„Überbewertete Ideen“. Alexandra Sviridova.

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Man kann nicht schweigen. Man muss die Worte aussprechen. Aber es gibt nichts zu sagen. Es gibt nichts, was wir einander über den Krieg sagen können, der gerade läuft. 

Der Krieg ist der tägliche Mord an ukrainischen Bürgern durch russische Bürger. Ein Mord, der seit drei Jahren unter den Augen der Weltöffentlichkeit stattfindet. 

Obwohl, jeder zählt die Jahre, wie er will.  Die einen vom ersten Tschetschenienkrieg, die anderen vom zweiten, die einen von Tiflis, die anderen von der Krim. Das ist ihr gutes Recht. 

Mein Sohn zählt ab den Panzern, die er in New York auf dem Fernsehschirm sah, als sie durch Cherson fuhren – vorbei an unseren Fenstern, den Fenstern, hinter denen meine Mutter lebte. An den Fenstern, an denen er 10 sonnige Jahre – die ohne Winter – verbrachte, zu Gast  bei der Großmutter – jeden Sommer. 

Der strenge und zurückhaltende erwachsene Sohn heulte und sagte dann das Wichtigste: „Ich werde ihnen nie verzeihen, dass sie mich froh machen, dass weder meine Großmutter noch mein Großvater auf der Welt sind. Sie wären verrückt geworden.

Oma erzählte ihm, wie sie in dem Jahr neunzehn hundert ein und vierzig aus dem Fenster schaute, als die Deutschen in Cherson einmarschierten. Sie war gerade vom Abschlussball nach Hause zurückgekehrt. Traditionell trafen sich die Absolventen in der Morgendämmerung am Ufer des Dnipro. Sie hörte, dass es Krieg gab. Dann sah sie die Eroberer auf Motorrädern fahren, und dann Panzer. Ja, sie würden wahrscheinlich verrückt werden, wenn sie wieder Panzer im Fenster sehen würden. Nur „ihre“ – die Russen. 

Jeder wird „ihnen“ sein eigenes nicht verzeihen. Ich werde die Städte und Punkte, von denen aus die Verbrecher von Straßenkameras gefilmt wurden, nicht aufzählen. Die Mörder wussten nicht, dass die Kameras funktionierten. Sie wussten nicht, dass weit weg in Amerika ein talentierter Junge aufwuchs, dank dem die Welt die Verbrechen der Sadisten sah. Er zog sich in New York an und kam in die Ukraine, um das zu tun, was er für wichtig hielt. Und er hat eine Menge getan. Es wird ein Tribunal geben, jeder wird die Beweise sehen.  Und sie werden genau festlegen, was sie nicht verzeihen werden.

Nur einmal tauchte der Junge im Film auf – als Zelensky in Cherson den Befreiern der Stadt Auszeichnungen überreichte. Der Junge stand da wie alle anderen, ein Gleicher unter Gleichen, und nur diejenigen, die ihn kannten, wussten, dass er nicht wie andere war. Ein Amerikaner.  Er war für kurze Zeit der Schüler meines Sohnes. Jetzt ist er tot.  Ewiges Andenken und Dank an ihn.

Viele Worte sind heute in allen Sprachen von den Führern vieler Länder gesagt worden. Ich möchte niemanden zitieren und werde es auch nicht tun. Jeder weiß alles.  Und das UN-Votum ist bekannt und die ganze Welt sieht es. Namentlich und zahlenmäßig – alle Stimmen sind ausgezählt worden.

Amerika und Russland haben sich in einem einzigen Impuls gegen die Resolution der Ukraine über die russische Aggression ausgesprochen. Die Geschichte wird das nicht vergessen.

Ich habe die Rede von Jeffrey Sachs vor dem Europäischen Parlament live mitverfolgt. Ich empfehle Ihnen das auch. Hören Sie sich das Ganze an – von Anfang bis Ende, plus die Pressekonferenz nach der Rede.  Informieren Sie sich über ihn – zumindest das Nötigste, wenn nicht klar ist, wer hier spricht. Er ist ein brillanter Wirtschaftswissenschaftler. Sein Vortrag ist für mich der Höhepunkt des heutigen Tages, denn niemand hat so klar zum Ausdruck gebracht, dass wir in einer neuen Welt in einer neuen Ära leben.

Dies ist ein Bericht eines Wirtschaftswissenschaftlers ohne Emotionen, nur mit Zahlen. Die gezählten Kilometer – die Länge der Grenzen der Länder, die an Russland grenzen, Quadratkilometer Land und Kubikmeter Gas. Wenn man den Redner nicht bewertet und nicht in Schimpfworten ertrinkt, erscheint die neue Welt als eine Grafik, in der kein Platz für Tränen und Emotionen ist. 

Nur für eine Gruppe von Zahlen hat Sachs keinen Platz: die Zahl der getöteten Menschen. Sie liegen außerhalb seines Zuständigkeitsbereichs. Die Getöteten haben keine Bedeutung für die Wirtschaft.

Die Quintessenz des Berichts lautet: Europa sollte aufhören, sich an Amerika zu orientieren, und – im Gegenteil – auf den russischen Nachbarn zugehen und ihn umarmen. Und der Frieden wird kommen. Und Wohlstand für Europa. Zögern Sie nicht – umarmen Sie den Mörder, solange Sie noch leben. Sonst schaffen Sie es vielleicht nicht mehr rechtzeitig.

Hören Sie sich die Details selbst an. Sein Bericht ist ernüchternd. 

– ernüchternd.

Bei diesem Wort erinnerte ich mich an das gruselige Filmmaterial von jemand anderem, das ich vor langer Zeit gesehen hatte. Da liegen in einem Ausnüchterungszentrum nackte Männer auf dem gefliesten Boden, und eine einfache Tante, ohne Gesicht zu verziehen, gießt mit Hochdruck eiskaltes Wasser aus einem Schlauch.  Und sie beginnen sich zu bewegen, kriechen an die Wände, bedecken ihre Gesichter. Sie erwachen zum Leben.  Und begreifen, dass der Ball vorbei ist, und jetzt ist es soweit, hallo, ein neuer Tag.

Als ich den Bericht von Sacks hörte, befand ich mich in der Ausnüchterungszelle, nackt auf dem Kachelboden.

Aber Sachs hat nichts Neues gesagt. In meinem ersten Jahr, in den ekelhaften Vorlesungen über politische Ökonomie, wiederholte die nette Dozentin, in die der Leiter unseres Kurses verliebt war, Tag für Tag, dass die Ökonomie die Grundlage und alles andere der Überbau sei. 

All unsere Tränen, unsere Trauer, unser Glück, unsere Emotionen und unsere Vorstellungen von Ehre und Würde – sie haben in der Basis nichts zu suchen. Jeffrey Sachs hat mir heute eine Vorlesung illustriert, die ich in 50 Jahren vergessen hatte.

Und das zweite, woran ich mich heute erinnerte, als ich ihm zuhörte, war, dass der schreckliche Mann der Sowjetunion, Snezhnevsky, und sein Nachfolger, Luntz, recht hatten.  Deshalb habe ich mich hingesetzt, um diesen Text zu schreiben. Lesen Sie über sie im Netz. Und ich spreche über mich. 

Wie mein Lieblings-VGIK-Professor Jewgeni Gawrilowitsch zu sagen pflegte: – Es ist einfacher für mich, Beispiele über mich selbst zu bringen …

Ich habe ziemlich viel Zeit in einem Irrenhaus verbracht. In dem einen oder dem anderen. Nicht als Patientin, sondern beim Drehen eines Films. Sie können auf YouTube sehen, wie Wladimir Bukowski und ich durch die Gänge der Anstalt gehen, in der er untergebracht war, in seine Station schauen und dann in das Allerheiligste – das Archiv, wo die Chefärztin Tanja aus dem Regal die Geschichte seiner Krankheit mit dem Stempel „Streng geheim“ herausnimmt und zeigt, dass das Geheimste dort – dass er GESUND ist.

In Kaschtschenko habe ich das Archiv von Alexander Sergejewitsch Esenin-Volpin studiert, wo die Diagnose lautete „nennt sich selbst den Sohn des Dichters Esenin“. Aber er war es wirklich.

In Gesprächen mit den Ärzten dort in den Jahren 1992-1993 versuchte ich herauszufinden, was die Diagnose „langsam verlaufende Schizophrenie“ bedeutet, die Dissidenten gestellt wurde, und was „überbewertete Ideen“ waren. Und sie erklärten mir, dass es das Leben selbst ist, das wertvoll ist. Das ist grundlegend. Und die Bereitschaft, auf die Barrikaden zu gehen und unter Einsatz des eigenen Lebens irgendeine abstrakte Ehre, Freiheit, Unabhängigkeit, das Glück aller Völker zu verteidigen – das ist der Überbau. Eine Krankheit. Schizophrenie. Die schleppend verläuft, ohne helle Anfälle von Wahnsinn. Ein Mensch will sich einfach nicht zurückziehen, die zwanghafte, überbewertete Idee aufgeben …

Es hat lange gedauert, das zu erklären. Ich habe verstanden.  Und ich verließ Kaschenko nach den Dreharbeiten unter den Blicken des Chefs. So aufmerksam, dass ich ihn fragte, ob er bereit sei, mich zu fesseln und mich als Patientin zurückzulassen. Er nickte ehrlich – „ja“, aber – leider – sagte er – die Zeiten haben sich geändert und jetzt braucht er meine Zustimmung, um mich zu fesseln.

