Das Schilf war mir einst meine Wiege. (Aufständische Version)

Das Schilf war mir einst meine Wiege,
Im Moor bin geboren, wuchs groß,
Ich liebe mein Häuschen in Polesien,
Und den Wald – still, traurig und leis.

O weites, endloses Moorland,
Wo Wasser die Erde bedeckt,
Nur hier und da steht ein einsamer Hof,
Ein Dorf, das sich scheu dort versteckt.

Nicht fern, dort unten am Flusse,
Wo langsam der Wald sich verliert,
Sieht man mein kleines, schlichtes Zuhause,
Wo ich geboren und aufgewachsen bin.

Und darum lieb ich Polesien,
Sein Dörfer, die Wälder, die Leut’,
Denn wir sind hier zusammengewachsen,
Kinder derselben Mutter – vereint.

Denn wir sind hier zusammengewachsen,
Kinder derselben Mutter – vereint.

Wir können auch leben in Freiheit,
Ohne Herren, ohn’ Fremdengewalt,
Kein Deutscher und auch kein Moskale
Soll bei uns kein Herr mehr sein.

Wir sprengen die schweren Ketten,
Dass Feindesblut tränkt unser Land,
Denn Freiheit gehört uns allen,
Und dafür ziehn wir in den Kampf.

Denn wir haben nur eine Mutter,
Und sie heißt Ukraine allein,
Und wir müssen uns alle vereinen,
Denn genug war die Knechtschaft und Pein.

Lang genug hat die Knechtschaft uns gebrochen,
Und der Zorn aus Moskau uns traf,
Doch wir brauchen die Freiheit für alle,
Und nun ziehen wir mutig zum Kampf.

Lang genug wir den Tyrannen ertrugen,
Hier in Polesien entstand die UPA,
Und ein Poleschuk rief zum Aufstand:
„Jetzt ist Zeit!“ – so rief Ukraine da.

Mit dem Wort und mit dem Gewehre
Werden wir unser Land befrein,
Dass über Kyiv, Lwiw und Cholm
Wird der gelb-blaue Dreizack schein’n.

Das Schilf war mir einst meine Wiege,
Und hinter der Bank lag mein Gewehr,
Ich verließ meine Hütte in Polesien
Und ging zu den Kämpfern im Wald.

Ich verließ meine Hütte in Polesien
Und ging zu den Kämpfern im Wald.

Das Schilf war mir einst meine Wiege,
Im Moor bin geboren, wuchs groß,
Ich liebe mein Häuschen in Polesien,
Und den Wald – still, traurig und leis.

Ich liebe mein Häuschen in Polesien,
Und den Wald – still, traurig und leis.
Ich liebe den Wald, still und leis.
Ich liebe den Wald, still und leis.


Очерет мені був за колиску. (Повстанська версія)

Очерет мені був за колиску,

Я в болотах родився і зріс.

Я люблю свою хату поліську,

Я люблю свій зажурений ліс.

Ой, безкрайнє поліське болото,

Під Полісся вода залива,

Тільки де-не-де хутір самотній,

Тільки де-не-де клаптик села.

Недалеко, ген, попід річку,

Там, де вже кінчається ліс.

Видно хату мою невеличку,-

Там то я народився і зріс!

І до того люблю я Полісся,

Тії села, природу, людей,

Бо ми всі тут разом ізжилися,

Ми є діте одних матерей!

Бо ми всі тут разом ізжилися,

Ми є діте одних матерей!

Ми потрафимо жити без пана

І без німця, і москаля.

Розірвемо тяжкі ми кайдани,

Вражой кров’ю зроситься земля.

Бо єдина у нас є лиш мати,

Україна є тільки одна!

І ми мусим разом з’єднатись,

Бо вже досить неволі й ярма…

Надокучила клята неволя,

Гнів московський проклятий –

Нам усім потрібная воля,

І за волю ми йдемо всі в бій.

Всім нам досі терпіти тирана,

На Поліссі зродилось УПА!

