Putin setzt den Terror fort | Vitaly Portnikov. 02.06.2026.

Eine weitere schreckliche Nacht für Kyiv sowie für andere Städte und Regionen unseres Landes. Zunächst möchte ich den Betroffenen dieses russischen Angriffs, der praktisch vom Abend bis zum Morgen des 2. Juni 2026 andauerte, mein aufrichtiges Mitgefühl aussprechen.

In Kyiv brennt es derzeit. Die Stadt ist von Rauch eingehüllt. In einem sozialen Netzwerk sah ich ein symbolisches Foto der Mutter-Heimat-Statue vor dem Hintergrund der Brände.

Welche Schlussfolgerungen lassen sich aus dieser Fortsetzung des russischen Luftterrors ziehen?

Erstens sehen wir, dass der russische Machthaber vor diesem erneuten Angriff auf die ukrainische Hauptstadt sowie andere Städte und Regionen der Ukraine weiterhin das Thema Starobilsk ausschlachtet. Er berief eine Besprechung mit den Sicherheitsorganen ein und betonte die Notwendigkeit, die Schuldigen für den Schlag gegen Starobilsk zu bestrafen.

Welchen Zusammenhang der Angriff russischer Truppen auf eine Poliklinik in der ukrainischen Hauptstadt mit dieser sogenannten Bestrafung haben soll, wird Putin Ihnen natürlich nicht erklären können. Doch genau so rechtfertigt er den Terror gegen die Zivilbevölkerung, die Einschüchterung von Menschen und die Angriffe auf Wohnviertel in Kyiv, Charkiw, Dnipro und anderen ukrainischen Städten, die in dieser Nacht Ziel russischer Angriffe wurden.

Ein weiterer sehr wichtiger Punkt: Mit diesem Angriff demonstriert Putin, dass er nicht die Absicht hat, tatsächlich über ein Ende des russisch-ukrainischen Krieges zu verhandeln – ganz gleich, welche Prognosen dazu in den politischen Korridoren kursieren.

Er versucht schlicht, diesen Krieg von einem Krieg der Armeen in einen Krieg der Raketenangriffe zu verwandeln. Und er könnte hoffen, dass er mit genau dieser Taktik, der Taktik der Zerstörung ukrainischer Städte, die Ukraine zwar vielleicht nicht zur Kapitulation zwingen, aber zumindest den demografischen Krieg gegen das ukrainische Volk gewinnen kann. Einen Krieg, der keineswegs erst seit vier Jahren und einigen Monaten andauert.

Dieser Krieg dauert bereits seit Jahrhunderten an. Und Putin hofft, aus diesem Krieg als Sieger hervorzugehen. Genau auf einen solchen Sieg ist dieser Terror ausgerichtet.

Zudem könnte Putin davon ausgehen, dass er die Zeit nutzen kann, in der die Vereinigten Staaten vor dem Hintergrund ihrer Probleme im Nahen Osten und der drohenden Energiekrise über keine wirksamen Mittel verfügen, um Druck auf die Russische Föderation auszuüben. Aus Putins Sicht ist dies also genau der Zeitpunkt, an dem er ukrainische Städte und die friedliche Bevölkerung der Ukraine ungestraft terrorisieren kann. Denn ich wiederhole: Das ähnelt keinem Krieg, sondern vor allem Terror. Und Sie sehen, dass die Russen nicht einmal versuchen, irgendwelche Objekte zu finden, mit deren angeblicher Bekämpfung sie diese Angriffe erklären könnten.

Ein weiterer wichtiger Punkt besteht darin, dass Russland, wie man sieht, gar nicht über ein so großes Potenzial für derart massive Angriffe verfügt. Der russische Außenminister Sergej Lawrow drohte unmittelbar nach dem 14. Mai, als der vorherige große Angriff stattfand, mit systematischen Angriffen auf Kyiv. Er empfahl ausländischen Diplomaten, die in der ukrainischen Hauptstadt akkreditiert sind, Kyiv zu verlassen.

Und Sie wissen, welche Antwort er erhielt: Niemand beabsichtigt auszureisen. Das liegt nicht nur daran, dass Diplomaten oder die diplomatischen Vertretungen der Vereinigten Staaten oder der Länder der Europäischen Union besonderen Mut zeigen würden. Es ist vielmehr das Verständnis dafür, dass den Russen das notwendige Potenzial für ständige systematische Angriffe fehlt.

Der Angriff auf Kyiv wurde nicht bis zum 2. Juni verschoben; vielmehr konnten die Russen erst am 2. Juni genügend Raketen und Drohnen bereitstellen, um ihre Angriffe auf die Ukraine fortzusetzen. Aber Sie konnten bemerken, dass sich unter den Raketen, die heute auf die Ukraine abgefeuert wurden, keine Iskander- und keine Kinschal-Raketen befanden. Es gab lediglich eine kleine Anzahl von Kalibr-Raketen, mit denen die südlichen Regionen unseres Landes gleich zu Beginn des Angriffs attackiert wurden.

Kyiv hingegen wurde vor allem mit einer Gruppe ballistischer Raketen sowie Zircon-Raketen angegriffen, die gemeinsam mit den ballistischen Raketen eingesetzt wurden. Und wie Sie verstehen, zeigt bereits die Umrüstung von Seeraketen für Angriffe auf Kyiz oder andere ukrainische Städte, dass der Russischen Föderation Raketen fehlen. 

Zircon-Raketen zeichnen sich bei Angriffen auf Landziele nicht durch besondere Präzision aus. Allerdings verstehen wir sehr gut, dass Russland in einer Situation, in der es um Terror geht, auch keine besondere Präzision benötigt.

Und das Wichtigste ist: Dabei handelt es sich um strategische Waffen der Russischen Föderation. Die Russen verfügen nicht über viele Zircon-Raketen und können nur etwa zehn Stück pro Monat produzieren. Wenn sie also versuchen, Raketen aus ihren strategischen Reserven einzusetzen, um die Wirksamkeit ihrer ballistischen Raketen zu erhöhen und die ukrainische Luftverteidigung zu überlasten, dann spricht auch das dafür, dass ihnen derzeit nicht genügend Raketen und Drohnen für ständige und vor allem häufige Angriffe auf die Ukraine zur Verfügung stehen. Und es ist sehr wichtig, dass dies auch künftig so bleibt.

Dafür sind präzise Raketen- und Drohnenangriffe auf den militärisch-industriellen Komplex der Russischen Föderation erforderlich. Man muss die Fabriken zerstören, die zur Tötung ukrainischer Zivilisten und zur Vernichtung ziviler Infrastruktur genutzt werden.

Denn tatsächlich handelt es sich um Zentren des weltweiten Terrorismus, angeführt von Präsident Putin und seinen Mitstreitern, die die Russische Föderation endgültig in eine terroristische Gruppierung verwandelt haben, die lediglich den Namen und das Potenzial eines Staates nutzt, um Terrorangriffe gegen die friedliche Bevölkerung eines Nachbarlandes durchzuführen.


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Art der Quelle: Artikel
Titel des Originals: Путін продовжує терор | Віталій Портников. 02.06.2026.
Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung / Entstehung: 02.06.2026.
Originalsprache: uk
Plattform / Quelle: YouTube
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Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach,
veröffentlicht auf

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In Russland geht der Treibstoff aus | Vitaly Portnikov. 01.06.2026.

Die Russen spüren bereits ernsthafte Probleme bei der Ölverarbeitung. Nach Angaben der Agentur Bloomberg betrug das durchschnittliche Volumen der Ölverarbeitung in den Betrieben der Russischen Föderation im Mai dieses Jahres 4,58 Millionen Barrel pro Tag, was 700.000 Barrel weniger sind als im Mai des vergangenen Jahres. Insgesamt ist dies der niedrigste Wert seit Oktober 2009. Das ist das Ergebnis der Tatsache, dass die Ukraine im Mai 2026 acht von zehn russischen Raffinerien angegriffen hat.

Nun steht Russland vor einem echten Dilemma. Entweder muss man Öl gegen Devisen kaufen, von denen ohnehin nicht mehr viele in den Haushaltsreserven der Russischen Föderation vorhanden sind, oder man muss jenes Öl, das nicht zu den Raffinerien gelangen kann, auf dem Weltmarkt verkaufen, um die Devisenreserven aufzufüllen. Doch auch hier gibt es reale Probleme, denn die Ukraine greift nicht nur die Ölverarbeitungsbetriebe der Russischen Föderation an, sondern auch die russischen Ölhäfen.

Jene Ausnahmen, die die Vereinigten Staaten Russland für den Verkauf seines Öls auf dem Weltmarkt gewährt haben, betreffen nur das Öl, das sich zum Zeitpunkt des Beginns des amerikanisch-israelischen Krieges gegen den Iran bereits auf Tankern befand. Neues Öl muss erst aus Russland herausgebracht werden, und das ist aufgrund der Lage in den Ölhäfen problematisch. Und danach muss es noch illegal verkauft werden. Zudem fühlt sich die Schattenflotte der Russischen Föderation auf den Weltmeeren derzeit nicht besonders wohl, weil immer mehr europäische Länder Tanker festsetzen, die russisches und iranisches Öl transportieren.