Ich stand schon an der Tür und fragte: – Könnten Sie auch Christus heilen?

– Ja, natürlich! – Der Arzt antwortete fröhlich. Fröhlich, weil er sah, dass ich etwas von überbewertete Ideen verstand….. 

In dem Bericht von Jeffrey Sachs ist kein Platz für überbewertete Ideen.

Alle hochkarätigen Redner haben heute gesagt, wir müssen das Töten stoppen.  Es gibt nichts, was dem entgegensteht. Und genau das ist die Falle. Denn ich weiß, dass das Leben ein großer Wert ist. Ich möchte, dass das Töten aufhört. Dafür bete ich morgens und abends zum Himmel. Aber den Verlust von Ehre, Gewissen und Würde von Politikern und pragmatischen Ökonomen zu sehen, ist unerträglich. Das ist alles. 

Ich habe das nur geschrieben, weil Sie, wenn ich es Ihnen nicht sage, nicht wissen werden, dass wir alle, die wir die Ehre und das Gewissen der führenden Politiker der Welt fordern, krank im Kopf sind. Nach der Definition der sowjetischen Strafpsychiatrie. 

Und Mörder und ihre Komplizen sind gesund.

Das tut mir leid.

Ewiges Gedenken an die Gefallenen.  

Ruhm den Helden, die die Ukraine verteidigt haben. 

Egal, wie viel sie davon abbeißen, das Land lebt und wird die Jahrhunderte überdauern. Die Leistung des ukrainischen Volkes und der Bürger anderer Länder, die sich dem entgegenstellten und das Land verteidigten, wird im Gedächtnis der Welt weiterleben.

Ukraine soll blühen. Sie ist nicht zu brechen. 

Und ich – auch wenn ich in diesem abgenutzten Körper niemals Cherson erreichen werde – werde im Form des Regen sich in Dnipro ergießen un so das Meer erreichen. Blau und riesig, von dem die Schande Amerikas sehnsüchtig spricht – der von der Mehrheit der psychisch gesunden Menschen legal gewählte Präsident. Sie werden ihn nicht einmal im Irrenhaus aufnehmen, denn er hat keine einzige überbewertete Idee, nur die Summen. 

Hallo, neue Welt. Du bist ekelhaft, aber es gibt keine andere. Und diese Wahrheit muss man sich selbst sagen.


Молчать нельзя. Надо говорить слова. А сказать нечего.

Нет ничего, что мы могли бы сообщить друг другу про войну, которая идет. 

Мы – это те, кто еще заглядывает на мою страницу, которую я постоянно чищу. 

Война – это каждодневное убийство граждан Украины гражданами России.  

Убийство, которое длится на виду у всего мира три года. 

Хотя, все считают годы, как хотят.  Кто от Первой Чеченской, кто от Второй, кто от Тбилиси, кто от Крыма. Их право. 

Мой сын отсчитывает от танков, которые увидел на экране ТВ в Нью-Йорке, когда они пошли по Херсону – мимо наших окон – окон, за которыми жила моя мама. Окон, где он провел 10 солнечных лет – тех, что не зимы, – в гостях у бабушки – каждое лето. 

Строгий и сдержанный, взрослый сын выл и сказал тогда главное: – Я им никогда не прощу того, что они заставили меня радоваться тому, что ни бабы ни деда нет на свете. Они бы сошли с ума.

Баба рассказывала ему, как смотрела в окно в сорок первом, когда входили в Херсон немцы. Она как раз вернулась  домой после выпускного бала. По традиции выпускники встречали рассвет на берегу Днепра. Услышала, что война. Потом видела, как ехали на мотоциклах завоеватели, а дальше – танки.

Да, они наверняка сошли бы с ума, увидев в окне снова танки. Только “свои” – русские. 

Каждый не простит “им” свое. 

Не буду перечислять города и точки, с которых снимали преступников на видео уличные камеры. Убийцы не знали, что камеры работают. Не знали, что далеко в Америке вырос талантливый мальчик, благодаря которому мир увидел преступления садистов. Он оделся-обулся в Нью Йорке и приехал в Украину заниматься делом, которое считал важным. И много сделал. Будет трибунал – все увидят вещдоки. 

И уточнят, что именно не прощают.

Всего один раз мальчик появился в кадре – когда Зеленский вручал награды в Херсоне освободителям города. Мальчик стоял такой же, как все, равный среди равных, и только те, кто знал его, знали, что он не такой. Американец. 

Недолго был студентом у моего сына. Погиб. 

Вечная память ему и подяка.

Много слов сегодня на всех языках сказали лидеры многих стран. Никого цитировать не хочу и не буду. Все все знают. 

И голосование в ООН известно и его видит весь мир. Поименно и по цифрам – все голоса подсчитаны.

Америка и Россия в едином порыве выступили против резолюции Украины об агрессии России.

История этого не забудет.

Я слушала в прямом эфире выступление Джефри Сакса в Европарламенте. И вам советую. Слушать все – от начала до конца, плюс – пресс конференцию после доклада. 

Почитайте про него – хоть минимум, если не ясно, кто излагает. Блестящий ученый-экономист. Его выступление – главное для меня сегодня, потому что никто так внятно не засвидетельствовал, что мы живем в новом мире в новую эру.

 Это доклад экономиста, в котором нет эмоций – одни цифры. Посчитаны километры – длина границ у тех стран, которые граничат с Россией, квадратные километры земли и кубические метры газа. Если не оценивать докладчика и не тонуть в брани в его адрес, то новый мир предстает графиком, в котором нет места слезам и эмоциям. 

Нет у Сакса места только одной группе цифр: числу убитых.

Они вне его компетенции.

Убитые значения для экономики не имеют.

Квинтэссенция доклада такова: Европа должна перестать ориентироваться на Америку, а – напротив – пойти и обнять русского соседа. И наступит мир. И процветание Европы.

Не тяните – обнимите убийцу покуда живы.

А то ведь можете не успеть.

Подробности – слушайте сами. 

Его доклад действует… 

– Отрезвляюще.

На этом слове я вспомнила чужую давнюю жуткую съемку.

Там  в вытрезвителе голые мужики лежат на кафельном полу, а простая тетенька без выражения на лице поливает их из шланга ледяной водой под большим напором. 

И они начинают шевелиться, отползать к стенам, закрывать лицо. Оживать… 

И осознавать, что кончен бал, и вот он – здравствуй, новый день.

Слушая доклад Сакса, я была в том вытрезвителе голая на том кафельном полу.

Хотя, Сакс ничего нового не сказал.

На первом курсе на лекциях по политэкономии, от которых тошнило, милая дама-лектор, в которую был влюблен староста нашего курса, повторяла изо дня в день, что экономика – это базис, а все остальное – надстройка. 

Все наши слезы, горе, счастье, эмоции и представления о чести-достоинстве – им нет места в базисе.

Джефри Сакс сегодня проиллюстрировал мне лекцию, которую я забыла за 50 лет.

И второе, что я вспомнила сегодня, слушая его, – что страшный человек советского союза Снежневский и его последователь Лунц были правы. 

Потому и села писать этот текст. 

О них читайте в сети. А я о себе. 

Как говорил мой любимый профессор ВГИКа Евгений Гаврилович: – Мне из себя проще приводить примеры…

Я достаточно много времени провела в сумасшедшем доме. То в одном, то в другом. Не в качестве пациента, а на съемках.

Можете посмотреть в ютубе, как мы с Владимиром Буковским идем коридорами психушки, где держали его, заглядываем в его палату, а потом в святая святых – архив, где главврач Таня снимает со стеллажа историю его болезни с грифом “Совершенно секретно” и показывает, что самое секретное там – что он ЗДОРОВ.

В Кащенко я изучала архив Александра Сергеевича Есенина-Вольпина, где в качестве диагноза значилось “называет себя сыном поэта Есенина”.  

А он им был на самом деле.

Так вот, беседуя там с врачами в 1992-1993 тьем, я пыталась выпытать у них, что такое диагноз “вялотекущая шизофрения”, которую ставили диссидентам,  и что такое “сверхценные идеи”. И мне объясняли, что ценность представляет сама жизнь. Это – базисное. А готовность идти на баррикады и отстаивать, рискуя жизнью,  какую-то абстрактную честь, свободу, независимость, счастье всех народов – это надстройка. Болезнь. Шизофрения. Которая течет вяло, без ярких приступов безумия. Просто человек никак не хочет отступить, отказаться от навязчивой сверхценной идеи…

Объясняли долго и много. Я поняла. 

