Der bislang größte ballistische Angriff auf Kyiv | Vitaly Portnikov. 19.07.2026.

Ein weiterer russischer ballistischer Angriff auf Kyiv, möglicherweise der größte während dieses gesamten großen Krieges. Zunächst möchte ich den Betroffenen dieses Angriffs mein Mitgefühl aussprechen. Bislang ist bereits ein Todesopfer bekannt.

Natürlich erinnert uns das erneut daran, was in Wirklichkeit die wichtigste Tagesordnung für die Ukraine in ihrem Krieg gegen die Russische Föderation ist: die Zerstörung der Möglichkeiten des Feindes, die darauf gerichtet sind, die Ukrainer einzuschüchtern und zu vertreiben, unsere Städte in unbewohnbare Orte zu verwandeln und ukrainisches Territorium zu besetzen.

Das ist es, was uns einen und dazu bewegen sollte, nach den wirksamsten Möglichkeiten zu suchen, diesen Versuchen Moskaus in den kommenden Monaten und Jahren entgegenzutreten.

Sie sehen, dass Putin – wie ich bereits mehrfach betont habe, als ich über diese Angriffe sprach – vor allem versucht, das Zeitfenster der Möglichkeiten zu nutzen, damit die ballistischen Raketen, die er gegen Kyiv und andere ukrainische Städte und Regionen einsetzt, ihre Ziele treffen.

Denn wir beobachten einen gravierenden Mangel an Raketenabwehr gegen ballistische Flugkörper – sowohl in der Ukraine als auch weltweit. Umso mehr vor dem Hintergrund, dass die Vereinigten Staaten und der Iran ihre gegenseitigen Angriffe wieder aufgenommen haben und der Iran bereits heute mit schwerwiegenden Aktionen zur Zerstörung der Infrastruktur am Persischen Golf droht. 

Übrigens greift er dabei praktisch zu denselben Methoden wie die Russische Föderation. Denn in Teheran spricht man davon, die Entsalzungsanlagen in den Staaten des Persischen Golfs zerstören zu wollen. Nicht amerikanische Militärobjekte, nicht Stützpunkte, sondern das, was den Menschen Zugang zu Wasser verschafft. Das heißt, die Idee, die Städte am Persischen Golf in unbewohnbare Orte zu verwandeln, deckt sich auf erstaunliche Weise mit dem gleichen Wunsch Moskaus.

Wenn Ihnen also jemand erzählt, Russland suche in Wirklichkeit gezielt militärische Ziele aus, um die Fähigkeiten der Streitkräfte der Ukraine zu schwächen, und greife militärische Betriebe oder Lager an, dann können Sie diese Person an die iranischen Drohungen und die bereits erfolgten Angriffe auf Entsalzungsanlagen erinnern.

Der Iran hat – anders als Russland – seine Ziele nie verborgen. Doch die Ziele autoritärer Regime sind stets dieselben: das zu zerstören, was den Menschen ermöglicht, sich zu entwickeln und normal zu leben. Militärische Ziele werden dabei natürlich nie ausgeschlossen. Das eigentliche Wesen dieser Angriffe besteht jedoch in der Zerstörung der städtischen Infrastruktur und darin, die Stadt selbst in Trümmer zu legen.

Schauen Sie sich diese Ruinen in Lukjaniwka an. Fragen Sie sich selbst, welche militärischen Ziele Moskau nach den jahrelangen systematischen Angriffen auf diesen Stadtteil der ukrainischen Hauptstadt dort heute eigentlich noch zu finden versucht. Nein – das sind Ruinen um der Ruinen willen. Dahinter steht das völlig offensichtliche Ziel, gerade Wohnviertel zu zerstören, um die Menschen davon zu überzeugen, dass sie in Kyiv keinen Platz mehr haben.

Die Zirkon-Raketen, die Russland auch in dieser Nacht für Angriffe auf Kyiv eingesetzt hat, zeichnen sich ohnehin nicht durch eine solche Zielgenauigkeit aus, dass die russischen Streitkräfte ernsthaft hoffen könnten, ein bestimmtes Objekt präzise zu zerstören. Schließlich handelt es sich um Raketen, die eigentlich für den Seekrieg vorgesehen sind. Und deshalb werden sie, wenn sie gegen eine friedliche Stadt eingesetzt werden, genau zu dem, was sie sind: ein Instrument des Terrors. Genau das geschieht, wenn Russland Kyiv angreift – ein Instrument des Terrors.

Man könnte fragen: Warum ist ausgerechnet die Hauptstadt in einer Zeit, in der es an Raketenabwehr gegen ballistische Flugkörper mangelt, ständig Ziel solcher Angriffe?

Weil die Russen mit ihrer zentralistischen Denkweise, mit ihrer Überzeugung, dass in Russland alles auf Moskau konzentriert sein müsse, glauben, dass die Verwandlung Kyivs in Trümmer automatisch die Niederlage der gesamten Ukraine bedeuten würde. Sie meinen, dass dann auch in allen anderen ukrainischen Städten erkannt werde, dass den Einwohnern der Ukraine nichts anderes bleibe als die Kapitulation und der Anschluss ihres Landes an die Russische Föderation. Und diejenigen, die keine loyalen Bürger von Putins Russland sein wollen, sollen das Land verlassen, das Putin weiterhin für russisches Territorium hält.

Das ist das ganze Programm der Einschüchterung, des Mordens und der Zerstörung, das wir jede Nacht am Himmel über Kyiv beobachten, wenn diese Terrorangriffe stattfinden.

Und noch einmal: Man sollte nicht glauben, dies seien Vergeltungsschläge für die Zerstörung russischer Lager oder Fabriken. Wenn russische Lager und Fabriken nicht zerstört würden, wenn Militärbetriebe, Raffinerien und Lagerhäuser mit den für Drohnen und Raketen benötigten Bauteilen nicht brennen würden, dann gäbe es schlicht noch viel mehr solcher Angriffe.

Die Lubjanka nimmt keine Rache. Sie setzt kaltblütig das Programm um, das sie sich selbst vorgenommen hat. Und die einzige Möglichkeit, dieses Programm zu stoppen, besteht darin, dem Raubtier seine Zähne zu ziehen.


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Art der Quelle: Artikel
Titel des Originals: Наймасштабніша балістична атака на Київ | Віталій Портников. 19.07.2026.
Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung: 19.07.2026.
Originalsprache: uk
Plattform / Quelle: YouTube
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Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach,
veröffentlicht auf

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Die Logik des Terrors. Vitaly Portnikov. 07.07.2026.

Логіка терору. Віталій Портников. 07.07.2026.

Der jüngste russische Angriff, der sich vor allem gegen die ukrainische Hauptstadt richtete, ließ selbst bei jenen keine Zweifel mehr, die bislang noch vermutet hatten, Russland versuche, militärische oder industrielle Ziele zu treffen und nehme lediglich in Kauf, dass seine Raketen in Wohnvierteln einschlagen, die sich in der Nähe der angegriffenen Objekte befinden. Nein – dieser Angriff richtete sich gezielt gegen Wohnviertel. Es scheint, als hätten die Russen überhaupt keine anderen Ziele gesucht. Sie wollten zerstören und Angst verbreiten. Das ist die reine Logik des Terrors.

Es stellt sich die naheliegende Frage: Was will Putin mit diesem Terror gegen die Zivilbevölkerung erreichen? Glaubt er tatsächlich, durch solche Angriffe das Ausbleiben größerer Erfolge an der Front kompensieren zu können? Wenn man das Verhaltensmuster des russischen Präsidenten kennt, lässt sich das keineswegs ausschließen. Zu Beginn seiner politischen Karriere, im Jahr 1999, griff Putin Wohnhäuser in seiner eigenen Hauptstadt an. Die Explosionen von Wohngebäuden in Moskau und anderen Städten der Russischen Föderation sollten die Bürger davon überzeugen, dass nur dieser kleine, schmächtige Mann ihre Sicherheit garantieren könne – jener Mann, der versprach, Terroristen „selbst auf dem Klo zu erledigen“.

Heute handelt er genau umgekehrt: Er greift Wohnviertel in Kyiv an, damit die Ukrainer begreifen, dass es keine Sicherheit geben wird, solange sie seine Bedingungen nicht akzeptieren und auf ihren Staat sowie ihre Souveränität verzichten.

Ein weiteres Ziel fügt sich in die Logik des demografischen Krieges ein, den Putin praktisch seit den ersten Tagen der großangelegten Invasion gegen die Ukraine führt. Wir haben oft darüber gesprochen, dass Putins eigentliches Ziel ein Blitzkrieg war – die blitzschnelle Besetzung der Ukraine und der Austausch ihrer Regierung durch ein Marionettenregime. In Russland war man sich jedoch völlig darüber im Klaren, dass ein solcher Angriff zwangsläufig eine Flüchtlingswelle nach Europa auslösen würde. 

Damit verfolgte man zugleich zwei Ziele.