Поліщук закликав до повстання,

Україна сказала: „ПОРА!“

Будем крісом кресати і словом,

Хто заб’є в нашу землю свій зуб,

Щоб над Києвом, Холмом і Львовом.

Заяснів жовто-синій тризуб!

Очерет мені був за колиску,

А за лавкою спав мені кріс.

Я лишив свою хату поліську,

І пішов до повстанців у ліс.

Я лишив свою хату поліську,

І пішов до повстанців у ліс.

Очерет мені був за колиску,

Я в болотах родився і зріс.

Я люблю свою хату поліську,

Я люблю свій зажурений ліс.

Я люблю свою хату поліську,

Я люблю свій зажурений ліс.

Я люблю свій зажурений ліс,

Я люблю свій зажурений ліс..

Mühlsteine. Dzvinka Torokhtushko

https://www.facebook.com/share/p/HnWeKPEKrreBnCMT/?mibextid=WC7FNe

💛💙 Mühlsteine! Siehst du, Oksana: das sind nur Mühlsteine. Im Jahr 1932 gelang es meinem Großvater, zwei Säcke mit Getreide außerhalb des Dorfes zu verstecken. Die Mühlsteine waren im Haus. Die Jäger, die nach fünf Ähren suchten, haben sie nie gefunden. Sie sahen, dass alle am Leben waren. Die Hälfte des Dorfes verhungerte im Winter, aber meine Verwandten lebten noch. Nur meine Urgroßmutter, die Mutter meines Großvaters, lag in ihrer Festtagskleidung in der Ecke im Sterben. Sie konnte ihre Seele nicht zu Gott bringen.

Und die Jäger liefen auf dem Hof herum. Sie gingen mit Sonden umher, durchbohrten den gefrorenen Boden, den Lehmboden im Haus, wie Adler, die picken. Sie brachten meinen Großvater zum Verhör in den Dorfrat, in den Bezirk. Mein Großvater konnte nur mit seinen verkrüppelten Händen zucken. „Ich weiß nicht, wovon wir leben, meine Herren Kommunisten. Ihr könnt es selbst sehen – es gibt nichts. Wir halten durch Gottes Gnaden durch.“

Sie schlugen meinen Großvater und ließen ihn gehen. Er kam nach Hause, und meine Großmutter wusch das Blut von ihm im Hof beim Brunnen ab und wusch seine Kleidung im kalten Wasser. Und mein Großvater ging ins Haus, fiel vor dem Altar nieder, bekreuzigte sich vor den Ikonen mit den gebrochenen in der Tür des NKWD-Ermittlungsbüros Fingern und flüsterte leise: „Mama, ich bitte dich bei Christus: Gib deine Seele nicht an Gott! Denn wenn du deine weggibst, wird unsere dir folgen…“

Und meine Urgroßmutter lag da, gelb wie eine Wachskerze. Und ihre Seele wollte aus ihr heraustropfen und die Flamme des Lebens auslöschen.

Und meine Urgroßmutter wollte nicht mehr leben. Im Frühjahr 1932 blühte der Hohlwurz für sie nicht, und die Kraniche riefen ihr in der Herbstsonne zu. Und meine Urgroßmutter hatte Schmerzen, es brannte in ihrer Brust von dieser Kerze des Lebens, weil sie ausbrannte und heißes Wachs unter ihren Rippen verteilte, das sich ausbreitete und alles in ihr verbrannte.

Und als die Störche im Herbst über das Haus flogen, schrie meine Großmutter ihnen hinterher und bat die Vögel, sie nach Irium mutzunehmen.

Aber mein Großvater nahm ihre vertrocknete Hand, küsste ihre vor Arbeit geschwärzte Handfläche und betete. Er betete nicht zu den Bildern, sondern zu seiner Mutter: „Mutter, hab Erbarmen! Lebe bitte bis der Frühling kommt, bis es Grün wird …“

Und meine Urgroßmutter lebte. Sie klammerte sich mit ihren Augen, die nicht sehen konnten, an die Hoffnung, mit ihrer Seele an den Glauben und mit ihrem Herzen an die Liebe. Und sie lebte.