И ушла из Кащенко после съемок под пристальным взглядом главного. Настолько пристальным, что спросила, готов ли он меня повязать и оставить в качестве пациента. Он честно кивнул – “да”, но – увы – сказал он, – сменились времена и теперь ему, чтобы повязать меня, требуется мое согласие.

Уже в дверях, я спросила: – А Христа вы бы тоже могли вылечить?

– Конечно! – радостно откликнулся врач. 

Радостно потому, что увидел, что я что-то поняла про сверхценные идеи… 

В докладе Джефри Сакса места сверхценным идеям нет.

Все высокие докладчики сегодня говорили о том, что нужно прекратить убийство. 

На это нечего возразить. И в этом ловушка.  

Потому что я знаю, что жизнь – это великая ценность.

Я хочу чтобы перестали убивать. Утром и вечером молю небеса об этом. Но видеть утрату чести, совести и достоинства политиков и экономистов-прагматиков невыносимо.

Вот все. 

Просто написала потому что если я не расскажу, то вы не узнаете, что мы все, кто взывает к чести и совести мировых лидеров – больные на голову. По определению советской карательной психиатрии. 

А убийцы и их подельники – здоровые.

Простите.

Вечная память павшим.  

Слава героям, отстоявшим Украину. 

Сколько бы от нее не откусили,  страна жива и будет жить в веках. Будет жить в памяти мира подвиг народа Украины и граждан других стран, вставших на ее сторону и отстоявших страну.

 

Хай квитне Украина. Вона незламна. 

А я – даже если никогда не доеду до Херсона в этом поношенном теле, – непременно каким-то дождем прольюсь и так доберусь до Днепра через океан. Голубой и огромный, о котором протяжно говорит позорамерики – законно избранный большинством здоровых людей президент. Его даже в Кащенко не возьмут потому что нет у него ни одной сверхценной идеи, только суммы прописью. 

Здравствуй, новый мир. 

Ты отвратителен, но другого нет.

И нужно сказать себе эту правду.

Eine Botschaft von einem ukrainischen Arzt. А. Sljusartschuk.  

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(Ich filtere den Schmerz nicht. Ich scheue keine Worte.)  

„Sie wollen über ‚Friedensabkommen‘ reden, Herr Trump? Dann hören Sie mir zu, einem Arzt, der jeden Tag die zerfetzten Körper von Kindern auf den Operationstisch legt! Der mit dem Skalpell Teile ihres Gehirns herausschneidet, der Müttern, die alles verloren haben, das Blut aus den Augen wischt! Sie sprechen davon, „das Territorium aufzugeben“? Ich zeige Ihnen die Gebiete: Das sind Muskelfetzen auf dem Asphalt bei Mariupol. Das sind von Panzern zermalmte Kinderwagen in Butscha. Das sind verbrannte Schulklassen in Tschernihiw, in denen Kinder mit Kreide „HELP“ an die Tafel schreiben konnten, bevor sie getötet wurden.  

Wagt ihr es, uns die Schuld zu geben?

Sind wir daran schuld, dass russische Folterknechte Frauen in Kellern vergewaltigen? Dass sie Gefangene durch Schüsse in den Hinterkopf töten? Für den Abwurf von Streubomben auf zivile Evakuierungskorridore? Ihre Logik ist die Logik eines Vergewaltigers: „Es ist deine eigene Schuld, wenn du nicht gehorchst“. Wollen Sie, dass wir „kein Land verlieren“? Warum sagen Sie das nicht zu Putin, der ganze Dörfer in der Region Cherson zerstückelt hat? Warum drohen Sie ihm nicht und nicht uns, die uns mit alten Sturmgewehren gegen seine Armee verteidigen?  

Ihre „Verhandlungen“ spucken Tausenden meiner Kollegen ins Gesicht, die unter Beschuss in Krankenhäusern gestorben sind. Wissen Sie, wie es ist, in einem Keller zu arbeiten, ohne Licht, ohne Antibiotika, ohne Morphium, wenn ein Kind in Ihren Armen vor Schmerzen stirbt? Haben Sie jemals gehört, wie ein Mensch schreit, wenn ihm ohne Betäubung ein Bein amputiert wird? Ist das Ihr „kleiner Landverlust“? Ist es das, wofür Sie uns vom Verhandlungstisch stoßen?  

Nennen Sie Putin ein „Genie“? Dann ist Genialität die Fähigkeit, Menschen in ihren Häusern zu verbrennen. Das ist die Taktik der verbrannten Erde, wenn von den Besatzern nur Leichen und Minen übrig bleiben. Bewundern Sie seine „Klugheit“? Er ist so schlau wie eine Pest-Ratte: Er weiß, wie man sich vor der Verantwortung drückt, sich hinter Zivilisten versteckt und nukleare Drohungen ausspricht. Und Sie wollen ihn, wie ein Kind, das mit dem Feuer spielt, zum Führer der Welt machen.  

Ihr Plan ist kein Frieden. Es ist Euthanasie für die Ukraine. Schlagen Sie vor, die Sanktionen aufzuheben? Das heißt, Russland Geld für neue Panzer zu geben. Westliche Technologie für ihre Kamikaze-Drohnen. Wollen Sie, dass sie in die G7 zurückkehren? Als ob sie nicht AKWs bombardieren würden, damit wir im Winter frieren. Sie stehlen ukrainische Kinder. Sie zerstören unsere Museen, Kirchen, Theater – alles, was uns als Volk ausmacht.  

Sie fragen, warum wir keine Zugeständnisse machen? Weil jede eurer „Vereinbarungen“ nach Leichen stinkt. Minsk-1 und Minsk-2 waren unsere Friedhöfe. Wollt ihr, dass wir noch mehr Territorium aufgeben? Wollen Sie, dass Millionen von Ukrainern unter russischen Maschinengewehren leben? Wollen Sie, dass sich die Ärzte wieder in Luftschutzkellern verstecken, wenn Putin dieses „Abkommen“ bricht?  

Sie sagen: „Der Krieg hätte ohne Verluste beendet werden können“. Das ist eine Lüge. Er begann nicht im Jahr 2022. Er begann, als Russland die Krim eroberte, als die Welt schwieg. Als die ersten Leichen mit gefesselten Händen im Donbas verschwanden. Glauben Sie, wenn wir jetzt aufgeben, wird es aufhören? Nein, das wird es nicht. Putin wird wieder kommen. Und dann werdet ihr ihn wieder rechtfertigen: „Oh, er baut nur das Imperium wieder auf, er ist ein Genie!“.  

Und was werden Sie den Angehörigen des 15-jährigen Mädchens sagen, das von Russen auf einem Fahrrad erschossen wurde? Dass ihr Tod ein „kleiner Verlust von Land“ ist? Sagen Sie ihrer Mutter, dass sie „keinen Platz am Tisch verdient“? Dass ihre Tochter starb, weil die Ukraine „nicht einverstanden“ war?  

Wir haben Sie nicht gebeten, für uns zu kämpfen. Wir haben um Waffen gebeten – Sie haben sie uns zu spät gegeben. Wir baten um Sanktionen – Sie haben sie gelockert. Aber jetzt wollen Sie zum Komplizen eines Völkermordes werden. Denn wenn Sie die Sanktionen aufheben, wenn Sie die Besatzung anerkennen, dann geben Sie Russland eine Lizenz zum Töten. Jeder Dollar, den Putin erhält, wird eine Kugel im Körper meines Patienten sein. Jeder Kompromiss, den Sie eingehen, ist ein neuer Leichnam.  

Ich bin ein Arzt. Ich habe einen Eid geschworen, Leben zu retten. Und Sie, Herr Trump, haben einen Eid geschworen, sie zu vernichten. Wollen Sie unsere Stimme nicht hören? Dann hören Sie auf unsere Sirenen. Unsere Schreie. Unsere Flüche. Wollen Sie mit Russland befreundet sein? Dann seid Freunde. Aber bedenken Sie: Die Geschichte wird Ihnen nicht verzeihen. Jedes durch russische Waffen getötete Kind, jede vergewaltigte Frau, jeder verbrannte Arzt ist Ihre gemeinsame Verantwortung mit Putin.  

Wir werden nicht „Opfer ihrer Politik“ sein. Wir sind eine Nation, die trotz Ihrer zynischen Gleichgültigkeit überlebt. Und wenn Sie Ihre Einigung mit dem Diktator feiern, denken Sie daran: Wir bauen bereits neue Krankenhäuser in den zerstörten Gebieten. Und an jedem von ihnen wird ein Plakat hängen: „Tod dem Faschismus. Schande über die Verräter“.

Professor, Neurochirurg 

А. Sljusartschuk.


Звернення українського лікаря.

  

(Не фільтрую болю. Не шкодую слів.)  