  • Das erste bestand darin, die einheimische Bevölkerung loszuwerden, um die ukrainischen Gebiete anschließend bequem mit russischen Staatsbürgern zu besiedeln – genau das geschieht heute in den besetzten Gebieten der Ukraine.
  • Das zweite Ziel war es, in Europa eine massive Migrationskrise auszulösen, die moskaufreundlichen politischen Kräften den Weg an die Macht ebnen sollte.

Putin hatte bereits Erfahrung mit der Organisation einer solchen Krise, als er den syrischen Diktator Baschar al-Assad unterstützte. Damals gewannen rechts- und linksradikale Kräfte, die stets zu einer Verständigung mit dem Kreml aufgerufen hatten, erheblich an Einfluss, und ihre Umfragewerte stiegen rasant an. Ich bin überzeugt: Ohne die syrische Migrationskrise hätte es den Aufstieg der Alternative für Deutschland und anderer rechtsextremer Parteien in Europa in dieser Form nicht gegeben.

Wie bekannt ist, scheiterten diese Pläne Putins. Der Blitzkrieg misslang. Auch die Migrationskrise blieb aus, weil die Ankunft ukrainischer Flüchtlinge in den europäischen Gesellschaften nicht dieselben Folgen hatte wie die Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Nahen Osten – auch wenn man der Wahrheit halber sagen muss, dass sich die Stimmung gegenüber Migration in Europa inzwischen allmählich zu verändern beginnt.

Ein bedeutender Effekt des Angriffs vom Februar 2022 trat jedoch tatsächlich ein: Die Bevölkerung der Ukraine ist erheblich geschrumpft. Millionen Menschen haben das Land verlassen, und mit jedem weiteren Kriegsjahr schwinden die Hoffnungen, dass der Großteil von ihnen jemals zurückkehren wird.

Putin nutzt weiterhin Instrumente, die diesen demografischen Druck verstärken können. Angriffe auf Großstädte führen ebenfalls zu einer möglichen Umsiedlung der Bevölkerung – in kleinere Städte oder ins Ausland. Damit versucht er, dem Nachbarstaat seine wirtschaftliche und demografische Zukunft zu nehmen. Auch das ist die Logik des Terrors.

Deshalb sollte Präsident Volodymyr Zelensky meiner Ansicht nach auf dem bevorstehenden NATO-Gipfel in Ankara mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten, Donald Trump, und den anderen westlichen Staats- und Regierungschefs genau über diesen Terror sprechen. Nicht nur über den Krieg, sondern über den Terror.

Darüber, dass Putin sich endgültig zum Anführer einer terroristischen Organisation entwickelt hat, die lediglich einen Staat imitiert. Und dass die gewöhnlichen Bürger, die seinen Angriffen zum Opfer fallen, nun vor diesem größten Terroristen des Planeten geschützt werden müssen.

Denn dies ist längst nicht mehr nur ein Krieg zwischen Armeen. Es ist ein klassischer Krieg gegen Frauen und Kinder – genau das, womit sich terroristische Organisationen im Nahen Osten beschäftigen.

Deshalb ist die Stärkung der ukrainischen Luftverteidigung zum Schutz der Zivilbevölkerung so wichtig. Deshalb sind weitere Schläge gegen die russische Wirtschaft so entscheidend – um den Terroristen die finanziellen Mittel zu entziehen, die ihnen die Fortsetzung ihrer Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung ermöglichen.

Dazu gehören nicht nur westliche Sanktionen, die den Verkauf russischen Erdöls und den Kauf russischer Erdölprodukte durch andere Staaten unterbinden sollten. Dazu gehört auch die Lieferung weitreichender Waffen an die Ukraine, mit denen die russische Industrie zerstört und die Terroristen in die Knie gezwungen werden sollen – genau auf jene Knie, von denen sie in ihrer Selbstgefälligkeit so gerne sprechen.

Es zeigt sich, dass Russland nur deshalb von den Knien aufsteht, um zu töten, zu vergewaltigen und zu verstümmeln. Dann soll es eben auf den Knien bleiben und niemanden mehr bedrohen.

Für diejenigen, die in der Ukraine leben, ist Terror nicht bloß ein Bild oder eine Metapher.

Es ist das Gefühl, im Luftschutzkeller zu sitzen und zu wissen, dass Raketen und Drohnen in unmittelbarer Nähe einschlagen.

Oder im Flur der eigenen Wohnung zu sitzen und die Explosionen zu hören.

Oder zu begreifen, dass die eigene Wohnung nicht mehr existiert – und dass auch die eigenen Angehörigen nicht mehr leben, getötet von Putin und seinen bewaffneten Männern in Uniform.

Hilfe für die Ukraine bedeutet deshalb nicht einfach Geld und Waffen.

Sie bedeutet die Möglichkeit zu überleben, wenn dein Tod geplant ist.


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Art der Quelle: Essay
Titel des Originals: Логіка терору. Віталій Портников. 07.07.2026.

Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung: 07.07.2026.
Originalsprache: uk
Plattform / Quelle: Zeitung
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Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach,
veröffentlicht auf

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Brutaler Angriff auf Kyiv. Der Terror geht weiter | Vitaly Portnikov. 06.07.2026.

Erneut ein massiver Angriff auf die ukrainische Hauptstadt. Vielleicht nicht ganz so groß angelegt wie jener, den wir erst vor wenigen Tagen erlebt haben, aber deshalb nicht weniger brutal als die vorherigen Angriffe auf Kyiv.

Erneut kamen sowohl Marschflugkörper als auch ballistische Raketen zum Einsatz, wobei diesmal im Vergleich zur vorangegangenen Zeit ungewöhnlich wenige Drohnen eingesetzt wurden. Und erneut richteten sich die gezielten Angriffe gegen Wohnviertel der ukrainischen Hauptstadt. Brände wüten, Rauch steigt über der Stadt auf.

Und wir sehen, dass die Raketen direkt in Wohnviertel und in die Häuser der Kyiver eingeschlagen sind. Natürlich möchte ich auch jetzt allen mein aufrichtiges Mitgefühl aussprechen, die Opfer dieses neuen Angriffs geworden sind, die ihr Zuhause verloren haben oder bei diesem Angriff verletzt wurden, während ich diesen Beitrag über eine weitere russische Grausamkeit aufzeichne.

Genaue Opferzahlen dieses russischen Verbrechens liegen noch nicht vor. Doch angesichts des Ausmaßes der Zerstörungen, die wir in Kyiv sehen, können wir uns bereits vorstellen, weshalb die Russen diese Angriffe durchführen: um zu töten, zu zerstören und Angst zu verbreiten.

Putin verfolgt dabei ein recht einfaches und pragmatisches Ziel. Er weiß, dass es derzeit nicht genügend Luftverteidigungsmittel gibt, um Kyjiw und andere ukrainische Regionen vor den Angriffen der russischen Invasoren zu schützen. Dieses Zeitfenster nutzt er gezielt, um die Ukrainer einzuschüchtern und Kyjiw sowie andere ukrainische Städte in Orte zu verwandeln, die nicht mehr bewohnbar sind.

Dabei verfolgt er mehrere Ziele zugleich: Er versucht, die Ukrainer davon zu überzeugen, dass der einzige Ausweg aus dem russisch-ukrainischen Krieg die Kapitulation vor dem Feind sei. Mag Putin auch auf dem Schlachtfeld keine wirklichen Erfolge erzielen. Mag seine Armee seit viereinhalb Jahren praktisch an derselben Frontlinie im Donezker Gebiet feststecken. Die Angriffe auf die Zivilbevölkerung der ukrainischen Hauptstadt und anderer Regionen sollen seine Unfähigkeit kompensieren, der Existenz des ukrainischen Staates und des ukrainischen Volkes ein Ende zu setzen.

Natürlich muss in diesem Zusammenhang auch ein weiteres Ziel des russischen Präsidenten genannt werden: sein Wunsch, im demografischen Krieg Vorteile zu erzielen. Selbst der sogenannte Putin-Blitzkrieg begann mit der Absicht, in Europa eine massive Migrationskrise auszulösen. Die russische Führung verstand sehr wohl, dass selbst dann, wenn es ihr gelingen sollte, in Kyjiw ein Marionettenregime aus den bedauernswerten Janukowytsch und Medwedtschuk einzusetzen, dies dennoch dazu führen würde, dass Millionen Ukrainer vor dem Krieg fliehen würden. Im Kreml hoffte man, dadurch eine ähnliche Migrationskrise auszulösen wie jene, die Putin infolge des Bürgerkriegs in Syrien hervorrufen konnte, und auf diese Weise den Einfluss ultrarechter und ultralinker politischer Kräfte in Europa zu stärken, die auf eine Zusammenarbeit mit Moskau ausgerichtet und von Moskau finanziert werden.

Wie Sie wissen, ist das nicht gelungen. Die demografische Migrationskrise, auf die Putin in Europa gesetzt hatte, trat nicht ein. Dafür kam es jedoch zu einer demografischen Krise in der Ukraine. Und mit seinen Angriffen auf ukrainische Städte versucht Putin, diese Krise weiter zu verschärfen. Selbst wenn es ihm nicht gelingt, die gesamte Ukraine zu erobern, träumt er davon, dass sie zu einem entvölkerten Gebiet wird, das er künftig – falls er es eines Tages doch noch besetzen kann – mit den eigenen Landsleuten besiedeln kann, gehorsamen Menschen, die bereit sind, jedes Verbrechen ihres Herrschers hinzunehmen. Auch das gehört zu seinen Zielen.

