenen Katzen bei fremden Menschen zurücklassen“. Nicht einmal bei null anfangen – im Minus.

Mit Kinderhysterien. Mit „Ich fahre nach Donezk zurück, Ljúdka ist dort geblieben und es geht ihr gut“. Mit „Ich will NACH HAUSE!“ 24 Stunden am Tag. Und niemand nahm uns in Polen oder Deutschland auf, niemand zahlte uns Unterstützung, niemand drehte rührselige Videos über uns.

Er begann damit, dass es keinen Helm gab, keine Schutzweste, keine Schuhe, keine Hosen – aber es gab ein Tourniquet, eines, Baujahr 1975, so alt wie ich. Mit einem Taxifahrer aus Lwiw, der mir ins Gesicht sagte, was für ein Patriot er sei – im Gegensatz zu uns, den „Separatisten“.

Mit fremden Städten. Mit billigen Wohnungen. Mit erfolglosen Versuchen, immer wieder. Mit Mindestlöhnen. Mit Tränen, die nicht flossen, sondern irgendwo innen brannten wie Sodbrennen. Mit Telefonaten:

– Wie geht’s dir?

– Beschissen.

– Brauchst du Hilfe?

– Ich halte durch.

Er geht jetzt weiter, wenn meine Freunde, die den Donbas längst verlassen haben, versuchen, ihre Eltern zu retten. Die dreimal am Tag wechseln zwischen „Hol mich hier raus, die Nachbarin wurde getötet“ und „Ich fahre nirgendwohin! Wer braucht mich denn dort?“. Wenn Tocha, ein russischsprachiger Donbas-Bewohner, das personifizierte Böse, seit neun Monaten ohne Urlaub ist. Wenn deine Alten eine Wohnung nur noch zusammen anmieten können – von einer Rente allein geht das nicht. Und dein Geld nehmen sie nicht, sie sind es gewohnt, selbst klarzukommen; sie können diese neue Daseinsdoktrin nicht ertragen.

Unser Krieg begann vor langer Zeit, riss Fleischstücke aus uns heraus, und ich habe – so gut ich konnte – versucht, euch davon zu erzählen.


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Art der Quelle: Social Media
Autor: Tanja Adams
Veröffentlichung / Entstehung: 28.01.2026.
Originalsprache: ru
Plattform / Quelle: Facebook
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Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach,
veröffentlicht auf

uebersetzungenzuukraine.data.blog
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Zelensky könnte sich mit Putin treffen | Vitaly Portnikov. 27.01.2026.

Der Außenminister der Ukraine, Andrij Sybiha, betonte, dass Präsident der Ukraine Volodymyr Zelensky sich mit Putin treffen könnte, um zwei zentrale Fragen zu erörtern: die territoriale Frage sowie das Schicksal des Atomkraftwerks Saporischschja, das bereits 2022 von Russland besetzt wurde. Es wird davon ausgegangen, dass gerade diese Fragen die schwierigsten in den Verhandlungen sind, die bereits in Abu Dhabi zwischen russischen, ukrainischen und amerikanischen Delegationen begonnen haben und sich laut Zelensky noch in dieser Woche fortsetzen könnten.

Es stellt sich jedoch die Frage, wie realistisch die Bestrebungen Kyivs sind, die Territorialfrage und das Atomkraftwerk Saporischschja auf die Ebene eines Präsidentengipfels zu heben. Offensichtlich sind diese Fragen für Putin nicht nur im Hinblick auf eine Beendigung oder zumindest ein Einfrieren der Kampfhandlungen von entscheidender Bedeutung, sondern auch im Hinblick auf eine Destabilisierung der Lage in der Ukraine, falls Kiew den Moskauer Forderungen nach einem Abzug der ukrainischen Truppen aus dem gesamten Gebiet der Donezker und Luhansker Oblaste zustimmen sollte.

Die Aussagen des ukrainischen Außenministers über die Bereitschaft des ukrainischen Präsidenten zu einem Treffen mit dem russischen Präsidenten erfolgen vor dem Hintergrund eines erneuten barbarischen Angriffs Russlands auf die Ukraine, der Zerstörungen in Odesa und den Tod von Zivilisten zur Folge hatte. Und dies ist nur ein Teil der Angriffe, die in letzter Zeit stattgefunden haben und die nahezu täglich erfolgen.