Ви хочете говорити про „мирні угоди“, пане Трамп? Тоді послухайте мене, лікаря, який щодня кладе на стіл операційної розірвані тіла дітей! Який відрізає скальпелем уламки з їхніх мізків, який витирає кров з очей матерів, що втратили все! Ви говорите про „віддати території“? Я покажу вам території: це — шматки м’язів на асфальті під Маріуполем. Це — дитячі коляски, роздавлені танками в Бучі. Це — спалені шкільні класи в Чернігові, де діти встигли написати крейдою „ДОПОМОЖІТЬ“ на дошках, перш ніж їх убили.  

Ви смієте звинувачувати нас?

Ми винні в тому, що російські кати ґвалтують жінок у підвалах? В тому, що вбивають полонених пострілом у потилицю? В тому, що сітять касетними бомбами по цивільних евакуаційних коридорах? Ваша логіка — це логіка насильника: „Сама винна, що не підкорилася“. Ви хочете, щоб ми „не втрачали землю“? То чому ви не скажете це Путіну, який вирізав цілі села на Херсонщині? Чому не пригрозите йому, а не нам — тим, хто захищається зі старими автоматами проти його армії?  

Ваші „перемовини“ — це плювок у обличчя тисячам моїх колег, які загинули під обстрілами лікарень. Ви знаєте, що таке працювати в підвалі без світла, без антибіотиків, без морфію, коли дитина вмирає у тебе на руках від болю? Ви коли-небудь чули, як людина кричить, коли їй ампутують ногу без анестезії? Це — ваша „маленька втрата землі“? Це — те, за що ви виганяєте нас зі столу переговорів?!  

Ви кличете Путіна „генієм“? Тоді геніальність — це вміння спалювати людей у їхніх будинках. Це — тактика випаленої землі, коли після окупантів залишаються лише трупи та міни. 

Ви захоплюєтесь його „кмітливістю“? Він кмітливий, як чумний щур: вміє тікати від відповідальності, ховатися за цивільними, стріляти з ядерними погрозами. А ви, як дитина, яка грає з вогнем, хочете зробити його світовим лідером.  

Ваш план — це не мир. Це — евтаназія для України. Ви пропонуєте зняти санкції? Тобто дати Росії гроші на нові танки. Західні технології — для їхніх дронів-камікадзе. Ви хочете повернути їх у G7? Ніби вони не бомблять АЗС, щоб ми замерзали взимку. Не крадуть українських дітей. Не знищують наші музеї, церкви, театри — все, що робить нас народом.  

Ви питаєте, чому ми не йдемо на поступки? Тому що кожна ваша „угода“ смердить трупами. Мінськ-1, Мінськ-2 — це були наші кладовища. Ви хочете, щоб ми віддали ще більше територій? Щоб мільйони українців жили під російськими кулеметами? Щоб мої колеги-лікарі знову ховалися в бомбосховищах, коли Путін порушить і цю „угоду“?  

Ви кажете: „Війну можна було зупинити без втрат“. Брехня. Вона почалася не в 2022-му. Вона почалася, коли Росія захопила Крим, коли світ мовчав. Коли в Донбасі зникли перші тіла зі зв’язаними руками. Ви думаєте, що якщо ми здамося зараз — це закінчиться? Ні. Путін прийде далі. І тоді ви будете виправдовувати його знову: „О, він просто відновлює імперію, він же геній!“.  

А що ви скажете родинам 15-річної дівчинки, яку росіяни розстріляли на велосипеді? Що її смерть — це „маленька втрата землі“? Ви скажете її матері, що вона „не заслуговує місця за столом“? Що її дочка загинула через те, що Україна „не домовилася“?  

Ми не просимо вас воювати за нас. Ми просили зброю — ви дали її запізно. Ми просили санкції — ви їх послаблювали. Але зараз ви хочете стати співучасником геноциду. Бо коли ви знімаєте санкції, коли ви визнаєте окупацію — ви даєте Росії ліцензію на вбивства. Кожен долар, який отримає Путін, стане кулею в тілі мого пацієнта. Кожен ваш компроміс — це новий труп.  

Я — лікар. Я даю клятву рятувати життя. А ви, пане Трамп, даєте клятву їх відбирати. Ви не хочете чути наш голос? Тоді слухайте наші сирени. Наш плач. Наші прокльони. Ви хочете дружити з Росією? То дружіть. Але знайте: історія не пробачить вам цього. Кожна дитина, вбита російською зброєю, кожна зґвалтована жінка, кожен спалений лікар — це ваша спільна із Путіним відповідальність.  

Ми не будемо вашими „жертвами політики“. Ми — нація, яка виживає попри ваше цинічне байдужість. І коли ви будете святкувати свою угоду з диктатором, пам’ятайте: ми вже будуємо нові лікарні на зруйнованих територіях. І в кожній з них буде плакат: Смерть фашизму. Ганьба зрадникам“.

Професор – нейрохірург 

А. Слюсарчук.

Bristol. Vitaly Portnikov. 02.02.2025.

https://zbruc.eu/node/120599?fbclid=IwZXh0bgNhZW0CMTEAAR0ZgeCLpdpNOVmQJbnaHPuCU5m6d5Rc_IH4ZlAD0jtLEi9BLlV2yMJSRmw_aem_zRj4tbfVa_wEq0iTY3A6mA

In den ersten Tagen des großen Krieges, als alles noch ganz am Anfang stand, fragte mich einer meiner ausländischen Kollegen, ob ich wirklich glaubte, dass die Russen die historischen Zentren von Kyiv, Charkiw, Odesa oder Lviv beschießen würden.

Ich habe nicht vermutet – ich war mir sicher. Ich kenne die Russen gut, mit ihrem Mantra: „Dann sollst du keinem gehören !“ ( ein Spruch aus „Mädchen ohne Mitgift“ von Alexander Ostrowski ). Mir war klar, dass sie alles, was sie erreichen konnten, zu verderben versuchten, und alles, was sie nicht erreichen konnten, zu zerstörten. Ich wusste, dass sie kein Gefühl für die Erinnerung haben, weder an die der anderen noch an die eigene, und dass es für sie ganz normal ist, ein historisches Gebäude abzureißen um an seiner Stelle ein neues, totes Gebäude zu errichten, das aber „besser als das alte“ ist. Mir wurde klar, dass sie weder in Menschen noch in Gebäuden eine Seele spüren. Dass für sie die Bewunderung von Meereslandschaften oder alten Kirchen in erster Linie ein Attribut und kein Bedürfnis ist, ein Versuch, die Anwesenheit einer Seele und Gefühlen zu imitieren. Ich habe Königsberg nicht vergessen, das von den Ruinen seiner alten Gebäude „befreit“ in ein bedeutungsloses Kaliningrad verwandelt wurde. Ich habe auch nicht vergessen, dass in den acht Jahrzehnten seit dem Zweiten Weltkrieg keiner der führenden russischen Schriftsteller an die Tragödie dieser großen Stadt, eines der wichtigsten zivilisatorischen Zentren Europas, erinnert hat. Die einzige Schriftstellerin, die die Wunden Königsbergs berührte, war Galina Pahutyak, und ihr Weinen über die fremde Ruinen wurde zu einer Vorahnung dessen, was Moskau mit den ukrainischen Städten anstellen möchte.

Es würde gerne ihre Seele töten, es würde gerne ihre Atmosphäre zerstören. Denn wenn man eine Stadt tötet, tötet man auch die Hoffnung ihrer Bewohner, dass alles wieder normal wird und sie wieder durch ruhige, friedliche Straßen an vertrauten Gebäuden vorbeigehen werden. Denn wenn es keine Straßen und keine Gebäude gibt, gibt es auch keine Seele!

Nach dem, was fast jeden Tag auf den Straßen von Charkiw passiert, nach den zerstörten Stadthäusern im historischen Zentrum von Lemberg, nach den Anschlägen auf Museen und Theater kann uns natürlich nichts mehr überraschen. Aber Überraschung und Traurigkeit sind unterschiedliche Gefühle. Der Raketenangriff auf Bristol ruft ein Gefühl der Traurigkeit und Verzweiflung hervor: Wie kann man nur so herzlos sein? Über diese Gefühllosigkeit schrieb einst, nach dem Zweiten Weltkrieg, der brillante polnische Essayist Jerzy Stempowski, der in den Ruinen Europas betonte, dass diejenigen, die diese Zerstörungen planten, keinen Sinn für die Kontinuität der Werte hatten, die in den zerstörten Gebäuden weiterlebten, die das Erbe Europas waren, seine Atmosphäre, seine Bescheidenheit und sein Exzess, sein Chic und sein stilles Gebet. Jede tote Kirche und jedes tote Haus hat Europa das genommen, was es nach zwei großen Kriegen nie mehr zurückbekommen konnte.