Und natürlich will Putin die ukrainischen Bürger davon überzeugen, dass er sich für die Angriffe der ukrainischen Armee auf die russische Hauptstadt, auf seine Heimatstadt Sankt Petersburg und auf andere Regionen der Russischen Föderation rächt. Und wir sehen bereits, dass bei einigen Kommentatoren und Nutzern sozialer Netzwerke entsprechende Stimmen aufkommen: „Lasst uns sie nicht mehr angreifen, dann werden auch sie aufhören, uns anzugreifen.“

Dabei verstehen wir sehr gut, dass die tatsächlichen Vergeltungsschläge gerade von der Ukraine ausgehen, denn der Aggressor und Verbrecher ist hier allein die Russische Föderation unter Führung Putins. Wenn wir das Potenzial des Feindes nicht zerstören, wenn wir seine Raffinerien und seine rüstungsindustriellen Betriebe nicht in Brand setzen, wenn wir die Abschussorte ballistischer Raketen, der Schahed-Drohnen und der Marschflugkörper nicht aufspüren und ebenfalls zerstören, dann werden die Angriffe der Russischen Föderation noch massiver und noch brutaler werden.

Sie werden immer einen Vorwand finden, um zu erklären, wofür sie sich rächen. Und wenn es keinen solchen Vorwand gibt, werden sie ganz in ihrem besten Stil eine weitere Provokation organisieren. Man kann sagen, dass der Föderale Sicherheitsdienst der Russischen Föderation darin unübertroffen ist. Und das wissen wir ebenfalls sehr genau.

Deshalb kann man in dieser Situation nur eines sagen: Wenn wir uns künftig vor russischen Angriffen schützen wollen, müssen wir unser Luftverteidigungssystem weiter ausbauen und gemeinsam mit unseren Verbündeten nach den notwendigen Möglichkeiten dafür suchen.

Ich hoffe, dass genau darüber auf dem bevorstehenden Gipfel der Nordatlantischen Allianz in Ankara gesprochen wird. Darüber wird auch der Präsident der Ukraine mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten bei ihrem Treffen auf diesem Gipfel sprechen. Denn für die Ukraine ist dies derzeit die wichtigste Aufgabe: Putins Tötung friedlicher Bürger durch den Ausbau der Luftverteidigung zu stoppen.

Und natürlich ist auch ein weiterer Punkt wichtig: Wir müssen über die Wirksamkeit neuer Angriffe gegen die Russische Föderation nachdenken. Man muss verstehen, dass sich dieser Staat wie eine echte Terrororganisation verhält und sich faktisch nicht mit Krieg, sondern mit der Ermordung friedlicher Menschen beschäftigt – genau mit dem, womit sich Terroristen immer beschäftigen. Deshalb ist die Zerstörung der Wirtschaft dieser Terrororganisation eine gemeinsame Aufgabe der gesamten zivilisierten Welt.

Die russische Wirtschaft muss in die Knie gezwungen werden. Denn es zeigt sich, dass die Russen, wenn sie sich von den Knien erheben, nur töten, zerstören und plündern können. Sollen sie also auf den Knien bleiben und niemandem mehr etwas Böses antun können.

Das ist ebenfalls unsere gemeinsame Aufgabe – die der Ukraine, der Vereinigten Staaten und der europäischen Länder – für die kommenden Jahre: der wirtschaftlichen Funktionsfähigkeit dieser Terrororganisation ein Ende zu setzen. Sollte es Russland eines Tages gelingen, ein zivilisierter Staat zu werden, dann wird es vielleicht auch wieder eine Wirtschaft haben.

Und wir müssen uns bewusst machen, dass all dies einzig und allein dazu dient, die Ukrainer einzuschüchtern und sie dazu zu bringen, auf ihre eigene Staatlichkeit zu verzichten. Deshalb ist die Fähigkeit, die Ziele Russlands zu verstehen und ihnen würdig entgegenzutreten, ebenfalls ein Schlüssel zur endgültigen beschämenden Niederlage des Präsidenten der Russischen Föderation, der russischen Armee und des russischen Volkes, die man durchaus als einen klassischen kriminellen Symbioseverbund im Kampf gegen die Ukraine und die Ukrainer bezeichnen kann.


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Art der Quelle: Artikel
Titel des Originals: Жорстока атака по Києву. Терор продовжується | Віталій Портников. 06.07.2026.

Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung / Entstehung: 06.07.2026.
Originalsprache: uk
Plattform / Quelle: YouTube
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Mariupol und andere unsere Städte. Keine Vergebung. Nadia Sukhorukova. 06.07.2026.

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Man kann nicht vergeben, wenn auf dich geschossen wurde. Oder wenn dein Haus bombardiert wurde. Oder wenn du tote Menschen siehst, die noch vor einer Stunde mit dir über etwas gestritten und versucht haben zu lächeln, um dir Mut zu machen.

Jetzt liegen sie auf dem Asphalt, und du stehst schweigend über ihnen. Das lässt sich nicht aus dem Gedächtnis löschen.

Den Schmerz auslöschen und weiterleben. Wie alten Plunder aus dem Schrank. Wie einen Gegenstand, den niemand mehr braucht.

Wir hatten Glück. Wir konnten wegfahren. Ein Bekannter fragte mich: Wie hättest du gelebt, wenn du in Mariupol geblieben wärst? Ich hätte nicht gelebt.

Ich hätte nicht mit denen sprechen können, die getötet haben, und ihnen dabei zulächeln. Von ihnen Geld annehmen und mich bei ihnen einschmeicheln. Angst vor ihnen haben und auf dem Balkon eine fremde Flagge aufhängen, um ihnen zu gefallen.

Wir verließen Mariupol in zwei beschädigten Autos. Wir waren 16 Menschen und ein Hund. Wir alle wollten leben. Dieser Wunsch kam ganz plötzlich. Erst im Auto. Davor starben wir langsam im Keller. Wir erloschen wie die Dochte unserer Kerzen.

Der Sterbeprozess begann ganz plötzlich. Gestern noch glaubten wir, der Krieg werde bald enden, und ich überlegte angestrengt, wie lange es dauern würde, bis die Stadt wiederhergestellt wäre. Mariupol war zerstört und voller Trümmer. Wir sahen genauso aus wie die Stadt – schmutzig und verwahrlost.

Eine Zeit lang träumte ich davon, dass sofort wieder Wasser fließen würde. Dass es eine heiße Dusche und ein sauberes Bett geben würde. Ich wartete darauf, dass die Apotheken und Tierhandlungen wieder öffnen würden, damit ich Futter für die Tiere und Herztabletten kaufen könnte.

Doch dann kam das Sterben. Als Erstes starb die schwache Hoffnung. Wir glaubten nicht mehr daran, dass der Krieg enden oder die Stadt befreit werden würde. Wir spürten, dass wir niemals entkommen würden.

Und jedes Mal, wenn wir nach draußen gingen, bestätigte sich dieses Gefühl. Man geht zehn Meter, fünfzehn, zwanzig Meter von dem Ort weg, an dem man sich versteckt hat, und begreift, dass jeder Schritt ein Weg ins Nichts ist. Je weiter man geht, desto geringer sind die Chancen, zurückzukehren.

Manchmal musste man gar nirgendwo hingehen. Eine Granate schlug direkt ins Haus ein. Der Tod wurde frei Haus geliefert.

Im Krieg verändert sich alles augenblicklich. Zuerst glich die Stadt einem Zigeunerlager. Die Menschen bewegten sich in kleinen Gruppen. Gemeinsam wachten sie am Feuer, aßen in den Höfen, versteckten sich vor dem Beschuss in den Hauseingängen. Und dann – verschwanden sie.

Zwischen einem belebten Hof und seinem Tod lagen manchmal nur wenige Minuten. Eben noch waren Menschen in diesem Haus gewesen. Sie liefen zum Hauseingang, eilten hin und her, machten Feuer, versuchten nach einem nahen Einschlag die Fenster mit Sperrholz zu vernageln – und plötzlich war da Leere. Schrecklich und hoffnungslos. Manchmal schaffte man es nicht einmal mehr, ein Gespräch zu Ende zu führen.

Du gehst durch die Höfe und verstehst, dass hier niemand mehr ist. Und dass hier wahrscheinlich niemals wieder jemand sein wird. Wir verließen Mariupol über leere, zerstörte Straßen. Es war Morgen. Mittwoch, der 16. März.

Vor dem Krieg herrschte um diese Zeit Stau auf den Straßen. Menschen überquerten die Fahrbahn, Autos hupten, der Oberleitungsbus hielt weit hinter der Haltestelle an, weil er völlig überfüllt war. Wir liefen ihm nach und quetschten uns noch hinein. Mütter brachten ihre Kinder in den Kindergarten, Kinder liefen zur Schule, jemand ging mit seinem Hund spazieren.