Vor diesem Hintergrund ist natürlich die wichtigste Frage, inwieweit der russische Präsident überhaupt an einer Friedensvereinbarung interessiert ist und ob die Veränderung der Zusammensetzung der russischen Delegation bei den bereits in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattgefundenen Verhandlungen tatsächlich den Wunsch Putins widerspiegelt, sich zu einigen – oder ob es sich lediglich um den Austausch russischer Unterhändler gegen erfahrenere Manipulatoren mit Generalsrängen handelt.

In jedem Fall ist klar, dass ein Treffen der Präsidenten der Ukraine und Russlands nahezu die letzte Etappe auf der Suche nach Wegen zur Beendigung des jahrelangen russisch-ukrainischen Krieges darstellt. Allerdings gab es bereits in der Vergangenheit Situationen, in denen beide Präsidenten den Sinn von Treffen auf höchster Ebene völlig unterschiedlich verstanden haben.

Für Volodymyr Zelensky ist ein solches Treffen stets eine Gelegenheit, auf Präsidentenebene Vereinbarungen zu treffen und Fragen zu lösen, die von Verhandlungsdelegationen nicht geklärt werden können. Übrigens verfolgt auch der amerikanische Präsident Donald Trump genau diesen Ansatz in Bezug auf Verhandlungspositionen. Zwar ist er daran interessiert, dass Vorabvereinbarungen bereits vor einem Treffen der Staatschefs erzielt werden, doch die kritischen Fragen, die Regierungsmitglieder nicht untereinander klären können, ist er bereit, direkt mit seinen Amtskollegen zu besprechen.

Putin hingegen vertritt traditionell eine völlig andere Position. Er ist der Ansicht, dass sämtliche Fragen bereits vor einem Treffen der Präsidenten geklärt werden müssen und dass sich Staatschefs ausschließlich treffen sollten, um die Ergebnisse der Verhandlungen ihrer Delegationen abzusegnen. Jegliche zusätzlichen Diskussionen werden von Putin daher nicht begrüßt und als Versuch verstanden, bereits erzielte Ergebnisse der Vorverhandlungen zu umgehen.

Genau damit hing übrigens auch das Missverständnis zusammen, das während des ersten und bislang einzigen Treffens der russischen und ukrainischen Präsidenten bei der Wiederbelebung des Normandie-Formats in Paris auftrat. Damals versuchte Zelensky, Putin zu einem realistischen Dialog zu bewegen, während der russische Präsident lediglich daran interessiert war, dass der ukrainische Präsident jene Punkte bestätigte, die aus seiner Sicht bereits von den russischen und ukrainischen Delegationen in der Vorbereitungsphase des Normandie-Treffens vereinbart worden waren.

Natürlich blieben viele der grundlegendsten Fragen des russisch-ukrainischen Dialogs damals nicht nur außerhalb dieser Vereinbarungen, sondern auch jenseits der Handlungsmöglichkeiten der Berater Zelenskys und Putins. Doch Putin war mit dieser Situation vollkommen zufrieden. Ihm sagte die Ungewissheit zu, während Zelensky versuchte, eine Lösung für den Konflikt zu finden, der seit 2014 – seit der Besetzung und späteren Annexion der ukrainischen Krim – zwischen Russland und der Ukraine andauerte. So bedeutet selbst der Wunsch nach einem Treffen mit Putin keineswegs, dass bei einem solchen Dialog grundlegende Fragen gelöst werden könnten.