So geht es mir auch heute, wenn ich an die Versuche denke, die historischen Zentren unserer Städte zu zerstören, an die Barbaren, die nichts vergessen und nichts gelernt haben. Ich denke, dass die Leute, die die Befehle geben und die Raketen abschießen, noch vor einigen Jahren durch die Straßen gehen konnten, die sie heute zerstören, auf der Sommerterrasse eines Cafés in Odesa sitzen und zu ihrem Begleiter, der gerade das Bristol betrachtete, sagen konnten: „Schau, was für ein schönes Haus.“ Hätten sie gedacht, dass sie jemals versuchen würden, dieses Haus zu zerstören? Was mich betrifft, so war es ihnen schon damals egal…

„Das Bristol war schon immer anders als die klassischen europäischen Hotels. Natürlich baute Bernadazzi ein klassisches europäisches Hotel, aber die Inneneinrichtung erinnerte einen daran, dass man nie zu viel Luxus und Raffinesse haben kann. Das europäische Hotel aus der Zeit des Bristol faszinierte durch seine strenge Form und die Bequemlichkeit des Lebens, aber das Bristol selbst gab Ihnen die Möglichkeit, sich in all den Kronleuchtern dieses Odesa-Europas zu zeigen – und daran konnte auch das Hotel Krasnaja nichts ändern! Ja, das Bristol war schon immer ein Exzess. Aber ist es nicht gerade dieser Exzess, diese Gastfreundschaft, diese Fähigkeit, über das eigene Selbstüberschätzung zu lachen, für die wir Odesa lieben? Bristol hatte schon immer all die Exzesse, die Überheblichkeit und die Ironie einer Großstadt am Schwarzen Meer – einer Stadt, die die Russen, wie dieser hässliche Gollum aus Tolkiens Romanen, immer als „ihr Schatz“ betrachtet haben, immer beneidet haben und rasend wurden, das es unseres, nicht ihres ist. Und nun ist wieder einmal eine Rakete im Zentrum dieser Stadt eingeschlagen. Und sie hat das Bristol direkt getroffen.

Ich habe diese Hotels, die in ihrer Zeit stehen geblieben sind, immer geliebt. Hotels, in deren Lobbys man die Anwesenheit von Gästen, die gerade ihre Zimmer vor hundert Jahren verlassen haben, körperlich spüren kann. Ich stellte mir vor, wie Vera Kholodnaya langsam von ihrem Zimmer im Bristol zur Bar hinunterging, und ich sah das Entsetzen in ihren Augen, als sie den Aufprall von etwas Hartes und Unerbittliches direkt neben dem Hotel hörte. Die schwarzen, tiefen Augen von Vera Kholodnaya. Das Champagnerglas, das ihr aus der Hand glitt und in zischende Scherben zerbrach. Die erschrockenen Schreie der Karyatiden des Hotels. Das Echo eines Raketeneinschlags in einer nächtlichen Stadt. Jetzt werde ich mich an all dies zusammen erinnern. Und es wird auch die Atmosphäre sein – die Atmosphäre eines anderen Odesa, das immer noch nicht zerstört werden kann.

Ich dachte, überall auf der Welt herrscht Krieg… Nadia Sukhorukova. 02.02.2025.


Foto von der Seite Mariupol Destruction and Victims

Ich dachte, überall auf der Welt herrscht Krieg…

Es funktioniert nicht so, dass man die Stadt verlässt und scheinbar die Fernbedienung des Fernsehers umlegt.  Es ist ein völlig anderes Bild.  Zwanzig Kilometer entfernt gibt es keinen Krieg.  Im Dorf gibt es Wasser, Strom und einen Brotkiosk in der Nähe.

 Meine Tante Oleksandra und ich haben Brot aus Luft gekauft.  Es war saftig und porös, man konnte gar nicht genug davon bekommen.  Aber alle haben es gegessen.  Sie brachen ein Stück vom Laib ab und schluckten es, ohne zu kauen.

 Die Frau am Kiosk sah überrascht aus.  Ich wusste nicht, ob sie von unserem Unglück wusste oder nicht, also versuchte ich zu erklären: „Wissen Sie, wir kommen gerade aus Mariupol. Wir haben kein Brot, keinen Strom und kein Wasser. Wir haben nichts. Wir werden die ganze Zeit bombardiert.“

Ich fing an zu weinen. Ich wollte das nicht. Die Tränen kamen von allein. Während des schlimmsten Beschusses habe ich nicht geweint, aber hier, vor einem Fremden, habe ich wie eine Dumme geweint.  Ich konnte mich nicht zurückhalten.  Ich sah die Verkäuferin an und schluchzte.  

Die Frau fing an, sich zu bekreuzigen.  Meine Tante Sasha hat mich gerettet. Sie kam hinter mir her und sagte: „Du musst noch fünf Brote kaufen.“ 

„Wozu?“  – fragte ich.

„Was ist, wenn wir weiterfahren und uns das Brot ausgeht? Dann können wir es nirgendwo mehr kaufen.“ Sie glaubte auch nicht, dass der Krieg nicht über die ganze Welt herrscht.

Das Dorf Mangusch mit russischen Kontrollpunkten und langen Schlangen von kaputten Autos und erschöpften Menschen.  Zuerst könnten wir nicht reinfahren.

Wir standen auf der Autobahn, mitten auf einem Feld, und die Besatzer schossen vom Dorf aus auf Mariupol. 

Von Mariupol nach Mangusch sind es 20 Minuten Fahrt.  Wenn man mit dem Auto fährt.  Und eine ganze Ewigkeit, wenn man es mit dem Krieg misst.

Uns wurde gesagt, dass die Straße vermint sei.  Aber wir sind durchgefahren. Und wir sahen Raketen über das Feld in die Stadt fliegen.  Sie haben eine Abkürzung genommen.  Um die bebenden Hochhäuser von Mariupol so schnell wie möglich zu treffen, berechnete der russische Korrektor die richtige Richtung.

Mariupol lag in einer anderen Dimension.  Auf der Seite des Todes. Die Stadt war zertrümmert und lag in Trümmern.  Aber sie wurde weiterhin von Granaten getroffen.

Wir waren verängstigt.  Wir hatten Angst, dass unsere Leute reagieren würden und wir alle sterben würden.  Unsere Seite hat nicht reagiert.  Es war schmerzhaft. Wurden alle in Mariupol getötet, konnte niemand die Stadt verteidigen?

Eine lange Kolonne von Autos und Menschen, die wie Landstreicher, die sich im Wald verirrt hatten, aussahen.  In schmutzigen Jacken, mit mit irgendwelchen verbundenen Wunden und hoffnungslosen Augen.  Später erkannten wir die Einwohner von Mariupol in jeder anderen Stadt der Ukraine an diesen Augen, und das für eine lange Zeit.

Es war eine lange Schlange ins Nirgendwo.  Das gesamte Gebiet um Mariupol war von Raschisten besetzt.

Zwanzig Kilometer von der Stadt entfernt fing eine andere Hölle an.  Die Hölle der Besatzung.

Foto von der Seite Mariupol Destruction and Victims   https://www.facebook.com/share/18CpGerGx6/?mibextid=wwXIfr

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Я думала, що війна на всій землі…

Так не буває, щоб виїхав із міста і начебто переключили пульт телевізора.  Зовсім інша картинка.  Двадцять кілометрів і немає війни.  У селищі поруч вода, світло та кіоск із хлібом.

 Ми з тіткою Олександрою  купували хліб, зроблений  із повітря.  Пишний та пористий.  Їм неможливо було наїстись.  Але їли всі.  Відщипували  шматок  від буханця і ковтали не пережовуючи.

 Жінка у кіоску дивилася здивовано.  Я не розуміла чи знає вона про нашу біду чи ні, і постаралася пояснити: „Розумієте, ми тільки що з Маріуполя. У нас там немає хліба, світла, води. Нічого немає. Нас увесь час бомблять“

І почала плакати. Я не хотіла. Сльози бігли  самі. 

Я не плакала під час найстрашніших обстрілів, а тут при незнайомій людині розплакалася, як дурниця.  Не могла зупинитись.  Дивилася на продавчиню та схлипувала.  

Жінка почала хреститися.  Врятувала мене тітка Саша. Вона підійшла ззаду і сказала: 

„Треба взяти ще п’ять буханців“ 

„Для чого?“  – Запитала я.

„А раптом ми поїдемо далі і хліб скінчиться? Його знову не можна буде ніде купити“

Вона теж не вірила, що війна не на всій землі.

Селище Мангуш з російськими блок постами та довгими чергами розбитих машин та змучених людей.  Спочатку ми не могли туди в’їхати.

Стояли на шосе серед поля, а окупанти били із селища по Маріуполю. 

Від Маріуполя до Мангуша 20 хвилин їзди.  Якщо машиною.  І ціла вічність, якщо виміряти війною.

Нам казали, що дорога замінована.  Але ми проїхали. І бачили ракети, які через поле летіли на місто.  Вони скорочували шлях.  Щоб швидше вдарити у тремтячі маріупольські  багатоповерхівки, російський коригувальник вираховував  потрібний напрямок.