Denn unter der Urgroßmutter, dort in der Ecke, waren die Mühlsteine versteckt. Meine Großeltern mahlten nachts ein paar Handvoll verborgenen Korns, indem sie eine grobe Spindel an den Fensterrahmen nagelten, im Dunkeln, ohne Lampe, ohne Licht.

Meine Urgroßmutter erlebte den Herbst 1933. Sie lebte vom Mörtel des Mehls, das in den Mühlsteinen blieb und von den Gebeten meines Großvaters.

Danach begann die Kolchose, für einen Tag Arbeit ein Stück Brot auszugeben. Mein Großvater brachte es nach Hause, schnitt es für alle gleichmäßig auf und legte das erste Stück an die Lippen meiner Urgroßmutter, die es küsste, seinen Geruch einatmete und lächelte, lächelte… Sie starb, während sie den bitteren Geruch des staatlichen Brotes atmete.

Großvater baute ihr einen Sarg aus Brettern der Kolchose und bedeckte ihn mit weißem Perkal. Meine Großeltern brachten meine Mutter selbst zum Friedhof. Sie gingen durch das Dorf, mein Großvater hielt den Sarg an seinem Kopf und meine Großmutter an seinen Füßen. Und unter dem Sarg liefen mein kleiner Vater und meine Schwestern und stützten ihn von unten.

Der Vorsteher der Kolchose sagte, es sei falsch, dass die Familie den Verstorbenen trage und die Kinder sich am Sarg festhielten. Denn alle im Haus würden bald sterben.

Aber mein Großvater glaubte, dass die Urgroßmutter den Tod an der Türschwelle aufgehalten hatte. Und es würde nichts Schlimmes passieren.

Später erzählte mein Großvater meinem Vater, dass er niemanden den Sarg tragen ließ, weil er so schwer war. Unter dem Kopfkissen, unter dem Kopf meiner Urgroßmutter, lagen Mühlsteine. Großvater holte sie auf dem Friedhof heraus und vergrub sie im Grab. Als ob er wüsste, dass sie sich im Jahr siebenundvierzig wieder drehen werden…

Und dann kam der Fluss. Ein menschlicher Fluss… Eine Flut. О! Wie strömte damals, nach der Hungersnot, dieses Wasser herein! Als ob irgendwo ein Damm gebrochen wäre. Der Schlamm des russischen Hinterlandes strömte in jedes Dorf, in jedes von der Hungersnot verwüstete Haus. Die Siedler. Der Kuckucksbrut.

– „Warum sagst du ‚Kuckucksbrut‘?“, fragte Oksana. – Menschen sind Menschen…

– Russland… So wie der Kuckuck seine Eier in fremde Nester legt und die Vögel manchmal sterben, wenn sie ihre Küken füttern, so bevölkert Russland die eroberten Länder mit seinen Kindern. Und unser Volk stirbt. Denn die Kuckucke werfen sie aus dem Familiennest, töten sie durch Arbeit und lassen sie verhungern. Kuckucke brauchen viel. Sie brauchen alles. Alles, was sie haben, und mehr… Mehr… Mehr!

@Dzvinka Torokhtushko

Foto: Ein Denkmal für die Opfer des Holodomor im Dorf Viktoriwka, Region Tscherkassy. Es wurde von Oleksii Kovalenko, einem Einwohner des Dorfes, zum Gedenken an seine während des Holodomor verstorbenen Dorfbewohner errichtet.

„Ich dachte daran, ein kleines Denkmal aus fünf bis zehn Mühlsteinen zu errichten. Aber als die Leute davon erfuhren, brachten sie mir die Mühlsteine! Sowohl aus unserem Dorf als auch aus den Nachbardörfern. Auf dem Hof war kein Platz mehr für sie. Ich habe mehr als hundert Mühlsteine für das Denkmal verwendet, und einige von ihnen liegen immer noch dort“, sagte der Autor des Denkmals.