Das war erst drei Wochen vor der Invasion gewesen. Meine Stadt lebte. Drei Wochen später fuhren wir halb lebendig aus einer toten Stadt fort. Wir verabschiedeten uns nicht von ihr. Dafür hatten wir keine Kraft mehr.

Es ist sehr merkwürdig, dass heute jemand von Vergebung spricht. Vergeben kann man vielleicht Menschen – und auch das nur, wenn sie Reue gezeigt haben. Bösartigen, stumpfen, bestialischen Wesen brauchen Vergebung überhaupt nicht. Sie denken in ganz anderen Kategorien.

Als wir naiv hofften, wenn wir den Russen erklärten, wie sehr wir litten und wie große Angst wir hatten, würden sie Gewissensbisse bekommen und aufhören zu töten, verschwendeten wir unsere Zeit.

Es wird keine Vergebung geben. Weder von mir noch von denen, die nach mir kommen. Die Ungeheuer, die das Leben anderer Menschen zerstören und vernichten, verdienen nur dieselbe Zerstörung und Vernichtung.

Dies sind Erinnerungen an Mariupol im Jahr 2022. Tatsächlich aber sind es Erinnerungen an all unsere Städte, die von den Wesen aus der Russischen Föderation ungestraft zerstört wurden.

Die russischen Ungeheuer töten und zerstören weiter. Sie greifen friedliche Menschen und Kinder an. Um uns verteidigen zu können, brauchen wir Raketen – doch davon haben wir derzeit viel zu wenige. Und die russischen Ungeheuer wissen das. Sie töten unbewaffnete Menschen, ohne innezuhalten. Jeden Tag gibt es neue Opfer.


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Art der Quelle: Social Media

Autor: Nadia Sukhorukova
Veröffentlichung: 06.07.2026.
Originalsprache: uk
Plattform / Quelle: Facebook
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Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach,
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Putin befiehlt die Fortsetzung des Terrors gegen die Ukraine | Vitaly Portnikov. 04.07.2026.

Putin hat befohlen, die massierten Angriffe auf die ukrainische militärisch-industrielle Infrastruktur und auf Objekte, die deren Funktionieren gewährleisten, fortzusetzen.

Übersetzt man dies aus der Sprache Putins, dann sprechen wir von dem Befehl, den massiven Terror gegen die ukrainische Zivilbevölkerung fortzusetzen. Denn beim jüngsten russischen Angriff auf Kyiv und andere ukrainische Regionen konnten wir uns davon überzeugen, dass die Russen gezielt Wohnviertel der ukrainischen Hauptstadt angreifen – dort, wo sich nicht einmal der Schatten einer ukrainischen militärisch-industriellen Infrastruktur oder irgendwelcher geheimer Einrichtungen befindet, die deren Funktionieren gewährleisten könnten. Es sei denn, man betrachtet die Wohnungen gewöhnlicher Ukrainer, die sich nicht vor dem brutalen russischen Regime ergeben wollen, als solche Objekte.

Doch genau auf diese Kapitulation hofft Putin weiterhin mit seinem terroristischen Angriff auf unseren Staat. Denn die militärischen Möglichkeiten zur Besetzung der Ukraine besitzt er schlicht nicht. Er hofft, dass gerade der Terror gegen die Ukrainer sie dazu zwingen wird, freiwillig der Liquidierung ihres Staates zuzustimmen – oder zumindest die Voraussetzungen für eine groß angelegte demografische Katastrophe im Nachbarland schafft.

Allerdings muss gesagt werden, dass Putin, obwohl er der ukrainischen Führung vorwirft, über nicht existierende Erfolge an der Front zu berichten, weil sie sich angeblich nur mit PR beschäftigen könne, selbst ausschließlich vor die Fernsehkameras trat, um die Einnahme von Kostjantyniwka durch die russischen Truppen bekannt zu geben.

Diese Behauptung des Präsidenten der Russischen Föderation wurde bereits vom Generalstab der Streitkräfte der Ukraine widerlegt. Doch selbst wenn man Putins Logik folgen würde – was kommt dann als Nächstes für die russische Armee, was kommt als Nächstes für den russischen Staat?

Putin betont, dass die Einnahme von Kostjantyniwka nur der erste Schritt zur Eroberung der Agglomeration Slowjansk–Kramatorsk sei. Das heißt, die russische Armee hofft weiterhin, die gesamte ukrainische Oblast Donezk erobern zu können. Dabei sollte man daran erinnern, dass die Eroberung der gesamten Donezker Oblast keineswegs – wenn schon nicht taktisch, dann ganz sicher nicht strategisch – das Ziel des Präsidenten der Russischen Föderation, der russischen Militärführung und des russischen Volkes in diesem Angriffskrieg gegen den Nachbarstaat war.

Putins strategisches Ziel war, ist und bleibt die Liquidierung der ukrainischen Staatlichkeit als solcher, verbunden mit der Eingliederung der ukrainischen Regionen als neue Föderationssubjekte in die Russische Föderation – so wie dies formal bereits mit den Oblasten Donezk, Luhansk, Cherson und Saporischschja sowie mit der Autonomen Republik Krim und dem ukrainischen Sewastopol geschehen ist.

Putin besitzt keinerlei reale Möglichkeit, die Eingliederung dieser Regionen auch nur innerhalb ihrer administrativen Grenzen sicherzustellen. Wenn er erklärt, die sogenannte Befreiung Kostjantyniwkas sei lediglich der erste Schritt der russischen Armee zur Einnahme von Slowjansk oder Kramatorsk, dann bleibt das Entscheidende bestehen: Selbst wenn man sich vorstellt, Putin würde die geografischen Grenzen seiner eigenen Annexion erreichen, würde ihm das keinerlei reale Möglichkeiten eröffnen, die Ukraine zu erobern oder jenem ehrgeizigen Plan näherzukommen, der bereits im fernen Jahr 1991 auf der Lubjanka entworfen wurde: die Wiederherstellung der russischen Staatlichkeit innerhalb der Grenzen der Sowjetunion mit der anschließenden Schaffung einer russischen Einflusssphäre in den Ländern Mitteleuropas.

Ich erinnere daran, dass genau darauf das Außenministerium der Russischen Föderation bereits im Jahr 2021 bestand, als es forderte, Russland müsse nicht nur die faktische politische Kontrolle über die ehemaligen Sowjetrepubliken erhalten – was durch die Verpflichtung der NATO gewährleistet werden sollte, diese Staaten nicht in ihr Bündnis aufzunehmen –, sondern dass das Nordatlantische Bündnis zugleich die neuen Waffensysteme aus jenen Ländern abziehen müsse, die der NATO nach 1997 beigetreten waren.

Die Grenzen der Ambitionen der russischen Führung sind also klar, ebenso ist klar, weshalb der Krieg gegen die Ukraine bereits 2014 begonnen wurde. Unklar bleibt jedoch das Entscheidende: Wie will Putin die Ziele dieses Krieges erreichen, wenn er die Einnahme jedes einzelnen ukrainischen Dorfes im Donbas als großen Sieg verkündet und als Instrument zur Verwirklichung seiner ehrgeizigen chauvinistischen und imperialen Ziele den Luftterror gegen die friedliche Bevölkerung der Ukraine einsetzt? Damit erinnert er die Welt immer wieder daran, dass wir es mit einer kriminellen Organisation zu tun haben, die lediglich so tut, als sei sie ein zivilisierter Staat.

Tatsächlich kann man von der Staatlichkeit Russlands nur mit gewissen Vorbehalten sprechen. Denn nicht jedes Gebilde, das die Flagge, das Wappen oder die Hymne der ehemaligen Sowjetunion verwendet, ist auch ein Staat. Solcher Symbole kann sich ebenso eine abscheuliche Mafia bedienen – und genau eine solche Mafia ist das heutige Russland unter der Führung Putins. Dass diese Mafia zu kriminellen Handlungen greift, um ihre Ziele zu erreichen, erscheint mir daher völlig logisch und vorhersehbar.

Es gibt heute schlicht keine realen Möglichkeiten mehr, die Putin hoffen lassen könnten, dass die russische Staatlichkeit tatsächlich innerhalb der sowjetischen Grenzen wiederhergestellt wird. Unter den Bedingungen, in denen die wirtschaftlichen Ressourcen der Russischen Föderation, die die Fortsetzung des Krieges in den 2020er- und 2030er-Jahren dieses Jahrhunderts ermöglichen sollen, immer knapper werden, bleibt Putin nichts anderes übrig, als zu immer grausameren Methoden zu greifen, um diesen Krieg möglichst rasch mit einem russischen Sieg zu beenden – einem Sieg, der mit den Ressourcen, über die Russland heute verfügt, mit der Entschlossenheit der Ukraine, sich durch die Zerstörung des russischen militärisch-industriellen und des Raffineriesektors gegen die russische Invasion zu wehren, sowie mit der Bereitschaft unserer europäischen Verbündeten, uns in diesem gerechten Kampf gegen eine der abscheulichsten kriminellen Organisationen der heutigen Welt zu unterstützen, die sich selbst russischer Staat nennt, schlicht unerreichbar ist.