Die wichtigste Frage bleibt jedoch: Ist der russische Präsident tatsächlich an einem Waffenstillstand und an der Beendigung des Krieges interessiert? Das Einzige, was wir heute mit Sicherheit über Putins Interessen sagen können, ist, dass er keinen Konflikt mit dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump will, der den Druck auf die Russische Föderation verstärken könnte, und dass er kein weiteres Schrumpfen des geopolitischen Einflusses Russlands wünscht – eines Einflusses, der ohnehin bereits deutlich hinter dem der Vereinigten Staaten zurückbleibt und Russland nicht einmal erlaubt, seinen treuen Verbündeten wie etwa Baschar al-Assad oder Nicolás Maduro wirksam zu helfen. In dieser Situation versteht Putin natürlich, dass er Ressourcen benötigt, um Russland zumindest in seiner eigenen Vorstellung als geopolitischen Akteur zu erhalten – Ressourcen, die im Verlauf des jahrelangen russisch-ukrainischen Krieges allmählich erschöpft werden.

All dies ist nachvollziehbar. Unklar bleibt jedoch, zu welchen Zugeständnissen der russische Präsident bereit ist, um einen Konflikt mit seinem amerikanischen Amtskollegen zu vermeiden. Und ob er ausgerechnet in Territorialfragen – also beim Abzug der ukrainischen Truppen aus den befestigten Stellungen in der Donezker Oblast – sowie in der Frage des Atomkraftwerks Saporischschja, also der Zugehörigkeit dieses für die ukrainische Energieversorgung zentralen Objekts, zu realistischen Kompromissen mit dem ukrainischen Präsidenten bereit ist. Bislang haben wir keinerlei Bereitschaft gesehen, einen solchen Kompromiss zu finden.

Und schließlich stellt sich die entscheidende Frage: Beabsichtigt Putin überhaupt, sich mit Zelensky zu treffen? Zwar könnte ein solches Treffen in einem trilateralen Format stattfinden, bei dem auch der Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, anwesend wäre und Putin einem solchen Treffen kaum widersprechen könnte. Doch damit ein trilateraler Gipfel tatsächlich zustande kommt, müssten – so paradox es klingt – all jene grundlegenden Fragen gelöst werden, von denen der ukrainische Außenminister derzeit spricht. Und zwar aus russischer Sicht nicht während, sondern bereits vor dem Gipfel der Präsidenten. Denn Putin kann Trump jederzeit erklären, dass ein Treffen „nicht an der Zeit“ sei.

Gerade weil diese grundlegenden Fragen ungelöst sind und Russland nicht bereit ist, auf seine Forderungen zur Beendigung des Krieges zu verzichten, bleibt auch das Treffen der Präsidenten der Vereinigten Staaten, der Ukraine und Russlands weiterhin ungewiss.


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Artikel
Titel des Originals: Зеленський може зустрітися з Путіним |
Віталій Портников. 27.01.2026.

Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung / Entstehung: 27.01.2026.
Originalsprache: uk
Plattform / Quelle: YouTube
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Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach,
veröffentlicht auf

uebersetzungenzuukraine.data.blog
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Trump fordert die Abtretung des gesamten Donbass | Vitaly Portnikov. 27.01.2026.

Trump fordert die Abtretung des gesamten Donbass | Vitaly Portnikov. 27.01.2026.

Die Zeitung Financial Times, die mit dem Verlauf der amerikanisch-ukrainischen Verhandlungen vertraut ist, berichtet, dass die Hauptforderung der Vereinigten Staaten an die Ukraine im Zusammenhang mit der Gewährung von Sicherheitsgarantien weiterhin der Abzug der ukrainischen Truppen aus dem nicht besetzten Teil der Gebiete Donezk und Luhansk sei. Die USA betonen, dass sie der Ukraine nur dann Hilfe leisten könnten, wenn diese Entscheidung umgesetzt werde, und stellen zugleich eine Ausweitung der Waffenlieferungen für die ukrainische Armee in Aussicht, falls sich die Streitkräfte der Ukraine aus den Teilen der Donezker und Luhansker Gebiete zurückziehen, die sich derzeit unter der Kontrolle der legitimen ukrainischen Regierung befinden.

Wie bekannt, bleibt der Abzug der ukrainischen Truppen aus dem Donbass zumindest in der öffentlichen Rhetorik die zentrale Forderung des russischen Präsidenten Putin und anderer Vertreter des Kremls. In Moskau wird wiederholt betont, dass nur ein Rückzug der ukrainischen Truppen aus dem Gebiet des Donbass die Möglichkeit eröffne, den russisch-ukrainischen Krieg zu beenden und ein Friedensabkommen zu unterzeichnen, an dem Vertreter der Vereinigten Staaten, der Ukraine und Russlands derzeit zu arbeiten versuchen.