💛💙 Жорна! Бачиш, Оксанко: це просто жорна. Камінні і маленькі. В тридцять другому дідо мій зумів сховати два мішки зерна за селом. А жорна в хаті були. Їх тоді так і не знайшли мисливці за п`ятьма колосками. Бачили, що всі живі. Півсела в зимі вже від голоду померли, а мої живі всі були. Тільки прабаба, мама дідова, на покуті лежала в одежі празниковій і вмирала тяжко. І все ніяк не могла Богові душу віддати.

А мисливці ходили двором. Ходили зі щупами, протикали ними мерзлу землю, долівку глиняну в хаті, як орли хижі поклювали. Діда до сільради водили на допити, до району возили. Дід лише руками покаліченими розводив. « Не знаю чим живемо, панове комуністи. Самі бачите – немає нічого. Божим духом тримаємось.»

Діда били і відпускали. Він приходив додому, баба просто в дворі коло криниці змивала з нього кров і запирала в холодний воді одежу. А дід ішов до хати, падав перед покутям, хрестився до ікон пучками, переламаними в дверях кабінету слідчого НКВС і шепотів тихо: « Мамо, Христом Богом прошу і молю вас: не віддавайте Богові душу! Бо, як віддасте свою – то і наші за вами підуть…»

А прабаба лежала жовта, як свічка воскова. І душа все хотіла скрапнути з неї і вогника життя загасити.

І прабабі давно вже не до життя було. Ще весною тридцять другого їй і ряст не цвів, і журавлі в осінні засвіти її кликали. І прабабі боліло і пекло в грудях вже від тої свічки життєвої, бо догоряла вона, розливалася воском гарячим попід ребрами, розтікалась і палила всередині все.

А, як лелеки восени летіли над хатою, то баба чорно кричала за ними і просила птахів забрати її з собою до Ирію.

Але дідо брав її висохлу руку, цілував чорну від праці долоню і молився. Не до образів, до матері молився: «Мамо, змилуйтеся! Ще поживіть до весни, до зеленого…»

І прабаба жила. Чіплялась очима невидючими за надію, душею за віру трималась , а серцем за любов. І жила.

Бо під прабабою, там на покуті, жорна оці були сховані. На них дідо з бабою вночі, прицвяхувавши до віконної рами грубу верету, напотемки, без каганця, без посвіту терли по кілька жмень того прихованого зерна.

Прабаба моя дожила до осені тридцять третього. На затірці з того борошна, що в жорнах схованих терлося та на дідових молитвах.

Аж тоді стали в колгоспі видавати окраєць хліба за трудодень. Дідо приніс його додому, розкраяв на всіх порівну і перший шматочок підніс прабабі до губ. Вона цілувала його, вдихала його запах і всміхалась, всміхалась…Так і померла, дихаючи тим гіркуватим духом глевкого казенного хліба.

Дідо їй і домовину з обрізків колгоспних дощок витесав, і перкалем білим оббив всередині. Дідо з бабою самі матір на цвинтар віднесли. Ішли через село, дідо в головах тримав домовину, баба – в ногах. А під труною мій малий тато з сестрами йшли і підтримували знизу.

Голова колгоспу казав, що негоже аби родина покійницю несла та, щоб за труну діти трималися. Бо всі з хати повмирають скоро.

Але дідо вважав, що прабаба смерть їхню в порозі зупинила. І вже нічого злого не станеться.

Дідо вже потім розказав батькові, що не дав нікому нести домовину, бо важка вона була. Там під подушкою, під головою в прабаби жорна були. Дідо їх на цвинтарі вийняв і прикопав у могилі. Як відчував, що сорок сьомому році вони знову закрутяться…

А тоді річка настала. Людська річка… Повінь. О! Як тоді, після Голоду ці води полились! Наче десь греблю прорвало. В кожне село, в кожну спустошену голодом хату, затікала каламуть російської глибинки. Переселенці. Зозулине поріддя.