Und genau hierin liegt der Schlüssel zur Antwort auf die Frage: Wann könnte der russisch-ukrainische Krieg enden? Erst dann, wenn der Russischen Föderation die Ressourcen zur Fortsetzung dieses Krieges ausgehen.

Die Ölverarbeitung ist einer der realen Faktoren, auf die man achten sollte.

  • Erstens nutzt die russische Armee, die weiterhin versucht, auf ukrainischem Boden Offensivoperationen durchzuführen, gerade die Produkte der russischen Raffinerien. Wenn dieser Armee der Treibstoff ausgeht, wird sie auch nicht mehr in der Lage sein, weiter vorzurücken.
  • Zweitens werden Treibstoff und andere Erdölprodukte natürlich benötigt, damit die russische Wirtschaft funktioniert. Ohne Geld kann man ebenfalls keinen Krieg führen.
  • Drittens gibt es einen sehr wichtigen Aspekt im Zusammenhang mit den Haushaltsmitteln, die zur Bezahlung der Vertragssoldaten benötigt werden, die weiterhin in den russischen Streitkräften kämpfen oder sich jener Bande anschließen wollen, die Ukrainer tötet und ausraubt sowie ukrainisches Land besetzt.

Und wir verstehen sehr gut, dass der russische Präsident Putin ohne die Öl- und Raffinerieindustrie der Russischen Föderation keinerlei reale Möglichkeiten hat, den Krieg fortzusetzen. Somit sind die Angriffe auf die Raffineriebetriebe der Russischen Föderation Teil einer Strategie, die darauf abzielt, den russisch-ukrainischen Krieg möglichst bald zu beenden oder ihn zumindest für Russland deutlich teurer zu machen.

Man muss verstehen, dass dies nur ein Teil des Problems ist. Selbst wenn man sich vorstellt, dass Russland keine neuen Soldaten mehr mobilisieren kann und seine Militärtechnik an der Front nicht genügend Treibstoff für die Fortsetzung der Kampfhandlungen erhält, könnte Moskau den Schwerpunkt des russisch-ukrainischen Krieges auf die ständigen Bombardierungen ukrainischer Städte und Siedlungen verlagern, um sie in Ruinen zu verwandeln und die ukrainische Bevölkerung – zumindest in den großen Städten des Landes – erheblich zu verringern.

Ich werde nicht müde zu wiederholen, dass der Präsident der Russischen Föderation gegen die Ukraine nicht nur einen territorialen, sondern auch einen demografischen Krieg führt und dass die erhebliche Verringerung der Bevölkerungszahl auf dem Territorium der Ukraine ein wichtiges Ziel dieses Krieges ist.

Deshalb bleiben neben den Angriffen auf die Raffinerien und Ölhäfen der Russischen Föderation auch Angriffe auf den militärisch-industriellen Komplex Russlands eine wichtige Aufgabe – auf all jene Fabriken, die Kalibr-, Kinschal- und Iskander-Raketen, Drohnen und andere Militärtechnik produzieren, die Russland für Angriffe auf ukrainisches Territorium einsetzt.

Dabei muss man sich bewusst sein, dass selbst dann, wenn der russisch-ukrainische Krieg künftig Perspektiven auf ein Ende haben sollte, die Gefahr neuer Raketenangriffe auf das Territorium der Ukraine sowie von Drohnenangriffen auch nach dem Abschluss eines Waffenstillstands bestehen bleiben wird. Denn es liegt im Interesse der Russischen Föderation, die Ukraine in einem Zustand der Unsicherheit zu halten und dadurch sowohl die Entwicklung der ukrainischen Wirtschaft als auch die Möglichkeiten der europäischen und euro-atlantischen Integration der Ukraine auf unbestimmte Zeit erheblich zu bremsen. Auf diese Weise soll der Nachbarstaat zu Diskussionen über eine mögliche Wiederaufnahme der Integration mit der Russischen Föderation gedrängt werden – ungeachtet der katastrophalen Folgen des russisch-ukrainischen Krieges und der Tausenden von Ukrainern, die von Russen getötet wurden.

Um eine solche Entwicklung zu verhindern, müssen sowohl der Raffineriesektor als auch der militärisch-industrielle Komplex der Russischen Föderation ständig unter den Schlägen der ukrainischen Streitkräfte stehen.

Tatsächlich gibt es keinen anderen realen Weg, um den Kreml dazu zu bringen, über ein Ende des russisch-ukrainischen Krieges nachzudenken. Keine diplomatischen Verhandlungen werden ohne reale Probleme für die Russische Föderation irgendwelche Ergebnisse bringen – außer dass Putin den diplomatischen Prozess verschleppt, um seine guten Beziehungen zur Administration des Präsidenten der Vereinigten Staaten Donald Trump aufrechtzuerhalten und Verhandlungen mit der Europäischen Union aufzunehmen, um eine Lockerung des Sanktionsdrucks auf die Russische Föderation zu erreichen.

Wenn es uns jedoch gelingt, die Raffinerieindustrie der Russischen Föderation und den militärisch-industriellen Komplex des Nachbarlandes in Trümmer zu legen, verschaffen wir uns zumindest Zeit, um uns auf einen neuen Krieg mit der Russischen Föderation vorzubereiten, der unvermeidlich werden könnte, solange in Russland ein Tschekisten-Regime an der Macht bleibt – sei es unter Präsident Putin oder unter einem seiner Nachfolger aus den Reihen des Föderalen Sicherheitsdienstes der Russischen Föderation oder des Föderalen Schutzdienstes der Russischen Föderation.

Dann wird alles davon abhängen, welches der beiden Länder sich schneller in eine echte Festung verwandelt, die für eine neue Schlacht bereit ist. Denn wenn es der Ukraine gelingt, sich gründlich vorzubereiten und zu einer solchen Festung zu werden, könnte Russland einfach zu dem Schluss kommen, dass ein neuer großer Krieg für es unbezahlbar wäre und dass es sich nicht lohnt, erneut seine Raffinerien und Ölhäfen aufs Spiel zu setzen.


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Art der Quelle: Artikel
Titel des Originals: В Росії закінчується пальне | Віталій Портников. 01.06.2026.
Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung / Entstehung: 01.06.2026.
Originalsprache: uk
Plattform / Quelle: YouTube
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Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach,
veröffentlicht auf

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Achmetow: Drei Varianten des Friedens | Vitaly Portnikov. 31.05.2026.

Rinat Achmetow gab der britischen Zeitung The Guardian ein Interview. Es ist ein weiterer öffentlicher Auftritt kurz nachdem der Eigentümer des Fußballklubs Schachtar erstmals seit vielen Jahren wieder ein Fußballspiel seiner eigenen Mannschaft besucht hatte. Formal handelt es sich natürlich um ein Interview zu einem sportlichen Thema, und veröffentlicht wurde es auch im Sportteil des Guardian.

Ein aufmerksamer Leser wird in diesem Text jedoch zahlreiche politische Aussagen entdecken. Rinat Achmetow spricht sogar von drei Friedensvarianten, mit denen der russisch-ukrainische Krieg enden könnte.

  • Ein gerechter Frieden, der zur Wiederherstellung der territorialen Integrität der Ukraine führt und außerdem die Zahlung von Reparationen durch die Russische Föderation für die verursachte Besatzung einschließt.
  • Ein stabiler Frieden, der dazu führen soll, dass die Ukraine ein freies, wohlhabendes, demokratisches europäisches Land wird.
  • Und eine weitere Variante – der falsche Frieden, in den Russland die Ukraine derzeit hineinzuziehen versucht.

Achmetow erklärt, dass ein stabiler Frieden die wahrscheinlichste Variante sei, und überzeugt den Journalisten davon, dass ein solcher Frieden tatsächlich möglich sei, weil es für den russischen Präsidenten Putin keinen Sinn mehr habe, diesen Krieg fortzusetzen, und Russland durch die Fortführung der Kampfhandlungen inzwischen praktisch in eine Sackgasse geraten sei, insbesondere im Hinblick auf die Perspektiven seiner eigenen wirtschaftlichen Entwicklung.

Dies ist nicht die einzige Aussage des reichsten Mannes der Ukraine in diesem Interview, die sich nicht auf den Sport, sondern auf die Politik bezieht. Achmetow äußert sich respektvoll über Präsident Volodymyr Zelensky. Das ist keine Sensation, denn in der Regel pflegte er stets recht tolerante Beziehungen zu jeder Person, die sich im Büro des Präsidenten der Ukraine befand.

Eine Sensation ist jedoch, dass Achmetow über Asow spricht und sogar über seine Gespräche mit dem Kommandeur der Formation, Denys Prokopenko, während der Verteidigung von Asowstal. Auch dies kann, wenn schon nicht als politische Position, so doch zumindest als Ausdruck politischer und menschlicher Sympathie verstanden werden.

Achmetow spricht von seiner Vision der Ukraine als eines demokratischen, wohlhabenden und freien Staates als Antwort auf eine Frage, in der der Journalist ihn daran erinnert, dass viele Menschen in der Ukraine die Loyalität des Oligarchen gegenüber der ukrainischen Staatlichkeit infrage gestellt hätten. Und auch dies ist eine Antwort auf solche Zweifel.