So bleibt ihm nichts anderes übrig, als öffentlich den Befehl zu erteilen, Frauen und Kinder zu töten, und die Welt damit erneut daran zu erinnern, mit welcher Bande sie es in Gestalt des sogenannten Russlands zu tun hat.


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Titel des Originals: Путін наказує продовжити терор України | Віталій Портников. 04.07.2026.
Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung: 04.07.2026.
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Der russische Horror. Marina Nikolaeva. 30.06.2026.

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Den gruseligsten Film in Russland nennt man „Fracht 200“ („Gruz 200“) von Balabanow. Darin hält ein russischer Uniformierter, ein Psychopath, mehrere Tage lang eine Geisel neben der Leiche ihres Verlobten fest. In Russland mag man diesen Film nicht, man behauptet, es sei Verleumdung – die „russische Welt“ sei nicht so.

Vor einigen Tagen, Gebiet Charkiw, eine Landstraße in der Gemeinde Solotschiw: Ein russischer FPV-Drohnenpilot, ein Psychopath, trifft vorsätzlich ein ziviles Auto, in dem ein älteres Ehepaar auf dem Heimweg ist. Die Frau wird getötet, der Mann liegt mit zertrümmerten Beinen neben der Leiche seiner geliebten Frau und verbringt mehrere Tage im Auto. Im Sommer, ohne Verbindung zur Außenwelt, mit nur geringen Chancen, gefunden zu werden, und einer großen Wahrscheinlichkeit, erneut getroffen zu werden, denn der Psychopath konnte ihn über die FPV-Drohne sehen. Zufällig wurde das beschädigte Auto entdeckt. Die Frau wurde beerdigt, der Mann gerettet …

Es ist mir völlig scheißegal, was Balabanow geschaffen hat, genauso wie die Videos von Moskauer Einwohnern und Zugezogenen auf der Krim, die wegen Benzinmangels und ständiger Luftalarme heulen, die ihnen de facto keinerlei Gefahr bringen. Mehr noch – ich habe sie satt. Denn seit mehreren Tagen besteht der Nachrichtenstrom aus Charkiw nur noch aus Einschlägen und getöteten Zivilisten. Bis zum Ende des Arbeitstages weiß ich schon gar nicht mehr, wie viele Treffer es heute gegeben hat.

Und das passiert nicht irgendwo. Es passiert vor unserem Fenster, auf den Straßen, auf denen wir jeden Tag zu Fuß gehen, auf den Straßen, auf denen wir ständig unterwegs sind.

Im Gebiet Charkiw und in Charkiw selbst gibt es alle paar Stunden Einschläge, alle zehn bis fünfzehn Minuten fliegt irgendetwas heran, und Luftalarm ertönt fast ohne Unterbrechung. Während irgendwo im Moskauer Gebiet irgendein fetter Kerl wegen Benzinmangels nicht einmal mehr zur Bierkneipe fahren kann, um dort „eine Angelegenheit zu regeln“, und irgendeine Tussi den Schönheitssalon nicht erreicht und mit Rotz und Tränen in ihrem Telegram-Kanal Likes sammelt, tötet in Charkiw eine gelenkte Fliegerbombe (KAB) im Stadtzentrum eine junge Ärztin, die sechs Jahre ihres Lebens für ihre Ausbildung aufgewendet hatte und gerade auf dem Weg zur feierlichen Diplomverleihung war. Der Festumhang fällt aus ihrer Tasche und bleibt neben ihrem leblosen Körper liegen.

Zur gleichen Zeit schlagen Splitter in die Scheiben einer Straßenbahn in Charkiw ein, und in Saporischschja verbrennen Menschen bei lebendigem Leib in einem Linienbus nach einem direkten Treffer.

Zur gleichen Zeit schlagen Raketen in Dnipro in ein Unternehmen ein und im Gebiet Charkiw am Ufer eines ruhigen Flusses, an dem Menschen ihre Freizeit verbrachten. Jetzt erscheinen sie in den Meldungen als Tote und Verletzte.

Zur gleichen Zeit brennen auf der Straße Charkiw–Sumy Lastwagen mit Lebensmitteln, Getreidefelder stehen in Flammen, Tankstellen brennen – manchmal zusammen mit den Menschen, die sich dort befinden –, sogar in Gemeinden, die bis vor Kurzem als sicherer Hinterraum galten: Walky und Berestyn. Das Gebiet Sumy brennt.

Zur gleichen Zeit stirbt ein 25-jähriger Polizist, der Menschen aus einer Gemeinde evakuierte, in der man bis vor Kurzem noch ganz normal leben konnte. Und Tausende Menschen sind gezwungen, ihre Häuser zu verlassen und ins Ungewisse zu gehen, obwohl sich die Frontlinie nicht verändert hat.

All das geschieht nicht innerhalb eines Monats, sondern in genau der Zeit, in der irgendeine Moskauer Schlampe mit Rotz und Tränen Likes sammelt. Und niemand schreibt mehr Lieder über die Festung Kostjantyniwka, Kramatorsk oder Slowjansk, Solotschiw, Bohoduchiw, Sumy … die Liste ließe sich fortsetzen.

Im Jahr 2022 besetzte der Feind rund ein Drittel des Gebiets Charkiw – etwas mehr als 11.000 Quadratkilometer. Heute übersteigt die Gesamtfläche der besetzten Gebiete, der Zonen mit verpflichtender Evakuierung und der Kampfgebiete – also jener Gebiete, in denen man jederzeit durch eine Rakete oder eine Drohne getötet werden kann – bereits 12.000 Quadratkilometer.

In den anderen Grenzregionen ist die Lage nicht besser. Der Donbas ist längst ein totes Land mitten in Europa.

Doch etwas weiter entfernt scheint man bereits den Sieg zu feiern, über Putins Tod zu diskutieren und über Gewinne aus dem Verkauf ukrainischer Waffen sowie ukrainischer Kriegserfahrungen zu sprechen. In Europa sollte man nicht darüber sprechen – weder über Waffen noch über Benzin –, sondern über den Tod von Menschen und darüber, dass der Feind den Luftraum über den Gemeinden beherrscht, über Schutzmaßnahmen. Andernfalls wird der Tod weiterziehen – bis zur Bankowa-Straße und bis in die europäischen Hauptstädte.

Kommentare:

  • Wir haben nichts, womit wir uns verteidigen können … Gegen KAB-Bomben gibt es überhaupt keinen Schutz, Abfangraketen gegen ballistische Raketen haben wir nur sehr wenige, und unsere sogenannten „Partner“ füttern uns seit Jahren überwiegend mit Versprechungen. Manche wollen sogar an unserem Blut verdienen und erpressen uns, während wir unsere Kinder unter den Trümmern suchen und versuchen, verkohlte Leichen anhand von DNA zu identifizieren.
  • Weißt du, ich lese deinen Text und empfinde völlige Ausweglosigkeit … Gleichzeitig heißt es hier, die Ukraine werde bald siegen. Aber was soll man mit all diesem Schmerz anfangen? Diese Wunden werden noch sehr lange nicht verheilen. Und niemand weiß, wie lange das noch andauern wird – selbst nach dem Krieg.
  • Es gibt nichts hinzuzufügen und nichts wegzunehmen. Die Dunkelheit legt sich immer dichter über die Ukraine. Trotz aller technischen und politischen Erfolge spürt man die Verschlechterung mit der eigenen Haut und den Haaren auf dem Kopf, wenn die Explosionen in unmittelbarer Nähe einschlagen.
  • Genau so ist es! Umso mehr sind die Gespräche über Putins Ende und ein „neues Russland“ propagandistische Lügen. Ja, Russland hat Treibstoffprobleme, die unsere Armee verursacht hat. Aber diese Unmenschen werden jetzt, da man ihnen ein wenig auf den Schwanz getreten ist, nur noch gefährlicher …

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Autor: Marina Nikolaeva
Veröffentlichung: 30.06.2026.
Originalsprache: uk/ ru/ en]
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Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach,
veröffentlicht auf

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Moskau bombardiert die Lawra | Vitaly Portnikov. 15.06.2026.

Das schreckliche Symbol des heutigen massiven Bombardements von Kyiv und anderer Städte der Ukraine wurde das Feuer über der Lawra, der Angriff des Feindes auf dieses große Heiligtum.

Im Zentrum dieses Angriffs stand die Mariä-Entschlafens-Kathedrale, die bereits 1941 auf Befehl aus Moskau auf dem Höhepunkt des Zweiten Weltkriegs gesprengt worden war. Ich gehöre noch zu jener Generation von Kyivern, die die Leere an der Stelle der Mariä-Entschlafens-Kathedrale in Erinnerung hat.

Deshalb wurde ihr Wiederaufbau nicht einfach nur zum Symbol der Rückkehr zum wahren architektonischen Erscheinungsbild eines der wichtigsten Baudenkmäler Kyivs. Es war ein Triumph der Gerechtigkeit, die Möglichkeit, der Welt zurückzugeben, was die Bolschewiki zerstört hatten.