– Чому ж – зозулине? – спитала Оксана. – Люди, як люди…

– Росія… Як зозуля яйця підкидає свої до чужих гнізд і пташки іноді й гинуть, годуючи її пташенят, так і Росія заселяє відвойовані землі своїми дітками. І наш люд гине. Бо зозулята викидають його з родинного гнізда, замордовують працею і виморюють голодом. Зозулятам багато треба. Все треба. Все, що є і ще більше…Більше… Більше!..

@Дзвінка Торохтушко

Благовіщення

Фото: пам’ятник жертвам Голодомору, що стоїть у селі Вікторівка на Черкащині. Зробив його місцевий мешканець — Олексій Коваленко, аби вшанувати односельців, померлих під час голодомору.

«Задумалося мені зробити невеличкий такий пам’ятничок із п’яти-десяти жорен. Але люди про це як дізналися, як почали мені ті жорна звозити! І з нашого села, і з сусідніх. То вже на подвір’ї не було місця для них. Більш як сотню жорен я використав для пам’ятника, а деякі залишилися, ось і досі лежать«, — розповів автор пам’ятника.

Putin plante den Holodomor Vitaliy Portnikov 16.11.23

Dem russischen Präsidenten Wladimir Putin droht neben der Anklage wegen seiner Beteiligung an der Entführung ukrainischer Kinder eine weitere Anklage wegen Kriegsverbrechen. Die neue Anklage ist möglicherweise nicht weniger schwerwiegend. Es geht um den Versuch, eine künstliche Hungersnot in der Ukraine zu organisieren. Nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten, die derzeit einschlägige Beweise für den internationalen Strafgerichtshof sammeln, hat der Kreml diese Hungersnot bereits mehrere Monate vor dem so genannten großen Einmarsch Russlands in der Ukraine geplant. Sollten sich diese Informationen bestätigen und Putin angeklagt werden, wird sich zeigen, dass Putin im Gegensatz zur Meinung denjenigen, die glaubten, der russische Präsident sei lediglich an einem Regierungswechsel in der Ukraine interessiert, ernsthafte Maßnahmen zur Vertreibung der ukrainischen Bevölkerung aus den Gebieten, in denen sie leben, vorbereitete. Mit anderen Worten: Die Idee, die ukrainischen Bürger aus dem ukrainischen Hoheitsgebiet zu vertreiben, hatte Putin schon im Kopf, bevor er merkte, dass sein Blitzkrieg gescheitert ist und Russland und die Ukraine sich in einem zweiten Zermürbungskrieg befinden. So nahm Putin vom ersten Tag der Planung seiner Operation gegen die Ukraine Beispiel am Stalin, seinem politischen Vorbild und Vorgänger im Kampf gegen die ukrainische Eigenstaatlichkeit. Auch Stalin war der Ansicht, dass er ohne den Holodomor nicht in der Lage sein würde, die volle Macht Moskaus in der Ukraine zu etablieren. Es sei daran erinnert, dass der damalige Generalsekretär des Zentralkomitees der bolschewistischen Partei mit der Organisation der künstlichen Hungersnot in der Ukraine schon 15 Jahre nach der endgültigen Vernichtung einer souveränen ukrainischen Staatlichkeit durch Kreml begann. Es liegt auf der Hand, dass Wladimir Putin ähnliche Motive für die Hungersnot gehabt haben könnte. Er wollte die Ukrainer einschüchtern und brechen, um sie davon zu überzeugen, dass sie sich der Idee eines Anschlusses ihrer Gebiete an die Russische Föderation beugen sollten. Und eine große Zahl von Menschen könnte entweder an der von den Russen organisierten Hungersnot sterben oder einfach ihre Wohnorte in Richtung europäischer Länder oder des russischen Territoriums selbst verlassen. Damit wäre das Territorium der Ukraine für die Kolonisierung durch Wladimir Putins Landsleute frei gemacht. Darüber hinaus könnte Putin bei der Organisation einer solchen künstlichen Hungersnot auch andere Absichten verfolgt haben. Die erste dieser Absichten könnte in erster Linie wirtschaftlicher Natur sein, denn es liegt auf der Hand, dass das von der Russischen Föderation gestohlene ukrainische Getreide immer noch zum Haushalt der Russischen Föderation beiträgt. Und wenn es viel mehr von diesem Getreide gäbe, wäre das natürlich ein gutes Geschäft für alle Kumpanen des russischen Präsidenten und für Putin selbst. Wir haben es also nicht nur mit der Organisation einer