Dabei stellt sich jedoch eine recht einfache Frage: Kann man die Forderung der Russischen Föderation nach dem Abzug der ukrainischen Truppen aus dem Donbass tatsächlich als die zentrale Bedingung für das Ende des Krieges Russlands gegen die Ukraine betrachten? Hier ergeben sich eine ganze Reihe logischer Fragen.

  • Hat Russland diesen blutigen Krieg wirklich vier Jahre lang ausschließlich geführt, um die Kontrolle über das Gebiet der Donezker Oblast zu erlangen? Den überwiegenden Teil des Territoriums der Luhansker Oblast kontrolliert Russland schließlich bereits. Somit geht es faktisch именно um die Donezker Region.
  • Warum ist der Kreml bereit, den Konflikt in den Gebieten Saporischschja und Cherson, die nach dort abgehaltenen Scheinreferenden auf den besetzten Territorien ebenfalls als sogenannte Subjekte der Russischen Föderation anerkannt werden, „einzufrieren“, fordert jedoch gerade in Bezug auf die Donezker Oblast den vollständigen Abzug der ukrainischen Truppen aus dem gesamten Donbass?

Auf diese Frage lassen sich mehrere logische Antworten finden. 

  • Erstens ist gerade die Donezker Region eine echte Festung der Ukraine. In Russland versteht man sehr gut, dass ein fortgesetzter Sturm auf die gut verteidigten ukrainischen Städte in diesem Gebiet nicht nur Monate, sondern Jahre dauern und zu erheblichen menschlichen Verlusten in dieser ukrainischen Region führen könnte. Daran ist Russland selbstverständlich nicht interessiert und würde dieses Gebiet lieber kampflos übernehmen.
  • Zweitens kann Russland darauf setzen, dass es gemeinsam mit der amerikanischen Regierung die ukrainische Führung dazu zwingen kann, dem Abzug der ukrainischen Truppen aus der Donezker Region zuzustimmen, was zu einer Destabilisierung der politischen Lage in der Ukraine führen würde. Auf diese Weise ließe sich nicht nur das „Problem Donezk“ lösen, sondern auch die Kontrolle über die nicht besetzten Teile der Gebiete Saporischschja und Cherson erlangen und möglicherweise weitere ukrainische Regionen besetzen.

Ich erinnere in diesem Zusammenhang mit den russischen Forderungen stets an die Destabilisierung, die in Armenien eintrat, nachdem der Premierminister dieses Landes, Nikol Paschinjan, eine gemeinsame Erklärung mit dem russischen Präsidenten Putin und dem aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Alijew unterzeichnet hatte. Gerade die Unterzeichnung dieser Erklärung und der faktische Verlust der Kontrolle der armenischen Kräfte über jene Gebiete der Republik Aserbaidschan, die sich seit den 1990er-Jahren unter armenischer Kontrolle befunden hatten, führten zu einem echten Aufstand in Jerewan und zu Angriffen auf Politiker bis hin zum Sprecher des armenischen Parlaments.

Natürlich würde Moskau sehr gerne eine Wiederholung solcher Ereignisse in Kyiv sehen – allerdings in ungleich größerem Maßstab. Der Zerfall des ukrainischen Staates und der Zusammenbruch der ukrainischen Armee sind genau das, wovon Putin träumt, wenn er von der Notwendigkeit des Abzugs der ukrainischen Truppen aus dem Donbass spricht. Und es gibt keinerlei Grund anzunehmen, dass es dem russischen Präsidenten in dieser Situation tatsächlich nur um das Gebiet der Donezker Oblast geht.