Und nun versucht erneut eine Moskauer Regierung, die Mariä-Entschlafens-Kathedrale zu zerstören, versucht, die Kyiv-Petscherska Lawra zu zerstören, die im Moskauer Staat immer gehasst wurde: sowohl als Symbol des Widerstands gegen die Vereinigung der ukrainischen und moskowitischen Länder als auch als großes Heiligtum, mit dem die Kirchen von Wladimir an der Kljasma, Susdal oder Moskau selbst nicht konkurrieren konnten. Deshalb versuchte man immer, diese Lawra zu schänden, zu zerstören, zu besetzen und dort eine eigene Agentur aufzubauen.

Und nun ist man erneut zum Niederbrennen übergegangen. Die Kyiv-Petscherska Lawra ist nicht das einzige für die Ukraine wichtige Objekt, das durch russische Bombardierungen in Brand gesetzt werden sollte. Auch die Oleksandr-Dowschenko-Filmstudios wurden getroffen, auch auf ihrem Gelände brannten Feuer.

Angriffe auf Wohnhäuser sind bereits Alltag russischer Attacken auf Kyiv und andere ukrainische Städte. Besonderes Mitgefühl möchte ich den Angehörigen der Charkiwer Rettungskräfte aussprechen, die bei einem erneuten Angriff der Besatzer auf diese ukrainische Stadt getötet wurden. Getötet wurden Menschen, die versuchten, andere zu retten, die versuchten, einen Brand zu löschen.

Das erinnert erneut daran, dass diejenigen, die Krieg gegen die Ukraine führen, keinen Funken Menschlichkeit und keinen Respekt besitzen – weder gegenüber großen Heiligtümern noch gegenüber Menschen, die der edlen Aufgabe der Rettung anderer nachgehen.

Und hier kann man klar sagen, dass wir in eine neue Phase des russisch-ukrainischen Krieges eingetreten sind. Es ist die Phase der Zerstörung großer Städte.

Sie hat nicht zufällig begonnen, natürlich nicht erst heute, aber das Feuer in der Lawra ist ihre symbolische und bedeutende Fortsetzung. Man könnte sagen: Putins Akzentsetzung zum Jubiläum des amerikanischen Präsidenten Donald Trump.

Der russische Machthaber nutzt den Mangel an Raketen für Patriot-Systeme aus, damit seine ballistischen Raketen ukrainische Städte ungehindert in zusammenhängende Ruinenlandschaften verwandeln können.

Dahinter steht die Hoffnung, dass eine solche Zerstörung die ukrainische Führung zur Kapitulation vor Moskau zwingen wird. Dahinter steht auch die Hoffnung, einen Sieg im demografischen Krieg zu erringen.

Ich erinnere daran, dass der Krieg Russlands gegen die Ukraine auch eine offensichtliche demografische Dimension hat. Wenn es nicht gelingt, das gesamte Territorium zu erobern, dann muss dieses Territorium zumindest entvölkert werden. Die Ukrainer sollen dazu bewegt werden, in andere Länder auszuwandern, die großen Städte zu verlassen und entweder aufs Land oder in kleinere Städte umzuziehen.

Hinzu kommt die ernsthafte Hoffnung, schließlich eine neue Migrationskrise im von Putin gehassten Europa auszulösen und damit den Aufstieg ultrarechter und ultralinker Radikaler an die Macht zu fördern, die bereit sind, mit Moskau zusammenzuarbeiten, die europäische Integration der Ukraine zu beenden und letztlich dazu beizutragen, dass ukrainische Gebiete zu einem untrennbaren Bestandteil Russlands werden – jenes Russlands, mit dem diese ultrarechten und ultralinken Radikalen zusammenarbeiten wollen, ohne überhaupt zu begreifen, dass sie später selbst zum nächsten Opfer des gierigen russischen Imperialismus werden.

Es gibt also einen technologischen Aspekt, einen demografischen Aspekt und einen ideologischen Aspekt. Und all diese Aspekte, die wir in den kommenden Monaten dieses grausamen Krieges noch erleben werden, sind im Brand der Lawra zusammengekommen.

Und nun natürlich der wichtigste Punkt. Wird es uns gelingen, Russland so zu antworten, dass in der russischen Führung der Wunsch entsteht, diese sorgfältig ausgearbeitete Kampagne zur Verwandlung ukrainischer Städte in unbewohnbare Orte zu beenden – durch Schläge gegen die Russische Föderation selbst? Aber Schläge solcher Art, die Russland tatsächlich der Ressourcen berauben, die es zur Fortsetzung des russisch-ukrainischen Krieges benötigt. 

Denn davor, russische Städte in dieselben Ruinen zu verwandeln, fürchtet man sich im Kreml nicht besonders. Ein solches Leben ist den Russen eigen, die stets bereit waren, für die Eroberung fremder Gebiete so lange zu leiden, wie es für den Erfolg ihrer aggressiven Armee notwendig war, um noch etwas mehr zu erobern, das nicht Teil ihres riesigen, aber hilflosen Staates ist.

Wenn es jedoch neben der wechselseitigen Reaktion auf beiden Seiten der russisch-ukrainischen Grenze dazu kommt, dass Russland die Ressourcen zur Fortsetzung dieses Krieges ausgehen, dann kann man sich vorstellen, dass in der russischen Führung unter Putin mit der Zeit die Idee entsteht, zumindest die Zerstörung ukrainischer Städte auszusetzen, wenn schon nicht den Krieg selbst.

Und hier ist auch die Beteiligung der internationalen Gemeinschaft wichtig, die Hilfe für die Ukraine, damit wir zumindest in der Lage sind, ballistische Angriffe abzufangen.

Die schrecklichen Bilder der brennenden Lawra werden die Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft für kurze Zeit wieder auf den russisch-ukrainischen Krieg lenken – vor dem Hintergrund der Versuche zu verstehen, wie der amerikanische Krieg gegen den Iran enden wird und ob es gelingt, die Straße von Hormus zu öffnen und der Welt zumindest die Hoffnung auf einen normalen wirtschaftlichen Zustand zurückzugeben.

Und diesen Moment, diese Erinnerung an die Moskauer Barbarei, muss man nutzen, um den neuen Plänen Moskaus zur straflosen Zerstörung der Ukraine zuvorzukommen.


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Titel des Originals: Москва бомбардує Лавру | Віталій
Портников. 15.06.2026.

Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung / Entstehung: 15.06.2026.
Originalsprache: [uk/ ru/ en]
Plattform / Quelle: YouTube
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Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach,
veröffentlicht auf

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Russland greift ein Nuklearobjekt an | Vitaly Portnikov. 07.06.2026.

Die Russische Föderation hat einen Angriff auf das Gebäude des zentralisierten Lagers für abgebrannten Kernbrennstoff in der Region Kyiv durchgeführt. Tatsächlich handelt es sich um einen weiteren technologischen Angriff, der die nukleare Sicherheit nicht nur der Ukraine, sondern auch der Nachbarstaaten und ganz Europas infrage stellt.

Glücklicherweise kam es nicht zu einer Erhöhung des nuklearen Gefahrenniveaus, aber wir verstehen sehr gut, dass all diese russischen Angriffe in Wirklichkeit in Wirklichkeit reines Glücksspiel ist. Denn wenn die Russen das Gelände des Kernkraftwerks Tschernobyl beschießen oder ein Umspannwerk auf dem von den ukrainischen Streitkräften kontrollierten Gebiet sprengen, das faktisch ein wichtiges Objekt für den Betrieb des Kernkraftwerks Saporischschja ist, stellen sie die Möglichkeit der Sicherheit an den Nuklearanlagen der Ukraine infrage.

Und gleichzeitig beschuldigen sie ausgerechnet die Ukraine der zahlreichen Blackouts auf dem Gelände des Kernkraftwerks Saporischschja. Das ist offener Zynismus. Und das Wichtigste ist eine für einen Staat des 21. Jahrhunderts erstaunliche Unfähigkeit, die Folgen seiner eigenen Handlungen für sich selbst zu begreifen.

Vor allem haben die Russen im Verlauf dieses Krieges bereits bewiesen, dass sie zu technologischen Katastrophen bereit sind. Die besten Beispiele sind der Vormarsch russischer Truppen im Februar 2022 durch die Sperrzone von Tschernobyl, wobei sie die Gefahren dieses Objekts faktisch ignorierten. Oder die Schäden am Sarkophag, der nach der Katastrophe über dem Reaktor des Kernkraftwerks Tschernobyl errichtet wurde und die infolge russischer Angriffe entstanden.

Und natürlich gibt es ein weiteres, zwar nicht nukleares, aber ebenso aufschlussreiches Beispiel: die Sprengung des Kachowka-Wasserkraftwerks durch russische Truppen. Viele vergleichen die Folgen dieses Schlages mit einer nuklearen Explosion. Offensichtlich kümmerten sich die russischen Militärs bei der Entscheidung zur Sprengung des Damms des Kachowka-Wasserkraftwerks in erster Linie um taktische Aufgaben – darum, den Vormarsch ukrainischer Truppen auf die Stellungen der russischen Besatzer aufzuhalten. Doch welche Folgen die Sprengung selbst haben würde? Es scheint, als gäbe es in der russischen politischen und militärischen Führung einfach keine Spezialisten, die die ganze Gefahr dessen begreifen könnten, was geschehen kann.