künstlichen Hungersnot zu tun, nicht nur mit der politischen Unterwerfung eines Wladimir Putin feindlich gesinnten Staates, sondern auch mit dem Versuch, aus dem gestohlenen Eigentum anderer Leute Profit zu schlagen. Dies ist eine völlig normale Situation für russische Sicherheitsbeamte, die versuchen, ihre politischen und ideologischen Ziele mit banalen mafiösen Raubüberfällen zu verbinden. Auch die Konzentration von Getreide in den Händen der russischen Behörden könnte es Putin ermöglichen, die Situation bei der Versorgung des globalen Südens zu kontrollieren. In den ersten Monaten des Krieges überlegte der russische Präsident noch, ob er eine künstliche Hungersnot nicht in der Ukraine, wo dieser Plan nach dem Scheitern des Blitzkrieges offensichtlich nicht funktionieren könnte, sondern im globalen Süden organisieren sollte. Diese Hungerkrise würde ihrerseits eine weitere große Migrationskrise in der Europäischen Union auslösen. Putin könnte hoffen, dass wie bei der syrischen Migrationskrise Millionen von Migranten, die vor dem Hunger im globalen Süden in die Europäische Union fliehen müssten, die politische Landschaft dort verändern und es Wladimir Putins Anhängern aus rechts- und linksextremen politischen Gruppen ermöglichen würden, an die Macht zu kommen. Dieselben Parteien, die immer von der Notwendigkeit einer Änderung der europäischen Politik gegenüber der Russischen Föderation sprechen. Die Migrationskrise während des Krieges in Syrien hat Putin davon überzeugt, dass sich die politische Landschaft in Europa inmitten der Hungersnot tatsächlich verändert. Und vielleicht wollte er dieses Experiment wiederholen. Wie Sie wissen, hat erst die Erkenntnis, dass er für diese künstliche Hungersnot verantwortlich gemacht würde, den russischen Präsidenten gezwungen, diese menschenverachtenden Pläne aufzugeben, zumindest für eine Weile. Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Anstieg der Getreidepreise, der es Putin wiederum ermöglicht hätte, die westlichen Länder zu erpressen, denn bekanntlich blieb die Idee der Erpressung mit Öl, Gas und Getreide ein wichtiges Motiv, das mit der Hoffnung des russischen Präsidenten verbunden war, die zivilisierte Welt zu zwingen, ihre Unterstützung für die Ukraine aufzugeben und zuzustimmen, dass sein Imperium die ehemaligen Sowjetrepubliken integriert. All diese politischen und wirtschaftlichen Motive, all diese Versuche, ein Schachspiel zu spielen und mit dem gestohlenen Eigentum Geld zu verdienen, sollten jedoch nicht den wichtigsten Punkt in dieser schrecklichen Geschichte der hasserfüllten Absichten des russischen Präsidenten verdecken, nämlich seine Bereitschaft, in seinem Krieg gegen die Ukraine die abscheulichsten Mittel aus Stalins Zeit einzusetzen. Allein der Gedanke, eine künstliche Hungersnot durch den Export von Getreide zu organisieren, und der Wunsch, das Gebiet eines Nachbarstaates von seinen Einwohnern zu befreien, um die Besetzung und Eroberung zu erleichtern, zeichnen ein realistisches Bild von den Absichten Russlands für die Zukunft der Ukraine. Sie lassen somit Zweifel an der Möglichkeit realistischer Vereinbarungen mit der Russischen Föderation zur Beendigung des Krieges und zur Erreichung einer friedlichen Koexistenz aufkommen, von denen einige Politiker und Experten im Westen immer wieder sprechen. Es ist offensichtlich, dass Putin selbst nicht zu einer Verständigung bereit ist. Der Mann, der den Holodomor als wichtigstes politisches Druckmittel plant, sieht Politik ausschließlich als Gewalt gegen die Zivilbevölkerung. Und nun kommt zum Gesamtbild dieser Gewalt noch die Absicht hinzu, eine künstliche Hungersnot zu organisieren: Raketenangriffe, Zerstörung der zivilen Infrastruktur, Mord und Vergewaltigung von Zivilisten. Wir wissen nicht, welche die Strafe dem Wladimir Putin auferlegt wird, falls er vor ein internationales Strafgericht gestellt wird. Was sicher ist, ist die Tatsache, dass dies nicht das letzte Verbrechen sein wird, deren er verdächtigt wird.