Ein weiterer wichtiger Aspekt in dieser Geschichte könnte Putins Wunsch sein, dem Präsidenten der Vereinigten Staaten zu demonstrieren, dass seine Absichten gegenüber der Ukraine begrenzt seien, und auf diese Weise Donald Trumps Aufmerksamkeit von möglichem neuem Druck auf die Russische Föderation abzulenken. Zugleich ist daran zu erinnern, dass Moskau möglicherweise genau darauf setzt, dass die ukrainische Führung einem Abzug der ukrainischen Truppen aus der Donezker Region nicht zustimmen wird. In diesem Fall ließe sich dann Kyiv dafür verantwortlich machen, dass die Ukraine keinen Frieden wolle und nicht auf die – in Anführungszeichen – friedliebenden Vorschläge der Russischen Föderation reagiere, und genau davon ließe sich Präsident Donald Trump überzeugen.

Denn nahezu alle russischen Bemühungen im sogenannten Friedensprozess zielten weniger auf ein tatsächliches Ende des Krieges als vielmehr darauf ab, den amerikanischen Präsidenten davon zu überzeugen, dass Moskau – und nicht Kyiv – an einem Ende des Krieges interessiert sei, während der ukrainische Präsident Volodymyr Zelensky eine unkon­struktive Position einnehme, weil er sich nicht bereit erkläre, auf „ein paar Kilometer“ Territorium zu verzichten.

Man kann also sagen, dass Russland mit einem Schlag zwei Fliegen treffen möchte.

  • Der erste Schlag richtet sich gegen die ukrainische Gesellschaft, in der es stets einen Teil geben wird, der entweder der ukrainischen Führung vorwirft, sie wolle den Krieg nicht beenden, oder ihr – im Falle entsprechender Zugeständnisse – vorwirft, ukrainisches Territorium preisgegeben zu haben. In beiden Fällen kann Russland sich als Gewinner sehen.
  • Der zweite Schlag richtet sich gegen die Position der Vereinigten Staaten selbst – also darauf, Washington dazu zu bringen, der russischen Logik zu folgen und künftig Kiew und nicht Moskau der fehlenden Friedensbereitschaft zu beschuldigen.

Warum Donald Trump selbst diese Forderungen unterstützt, ist eine andere Frage. Doch wir haben bereits mehrfach gesehen, dass der amerikanische Präsident in einigen grundlegenden und äußerst wichtigen Fragen eher der Logik des russischen Präsidenten folgt als dem gesunden Menschenverstand.


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Art der Quelle: Artikel
Titel des Originals: Трамп вимагає віддати весь Донбас | Віталій Портников. 27.01.2026.
Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung / Entstehung: 27.01.2026.
Originalsprache: uk
Plattform / Quelle: YouTube
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Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach,
veröffentlicht auf

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Werden sich Zelensky und Putin treffen? Vitaly Portnikov. 26.01.2026.

https://hromada.us/uk/articles/2026/01/26/will-zelensky-and-putin-meet?fbclid=IwZnRzaAPl65hleHRuA2FlbQIxMQBzcnRjBmFwcF9pZAo2NjI4NTY4Mzc5AAEexaK_c218HQyiU1lA0s2hyYbGgoBmqxK5Z9yZGtgIcxqU9XYcyI4iIxlS0YY_aem_O6xyv5wBGbT5rSuEFXtOLA

Nach den ersten trilateralen Verhandlungen in Abu Dhabi seit Beginn des großen russisch-ukrainischen Krieges ließen Quellen in der amerikanischen Administration verlauten, dass es bald zu einem persönlichen Treffen zwischen Volodymyr Zelensky und Putin kommen könnte. Politische Fantasie? Möglich. Aber auch das trilaterale Treffen selbst galt bis vor Kurzem noch als politische Fantasie. Und dennoch hat es stattgefunden.

Wenn wir inzwischen fast schon routinemäßig davon sprechen, dass Putin weniger verhandelt als vielmehr Verhandlungen imitiert – also Zeit schindet –, müssen wir verstehen: Selbst für eine Imitation braucht es eine Agenda. Das Entscheidende ist jedoch, dass der russische Präsident offenkundig nicht an einer direkten Konfrontation mit seinem amerikanischen Amtskollegen interessiert ist und alles tut, um eine solche Konfrontation zu vermeiden.

Dazu muss er vor allem Friedfertigkeit demonstrieren und Bereitschaft zeigen, den russisch-ukrainischen Krieg zu beenden. Und hier scheint das Arsenal an „Tricks“, mit denen der Kreml-Zauberer versucht, sein Publikum zu hypnotisieren, allmählich erschöpft zu sein.