Wenn man also dieses Interview zu einem sportlichen Thema aufmerksam liest, kann man darin ein echtes politisches Programm erkennen. Darin liegt tatsächlich die größte Sensation dieses Interviews. Bislang hatte Rinat Achmetow in der Regel nie derart offensichtliche politische Erklärungen abgegeben. Er tat dies nicht einmal zu jener Zeit, als er formal Abgeordneter der Werchowna Rada der Ukraine war und nicht im Gebäude des Gesetzgebungsorgans erschien, gerade weil er sein völliges Desinteresse an politischer Tätigkeit demonstrierte.

Diese politische Positionierung während des Krieges kann zumindest darauf hindeuten, dass Achmetow weiterhin an die Wiederaufnahme des politischen Prozesses glaubt. Denn ohne eine solche Überzeugung hätte es keinen Sinn, gleichzeitig über Schachtar zu sprechen, das Achmetow ebenfalls als einen Klub mit ukrainischen Werten beschreibt und daran erinnert, dass dessen Name bereits vor langer Zeit von der russischen in die ukrainische Schreibweise überführt wurde, und zugleich über den politischen Prozess in der Ukraine, über seine Vorstellung eines Friedensprozesses und darüber, wie die Nachkriegsukraine aussehen sollte.

Aus Sicht der formalen politischen Logik ergibt das Sinn. Vor dem Hintergrund der faktischen Verringerung der Möglichkeiten der meisten reichsten Menschen der Ukraine und des Verschwindens vieler von ihnen aus der politischen Arena – sowohl als aktive Akteure als auch als Strippenzieher – bleibt Rinat Achmetow weiterhin ein Mensch mit erheblichen Ressourcen und bedeutenden Möglichkeiten, auf jene Wahlprozesse Einfluss zu nehmen, die in der Ukraine nach dem Ende der Kampfhandlungen stattfinden könnten.

Daraus lässt sich jedoch schließen, dass die vier Jahre und einige Monate des großen Krieges, die Achmetow nach eigenen Worten in der Ukraine verbracht hat, nachdem er im Februar 2022 in seine Heimat zurückgekehrt war, sowohl Achmetow selbst als auch seinen Stil der öffentlichen Kommunikation ernsthaft verändert haben.

Obwohl solche Auftritte in internationalen Medien weiterhin episodisch bleiben, kann man sagen, dass wir die berühmte Vorsicht Achmetows nicht mehr beobachten. Einer der reichsten Unternehmer der Ukraine ist nun bereit, offen mit westlichen Journalisten über seine Vorstellungen der politischen Entwicklung des Landes zu sprechen und sogar über jene Friedensvarianten, die derzeit auf höchster politischer Ebene diskutiert werden. Aus wiederum rein formaler Sicht könnte dies wie eine Bewerbung um eine eigene Rolle im politischen Prozess erscheinen.

Man könnte sagen, dass eine solche Beteiligung Rinat Achmetows ebenfalls keine Sensation sei, weil Achmetow wie jeder ukrainische Milliardär schon früher ein aktiver Teilnehmer aller politischen Prozesse war, die auf Wahlebene in unserem Staat stattfanden. Ja, aber früher wirkte diese Beteiligung nicht öffentlich und war auch nicht öffentlich. Sie bestand nicht in der Offenlegung eigener politischer Ansichten, sondern eher in dem Versuch zu verstehen, welches politische Projekt in dem jeweiligen Wahlzyklus erfolgreicher sein könnte.

Ein Achmetow, der nicht nur mit Politikern spricht, sondern selbst mit der Veröffentlichung eines politischen Programms und einer Vision der Zukunft auftritt – das ist natürlich ein völlig anderer Achmetow.


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Art der Quelle: Artikel
Titel des Originals: Ахметов: три варіанти миру | Віталій
Портников. 31.05.2026.

Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung / Entstehung: 31.05.2026.
Originalsprache: uk
Plattform / Quelle: YouTube
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Papa/ Тату.

Schon die Störche vom Neste
Sind weit in den Süden gezogen,
Und die Mutter sitzt traurig
Noch immer am Fenster allein…
Ich erinnere mich noch,
Als du, Vater, die Uniform anzogst,
Du versprachst mir: „Ich komme zurück,
Wenn im Garten blüht der Mai.“

Refrain:
Papa, Papa, mein Papa,
Wie gern würd ich dich wieder umarmen!
In deinen Armen einschlafen,
Vergessen die Sorgen und Angst.
Mit der Schwester im Keller
Sind wir das Verstecken so leid…
Möge Gott dich beschützen
Und das Heer soll der Himmel bewahr’n!

Gestern hat meine Mutter
Mir die Wyschywanka gegeben,
Und die ganze Schule
Blüht in den Wyschywankas so schön.
Doch auf eure Stellungen
Lässt der Feind seine Angriffe beben,
Ich weiß ganz genau, dass du standhältst,
Denn hinter dir werde ich stehn!

Refrain:
Papa, Papa, mein Papa,
Wie gern würd ich dich wieder umarmen!
In deinen Armen einschlafen,
Vergessen die Sorgen und Angst.
Mit dir steht Ukraine,
Darum wirst du niemals gebrochen.
Möge Gott dich beschützen
Und das Heer soll der Himmel bewahr’n!

Schon die Störche vom Neste
Sind weit in den Süden geflogen,
Doch der Sieg wird uns gehören,
Das Land wie Familie vereint.
Mit dem gelb-blauen Kranze
Haben wir die Welt umspannt,
Wird erblühen, wird leben,
Mein Land wird in Glanze erstrahlen!

Refrain (2×):
Papa, Papa, mein Papa,
Wie gern würd ich dich wieder umarmen!
In deinen Armen einschlafen,
Vergessen die Sorgen und Angst.
Mit dir steht Ukraine,
Darum wirst du niemals gebrochen.
Möge Gott dich beschützen
Und das Heer soll der Himmel bewahr’n!

Вже лелеки з гніздечок
Далеко у вирій злетіли,
А матуся сумна знов
Засиділась біля вікна...
Пам'ятаю той день,
Коли Ви, тату, форму оділи,
Обіцяли прийти, як розквітне
В садочу весна!..
Тату, тату, татусю,
Як хочу я вас обійняти!
Задрімати в обіймах,
Забути тривогу і страх!
По підвалах з сестричкою
Вже надоїло ховатись...
Нехай Вас і все Військо
Боронить Господь в небесах!

Вчора мама мене одягнула
В нову вишиванку,
Розцвіла вишиванками знов
Уся школа моя,
А по ваших позиціях
Ворог б'є без перестанку,
Знаю точно, що ви стоїте,
Бо за вами є я!..
Тату, тату, татусю,
Як хочу я вас обійняти!
Задрімати в обіймах,
Забути тривогу і страх!
З вами вся Україна і світ,
Тому Вас не зламати
Нехай Вас і все військо
Боронить Господь в небесах!

Вже лелеки з гніздечок
Далеко у вирій подались,
Перемога за нами,
Країна як дружна сім'я!
Ми у жовто-блакитний вінок
Увесь світ об'єднали!
Розцвіте, заживе, запанує
Країна моя!
Тату, тату, татусю, |
Як хочу я вас обійняти! |
Задрімати в обіймах, |
Забути тривогу і страх! |
З вами вся Україна і світ, |
Тому Вас не зламати |
Нехай Вас і все військо |
Боронить Господь в небесах! | (2)

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Art der Quelle: Lied
Titel des Originals: Тату
Autor: Василь Мицик
Sängerin: Ярина Мицик
Veröffentlichung / Entstehung: 2022
Originalsprache: uk
Plattform / Quelle: Lied-Sammlung
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Deutsche Übersetzung von KI und Viktoriya Limbach,
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Hegseth antwortet Zelensky | Vitaly Portnikov. 30.05.2026.

Der Verteidigungsminister der Vereinigten Staaten, Pete Hegseth, versprach am Rande des Shangri-La-Forums, die Ukraine auch weiterhin in ihrem Widerstand gegen die russische Aggression zu unterstützen. Dies ist die erste offizielle Reaktion aus Washington auf den Brief, den der Präsident der Ukraine an seinen amerikanischen Kollegen und an die Kongressabgeordneten der Vereinigten Staaten gerichtet hatte.

In diesem Brief verwies Volodymyr Zelensky auf die Intensität der russischen Bombardierungen der Ukraine und auf den Mangel an Abfangraketen, die helfen könnten, friedliche ukrainische Städte vor dem dreisten russischen Terror zu schützen. Und wie wir sehen, betont der Verteidigungsminister der Vereinigten Staaten, dass sein Land weiterhin nach Möglichkeiten suchen werde, der Ukraine zu helfen, zugleich jedoch auf eine stärkere europäische Unterstützung hofft.

Hegseth erklärte, dass die Vereinigten Staaten dort helfen, wo sie der Ukraine helfen können. Dort, wo Europa seine Unterstützung ausweiten kann, tut es dies. Über die europäische Hilfe für die Ukraine ebenso wie über den Ausbau der eigenen ukrainischen Verteidigungsmöglichkeiten, insbesondere im Bereich des militärisch-industriellen Komplexes, sprach der amerikanische Minister ebenfalls mit offensichtlichem Enthusiasmus.