Seit mehr als zweihundert Jahren/ Вже більше літ двісті.

Seit mehr als zweihundert Jahren

Ist ein Kosak in Gefangenschaft.

Er geht an Dnjepr

Und beschwört sein Schicksal:

– Oh, komm raus aus dem Wasser,

Befreie mich mein Liebes vor diesem Unglück.

Befreie mich mein Liebes vor diesem Unglück.

– Ich werde nicht rausgehen, Kosake,

Ich gehe nicht raus, mein Falke.

Ich hätte es mit Freude gemacht,

kann aber nicht

Denn ich selbst in Gefangenschaft bin.

Oh, in Gefangenschaft, unter dem Joch,

Hinter der Moskauer Wache im Gefängnis.

Hinter der Moskauer Wache im Gefängnis.

Im Gefängnis, in Ketten

Seit Zeiten vom Bohdan. (Hetman Bogdan Chmelnitsky)

Der aus eigenem Antrieb

Mich in Gefangenschaft verkauft hat

Mich in Gefangenschaft verkauft hat.

Oh, du Bohdan, unser ruhmreicher Hetman,

Du hast die Ukraine und mich verkauft.

Mich, junges Kosakenschicksal,

In den Not verkauft,

In die Moskauer Gefangenschaft.

Oh, ich will nicht in Ketten sein

Unvernünftiger, dummer Hetman Bohdan,

Unvernünftiger, dummer Hetman Bohdan!

Du bist gestorben und hast es gut

So zu liegen, wo du liegst.

Steh auf und schau

Was ist mit Mutter Ukraine los?

Wo sind unsere Pferde – Falken,

Wo sind die Kosaken wie Adler

Wo sind die Kosaken wie Adler!

Auf dem Feld für den Herren,

In schweren Unterdrückung,

Anstelle Glücklichseins.

Um mich herum stehen Feinde

Wie schwarzen Wolken

Wie schwarzen Wolken!

Gemeine Feinde

Und schlimmes Trübsal.

Wie der Wind weht

Von der großen Wiese,

Lass den Pflug fallen, Kosake, nimm das Messer

Wenn du einen Feind erwischst, töte ihn

Wenn du einen Feind erwischst, töte ihn!

Mach aus der Sichel einen Speer

Und aus der Sense einen Säbel

Erstick den Feind wo du ihn findest.

Erstick ihn, Seelenbruder, schneide ihm die Kehle durch, steche ihn.

Damit er die Ukraine nicht verunreinigt, zünde ihn an

Damit er die Ukraine nicht verunreinigt, zünde ihn an!

Dann alle Heiligen,

Und heiliger Gott selbst vom Himmel,

Werden dir ein neues Schicksal schenken.

Dich aus der Gefangenschaft befreien.

Du, Salisnjak, hartnäckiger Hund,

Sag dem Volk mindestens etwas,

Sag dem Volk mindestens etwas!

Erzählt wie Kämpfe begannen haben

Wie Kinder in Ketten geboren werden.

Oh, sieht es, hört es,

Oh, wie Moskau die Ukraine beherrscht,

Oh, wie Moskau die Ukraine beherrscht!

Und aus den Kosakensäbeln

Wurden Sicheln geschmiedet,

Und scharfe Klingen,

Wurden zu Sensen geändert,

Und unsere Kinder werden bald zu Rekruten

Und unsere Kinder werden bald zu Rekruten!