Маріуполь знаходився в іншому вимірі.  На боці смерті. Місто було розбите вщент і лежало в руїнах.  Але його продовжували бити снарядами.

Нам було страшно.  Боялися, що наші дадуть відповідь і ми всі загинемо.  Наші не відповіли.  Стало боляче. Раптом у Маріуполі всіх знищили та більше ніхто не зможе захистити місто?

Довга колона машин і люди, як бродяги, що загубилися в лісі.  У брудних куртках, з перев’язаними, якимись ганчірками, ранами та безнадійними очима.  Ми потім по цих  очах  довго впізнавали маріупольців у будь-яких містах України.

Це була довга черга в нікуди.  Уся територія навколо Маріуполя була зайнята рашистами.

За двадцять кілометрів від міста було інше пекло.  Пекло окупації.

Фото зі сторінки Mariupol Destruction and Victims   

Раджу  почитати цю сторінку.

Unsere Kinder sind ihre Zielscheibe. Nadia Sukhorukova. 01.11.24.

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Heute Nacht haben russische Terroristen erneut Ukrainer getötet. In Charkiw ist ein Kind gestorben. Ich habe gelesen, wie normale Russen auf den Tod unserer Kinder reagieren. Sie töten sie ein zweites Mal mit Worten. Sie haben für niemanden Mitleid und schämen sich überhaupt nicht. Kurz gesagt, wenn ich weiter schreibe, werde ich von Facebook blockiert.

***

Jetzt ist es sehr schwierig mit der Hoffnung.     Sie schafft es nicht und verwandelt sich in Frustration und Verzweiflung. 

 Unter den Fenstern unserer Mariupol-Wohnungen schrieben Liebende: „Ich liebe dich“ oder „Guten Morgen, meine Liebe!“ Wir gingen vorbei und waren überrascht, dass die Farbe, genau wie die Liebe, nicht verblasst. Dann sahen wir Aufschriften in der Nähe der Entbindungsklinik. 

Aus den Fenstern konnten die Gebärenden sehen: „Danke für Elena!“, „Ich habe einen Sohn!“, „Alles Gute zum Geburtstag, Tochter!“ 

Unermüdliche Mariupol-Eltern. Töchter und Söhne wuchsen auf, brachten ihre eigenen zur Welt, aber die Farben verblassten nicht, und das Gefühl, dass diese Stadt immer da sein wird, ließ uns nicht los.  

Diese Stadt wird nicht mehr existieren. 

Während der Blockade von Mariupol wurde das wichtigste Wort der Welt – „KINDER“ – auf Häuser, Straßen, Plätze und Autos geschrieben. 

Wir alle dachten naiv, dass es helfen würde.    Wie ein Gebet während des Beschusses, wie eine Ikone in den Händen eines verängstigten Kindes, das einen Luftangriff überlebt hat. 

 Die Russen hatten es auf Kinder abgesehen. Sie warfen Bomben direkt auf dieses gemalte Wort. 

Unsere Kinder sind zu ihren Zielen geworden. 

Wir hofften, dass die verrückten bösen Kreaturen noch ein Herz haben.  

Wir glaubten, dass unsere Kinder das Eis des Krieges schmelzen würden und naive Inschriften alle vor dem Tod bewahren würden. 

Wir lagen falsch. Es stellte sich heraus, dass alles sehr schlecht war.

Russen töten Kinder. Sie töten die Gefangenen.Sie zerstören unsere Städte mit Bomben. 

Sie hörten auf, menschlich zu sein.      Deshalb vernichten sie jeden, der sie daran hindert, die Erde in Asche zu verwandeln. 

Ich hoffe nicht mehr auf eine Fortsetzung der Mariupol-Geschichte. 

Meine Stadt wurde von russischen Soldaten gekreuzigt.

***

Das Foto zeigt ein neunstöckiges Gebäude in Charkiw, nachdem es von einer russischen Fliegerbombe getroffen wurde.


Сьогодні вночі російські терористи знову вбивали українців.   У Харкові загинули дві  дитини.  Я прочитала, як на загибель наших дітей реагують пересічні росіяни.    Вони вбивають їх словами вдруге.    Їм нікого не шкода і нізащо не соромно.   Коротше, якщо я напишу про них  далі, мене заблокують.     

***

Тепер із надією дуже важко.  Вона не справляється і трансформувалася у розчарування та розпач. 

 Колись, під вікнами наших маріупольських квартир безбаштові закохані писали: „Люблю тебе!“ або „Доброго ранку, кохана!“

 Ми проходили повз і дивувалися, що фарба, як і кохання не стирається. 

 

А потім написи змінювалися  та перебиралися до пологового будинку. 

 Вони перетворювалися на щастя із завмиранням серця. 

Їх було видно з вікон: „Дякую за Оленку!“  „Люблю вас!“  „У мене син!“  „З днем народження, доню!“ 

Невтомні маріупольські батьки.  Доньки та сини виросли, народили своїх, але літери не тьмяніли і відчуття, що це місто буде завжди, не покидало нас.  

 Цього міста більше не буде. 

 Під час маріупольської блокади на будинках, дорогах, площах, машинах писали найголовніше у світі слово – „ДІТИ“. 

 Ми всі наївно вважали, що це допоможе.  Як молитва перед виходом з дому, як натільний хрестик під час обстрілу, як іконка в руках переляканого малюка, який пережив авіаудар. 

 Росіяни ціляться  по  дітях.  Вони кидають  бомби та снаряди саме в це, написане фарбою, слово. 

 Наші діти для них стали мішенню. 

Ми надто пізно про це дізналися.  Ми сподівалися, що у шалених злісних істот  ще залишилося серце. 

 Ми вірили, що наші діти розтоплять лід війни та наївні написи врятують усіх від загибелі. 

 Все виявилося дуже погано.

 Росіяни вбивають дітей.  Вони вбивають полонених.  Вони стирають бомбами наші міста. 

 Вони перестали бути людьми.   Тому знищують усіх, хто заважає їм перетворювати землю на попіл. 

 Я більше не сподіваюся на продовження маріупольської історії. 

Моє місто розіп’яли рашистські виродки. 

***

На фото харківська дев’ятиповерхівка після потрапляння  російської авіабомби.

Der Evakuierungsbus. Nadia Sukhorukova. 26.10.24.

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Ein Evakuierungsbus ist, wenn du in einer fremden Stadt in einer Menge von Fremden stehst.  Du trägst eine schmutzige weinrote Daunenjacke, hast nur eine Tasche dabei und willst nicht mehr leben.  

Draußen scheint bereits die Sonne, und die Bäume treiben Knospen.   Und du gehst, wie früher, mitten im März, langsam aus dem eisigen Keller auf die Straße, wo fast alles zerstört ist und Tote liegen. 

Du reagierst nicht auf sie.  Denn im Keller ist nicht nur dein Körper, sondern auch deine Seele vor Angst erstarrt. 

Aber diese fremde Stadt ist auch schlecht.  Ich bin wie durch ein Wunder hierher gekommen, und das macht mir Angst.   Das ist Berdiansk.  Seit dem Beginn der Invasion ist die Stadt besetzt.

Russische Soldaten laufen durch die Straßen.  Dieselben, die mich in Mariupol töten wollten.  Und jeder Mensch, den ich auf meinem Weg treffe, auch wenn er zufällig ist, erscheint mir als gefährlicher Feind. 

Ich möchte wirklich weg.   Aber ich fühle mich wie ein Fremder aus einer anderen Welt.  Ich stehe in einer Menge von Fremden und warte auf ein weiteres Wunder. 

Um mich herum stehen Menschen mit riesigen Koffern und Taschen.   Das kommt mir wild vor.  Ich kann nicht glauben, dass jemand so viele Sachen braucht. 

Keiner bemerkt mich in dieser Menge.  Ich bin ein toter Mensch aus Mariupol. Ich muss den Bus erreichen. 

Die Busse fahren nach Zaporizhzhia. Dort ist die Ukraine. Nur dort werde ich in Sicherheit sein. 

Die Busse nähern sich einer nach dem anderen dem Rand des Bürgersteigs. Es scheinen sehr viele zu sein, aber es sind viel mehr Menschen.  Sie haben sich im Voraus angemeldet.  Mein Name steht nicht auf der Liste.

Aber ich kann nicht bis morgen oder übermorgen warten.  Ich muss jetzt in die Ukrainisch kontrollierten Gebiet fahren, jetzt.   Ich sehe, wie die Menschen buchstäblich in die Busse „einbrechen“, ich sehe, dass es überhaupt keine Sitzplätze mehr gibt, und ich weine.  Keiner reagiert auf mich.  Ich glaube sogar, dass einige Menschen an mir vorbeigehen. 

Die Busse werden überfüllt, und bevor die Fenster mit Vorhängen geschlossen werden, sehe ich, dass es in der Kabine überhaupt kein Licht gibt.  Im Inneren ist es dunkel, weil die Menschen in ihrer Oberbekleidung dicht an dicht stehen. 