Das ist übrigens eine Veränderung im Tonfall Pete Hegsethsєє, den man nicht gerade als großen Befürworter amerikanischer Hilfe für die Ukraine bezeichnen kann. Möglicherweise hat der Leiter des amerikanischen Verteidigungsministeriums seine Position jedoch überdacht, auch weil er die wichtige Rolle der Ukraine bei der Neuausrichtung amerikanischer Vorstellungen über den Krieg erkannt hat.

In denselben Kommentaren am Rande des Forums sprach Pete Hegseth davon, dass die amerikanischen Streitkräfte die ukrainischen Erfahrungen auf dem Schlachtfeld aufmerksam studieren, wobei er vor allem den Einsatz unbemannter Luftfahrzeuge durch die ukrainischen Streitkräfte im Kampf gegen die russische Aggression meinte.

Wie bekannt, hatte zuvor auch der ukrainische Präsident Volodymyr Zelensky erklärt, dass die Vereinigten Staaten Interesse an dieser ukrainischen Rolle gezeigt hätten und ukrainische Militärs dazu konsultierten, wie unbemannte Luftfahrzeuge künftig entwickelt werden sollten und welche Rolle sie im modernen Krieg spielen müssten. Und man muss sagen, dass diese Äußerungen des ukrainischen Präsidenten bei seinem amerikanischen Kollegen keine große Begeisterung ausgelöst hatten.

Donald Trump zeigte sich über diese Aussagen des ukrainischen Präsidenten deutlich verärgert und erklärte, dies sei bloß Selbstdarstellung Zelenskys. Dabei war in den ersten Wochen des Krieges der Vereinigten Staaten und Israels gegen den Iran für alle offensichtlich, dass die Vereinigten Staaten auf einen Krieg neuen Typs nicht ausreichend vorbereitet waren, während das iranische Militär gerade die russischen und ukrainischen Erfahrungen beim Einsatz von Drohnen auf dem Schlachtfeld sorgfältig studiert hatte.

Genau deshalb nahm der Krieg der Vereinigten Staaten und Israels gegen den Iran den Charakter an, den wir alle beobachten konnten, und zeigte, dass sich die Amerikaner wesentlich gründlicher auf die Taktiken hätten vorbereiten müssen, die ihr Gegner anwenden würde. So verbrauchten die Vereinigten Staaten bereits in den ersten Wochen dieses Krieges enorme Mengen ihrer Bestände an Luftabwehrraketen für Patriot-Systeme.

Übrigens hängen genau damit auch jene Probleme zusammen, die heute in der Ukraine durch den Mangel an diesen Raketen entstanden sind. Denn die Amerikaner sind nun gezwungen, ihre eigenen Vorräte wieder aufzufüllen, während die Produktion von Abfangraketen in den Rüstungsbetrieben der Vereinigten Staaten auf eine bestimmte Stückzahl begrenzt ist. Es bleibt nur zu hoffen, dass diese Produktionskapazitäten entsprechend den Anforderungen unserer Zeit wachsen werden.

Wie wir sehen, erklärt der amerikanische Präsident zwar etwas anderes, doch sein Verteidigungsminister sagt, dass die Amerikaner die ukrainischen Erfahrungen tatsächlich studieren. Zelensky hatte also recht und nicht Trump. Darauf möchte ich besonders hinweisen. Und das bedeutet, dass die ukrainischen Streitkräfte, wie ich bereits mehrfach betont habe, zu den wenigen Armeen der modernen Welt gehören, die die Erfahrungen moderner Kriegsführung wirklich verstanden haben.

Eine weitere solche Armee ist natürlich die russische Armee. Allerdings steht sie auf der Seite der Volksrepublik China, auf der Seite des Iran und auf der Seite der Konkurrenten und Gegner der Vereinigten Staaten. Gerade deshalb wäre es für die Amerikaner natürlich sinnvoll, die ukrainischen Erfahrungen der modernen Kriegsführung zu studieren, denn vor ihren Augen gibt es buchstäblich keine anderen vergleichbaren Erfahrungen.

Seien wir also realistisch. Einerseits fällt es den Amerikanern derzeit tatsächlich schwer, der Ukraine zu helfen, weil sie selbst einen erheblichen Mangel an Waffen haben und ihre Bestände in den kommenden Monaten oder sogar Jahren wieder auffüllen müssen, wenn wir beispielsweise von Tomahawk-Raketen sprechen, die wir so gern vom Pentagon erhalten hätten. Andererseits sind die Amerikaner selbst daran interessiert, die ukrainischen Erfahrungen zu studieren, insbesondere beim Einsatz neuer Waffensysteme auf dem Schlachtfeld.

Und genau in dieser Synergie könnte die amerikanisch-ukrainische militärische und verteidigungspolitische Zusammenarbeit in der nächsten Phase des russisch-ukrainischen Krieges bestehen. Hier muss ein gegenseitiges Interesse vorhanden sein. Zumal auch die Amerikaner faktisch in eine Periode eingetreten sind, in der ihr Land schwierige Kriege gegen jene führen wird, die die Vereinigten Staaten von Amerika schwächen möchten.

Dabei werden dies Kriege eines neuen Typs sein, in denen die Macht eines Staates, sein Territorium oder die Menge seiner Waffen möglicherweise keine entscheidende Rolle mehr spielen, wenn es gelingt, die Schwachstelle dieses Staates zu finden und genau dort zuzuschlagen, sodass von Goliath nichts übrig bleibt. Und hier kann die Ukraine, die selbst gewissermaßen diesen Kampf gegen Goliath führt, den amerikanischen Militärs viel Wichtiges vermitteln und die Vereinigten Staaten vor den nächsten schwierigen Prüfungen ihrer Geschichte im 21. Jahrhundert bewahren.

Ja, selbstverständlich werden die Vereinigten Staaten selbst lernen, neue Drohnenmodelle zu produzieren und diese weiterzuentwickeln. Offensichtlich könnte sich schon in den nächsten Monaten – nicht Jahren, sondern Monaten – auch der Krieg selbst einer neuen wichtigen technologischen Wende nähern, sowohl in der russisch-ukrainischen Konfrontation als auch im Nahen Osten. Aber diese Waffen müssen irgendwo real erprobt werden. Und die Ukraine kann im Kampf gegen die russische Aggression diese Waffen an der russischen Armee testen und beobachten, was tatsächlich wirksam ist und was weiterentwickelt oder verbessert werden muss, um Aggressoren wie Russland zu besiegen und ihrer militärischen Macht sowie ihrem Bestreben, andere zu unterdrücken und zu besetzen, ein für alle Mal ein Ende zu setzen.

Die Amerikaner wiederum erhalten dadurch die Möglichkeit, ihren eigenen Feinden und Konkurrenten entgegenzutreten, die Leistungsfähigkeit ihres militärisch-industriellen Komplexes zu demonstrieren und bei der Produktion modernster Waffen mit den europäischen Staaten zu konkurrieren.

Wenn wir in ein Zeitalter permanenter Kriege eingetreten sind – und ich denke, die meisten Menschen in der Ukraine verstehen bereits, dass das 21. Jahrhundert ein Zeitalter solcher Kriege ist –, dann muss man zumindest auf diese Kriege vorbereitet sein. Man braucht zumindest neue Waffen. Man muss zumindest, wie es der amerikanische Verteidigungsminister Pete Hegseth formuliert, die ukrainischen Erfahrungen studieren – Erfahrungen aus einer der ersten dieser permanenten Kriege, von denen es in der Geschichte unseres schwierigen 21. Jahrhunderts wohl noch viele geben wird.


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Titel des Originals: Гегсет відповідає Зеленському | Віталій Портников. 30.05.2026.
Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung / Entstehung: 30.05.2026.
Originalsprache: uk
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Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach,
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Russland griff Rumänien an | Vitaly Portnikov. 29.05.2026.

Eine russische Drohne traf heute ein Mehrfamilienhaus in der rumänischen Stadt Galați. Zwei Bürger dieses Landes im Alter von 52 und 14 Jahren wurden verletzt. Glücklicherweise besteht keine Lebensgefahr für die Verletzten.

Dennoch handelte es sich um einen tatsächlichen Angriff auf ein Wohnviertel in einer friedlichen rumänischen Stadt. Und natürlich hat dieser Vorfall bereits erhebliche internationale Aufmerksamkeit erregt.

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, betonte, dass Russland in seinem Krieg gegen die Ukraine eine weitere rote Linie überschritten habe. Der russische Botschafter wurde ins französische Außenministerium einbestellt, und der Präsident Rumäniens, Nico Șardan, wandte sich an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Der rumänische Präsident leitete außerdem eine Sitzung des Obersten Rates für Nationale Sicherheit Rumäniens, bei der die Unzulässigkeit russischer Angriffe auf Rumänien hervorgehoben wurde.

Der Präsident Rumäniens appellierte an die Verbündeten, einen besseren Schutz des Luftraums seines Landes vor möglichen neuen Angriffen russischer Drohnen zu gewährleisten. Ich möchte Ihre Aufmerksamkeit jedoch darauf lenken, dass die russische Drohne nicht von den rumänischen Luftverteidigungskräften abgeschossen wurde, obwohl der Präsident des Landes betonte, dass die Streitkräfte von Beginn ihres Erscheinens im rumänischen Luftraum an den Befehl erhalten hätten, das Ziel unschädlich zu machen. Der rumänische Verteidigungsminister Radomi Ruțev erklärte jedoch, dass keine Entscheidung zum Abschuss der russischen Drohne getroffen worden sei, weil Rumänien eine weitere Eskalation verhindern und keine Schritte unternehmen wollte, die dazu führen könnten, dass das Land stärker in den russisch-ukrainischen Krieg hineingezogen wird.