In den ersten Monaten nach der Rückkehr Donald Trumps ins Oval Office reichten Telefonanrufe und Gespräche über mögliche Wege zur Beendigung des Krieges aus: Der amerikanische Präsident drängte auf einen Waffenstillstand, der russische lehnte höflich ab.

Später, als Trump von „wunderbaren Telefonaten“ sprach, die zu keinerlei Ergebnissen führten, schlug Putin vor, den Istanbuler Prozess zu „reaktivieren“ – ohne reale Fortschritte. Es kam zu einem bilateralen Treffen in Anchorage, doch auch dort gelang keine Einigung; später sprach man lediglich vom „Geist“ dieses Treffens, worunter man in Moskau weiterhin den Abzug ukrainischer Truppen aus den nicht besetzten Gebieten des Donbas versteht.

Danach versuchte Putin, die Lieferung weitreichender Waffen an die Ukraine zu verhindern, und vereinbarte mit Trump ein Treffen in Budapest. Dieser Gipfel scheiterte jedoch, nachdem die Außenminister keine möglichen Vereinbarungen abstimmen konnten. Ein verärgerter Trump verhängte daraufhin Sanktionen gegen russische Ölgiganten. Und genau in diesem Moment tauchte der von russischer Seite dem Weißen Haus vorgeschlagene „Friedensplan“ auf. Doch um diesen zu diskutieren und Ernsthaftigkeit zu demonstrieren, muss man sich treffen.

Und genau an diesem Punkt befinden wir uns jetzt. Die Russen mussten sich sogar auf ein trilaterales Treffen einlassen, um Friedfertigkeit zu demonstrieren. Doch Washington wird Moskau zu weiteren Schritten drängen – sogar zu einem Treffen der Präsidenten, das dann zweifellos als diplomatischer Triumph Donald Trumps gelten würde. Denn Zelensky und Putin an einen Tisch zu bringen, ist ungleich schwieriger, als etwa den armenischen Premier Paschinjan und den aserbaidschanischen Präsidenten Alijew zusammenzuführen, die sich vor ihrem Besuch im Oval Office bereits mehrfach persönlich getroffen hatten.

Bedeutet das, dass wir uns dem Ende des Krieges nähern? Keine Verhandlungen, selbst auf höchster Ebene, garantieren dies. Es gibt jedoch eine andere wichtige Formel, die mit dem realen Zustand der russischen Wirtschaft und Putins Bereitschaft zusammenhängt, neue westliche Sanktionen zu riskieren. Sollte der russische Präsident zu dem Schluss kommen, dass seine wirtschaftlichen Möglichkeiten es nicht erlauben, den Krieg noch mehrere Jahre fortzusetzen, und dass neue Sanktionen die Lage der russischen Wirtschaft erheblich verschlechtern würden, dann wird er sowohl einem Treffen mit Zelensky als auch einem Ende der Kampfhandlungen zustimmen.

Kann man sagen, dass wir bereits Anzeichen eines solchen Sinneswandels sehen – vor dem Hintergrund der brutalen Bombardierungen der ukrainischen Energieinfrastruktur und der Versuche, die Zivilbevölkerung buchstäblich erfrieren zu lassen? In gewissem Maße sind solche Anzeichen gerade die trilateralen Verhandlungen selbst sowie die Zusammensetzung der russischen Delegation, in der wir den „Historiker“ Medinski nicht mehr sehen, dafür aber von der Anwesenheit von Generälen wissen – sogar des Chefs der Hauptverwaltung des Generalstabs, Admiral Igor Kostjukow. Solche Beamten sind nicht mehr „Dekoration“, sondern für Gespräche über wirklich ernste Fragen da.

Das zeigt, dass auf Putins Schreibtisch derzeit mehrere Szenarien für die weitere Entwicklung des Konflikts liegen. Es bleibt nur zu verstehen, welchem davon der Kremlchef den Vorzug geben wird – und was ihn letztlich dazu zwingen könnte, sich für den Frieden zu entscheiden.