Unsere Kinder schauen sich die Welt

Mit weit offenen Augen an.

Kehrt zurück zu euren Familie

Wenn nicht um zu leben, dann mindestens zum sterben.

Ach, komm aus dem Ausland,

Komm zurück, um die Ukraine zu verteidigen,

Komm zurück, um die Ukraine zu verteidigen!

Der gütiger Wind weht

Von Wäldern und Reben,

Um gute Leute, auf gute Gedanken zu bringen.

Oh, der Wind bläst und sagt:

Kosake, verlass dich nicht auf Fremde,

Kosake, verlass dich nicht auf Fremde!

Verlässt euch nicht auf Fürsten,

Ihr Menschenkinder.

Denn die haben dem Schicksal in Gefangenschaft,

Nicht ins Augen gesehen

Oh Gott, übertrage diese Worte von Generation zu Generation,

Es gibt keine stärkeren Seelen als die des Volkes,

Es gibt keine stärkeren Seelen als die des Volkes!


Вже більше літ двісті,

Як козак в неволі.

Понад Дніпром ходе,

Викликає долю:

– Ой, вийди, вийди, із води,

Визволь мене, серденько, із біди.

Визволь мене, серденько, із біди.

– Не вийду, козаче,

Не вийду, соколю.

Хоть рада, неможу,

Бо й сама в неволі.

Ой, у неволі, у ярмі,

За московським караулом у тюрмі.

За московським караулом у тюрмі.

У тюрмі, в кайданах

Од часів Богдана.

Од нього самого,

В неволю віддана.

Ой, ти Богдане, гетьмане,

Запродав ти Україну і мене,

Запродав ти Україну і мене.

Мене молодую,

козацькую долю,

Запродав в тяжкую,

Московську неволю.

Ой у не волю в кайдани

Нерозумний гетьмане Богдане!

Нерозумний гетьмане Богдане!

Ти вмер, так добре

Лежать де лежати.

А встань подивися,

Де вкраїна мати,

Де наші коні – соколи,

Та де козаченьки як орли!

Та де козаченьки як орли!

На панщині в кузні,

В великій неволі,

Замість того щастя,

Замість тої долі,

Ой обступили навкруги,

Як ті чорні хмари вороги!

Як ті чорні хмари вороги!

Тяжчії вороженьки,

Ще й тяжчая туга.

Як вітер повіє,

З великого луга,

Кинь плуг козаче, бери ніж

Тай де злапав вороженька там заріж!

Тай де злапав вороженька там заріж!

Зроби з серпа спис,

А з коси шаблюку,

Души вороженька,

Де здрімав, гадюку,

Ой души брате, ріж, коли,

Щоб не смердів на вкраїні, запали!

Щоб не смердів на вкраїні, запали!

Тоді всі святії,

І сам Бог святий із неба,

Пошлють тобі долю,

З неволі до тебе,

Ой Залізняче впертий пес,

Промов хоч словечка до людей!

Промов хоч словечка до людей!

Промов як за тебе,

Бої посвятились,

Як половяцькі

по кайдані вродились

Ой хто не баче, не чує,

Ой як Москва в Україні панує!

Ой як Москва в Україні панує!

І з ратиш козацьких,

Серпи покували,

А гострії шаблюки,

На коси зміняли,

А дітей наших, всіх на гурт,

У рекрути незабаром заберуть!

У рекрути незабаром заберуть!

Йдуть наші діти,

У світ очі дерти,

Вертайтесь до роду,

Не жить хоч умерти,

Ой із чужої сторони,

Ізходітесь Україну боронить!

Ізходітесь Україну боронить!

Повій буйний вітре,

З лісів та на лози,

Навій добрим людям,

Навій добрий розум,

Ой повій вітре та скажи,

Козаченьку не сподівайсь на чужих!

Козаченьку не сподівайсь на чужих!

Ненадійсь на князів,

сини чоловічі,

Бо долі в неволі,

Не бачили у вічі,

Ой Боже словов з рода в род,

Нема душ сильніших за народ!

Нема душ сильніших за народ!