Genau deshalb beobachten wir in unserem Krieg gegen die Russen ständig, wie sie Russisches Roulette spielen. Alle Klischees über die russische Wirklichkeit, die wir bislang nur aus Witzen kannten und von denen wir nicht glaubten, dass Menschen in der zivilisierten Welt sich tatsächlich so verhalten könnten, werden durch die Handlungen von Präsident Putin, seines engsten Umfelds und der russischen Generäle bestätigt.

Wir sehen vor uns einen Affen – nur nicht mit einer Handgranate, sondern mit einer Atombombe. Und die Frage ist nicht einmal die Grausamkeit dieses Tieres. Die Frage ist, dass es offensichtlich die Folgen seiner möglichen Handlungen nicht begreift. Deshalb sollten wir uns, wenn wir sagen, die Russische Föderation könne keine Atomwaffen einsetzen, weil sie die Konsequenzen fürchte, fragen: Wer dort könnte überhaupt irgendetwas fürchten, wenn wir von Menschen sprechen, deren nicht einmal intellektuelles Niveau, sondern deren Bildungsniveau offensichtlich bei null liegt?

Menschen, die am Montag nicht begreifen können, dass morgen Dienstag ist. Menschen, die mit den einfachsten wissenschaftlichen Fragen nicht zurechtkommen. Menschen, die statt in der Schule zu lernen, in Hauseingängen Prügeleien austrugen und später, wie der Präsident der Russischen Föderation selbst über seine Jugend erzählte, auf dem Bauch durch Moskauer Unterführungen krochen, um sich die Leutnantssterne im unheilvollen Komitee für Staatssicherheit der Sowjetunion zu verdienen.

Ja, alles hat sich als wahr erwiesen. Diese Menschen haben nie Bücher gelesen, sich nie für die Entwicklung der Zivilisation interessiert. Sie haben nur gelernt zu töten und zu rauben. Und genau dafür wurden sie im Komitee für Staatssicherheit der Sowjetunion und später im Föderalen Sicherheitsdienst der Russischen Föderation geschätzt, denn dort verachtete man intelligente und gebildete Menschen schon immer. Es war ein Reich des Lumpenproletariats.

Und die Analysten, die dort eingestellt wurden, wurden lediglich als eine unverständliche Erscheinung betrachtet, die man nur dann um Rat fragte, wenn es um Diversionen in anderen Ländern ging, keineswegs aber um das Verständnis der Folgen des Handelns der sowjetischen Tschekisten selbst. Und mir scheint, dass dies schon zu Sowjetzeiten niemals ein Geheimnis war.

Erstaunlich ist vielmehr, dass wir in unserer Zeit einfach vergessen haben, welche strategische Gefahr all diese Menschen und diese Behörde darstellen, die heute nicht nur die Russische Föderation als Staat, sondern auch die russische Armee kontrolliert. Eine Armee, die faktisch ebenfalls von ungebildeten Generälen geführt wird, deren wichtigste Aufgabe in den vergangenen Jahrzehnten darin bestand, sich bei ungebildeten Tschekisten und bei dem ungebildeten Präsidenten der Russischen Föderation einzuschmeicheln, nachdem sie bestimmte Aufträge erhalten hatten. Einem Präsidenten, dem es in vielen Jahrzehnten seines Dienstes weder im Komitee für Staatssicherheit der Sowjetunion noch im Föderalen Sicherheitsdienst der Russischen Föderation gelang, auch nur den Rang eines Obersts zu erreichen.

Stellen Sie sich dieses Niveau militärischer Kompetenz vor: Nicht einmal als General, nicht einmal als Oberst des Komitees für Staatssicherheit oder des Föderalen Sicherheitsdienstes der Russischen Föderation wurde er von irgendeinem seiner Vorgesetzten gesehen – nicht einmal von demselben Patruschew, der später nach der Machtübernahme der Tschekisten in Russland zu einem seiner engsten Verbündeten werden sollte.

Die sowjetische Führung führte bekanntlich durch ihre Unbildung und ihre Verachtung der Wissenschaft zur Katastrophe von Tschernobyl. Dies ist eines der wichtigsten Ergebnisse der Präsenz der Kommunistischen Partei an der Spitze Russlands und der von ihr besetzten Gebiete seit 1917.

Und nun haben wir es mit den Verbrechen jener zu tun, die der Kommunistischen Partei dienten – der sowjetischen und später russischen Tschekisten. Warum also wundern wir uns darüber, dass sie weiterhin Tschernobyl angreifen? Schließlich zieht es einen Verbrecher immer wieder an den Tatort zurück.


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Titel des Originals: Росія бʼє по ядерному обʼєкту | Віталій Портников. 07.06.2026.
Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung / Entstehung: 07.06.2026.
Originalsprache: uk
Plattform / Quelle: YouTube
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Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach,
veröffentlicht auf

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Putin setzt den Terror fort | Vitaly Portnikov. 02.06.2026.

Eine weitere schreckliche Nacht für Kyiv sowie für andere Städte und Regionen unseres Landes. Zunächst möchte ich den Betroffenen dieses russischen Angriffs, der praktisch vom Abend bis zum Morgen des 2. Juni 2026 andauerte, mein aufrichtiges Mitgefühl aussprechen.

In Kyiv brennt es derzeit. Die Stadt ist von Rauch eingehüllt. In einem sozialen Netzwerk sah ich ein symbolisches Foto der Mutter-Heimat-Statue vor dem Hintergrund der Brände.

Welche Schlussfolgerungen lassen sich aus dieser Fortsetzung des russischen Luftterrors ziehen?

Erstens sehen wir, dass der russische Machthaber vor diesem erneuten Angriff auf die ukrainische Hauptstadt sowie andere Städte und Regionen der Ukraine weiterhin das Thema Starobilsk ausschlachtet. Er berief eine Besprechung mit den Sicherheitsorganen ein und betonte die Notwendigkeit, die Schuldigen für den Schlag gegen Starobilsk zu bestrafen.

Welchen Zusammenhang der Angriff russischer Truppen auf eine Poliklinik in der ukrainischen Hauptstadt mit dieser sogenannten Bestrafung haben soll, wird Putin Ihnen natürlich nicht erklären können. Doch genau so rechtfertigt er den Terror gegen die Zivilbevölkerung, die Einschüchterung von Menschen und die Angriffe auf Wohnviertel in Kyiv, Charkiw, Dnipro und anderen ukrainischen Städten, die in dieser Nacht Ziel russischer Angriffe wurden.

Ein weiterer sehr wichtiger Punkt: Mit diesem Angriff demonstriert Putin, dass er nicht die Absicht hat, tatsächlich über ein Ende des russisch-ukrainischen Krieges zu verhandeln – ganz gleich, welche Prognosen dazu in den politischen Korridoren kursieren.

Er versucht schlicht, diesen Krieg von einem Krieg der Armeen in einen Krieg der Raketenangriffe zu verwandeln. Und er könnte hoffen, dass er mit genau dieser Taktik, der Taktik der Zerstörung ukrainischer Städte, die Ukraine zwar vielleicht nicht zur Kapitulation zwingen, aber zumindest den demografischen Krieg gegen das ukrainische Volk gewinnen kann. Einen Krieg, der keineswegs erst seit vier Jahren und einigen Monaten andauert.

Dieser Krieg dauert bereits seit Jahrhunderten an. Und Putin hofft, aus diesem Krieg als Sieger hervorzugehen. Genau auf einen solchen Sieg ist dieser Terror ausgerichtet.

Zudem könnte Putin davon ausgehen, dass er die Zeit nutzen kann, in der die Vereinigten Staaten vor dem Hintergrund ihrer Probleme im Nahen Osten und der drohenden Energiekrise über keine wirksamen Mittel verfügen, um Druck auf die Russische Föderation auszuüben. Aus Putins Sicht ist dies also genau der Zeitpunkt, an dem er ukrainische Städte und die friedliche Bevölkerung der Ukraine ungestraft terrorisieren kann. Denn ich wiederhole: Das ähnelt keinem Krieg, sondern vor allem Terror. Und Sie sehen, dass die Russen nicht einmal versuchen, irgendwelche Objekte zu finden, mit deren angeblicher Bekämpfung sie diese Angriffe erklären könnten.

Ein weiterer wichtiger Punkt besteht darin, dass Russland, wie man sieht, gar nicht über ein so großes Potenzial für derart massive Angriffe verfügt. Der russische Außenminister Sergej Lawrow drohte unmittelbar nach dem 14. Mai, als der vorherige große Angriff stattfand, mit systematischen Angriffen auf Kyiv. Er empfahl ausländischen Diplomaten, die in der ukrainischen Hauptstadt akkreditiert sind, Kyiv zu verlassen.

Und Sie wissen, welche Antwort er erhielt: Niemand beabsichtigt auszureisen. Das liegt nicht nur daran, dass Diplomaten oder die diplomatischen Vertretungen der Vereinigten Staaten oder der Länder der Europäischen Union besonderen Mut zeigen würden. Es ist vielmehr das Verständnis dafür, dass den Russen das notwendige Potenzial für ständige systematische Angriffe fehlt.