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Titel des Originals: Чи зустрінуться Зеленський і Путін. Віталій Портников. 26.01.2026.
Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung / Entstehung: 26.01.2026.
Originalsprache: uk
Plattform / Quelle: Zeitung
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Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach,
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Neue Verhandlungen: Was ist zu erwarten | Vitaly Portnikov. 26.01.2026.

Der Präsident der Ukraine, Volodymyr Zelensky, hat einen neuen Termin für Verhandlungen genannt, die bereits in dieser Woche zwischen der ukrainischen, der russischen und der amerikanischen Delegation stattfinden sollen. Wahrscheinlich wird die neue Verhandlungsrunde schon am Sonntag, dem 1. Februar, stattfinden. Damit eröffnet sich erneut die Möglichkeit, unter amerikanischer Vermittlung nach Wegen zur Beendigung des russisch-ukrainischen Krieges zu suchen.

Zelensky äußert sich nicht konkret zu den Themen, die bei der neuen Verhandlungsrunde besprochen werden sollen, sondern konzentriert sich erneut auf die Parameter zur Beendigung des russisch-ukrainischen Krieges. Gleichzeitig ist es dem Präsidenten der Ukraine jedoch wichtig, dass Russland die Verhandlungen nicht dazu nutzt, um wirtschaftlichen Druck der Vereinigten Staaten und anderer westlicher Länder auf sich zu verhindern.

Tatsächlich entsteht immer wieder der Eindruck, dass die Russische Föderation in erster Linie versucht, den Sanktionsdruck zu vermeiden und in diesem Zusammenhang verschiedenste Initiativen vorbringt – bis hin zu dem sogenannten Friedensplan, den Kirill Dmitrijew Steve Witkoff und Jared Kushner vorgestellt hat –, in der Hoffnung, den noch möglichen Sanktionen der Vereinigten Staaten und der Länder der Europäischen Union zu entgehen.

Und man kann nicht sagen, dass Russland hierbei völlig erfolglos geblieben ist. Zwar ist es Dmitrijew und Uschakow, die diesen sogenannten 28-Punkte-Friedensplan ausgearbeitet haben, der buchstäblich einen Tag vor der Umsetzung von Sanktionen gegen die russische Ölindustrie präsentiert wurde, nicht gelungen, einen Schlag gegen Rosneft und Lukoil zu verhindern. Dennoch sollte man daran erinnern, dass die Amerikaner, als es um eine mögliche Konfiszierung eingefrorener russischer Vermögenswerte ging, versuchten, den Europäern zu erklären, dass eine solche Entscheidung den Friedensprozess behindern könnte. Und die Europäer haben, wie wir sehen, auf diese Empfehlungen gehört, obwohl sie zugleich einen eigenen Vorschlag vorlegten, der für Russland eine unangenehme Überraschung darstellte: Sie stellten 90 Milliarden Euro aus eigenen Mitteln zur Unterstützung der Ukraine bereit, hoffen jedoch, dieses Geld über Reparationen zurückzuerhalten, die die Russische Föderation für den Krieg und die Zerstörung der Infrastruktur an die Ukraine zahlen soll.

Nach den Verhandlungen in Abu Dhabi tauchen zudem Gerüchte auf, wonach Putin tatsächlich bereit sei, sich an der Wiederherstellung der ukrainischen Infrastruktur zu beteiligen und beim Wiederaufbau der ukrainischen Energieversorgung zu helfen.

Doch sofort stellt sich wieder die Frage, ob Russland diese Gerüchte nicht selbst streut, um den Eindruck zu erwecken, zu konstruktiven und ernsthaften Verhandlungen bereit zu sein. Denn eine reale politische Logik ist hierin kaum zu erkennen.

Einerseits hören wir, dass Moskau im Falle eines Friedensabkommens bereit wäre, eigene Mittel – möglicherweise aus denselben eingefrorenen Vermögenswerten – für den Wiederaufbau der ukrainischen Energieinfrastruktur aufzuwenden. Andererseits sehen wir täglich russische Angriffe auf eben diese Energieinfrastruktur. Daraus ergibt sich eine naheliegende Frage: Wenn Moskau so sehr an Verhandlungen und am Friedensprozess interessiert ist, warum erhöht es dann selbst die Summe, die es später zahlen müsste, sollte es sich tatsächlich am Wiederaufbau der ukrainischen Energieversorgung beteiligen?