Eine Frau sagt: „Zwei Leute können noch einsteigen.“ 

Alle schauen auf den Bus, der einem Würger gleicht.  Keiner bewegt sich.   Eine Frau sagt: „Das war’s dann. Los geht’s.“ 

Ich begreife, dass dies meine Chance ist, und drücke mich durch die Arme, Rücken und Schultern, die hart wie Mauern sind, nach vorne und rufe mit einer unbekannten Stimme: „Warten Sie! Bitte warten Sie!“ 

***

Wir waren etwas mehr als 12 Stunden lang stehend unterwegs.  Später wurde uns gesagt, dass es ein Segen war.  Einige von uns waren tagelang unterwegs.  Wir wurden an russischen Kontrollpunkten herausgeholt.  Es gab etwa zwei Dutzend davon.

Der Bus fuhr, schwankend, durch ein Minenfeld.   Ich dachte, er würde umkippen, weil er sich stark auf die rechte Seite neigte. 

Die Vorhänge ließen sich nicht öffnen.  Auch das Licht ließ sich nicht einschalten.  Die Person neben mir hatte einen epileptischen Anfall, aber er konnte nicht fallen.  Er war zwischen den anderen eingeklemmt.  Er hat nur gezuckt und mit den Augen gerollt. 

An den Blockposten konnten wir einen stinkenden Holzkasten mit einem Loch darin besichtigen.  Es war eine Toilette.   Die Warteschlange war riesig.  Vielen Leuten war klar, dass sie keine Zeit haben würden, um zu gehen, die Busse würden nicht warten.  

Also verrichteten sie ihr Geschäft direkt neben der Toilette, im Freien.  Fast im Blickfeld aller. 

Als wir unterwegs waren, waren die Fenster im Bus fest geschlossen.  Deshalb war die Luft in der Kabine dick und heiß.   Es ist erstaunlich, dass niemand an einem Herzinfarkt gestorben ist. 

Als es ganz dunkel war, hat ein kleines Mädchen im Bus geschrien.  Es war unmöglich, es zu beruhigen.  Und die Leute im Bus begannen sich zu empören.  Sie verlangten von der Mutter, alles zu tun, um ihre Tochter zum Schweigen zu bringen. 

Die Mutter des Mädchens schaltete die Taschenlampe ihres Telefons ein, aber ein Mann verlangte unhöflich, dass sie das Licht ausschaltete.  Andernfalls „wird er kommen“ und „wird es hier ein Massengrab geben“. 

Als wir an den rassistischen Kontrollpunkten aus dem Bus geholt wurden, setzten sich viele Menschen auf den Boden.  Ich habe das auch getan.  Es ist sehr schwer, stundenlang im Bus zu stehen, wenn einander im Nacken sitzt und sich nicht bewegen kann. 

Aber wir haben es geschafft.  Und dann haben wir die Nacht in einem Kindergarten in Saporischschja verbracht, unter dem Alarm, auf Feldbetten.   Und es war die sicherste Nacht seit dem Beginn der rassistischen Invasion. 

 Und am Morgen sah ich die müden Augen der süßen und ruhigen freiwilligen Helferinnen, die uns alle verpflegten, unterbrachten und uns zuhörten.

*** 

Gerade heute fragte mich eine Frau aus meinem Kurs, warum ich nicht in einen Bus mit vielen Menschen einsteigen wollte.   Ich konnte es ihr auf Anhieb nicht erklären.


Евакуаційний автобус – це коли стоїш у чужому місті у натовпі незнайомих людей.  На тобі брудний бордовий пуховик, у руках одна сумка і не хочеться жити.  

 Надворі вже яскраве сонце і на деревах розпускаються бруньки.   А ти, як і раніше, в середині березня, повільно виходиш з крижаного підвалу на вулицю, де практично все зруйновано і лежать мертві люди. 

 Ти на них не реагуєш.  Тому що в підвалі від страху замерзло не лише твоє тіло, а й душа. 

 Але у цьому незнайомому місті теж погано.  Я до нього дивом дісталася, і воно  мене лякає.   Це Бердянськ.  Він від початку вторгнення в окупації.

Вулицями ходять російські військові.  Ті самі, що мене вбивали у Маріуполі.  І кожна людина, яку я зустрічаю на своєму шляху, навіть випадково, здається мені небезпечним ворогом. 

 Мені дуже хочеться поїхати.   Але я як прибулець з іншого світу.  Стою в натовпі незнайомців і чекаю на чергове диво. 

 Навколо мене люди з величезними валізами та сумками.   Мені це здається диким.  Я не можу повірити, що комусь потрібно стільки речей. 

 У цьому натовпі мене ніхто не помічає.  Я мертва людина із Маріуполя.  Мені треба потрапити до автобуса. 

 Автобуси йдуть до Запоріжжя.   Там Україна.  І тільки там я буду в безпеці. 

 Автобуси підходять до краю тротуару один за одним.  Здається, їх багато, але людей набагато більше.  Вони записувалися наперед.  Мого прізвища у списках немає.

Але я не можу чекати до завтра чи післязавтра.  Мені треба їхати в Україну зараз, зараз.   Я дивлюся, як люди буквально „ломляться“ в автобуси, бачу, що там зовсім немає місць і плачу.  На мене ніхто не реагує.  Мені навіть здається, що дехто проходить крізь мене. 

 Автобуси утрамбовують і доки вікна не зачинили шторами, я бачу, що в салоні взагалі немає просвіту.  Він усередині темний від верхнього одягу людей, що щільно стоять. 

Якась жінка каже: „Ще дві людини можуть увійти“ 

 Усі дивляться на автобус, що нагадує душогубку.  Ніхто не рухається з місця.   Жінка каже: „Тоді все. Поїхали“ 

 Я розумію, що це мій шанс, протискаючись вперед через тверді, як стіни руки, спини та плечі, кричу незнайомим голосом: „Почекайте! Будь ласка, зачекайте!“ 

***

 Ми їхали стоячи трохи більше ніж 12 годин.  Нам потім сказали, що це щастя.  Дехто добирався цілодобово.  Нас виводили на російських блокпостах.  Їх було близько двох десятків.

Автобус їхав, гойдаючись, мінним полем.   Я думала, що він перекинеться, бо він сильно завалювався на правий бік. 

 Штори не можна було відчиняти.  Світло вмикати теж.  У людини  поряд стався напад епілепсії, але він не зміг впасти.  Він був затиснутий між інших.  Тільки смикався і закочував очі. 

На блок постах ми могли відвідувати смердючу дерев’яну будку з діркою.  То був туалет.   Черга туди була величезна.  Багато хто розуміли, що не встигнуть сходити, автобуси не чекатимуть.  

Тому робили свої справи поряд із туалетом, на відкритому просторі.  Практично на очах  у всіх. 

 Коли їхали, вікна в автобусі були щільно зачинені.  Тому повітря в салоні було густе і гаряче.   Це дивно, що ніхто не вмер  від серцевого нападу. 

 Коли зовсім стемніло,  в автобусі  дуже кричала маленька дівчинка.  Її неможливо було заспокоїти.  І люди у салоні почали обурюватись.  Вони вимагали, щоб мати зробила все, що завгодно, щоб її дочка замовкла. 

 Мама дівчинки ввімкнула ліхтарик на телефоні, але якийсь чоловік грубо зажадав, щоб вона погасила світло.  Інакше „зараз прилетить“ і „тут буде братська могила“. 

 Коли нас виводили з автобуса на рашистських блок постах багато хто сідав просто на землю.  І я також.  Дуже важко стояти на ногах багато годин усередині салону, коли тобі дихають у потилицю, і ти не можеш рухатися. 

 Але ми доїхали.  І потім ночували у дитячому садку Запоріжжя, під сигнал тривоги,  на дитячих ліжечках.   І це була найбезпечніша ніч із початку рашистського вторгнення. 

 А вранці я побачила  стомлені очі у милих і спокійних жінок – волонтерів, які нас усіх годували, розміщували і вислуховували.

*** 

Просто сьогодні жінка з моїх курсів запитувала чому я не хочу заходити до автобусу де багато людей.   Я не змогла їй пояснити одразу.

Noch vor dem physischen Tod töteten sie uns moralisch. Nadia Sukhorukova. 04.10.24.

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Vor zwei Tagen hat man mir geschrieben, dass vor solcher Arbeit wie meine man dumm wird.  Die Arbeit als Krankenschwesterhelferin ist hart und anstrengend.  Ich habe meiner Freundin davon erzählt. 

Ich sagte: „Wie kannst man dumm werden, wenn das Gehirn normal funktioniert und man nicht von Natur aus nicht dumm ist?“   

Sie antwortete: „Ja, das kann man. Und du weißt, wie schnell das geht“. 