General Georg Maxim, der bei einem eigens einberufenen Briefing im rumänischen Verteidigungsministerium sprach, erklärte wiederum, dass die rumänischen Streitkräfte in den vier Minuten, in denen sich die Drohne im rumänischen Luftraum befand, schlicht keine Zeit gehabt hätten, sie zu zerstören. Mögliche Angriffe auf die Drohne hätten zudem zu noch größeren Schäden in den Wohnvierteln von Galați führen können.

Wie auch immer die Erklärungen und offiziellen Stellungnahmen lauten mögen, offensichtlich bleibt, dass man in Bukarest bis heute keine Maßnahmen ergreifen möchte, die es Moskau ermöglichen würden, Rumänien einer Einmischung in den russisch-ukrainischen Krieg zu beschuldigen. Mit anderen Worten: Befehle zum Abschuss unbemannter Fluggeräte werden auf der Ebene der Oberbefehlshaber der Streitkräfte europäischer Länder formal erteilt, jedoch nicht ausgeführt, um eine weitere Eskalation zu verhindern.

Und genau das erwartet die Russische Föderation von den an die Ukraine angrenzenden Staaten. Sie erwartet Angst und den Unwillen, dass Handlungen Bukarests oder Warschaus als direkte Beteiligung am russisch-ukrainischen Krieg gewertet werden und Russland dadurch einen Vorwand für einen direkten Angriff auf die an die Ukraine grenzenden Staaten erhält. Zumal Drohungen hinsichtlich solcher direkten Angriffe ständig zu hören sind.

Somit sehen wir vollkommen präzise und ausgewogene politische Bewertungen sowohl seitens der Führung Rumäniens als auch seitens der Europäischen Kommission und der NATO. Russland wird der Aggression beschuldigt, es wird daran erinnert, dass gerade der von Moskau entfesselte Krieg gegen unser Land zu solchen tragischen Vorfällen und zu Explosionen in Wohnvierteln friedlicher europäischer Städte führt. Man ist bereit, diese Situation im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zu diskutieren, obwohl im Voraus bekannt ist, was die dreisten russischen Diplomaten, die bei dieser internationalen Organisation akkreditiert sind, antworten werden. Gleichzeitig werden jedoch keine konkreten Maßnahmen ergriffen, die weitere russische Angriffe auf europäische Länder verhindern könnten, die weitere russische Angriffe auf europäische Länder verhindern könnten, die jederzeit gezielt erfolgen könnten oder womöglich bereits gezielt erfolgen.

In Bukarest spricht man derzeit über die Notwendigkeit, die Luftverteidigung des Landes zu verstärken, und erinnert daran, dass die Luftverteidigungssysteme, über die Rumänien im Raum Galați verfügt, noch vor Beginn des Drohnenkrieges beschafft wurden. Im Wesentlichen sind sie den Bedrohungen dieses neuen Krieges des 21. Jahrhunderts nicht mehr gewachsen.

Doch ebenso wie nach dem demonstrativen Eindringen russischer Drohnen in den polnischen Luftraum spricht man in Rumänien nicht über die Notwendigkeit einer gemeinsamen Überwachung des Luftraums der Grenzregionen Rumäniens und der Ukraine. Ich erinnere daran, dass nach den Vorfällen im polnischen Luftraum der Außenminister dieses Landes, Radosław Sikorski, die Initiative zur Schaffung einer solchen gemeinsamen Sicherheitszone vorgeschlagen hatte. Die Diskussion endete jedoch schnell, als deutlich wurde, dass diese Idee weder vom politischen Establishment Polens noch von der öffentlichen Meinung des Nachbarlandes unterstützt wurde.

Und damit bleibt die realistischste Lösung aus Sicht der Sicherheit sowohl Polens als auch Rumäniens – die Schaffung einer drohnenfreien Zone in den Grenzregionen Rumäniens, Polens und der Ukraine sowie die Möglichkeit, russische Drohnen durch die Luftverteidigungssysteme dieser beiden Länder bereits im ukrainischen Luftraum abzuschießen, damit sie nicht nach Polen oder Rumänien gelangen – weiterhin eher politische Fantasie. 

Der Grund dafür ist die reale Sorge der Führungen dieser Länder, dass eine gemeinsame Luftverteidigungszone mit der Ukraine vom Kreml als unmittelbare Beteiligung Warschaus und Bukarests am russisch-ukrainischen Krieg gewertet werden könnte. Genau dies möchten sowohl Polen als auch Rumänien vermeiden. Gleichzeitig erkennen sie bis heute nicht, dass sie durch eben diese Angst vor einer möglichen Reaktion Moskaus die Führung der Russischen Föderation nur zu weiteren aggressiven Schritten gegenüber den an die Ukraine angrenzenden Staaten Mitteleuropas ermutigen.

Und gerade diese politische, man könnte sagen, mangelnde Einsicht ist das größte Problem bei der Entwicklung einer richtigen Politik zur Abwehr der russischen Aggression, die, wie wir nun sehen, nicht mehr nur formalen, sondern tatsächlichen Charakter hat und sich in Form von Angriffen russischer Drohnen auf friedliche europäische Städte zeigt.


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Titel des Originals: Росія атакувала Румунію | Віталій Портников. 29.05.2026.
Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung / Entstehung: 29.05.2026.
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Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach,
veröffentlicht auf

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Die Amerikaner bleiben in Kyiv | Vitaly Portnikov. 28.05.2026.

Die Botschaft der Vereinigten Staaten in der ukrainischen Hauptstadt erklärte, dass sie in Kyiv bleibt, nachdem die Leiterin der europäischen Diplomatie Kaja Kallas mitgeteilt hatte, die Amerikaner hätten die ukrainische Hauptstadt nach dem Telefongespräch des Außenministers der Russischen Föderation Sergej Lawrow mit seinem amerikanischen Kollegen, dem Außenminister der Vereinigten Staaten Marco Rubio, verlassen.

Die Botschaft betonte, dass sie ihre Arbeit im gewohnten Modus fortsetzt und alle Meldungen darüber, dass ihre Tätigkeit eingestellt werde, falsch seien. Damit bestätigte sich erneut die bekannte These, dass Entscheidungen über die Arbeit diplomatischer Vertretungen auf der Grundlage ihrer eigenen Sicherheitsprotokolle getroffen werden und nicht aufgrund von Erklärungen, die vom Außenministerium der Russischen Föderation oder irgendeiner anderen Behörde ausgehen könnten.

Und damit erwiesen sich die Erklärungen des russischen Außenministeriums über die Notwendigkeit für diplomatische Vertreter, die ukrainische Hauptstadt zu verlassen, ebenso wie das Gespräch zwischen dem Außenminister der Russischen Föderation und dem Außenminister der Vereinigten Staaten als klassisches Instrument der Einschüchterung.

Ich habe bereits darauf hingewiesen, dass diese Erklärung meiner Ansicht nach eine Reaktion auf den Beschuss der Residenz des albanischen Botschafters in Kyiv während des jüngsten Großangriffs auf die ukrainische Hauptstadt war. Und aus Sicht der Russen könnte dies, wenn sie neue Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt planen, zur Beschädigung weiterer diplomatischer Vertretungen, von Botschafterresidenzen und zu Angriffen auf die in Kyiv akkreditierten Diplomaten führen. Die Russische Föderation würde natürlich gerne die Verantwortung für derartige Handlungen von sich weisen, denn Angriffe auf diplomatische Vertretungen sind in der Regel immer mit ernsthaften Skandalen verbunden.

Nun ist Russland nicht einmal mehr vor Protesten vermeintlich befreundeter Staaten im postsowjetischen Raum geschützt. In Moskau hat man dies bereits erkannt, nachdem der Präsident Aserbaidschans, Ilham Aliyev, scharf protestierte, nachdem ein russisches Luftverteidigungssystem ein aserbaidschanisches Zivilflugzeug im Luftraum der Russischen Föderation getroffen hatte. Und anschließend versuchten die Russen nicht nur, diesen tragischen Vorfall zu vertuschen, sondern weigerten sich faktisch auch, sich bei Baku zu entschuldigen.

Gewisse Worte des Bedauerns wurden erst einige Monate später und nach ständigen Protesten sowohl von Präsident Ilham Aliyev als auch von anderen aserbaidschanischen Beamten geäußert. Für Russland ist dies jedoch eine ernste Lehre. Und in Moskau versteht man sehr gut, dass in der ukrainischen Hauptstadt die Botschaften der Vereinigten Staaten, der Volksrepublik China, der Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie der Staaten verbleiben, die zur Gemeinschaft Unabhängiger Staaten und sogar zur Eurasischen Wirtschaftsunion gehören.

Und natürlich schafft jeder neue Angriff der Russischen Föderation auf Kyiv reale Probleme für jede diplomatische Vertretung. Denn Raketen wählen, wie wir sehen, nicht aus – umso weniger, würde ich sagen, mit russischer Präzision –, wohin sie einschlagen sollen.