Auf diese offensichtliche Unlogik gibt es jedoch genau jene Antwort, die auch Zelensky gegeben hat. Für Russland sind Verhandlungen derzeit in erster Linie ein Instrument, um intensiven Sanktionsdruck – vor allem seitens der Vereinigten Staaten – zu verhindern. Es geht darum, Donald Trump nicht zu verärgern und zu verhindern, dass im Kongress ein Gesetz verabschiedet wird, das dem amerikanischen Präsidenten erlauben würde, hohe Zölle gegen Länder zu verhängen, die weiterhin russisches Öl kaufen.

Denn schon allein die Einbringung eines solchen Gesetzentwurfs würde, wie wir alle verstehen, bei Raffinerien in China, Indien und anderen Ländern, die ihre Energiebeziehungen zur Russischen Föderation aufrechterhalten, nachvollziehbare Sorgen auslösen. Heute kauft man Öl, und morgen gerät man unter Sanktionen oder muss ein unangenehmes Gespräch mit der eigenen Regierung führen, die versucht, Trumps Zollmaßnahmen abzuwenden.

In jedem Fall ist offensichtlich, dass Russland, wenn es keinen Konflikt mit Trump riskieren will, gezwungen ist, immer tiefer in diesen Verhandlungsprozess einzusteigen. Denn ohne dieses Interesse hätte es keinerlei trilaterale Treffen gegeben.

Wir verstehen, dass schon der Mechanismus trilateraler Treffen bis zu einem gewissen Grad eine Antwort Putins an Trump darstellt. Trump wollte genau solche Gespräche, bei denen russische und ukrainische Delegationen gemeinsam mit den Amerikanern die Parameter zur Beendigung des Krieges erörtern – praktisch vom ersten Tag seiner Amtszeit im Weißen Haus an. Putin hingegen gelang es ein ganzes Jahr lang, diesen Prozess ebenso wie die Vorschläge des amerikanischen Präsidenten zu einem Waffenstillstand an der russisch-ukrainischen Front zu ignorieren.

Doch mit jeder neuen Phase des Verhandlungsprozesses muss Putin neue Tricks erfinden, um Donald Trump seine Friedfertigkeit zu demonstrieren. Die Wahl ist dabei recht einfach: Entweder wird der russische Präsident irgendwann gezwungen sein, reale Zugeständnisse zu machen – Zugeständnisse, die, wenn nicht in einem vollwertigen Friedensabkommen zur endgültigen Beendigung des russisch-ukrainischen Krieges, so zumindest in einer sogenannten hybriden Friedensvereinbarung münden könnten, die den Krieg zumindest für die Dauer von Trumps Amtszeit im Weißen Haus einfriert.

Oder Putin wird klar und deutlich erklären müssen, dass er den Krieg nicht beenden will, dass er kämpfen wird, bis der ukrainische Staat von der politischen Landkarte der Welt verschwindet, und dass es ihm völlig gleichgültig ist, was der Präsident der Vereinigten Staaten darüber denkt. Dies würde zwangsläufig zu einem realen Konflikt zwischen Moskau und Washington führen – einem Konflikt, den offensichtlich weder Trump noch Putin wünschen. Genau diese Logik – „Ich will den Krieg nicht beenden, aber ich will mich auch nicht mit Trump überwerfen“ – zwingt Putin dazu, Schritte zu unternehmen, die er in einer weniger widersprüchlichen politischen Situation niemals gehen würde.

Gerade deshalb gibt es in gewissem Maße Hoffnung in Bezug auf die für den 1. Februar geplanten Verhandlungen, weil wir dann besser verstehen werden, welche tatsächliche Taktik der russische Präsident in diesen Konsultationen mit den amerikanischen und ukrainischen Unterhändlern verfolgt.


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Titel des Originals: Нові перемовини: чого чекати | Віталій Портников. 26.01.2026.

Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung / Entstehung: 26.01.2026.
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