Der Angriff auf Kyiv wurde nicht bis zum 2. Juni verschoben; vielmehr konnten die Russen erst am 2. Juni genügend Raketen und Drohnen bereitstellen, um ihre Angriffe auf die Ukraine fortzusetzen. Aber Sie konnten bemerken, dass sich unter den Raketen, die heute auf die Ukraine abgefeuert wurden, keine Iskander- und keine Kinschal-Raketen befanden. Es gab lediglich eine kleine Anzahl von Kalibr-Raketen, mit denen die südlichen Regionen unseres Landes gleich zu Beginn des Angriffs attackiert wurden.

Kyiv hingegen wurde vor allem mit einer Gruppe ballistischer Raketen sowie Zircon-Raketen angegriffen, die gemeinsam mit den ballistischen Raketen eingesetzt wurden. Und wie Sie verstehen, zeigt bereits die Umrüstung von Seeraketen für Angriffe auf Kyiz oder andere ukrainische Städte, dass der Russischen Föderation Raketen fehlen. 

Zircon-Raketen zeichnen sich bei Angriffen auf Landziele nicht durch besondere Präzision aus. Allerdings verstehen wir sehr gut, dass Russland in einer Situation, in der es um Terror geht, auch keine besondere Präzision benötigt.

Und das Wichtigste ist: Dabei handelt es sich um strategische Waffen der Russischen Föderation. Die Russen verfügen nicht über viele Zircon-Raketen und können nur etwa zehn Stück pro Monat produzieren. Wenn sie also versuchen, Raketen aus ihren strategischen Reserven einzusetzen, um die Wirksamkeit ihrer ballistischen Raketen zu erhöhen und die ukrainische Luftverteidigung zu überlasten, dann spricht auch das dafür, dass ihnen derzeit nicht genügend Raketen und Drohnen für ständige und vor allem häufige Angriffe auf die Ukraine zur Verfügung stehen. Und es ist sehr wichtig, dass dies auch künftig so bleibt.

Dafür sind präzise Raketen- und Drohnenangriffe auf den militärisch-industriellen Komplex der Russischen Föderation erforderlich. Man muss die Fabriken zerstören, die zur Tötung ukrainischer Zivilisten und zur Vernichtung ziviler Infrastruktur genutzt werden.

Denn tatsächlich handelt es sich um Zentren des weltweiten Terrorismus, angeführt von Präsident Putin und seinen Mitstreitern, die die Russische Föderation endgültig in eine terroristische Gruppierung verwandelt haben, die lediglich den Namen und das Potenzial eines Staates nutzt, um Terrorangriffe gegen die friedliche Bevölkerung eines Nachbarlandes durchzuführen.


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Titel des Originals: Путін продовжує терор | Віталій Портников. 02.06.2026.
Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung / Entstehung: 02.06.2026.
Originalsprache: uk
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Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach,
veröffentlicht auf

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Der gebrochene Putin. Vitaly Portnikov. 25.05.2026.

Зламаний Путін. Віталій Портников. 25.05.2026.

Den letzten russischen Angriff auf Kyiv und das Gebiet Kyiv erklären viele mit Putins Wunsch, sich für die Demütigung zu rächen, die der russische Machthaber während der Vorbereitung der Parade in Moskau am 9. Mai empfand. Manche glauben, dass Putin auf diese Weise den faktischen Festfahren seiner Truppen auf dem Gebiet der Region Donezk kompensieren will. Und anderen scheint, dass Putin mit diesem Angriff dem Westen Stärke und die Unwilligkeit demonstriert, irgendwelche Kompromisse zu suchen – ebenso wie mit den gleichzeitig in Russland und Belarus abgehaltenen Atomübungen.

Aber auf mich wirkte dieser Angriff, den ich auf einer der Stationen der Kyiver Metro verbringen musste, vor allem durch seine Sinnlosigkeit und Nutzlosigkeit erschütternd. Der russische Präsident gab Milliarden Rubel aus, um einen Markt und ein Einkaufszentrum, Cafés und eine Pferderennbahn zu zerstören. Der „Oreschnik“, mit dem Putin in den letzten Monaten prahlt, wurde für einen Schlag gegen eine Garagengenossenschaft in Bila Zerkwa eingesetzt. Selbst wenn man den Erklärungen glaubt, dass Moskau irgendein militärisches Objekt auf dem Gebiet dieser ukrainischen Stadt zerstören wollte, hätten dafür Drohnen und einige ballistische Raketen vollkommen ausgereicht.

Putin, an den ich mich aus den ersten Tagen seiner Amtszeit als Präsident Russlands erinnere, war immer grausam, empathielos, kaltblütig und selbstverliebt. Diese Eigenschaften zeigten sich buchstäblich schon in den ersten Tagen seiner politischen Karriere – vor dem Hintergrund des Tschetschenienkriegs oder des Todes der Seeleute auf dem U-Boot „Kursk“. Aber dieser Putin wusste genau, was er tat und warum. Wirkliche Anzeichen von Unzurechnungsfähigkeit konnte man bereits im Februar 2022 beobachten, als der russische Präsident ernsthaft entschlossen war, die ukrainische Regierung zu stürzen, und ernsthaft glaubte, dass die Ukrainer seine Armee mit Blumen empfangen würden. Aber das war vermutlich ideologische Unzurechnungsfähigkeit. Der russische Präsident glaubt wirklich an all diese ideologischen Mythen, die er propagiert, weil er als KGB-Offizier mit ihnen erzogen wurde. Er ist tatsächlich überzeugt, dass es kein ukrainisches Volk gibt, dass Menschen nicht selbst für ihre Zukunft eintreten und nicht eigenständig auf die Straße gehen können. Und tatsächlich – warum sollte ein Mensch, der einst überzeugt war, dass die Teilnehmer der Proteste in Dresden in den letzten Tagen der Existenz der Deutschen Demokratischen Republik bezahlt wurden, seine Meinung über die ukrainischen Maidan-Proteste irgendwie ändern?

Aber dieser Angriff ist eher ein Zeugnis nomenklaturhafter, amtlicher Unzurechnungsfähigkeit. Genau das, was Putin sich in der Vergangenheit niemals erlauben konnte. Er hat kein überschüssiges Geld für die Armee – und gibt dennoch Milliarden für einen Angriff aus, der nichts verändert. Er hat keinerlei Einfluss auf das militärisch-technische Potenzial der Ukraine. Er kann die Menschen nicht einschüchtern, denn einschüchtern muss man in den ersten Monaten eines Krieges und nicht im fünften Kriegsjahr – die Menschen, die in der Ukraine geblieben sind, haben sich an solche schrecklichen Prüfungen bereits irgendwie gewöhnt. Was man mit einem solchen Angriff erreichen kann, ist einzig, den Grad des Hasses zu erhöhen.

Deshalb überrascht es mich nicht, wenn ich auf den Seiten westlicher Medien Artikel darüber lese, dass der russische Präsident bei Vertretern seines eigenen Umfelds, der politischen und wirtschaftlichen Elite Russlands, Enttäuschung hervorruft. Auch diese Menschen kann man kaum Liberale nennen – sie vertreten dasselbe Programm wie Putin, sind von der Notwendigkeit überzeugt, die Kontrolle über die Ukraine und andere ehemalige Sowjetrepubliken wiederherzustellen, und von der Wichtigkeit der Konfrontation mit dem Westen. Deshalb ist Putin für die meisten von ihnen der ideale Führer, während der Rest einfach eingeschüchtert ist.

Was diese Menschen eint, ist der Wunsch, dass ihr Führer in seinen Handlungen adäquat bleibt und die Situation in Russland und um Russland herum realistisch einschätzt. Doch genau diese Adäquatheit zeigt Putin in letzter Zeit überhaupt nicht mehr. Und das sieht man sowohl an der Wahrnehmung durch die Bevölkerung – seine Zustimmungswerte sinken merklich – als auch an den Gesprächen russischer Nomenklaturfunktionäre mit westlichen Journalisten. Deshalb halte ich es für möglich, dass selbst solche Vertreter des Putin-Umfelds wie Kremlsprecher Dmitri Peskow und der erste stellvertretende Leiter der Präsidialverwaltung Sergej Kirijenko tatsächlich versucht haben könnten, Putin von härteren Einschränkungen für die Russen abzubringen – jedoch ohne Erfolg.

Und ja, diese Menschen werden unzufrieden sein – aber sie werden nichts tun, um die Situation zu verändern, weil sie Angst vor Putin haben. Sie werden entweder auf seine Rückkehr zum gesunden Menschenverstand oder auf sein Ende warten – und genau das wird den russischen Präsidenten noch unberechenbarer und gefährlicher machen. Das ist ein neuer Putin – zermürbt von Jahren der Erfolglosigkeit im russisch-ukrainischen Krieg und gefangen in seiner eigenen Unzurechnungsfähigkeit. Und den nächsten Schritten eines solchen Putin muss man mit noch größerer Vorsicht begegnen.


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Autor: Vitaly Portnikov]
Veröffentlichung / Entstehung: 25.05.2026.
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