In Wohnviertel der ukrainischen Hauptstadt, auf die die Russen gewöhnlich zielen, um die friedlichen Bewohner Kyivs einzuschüchtern, oder in diplomatische Vertretungen. Somit sind sowohl die Erklärungen des Außenministeriums der Russischen Föderation, in denen ausländischen Diplomaten ausdrücklich empfohlen wird, Kyiv zu verlassen, als auch das Telefongespräch zwischen dem Außenminister der Russischen Föderation Sergej Lawrow und dem Außenminister der Vereinigten Staaten Marco Rubio nicht nur ein Element propagandistischer Einschüchterung, sondern auch ein Versuch, sich der Verantwortung für die Folgen weiterer russischer Angriffe auf das diplomatische Personal zu entziehen. 

Und das muss man verstehen, wenn wir die Situation im Zusammenhang mit der Reaktion der Botschaften sowohl der Vereinigten Staaten als auch der Mitgliedstaaten der Europäischen Union und der NATO diskutieren. Man muss verstehen, dass Diplomaten sich in erster Linie von ihren eigenen Sicherheitsprotokollen leiten lassen.

Im Jahr 2022 sprachen weder das Außenministerium der Russischen Föderation noch andere russische Behörden irgendwelche Warnungen an diplomatische Vertretungen aus – das gab es einfach nicht. Gleichzeitig wurden jedoch bekanntlich die Botschaften der Vereinigten Staaten und anderer westlicher Länder aus der ukrainischen Hauptstadt evakuiert, weil sie die Gefahr für ihr diplomatisches Personal infolge einer möglichen Einnahme Kyivs durch russische Truppen erkannten, da die Nachrichtendienste genau eine solche Entwicklung der Ereignisse und genau solche Absichten des Präsidenten der Russischen Föderation Putin vorausgesehen hatten.

Die Botschaft der Volksrepublik China wurde damals jedoch nicht aus der ukrainischen Hauptstadt evakuiert. Ihre Evakuierung erfolgte erst im März 2022, weil die chinesischen Sicherheitsdienste die Präsenz russischer Truppen damals nicht als unmittelbare Bedrohung für die in Kyiv akkreditierten Diplomaten einschätzten. Die Angriffe der russischen Luftwaffe auf Kyiv stellten hingegen bereits eine direkte Gefahr für die Sicherheit der Diplomaten und die Arbeit der Botschaft dar. Und so wurde eine neue Entscheidung getroffen.

Daher werden Rubio und die anderen Außenminister der Länder, an die sich die Russische Föderation wendet, nicht auf Lawrows Erklärungen achten, sondern auf die reale Situation auf dem Schlachtfeld, auf die tatsächliche Bedrohung durch Luftangriffe und auf die Schlussfolgerungen ihrer eigenen Nachrichtendienste. 

Ganz zu schweigen davon, dass wir verstehen müssen: Über Luftangriffe und deren Gefährlichkeit sollte nicht das Außenministerium informieren, dessen Vertreter in der Regel nicht über die Ziele solcher Angriffe und darüber informiert werden, gegen wen sie gerichtet sein werden. Darüber, wie die Armee handeln wird, informiert die Armee selbst, also das Verteidigungsministerium oder der Generalstab der Streitkräfte der Russischen Föderation. Genau das sind die Behörden, die drohen und warnen müssten.

Wenn jedoch das Außenministerium der Russischen Föderation tätig wird, müssen wir verstehen, dass wir es in erster Linie mit Propaganda zu tun haben. Es sei daran erinnert, dass Sergej Lawrow im Jahr 2022 einer der letzten russischen Beamten war, die über den möglichen Angriff der Russischen Föderation auf die Ukraine informiert wurden. Bis zu den letzten Tagen, als dieser Angriff bereits vorbereitet wurde, bestritt der Außenminister der Russischen Föderation in Gesprächen mit seinen westlichen Kollegen dessen Möglichkeit und wusste, wie es scheint, tatsächlich nichts über die wirklichen Pläne, weil er nicht informiert worden war.

So tritt er auch jetzt eher als Instrument der Propaganda auf denn als Beamter, der über die tatsächlichen Entscheidungen des Präsidenten der Russischen Föderation Bescheid weiß. Dieser ist damals wie heute von einem Kreis von Sicherheitsfunktionären umgeben, mit denen er die Entscheidungen über die weiteren Entwicklungen an den Fronten des russisch-ukrainischen Krieges trifft.


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Titel des Originals: Американці залишаються в Києві | Віталій Портников. 28.05.2026.
Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung / Entstehung: 28.05.2026.
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Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach,
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Zelensky fordert von Trump Luftverteidigung | Vitaly Portnikov. 27.05.2026.

Der Präsident der Ukraine Volodymyr Zelensky wandte sich mit einem Brief an seinen amerikanischen Kollegen Donald Trump sowie an amerikanische Kongressabgeordnete, in dem er das Interesse der Ukraine am Erhalt neuer Raketen für Patriot-Komplexe sowie der Luftverteidigungssysteme selbst unterstrich.

Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass die Russische Föderation plant, ihre Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur fortzusetzen und auszuweiten und es der Ukraine in dieser Situation kritisch an Raketen und Luftverteidigungssystemen fehlt. Zelensky wies in seinem Brief auch auf die Angriffe auf die Ukraine mit der Oreschnik hin und betonte, dass die russischen Angriffe nicht nur eine Frage der Sicherheit der Ukraine, sondern auch eine Frage der globalen Sicherheit seien.

Allerdings wird der amerikanische Präsident seinem ukrainischen Kollegen kaum Gehör schenken. Beim heutigen Treffen mit Journalisten erwähnten weder der Präsident der Vereinigten Staaten selbst noch Außenminister Marco Rubio noch Kriegsminister Pete Hegseth die Ukraine überhaupt, als sie Fragen der Journalisten beantworteten. So, als existiere die Frage des russisch-ukrainischen Krieges überhaupt nicht im politischen Wortschatz Donald Trumps.

Die Pressekonferenz zeigte jedoch etwas anderes: dass sich der amerikanische Präsident im Nahen Osten weiterhin in einer Sackgasse befindet. Er kann keine Möglichkeiten finden, sich mit dem Iran zu verständigen, der seinerseits weiterhin die wichtigste Route für die Lieferung von Öl und Düngemitteln, die Straße von Hormus, blockiert, und zugleich fürchtet er, einen neuen Krieg gegen die Islamische Republik zu beginnen, obwohl er Teheran mit Angriffen droht, falls der Iran den amerikanischen Bedingungen nicht zustimmt.

Unterdessen verschlechtert sich die wirtschaftliche Situation in der Welt und in den Vereinigten Staaten selbst jeden Tag ziemlich ernsthaft. Die Zustimmungswerte Donald Trumps fallen rapide, was seiner Partei bei den Nachwahlen zum amerikanischen Kongress im Herbst eine vernichtende Niederlage drohen könnte.

Und obwohl Trump bei diesem Treffen mit Journalisten betonte, dass ihn die Nachwahlen nicht interessierten, kreisen seine Gedanken in Wirklichkeit nur um sie. Und in dieser Situation hört der russisch-ukrainische Krieg für den amerikanischen Präsidenten natürlich auf, selbst nur eine zweitrangige Frage zu sein, sondern wird überhaupt zu keiner Frage des Interesses mehr, denn jetzt geht es um sein eigenes politisches Überleben und nicht nur um das Überleben der Ukraine.

Andererseits ist Zelenskys Brief gerade deshalb wichtig, weil er es ermöglichen wird, das Interesse der Trump-Administration an unseren Bedürfnissen festzuhalten und seinerseits die Probleme der Ukraine sowie die weiteren Angriffe der Russischen Föderation auf unser Land zu einem Teil des Wahlkampfes in den Vereinigten Staaten zu machen, zu einem Teil der Kritik an jenem politischen Kurs, den Donald Trump nach seiner Rückkehr ins Oval Office gewählt hat.

Und damit kann diese Situation, wenn schon nicht den amerikanischen Präsidenten dazu zwingen, über die Notwendigkeit neuer Luftverteidigungssysteme für die Ukraine nachzudenken, so ihn zumindest dazu bringen, die Lizenz für Russland nicht weiter zu verlängern, die es Moskau faktisch erlaubt, sich der Folgen amerikanischer Energiesanktionen zu entledigen, eigenes Öl an Länder des globalen Südens zu verkaufen und seinen Haushalt zur Fortsetzung des Krieges zu vergrößern.

Was die Luftverteidigungssysteme selbst betrifft, muss man ebenfalls verstehen, wie kritisch sie von der Situation rund um den Iran abhängen. Nachdem die Islamische Republik nicht nur Israel, sondern auch die Länder des Persischen Golfs bombardiert hat, gibt es jetzt, könnte man sagen, eine echte Warteschlange nahöstlicher Verbündeter der Vereinigten Staaten für amerikanische Luftverteidigungssysteme. Und man muss bedenken, dass die amerikanische Administration und die Familie Donald Trumps von diesen Ländern wesentlich stärker abhängen als von der Ukraine und unseren europäischen Verbündeten.

Wenn es gelänge, die Situation mit dem Iran zu regeln, gäbe es zumindest in Ländern wie Saudi-Arabien, Bahrain, Kuwait und Katar keine ernsthaften Befürchtungen, dass Luftverteidigungssysteme ihnen, nun ja, man könnte sagen, bereits gestern und nicht erst morgen benötigt würden. Aber in einer Situation, in der ein Krieg jederzeit beginnen kann, in der die Nachrichtendienste sagen, dass die Information, den Amerikanern sei es gelungen, den Großteil der iranischen Raketen und Drohnen zu zerstören, vorsichtig gesagt übertrieben war, und dass dem Iran tatsächlich noch bis zu 70 % seines Raketenpotenzials zur Verfügung stehen und er bereits die Abschussanlagen wiederherstellt – natürlich wächst dann in Riad oder anderen Hauptstädten der Golfstaaten mit jeder solchen Nachricht das Interesse am Erhalt amerikanischer Luftverteidigungssysteme und Raketen dafür.

Zu unseren Gunsten könnte sich die Situation erst dann ändern und die Voraussetzungen für neue Abwehrraketen schaffen, wenn der Krieg zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran zumindest irgendwie geregelt wird. Aber die Voraussetzungen dafür sind leider ungefähr genauso groß wie für ein Ende des russisch-ukrainischen Krieges.

Was soll man in einer solchen kritischen Situation tun? Nun, erstens mit den Europäern zusammenarbeiten, denn die Europäer verstehen, dass der Schutz der Ukraine auch ihr eigener Schutz ist, der Schutz unseres gemeinsamen Kontinents. Und das ist sogar wichtiger, als Donald Trump aus jenem politischen Abgrund herauszuziehen, in den der amerikanische Präsident dank eines der größten politischen Fehler in seiner Geschäfts- und Präsidentenbiografie geraten ist.

Ein weiterer wichtiger Weg ist die Zerstörung russischer Produktionskapazitäten für Raketen und unbemannte Fluggeräte. Denn wenn Russland solcher Möglichkeiten beraubt wird, unter den Bedingungen des Nahostkrieges Raketen aus anderen Ländern zu erhalten, bleiben ihm nur wenige Chancen. Dadurch wird sich zumindest die Intensität des russischen Beschusses in den kommenden Monaten und Jahren des erbitterten russisch-ukrainischen Krieges verringern, und das wird früher oder später den Präsidenten der Russischen Föderation sowie die russische politische und militärische Führung dazu zwingen, nicht einmal über eine Beendigung, sondern zumindest über eine Aussetzung des russisch-ukrainischen Krieges zum Auffüllen ihrer eigenen Arsenale nachzudenken.

Und in einer Situation, in der die Nahostkrise andauert, Russland über Produktionsmöglichkeiten verfügt und die Vereinigten Staaten selbst für den Eigenbedarf einen erheblichen Mangel an Luftverteidigungsmitteln verspüren, davon zu sprechen, dass Trump auf Zelenskys Brief mit irgendeiner realen, ernsthaften Handlung reagieren könnte, wäre eher ein Traum als jenes Ergebnis, mit dem wir rechnen sollten.

Aber an diesen Traum müssen wir nicht nur den amerikanischen Präsidenten erinnern, sondern auch die amerikanische Öffentlichkeit, die begreifen muss, zu welchen Ergebnissen sowohl politische Fehler als auch strategische Fehler hinsichtlich der Gestaltung der Möglichkeiten und Anforderungen des militärisch-industriellen Komplexes der Vereinigten Staaten aus Sicht der Sicherheit geführt haben.


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Titel des Originals: Зеленський вимагає у Трампа ППО | Віталій Портников. 27.05.2026.
Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung / Entstehung: 27.05.2026.
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Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach,
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Zelensky traf sich mit Poroschenko | Vitaly Portnikov. 27.05.2026.

Das Treffen des Präsidenten der Ukraine Volodymyr Zelensky mit den Führern und Vertretern der Parlamentsfraktionen wird möglicherweise als Wendepunkt zur Nutzung demokratischer Instrumente und Mechanismen in die neueste Geschichte unseres Staates eingehen – jener Instrumente und Mechanismen, die für das Überleben und den Sieg der Ukraine notwendig sind, als Rückkehr zur Verfassungsmäßigkeit, die für die effektive Arbeit staatlicher Institutionen erforderlich ist.

Und natürlich kann man selbst in dieser Liste jener politischen Führer, mit denen sich Volodymyr Zelensky traf, gesondert an das Treffen des Präsidenten der Ukraine mit seinem Vorgänger in diesem Amt, Petro Poroschenko, erinnern – schon allein deshalb, weil ein solches Treffen während der gesamten Amtszeit Volodymyr Zelenskys als Präsident der Ukraine praktisch nie stattgefunden hat. 

Es gab höchstens den Händedruck an eben jenem Tag, an dem die große russische Invasion unseres Landes begann. Aber das war eher eine deklarative Geste als eine Diskussion gemeinsamer politischer Handlungen zur Rettung des Staates. Jetzt beginnt diese Situation zumindest so auszusehen, wie sie in einem zivilisierten Staat seit den ersten Tagen dieses großen und endlosen Krieges hätte aussehen müssen.

Viele in der Ukraine – und das sind in der Regel Menschen, deren politische Psychologie durch die sowjetische Erfahrung zerstört wurde – mögen glauben, dass die Monopolisierung der Macht ein Weg zu Erfolg und Sieg sei. Aber um die bekannte Aussage von General Zaluzhny zu paraphrasieren, dass eine kleine sowjetische Armee niemals eine große sowjetische Armee besiegen wird, kann man klar sagen, dass ein kleiner autoritärer Staat niemals einen großen autoritären Staat besiegen wird. Und das bedeutet das Verschwinden der Ukraine von der politischen Karte der modernen Welt. Das bedeutet das Verschwinden des ukrainischen Volkes.

Die Herausforderungen sind groß genug. Über die Notwendigkeit nationaler Einheit spreche ich seit 2022 unermüdlich. Auch wenn dies für jene, die populistische Ideen vertreten, unzulässig erscheinen mochte. Denn eine Injektion von Professionalität und staatsmännischem Denken ist unter Bedingungen, in denen die Wähler für Populisten stimmen, genau dann notwendig, wenn der Staat vor der Gefahr von Zerstörung und Verschwinden steht. Und gerade deshalb ist der Dialog zwischen politischen Kräften, die eine proukrainische Orientierung in unserem politischen Leben vertreten, so wichtig – Kräften, die daran interessiert sind, dass der ukrainische Staat weiter existiert und unter Bedingungen eines langjährigen Krieges standhält, während der Kreml auf dessen Fortsetzung und auf die Erschöpfung der Ukraine setzt, ebenso wie auf die Erschöpfung des Westens.

Genau deshalb wurde offensichtlich, dass jene Mechanismen, die seit 2019 zur Führung des Staates genutzt wurden und schon damals schlecht und ineffektiv funktionierten, jetzt überhaupt aufhören zu funktionieren. Und hier ist es wichtig, den Standpunkt jener zu ignorieren, die das Staatsoberhaupt und seine Anhänger als ihre eigenen Wähler betrachten. Nun ja, letztlich ist es wichtig, Selbstmörder zu ignorieren.

Der Präsident der Türkei Recep Tayyip Erdoğan, der hinsichtlich des Grades seiner autoritären Herrschaft, würde ich sagen, durchaus mit Volodymyr Zelensky konkurrieren kann – ebenso wie hinsichtlich seines Verhältnisses zur Opposition –, fuhr eines schönen Tages über eine Brücke und sah, dass ein Mensch auf dieser Brücke dabei war, Selbstmord zu begehen. Der Präsident hielt seinen Konvoi an, trat zu diesem Menschen und überzeugte ihn davon, es nicht zu tun. Obwohl dieser Wähler vielleicht einst für Präsident Erdoğan gestimmt hatte und dieser ihn seinem Schicksal hätte überlassen können, damit er selbst über sein eigenes Leben entscheidet. Aber ein verantwortungsvoller Politiker ist gerade deshalb verantwortungsvoll, weil er den Selbstmord seines eigenen Anhängers verhindert. Selbst wenn es Millionen solcher Anhänger gibt und sie alle bereit sind, in geschlossenen Reihen in den Abgrund zu marschieren.

Deshalb muss man klar verstehen: Solange in unserem Land die Gefahr des Verschwindens nicht überwunden ist, gibt es in diesem Land keine Wähler, sondern potenzielle Opfer russischer Repressionen und des Terrors. Und die Einheit verantwortungsvoller Politiker muss diese Menschen vor einem beinahe unvermeidlichen Tod retten und ihnen die Möglichkeit geben, in einer absehbaren oder vielleicht auch unabsehbaren Zukunft wieder zu Wählern zu werden – und nicht zu Kriegsopfern, nicht zu Militärangehörigen, nicht zu jenen, die im Hinterland für den Sieg unseres Landes kämpfen. Und genau das ist heute der normale Zustand der ukrainischen Gesellschaft, die sich in einem Krieg befindet, dessen Ende am realen Horizont nicht sichtbar ist.

Obwohl sich natürlich die Intensität der Kämpfe mit der Zeit verringern kann – im Zusammenhang mit der Verringerung russischer Ressourcen. Aber wiederum: Damit sich diese Ressourcen tatsächlich verringern, ist auch eine effektive Arbeit des ukrainischen Staates in den kommenden schwierigen Monaten und Jahren erforderlich.

Dafür muss alles Mögliche getan werden, damit dieser Staat die Unterstützung des Westens nicht verliert. Dabei haben wir uns bereits davon überzeugt, dass auch im Westen Politiker an die Macht kommen können, die am schnellen Verschwinden des ukrainischen Staates oder zumindest an seiner Unterordnung unter den russischen Diktator interessiert sind.

Es ist notwendig, dass die Institutionen professionell arbeiten und Gesetze dann verabschiedet werden, wenn sie der Gesellschaft tatsächlich notwendig sind – und nicht dann, wenn unsere westlichen Verbündeten dies verlangen. Man muss verstehen, dass die Monopolisierung der Macht in einer solchen Situation ein unvermeidlicher Weg in den Abgrund, in den Untergang, in die Katastrophe des Staates und der ukrainischen Nation ist.

Und das wäre absolut unehrenhaft gegenüber jenen, die gefallen sind, während sie die Ukraine gegen diese Invasion verteidigten, gegenüber ihren Familien, gegenüber jenen, die heute als Zeichen des Respekts vor ihrer historischen Rolle erneut in ukrainischer Erde bestattet werden. Diese Gräber werden zerstört werden, wenn der russische Besatzer den ukrainischen Friedhof betritt.

Das ist ein sehr hohes Maß an Verantwortung. Dieses Problem lässt sich nicht durch Monopolisierung, Selbstverliebtheit und Ineffektivität lösen. Es lässt sich nur durch nationale Einheit lösen. Nationale Einheit ist der Weg zur Rettung des Staates.


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Titel des Originals: Зеленський зустрівся з Порошенком | Віталій Портников. 27.05.2026.

Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung / Entstehung: 27.05.2026.
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Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach,
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Rubio antwortete Lawrow | Vitaly Portnikov. 26.05.2026.

Der Außenminister der Vereinigten Staaten Marco Rubio reagierte ziemlich gelassen auf den Telefonanruf des Leiters des russischen Außenministeriums Sergej Lawrow.

Lawrow informierte Rubio bekanntlich über die Absicht der Russischen Föderation, systematische Angriffe auf Kyiv durchzuführen, und riet damit faktisch zur Evakuierung der amerikanischen diplomatischen Vertretung aus der ukrainischen Hauptstadt.

Rubio sagte jedoch lediglich, dass Lawrow ihn daran erinnert habe, dass Kyiv eine gefährliche Stadt sei. Aber eine solche gefährliche Stadt bleibt die ukrainische Hauptstadt bereits seit Jahren. Und das zeige lediglich die Notwendigkeit, den Krieg zu beenden, der inzwischen länger andauert als der Zweite Weltkrieg.

Der Außenminister der Vereinigten Staaten betonte außerdem, dass der Außenminister der Russischen Föderation ihn gebeten habe, Informationen von Präsident Putin an Präsident Trump weiterzugeben, was er auch getan habe. Worte über eine mögliche Schließung der Botschaft der Vereinigten Staaten in der ukrainischen Hauptstadt waren von Marco Rubio nicht zu hören.

Zuvor hatte die Botschaft der Vereinigten Staaten in Kyiv die russischen Angriffe auf diese ukrainische Stadt verurteilt. Somit zeigte sich, dass Russland seine Ziele nicht erreichte, obwohl es versuchte, sowohl den US-Außenminister als auch die Leiter anderer Außenministerien weltweit einzuschüchtern. Kein einziges Land erklärte seine Bereitschaft, seine Botschaft aus der ukrainischen Hauptstadt zu evakuieren.

Vertreter europäischer Länder betonten, dass die Botschaften in Kyiv bleiben und ihre Arbeit fortsetzen würden. Im Außenministerium der Volksrepublik China rief man zur Deeskalation der Situation und zu Verhandlungen zwischen den Seiten auf.

Wenn also der Außenminister der Russischen Föderation tatsächlich versuchte, panische Stimmungen sowohl unter westlichen Diplomaten als auch unter der Zivilbevölkerung der Ukraine zu fördern, kann man sagen, dass seine Pläne gescheitert sind.

Und dabei geht es natürlich nicht um die massiven russischen Angriffe auf Kyiv und andere ukrainische Städte. Diese massiven Angriffe dauern, wie wir verstehen, bereits all die Jahre des langen russisch-ukrainischen Krieges an und können bis zu dessen Ende weitergehen. Es geht darum, wie die Russische Föderation an die propagandistische Begleitung ihrer Angriffe herangeht.

Wie der Kreml vor allem versucht, panische Stimmungen unter den Ukrainern zu verstärken und damit versucht, noch an einem weiteren Krieg teilzunehmen – an einem demografischen Krieg. Denn die Abwanderung der Bevölkerung aus den großen Städten der Ukraine und die Umsiedlung der ukrainischen Bevölkerung aus dem Osten und Süden ins Zentrum und vom Zentrum in die westlichen Regionen unseres Landes und weiter ins Ausland sind ebenfalls Teil der Absichten der Russischen Föderation in ihrem Krieg gegen unseren Staat.

Ich habe wiederholt erklärt, dass Russlands Krieg gegen die Ukraine nicht ein Krieg ist, sondern gleich mehrere. Und dass es neben dem Krieg, den die russische Armee führt, neben den Angriffen auf die ukrainische Infrastruktur auch noch einen propagandistischen und einen demografischen Krieg gibt. Und gerade diese beiden Kriege beobachten wir jetzt.

Der propagandistische Krieg: panische Stimmungen unter der Bevölkerung Kyivs und anderer großer ukrainischer Städte. Der demografische Krieg: die Verringerung der ukrainischen Bevölkerung, damit die Ukraine selbst dann, wenn es gelingt, ein Ende des russisch-ukrainischen Krieges zu erreichen, auf dem europäischen Kontinent und im sogenannten postsowjetischen Raum ein wesentlich geringeres Gewicht hat als vor 2022.

Denn Putin wägt, wie jeder erfahrene Tschekist, verschiedene Varianten ab, wie der russisch-ukrainische Krieg enden soll, falls es ihm nicht gelingt, seine ehrgeizigsten Ziele zu verwirklichen, die mit der Liquidierung der ukrainischen Staatlichkeit und dem Verschwinden des ukrainischen Volkes von der ethnografischen Karte der modernen Welt verbunden sind.

Aber wie wir sehen, wirkt diese Propaganda nicht, vor allem nicht auf die westlichen Verbündeten der Ukraine. Ich würde sagen: auf die westlichen Staaten insgesamt.

Aus den Aussagen des Außenministers der Vereinigten Staaten kann man schließen, dass man in Washington ebenso wenig versteht, wie man aus dem Krieg im Persischen Golf herauskommen soll, wie man auch nicht begreift, wie man aus Russlands Krieg gegen die Ukraine herauskommen soll, den Donald Trump bekanntlich bereits in den ersten Wochen seiner Amtszeit im Oval Office zu beenden versprochen hatte.

Jetzt bleibt dem Außenminister der Vereinigten Staaten nur festzustellen, dass es keine Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine gibt, die Vereinigten Staaten aber jederzeit bereit seien, zum Verhandlungsprozess zurückzukehren, falls darin eine konstruktive Komponente vorhanden sei.

Wie Sie verstehen, sind das keineswegs Führungspositionen, sondern das Abwarten einer Situation, in der eine solche Rolle in den Verhandlungen – falls sie überhaupt in absehbarer Zukunft beginnen – für das Weiße Haus vorteilhaft wäre.

Aber sich dem Diktat der Kreml-Administration zu unterwerfen, wollen der Präsident der Vereinigten Staaten ebenfalls nicht, denn das wäre eine weitere Demonstration außenpolitischer Niederlage, die weder Donald Trump noch Marco Rubio noch andere Vertreter der amerikanischen Administration benötigen.

Und Moskau? Moskau wird sich mit einer ziemlich einfachen Tatsache abfinden müssen: Russland wird für Angriffe auf diplomatische Vertretungen der in Kyiv akkreditierten Staaten verantwortlich gemacht werden, falls diese Vertretungen, Botschafterresidenzen, Botschaften oder Konsulate während zukünftiger russischer Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt oder andere Städte der Ukraine Schaden nehmen.

Und die Versuche, sich durch Erklärungen des Außenministeriums der Russischen Föderation oder sogar durch Telefongespräche des russischen Außenministers mit seinem amerikanischen Kollegen der Verantwortung für weitere Verbrechen zu entziehen, sind offensichtlich gescheitert.

Niemand will an dieser widerwärtigen propagandistischen Inszenierung des Kremls teilnehmen: weder die Administration der Vereinigten Staaten noch die Führungen der europäischen Länder und ihrer Außenministerien, noch selbst Staaten, die sich faktisch in einem geopolitischen Bündnis mit der Russischen Föderation befinden, wie etwa die Volksrepublik China.

Für seine Verbrechen wird Putin selbst die Verantwortung tragen müssen, selbst wenn diese Verantwortung sich ausschließlich in diplomatischen Protestnoten an den Kreml äußern sollte.


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Titel des Originals: Рубіо відповів Лаврову | Віталій Портников. Vitaly Portnikov. 26.05.2026.
Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung / Entstehung: [Datum oder Epoche]
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