Und ich weiß es. Ich wollte es einfach vergessen. Dort, in Mariupol, wurde ich persönlich zu einem dummen Tier. Nur die Grundbedürfnisse blieben mir erhalten.

Das geschah durch die Schuld der russischen Besatzer. Und das Schlimmste ist, dass sie dafür nur drei Wochen brauchten.  

Sie töteten Mariupol auf verschiedene Weise: Bombardierung durch Flugzeuge, Beschuss durch Artillerie und Bombardierung durch Schiffskanonen.   Sie demütigten die Einwohner, indem sie ihnen Wasser, Lebensmittel, Medikamente und Informationen vorenthielten. Sie ließen uns nicht schlafen. Sie sperrten uns in die Keller ein, steckten uns zwischen zwei Pappwände und beschossen uns rund um die Uhr.   Sie töteten uns, wenn wir versuchten, die Mausefalle zu verlassen. 

Sie zerstörten nach und nach die Menschen in uns.  Noch vor dem physischen Tod töteten sie uns moralisch. 

Ich verwandelte mich in eine zitternde Maus. 

Zuerst hatte ich Angst vor Geräuschen, dann vor der Stille.  Ich wurde verrückt vor Angst, wenn ich den Keller verlassen und einfach nur die Straße hinuntergehen musste.  Um mit dem Hund spazieren zu gehen, zum Beispiel. Oder um jemanden zu besuchen, um herauszufinden, ob er noch lebt oder nicht? 

 Wenn ich von einem Hochhaus zum anderen ging, war mir klar, dass ich getötet werden würde. Ich konnte es körperlich spüren. Mit meiner Haut. Es fühlte sich an, als würde ein Eiszapfen über meinen Rücken gezogen werden. 

Ich ging nirgendwo alleine hin, ich war immer mit jemandem zusammen. Beim Gehen unterhielten wir uns über etwas und lächelten sogar.  Aber ich hatte immer das Gefühl, verfolgt zu werden.  Als ob man ein wildes Tier wäre und gejagt würde. 

Ich habe erst jetzt gemerkt, dass diese meine Veränderungen beängstigend waren.  Keiner hat sie bemerkt.  Denn alle veränderten sich, genau wie ich.  Von den Menschen, wie die früher waren, blieb fast nichts mehr übrig.

Es gab nur noch Instinkte.  Der wichtigste Instinkt war der Selbsterhaltungstrieb.  Er erwies sich als sehr stark.  Ich wollte überleben. 

Und ich habe nicht an ein langes Leben gedacht.  Ich wollte nur noch eine Weile leben.  Eine halbe Stunde, eine Stunde, zehn Minuten, um morgens aufzuwachen, um lebendig die Treppe zum Haus zu erreichen, um den Mobilfunkempfang zu erwischen und einen Anruf zu tätigen.  

Ich wusste, dass sie mich töten würden, aber ich wollte, dass es nicht heute war. Ich habe mich an jede Minute meines Lebens geklammert.

Einsamkeit, auch wenn dreißig Leute um mich herum sind.  Mir war klar, dass ich allein war.   Und jeder um mich herum würde auch dem Tod ins Auge sehen.  Nur die, die mir am nächsten stehen, würden mir helfen.  Wenn sie überleben.

In der Tat gab es nur noch wenige Gefühle in mir. 

Das erste, das verschwand, war ein Gefühl des Ekels.

 Ich aß von demselben Teller mit Fremden, trank aus demselben Becher mit Nachbarn von Nachbarn, und es war mir egal, dass ich mich mit eiskaltem Wasser aus schmutzigem Schnee wusch, das für die Toilettenspülung bestimmt war. In Wirklichkeit stahl ich dieses Wasser.  Es war nicht zum Waschen gedacht.

Dann verschwand das Interesse.  In den letzten zwei Tagen vor meiner Abreise aus Mariupol interessierte ich mich nicht für die Nachrichten.  Nicht einmal, weil die Nachrichten immer schlecht waren.  Warum sollte man die Nachrichten verfolgen, wenn man in einer Stunde wieder weg ist? 

Und dann kam die Gleichgültigkeit.  Es war mir egal, wie es weitergeht.  Die Hauptsache ist, dass es vorbei ist. 

Am letzten Tag, bevor ich aus Mariupol floh, saß ich da und wartete stumm auf den Tod. Ich träumte nichts mehr, hoffte auf nichts mehr, glaubte an nichts mehr.  Ich wurde stumm. 

Die Leute sagten immer zu mir: „Du bist so ruhig. Du machst das gut. Du hältst durch.“

 Ich habe nicht durchgehalten.  Ich war einfach still und hatte keine Ahnung, was um mich herum geschah.   Es war eine dumme Verzweiflung. Wenn man nicht mehr man selbst ist.  Wenn man nur noch eine leere Hülle ist. 

Es hat lange gedauert, bis ich wieder zu mir gefunden habe.  Und ich bin mir immer noch nicht sicher, ob ich es wirklich bin.

„nun, wo sind eure Dichter?“ Katherine Nozhevnikova

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und dann fragen sie: 

„nun, wo sind eure Dichter?

bei euch gibt’s nichts zu lesen.

ihr existiert nicht.

wem kann man hier zuhören?

wo sind sie? wo sind eure brillanten Schriftsteller?

wo? gibt es nicht? 

wir haben sie getötet.

wir haben sie gefressen,

wir haben sie zerquetscht.

in den Graben gestoßen.

mit unserer Sprache zugeschüttet 

und mit unseren erfundenen Namen,

wie mit Steinen. 

wir brachen ihre Worte wie Blumenstängel,

die niemals wachsen würden. 

und jetzt kommt,

sagt uns, dass ihr nicht erst gestern geboren wurdet,

beweist, dass ihr ein Recht zu leben habt. 

wo steht das geschrieben?

wer könnte davon erzählen?

dichter, die in Kellern eingesperrt sind?

Dichter mit verbrannten Händen,

damit sie nicht schreiben können. 

mit zugenähten Lippen,

damit nicht ein einziges Wort

weitergegeben werden kann.

mit ausgestochenen Augen

damit sie nichts sehen können,

nichts bemerken können,

nichts beschreiben können.“

Sagen sie lachend. 

Sie schwenken angebrannte Seiten 

über die verbrannte Erde.

Sie haben Schlingen als Hände

und Kugeln als Augen. 

Aber die erschossenen Gedichte atmen. 

Sie atmen trotzdem.

Zuerst atmen sie zaghaft und flach, 

sie nehmen an Gewicht zu, wie Kinder,

erschüttern die Erde von innen,

sprossen durch die Steine des Hasses,

suchen die Eigenen.

Und endlich leben sie,

und machen Lärm. 

auch wenn sie für immer eingeprägt sind.

Diese Gedichte hatten Glück. 

Man hat geschafft sie zu schreiben. 

Und deshalb leben sie

für all die anderen

für die nicht zu Ende geschriebenen,

für die nicht zu Ende geliebten,

für die Worte, die in der Hälfte abgeschnitten wurden. 

Sie leben und wappnen 

Dichter –

die Toten,

die Lebenden,

und die Ungeborenen. 

Tanya Vlasova. 

Geht ins ONFAM / Odesa National Art Museum, wo eine Ausstellung von Maksym Kryvtsov, einem talentierten ukrainischen jungen Mann, Dichter und Fotografen, zu sehen ist.  Geboren 1990. Der leider nie wieder etwas schreiben wird. 

Und Nika Kozhushko, geboren 2004, eine unglaubliche Künstlerin, wird nie wieder etwas malen. Denn was in dem Gedicht passiert ist, ist auch ihnen passiert. 

Es gibt so viele Menschen, die nie wieder schreiben, malen oder ein Kind zur Welt bringen werden… niemals. Sie waren lebendig, jung, voller Lebenshunger, Liebe und Kraft. Sie waren anders, besser als wir. Jetzt sind sie fort. 

Es gibt diejenigen, die immer noch Speere um des Steins willen brechen und nicht bemerken, wie lebendiges Leib, das wahre Leib dieses Landes, blutet.

Es ist eine Schande. 


а потім вони питають: 

«ну, і де ваші поети?

у вас же нічого й почитати.

вас не існує.

кого тут слухати?

де вони? де ваші геніальні письменники?

де? немає? 

ми їх убили.

ми їх з’їли,

ми їх зім’яли. 

штовхнули у рів.

засипали своєю мовою 

і своїми вигаданими іменами,

неначе камінням. 

переламали їхні слова, як стебла квітів,

що ніколи не виростуть. 

а тепер ну ж бо,

розкажіть нам, що ви народилися не вчора,

доведіть, що маєте право жити. 

де про це написано?

хто міг би про це розказати?

поети, зачинені у підвалах?

поети з підпаленими руками,

щоб не писали. 

зі сшитими губами,

щоби жодного слова

не передалося далі.

з виколеними очима,

аби нічого не бачили,

нічого не помічали,

нічого не описували».

Говорять, регочучи. 

Розмахують обгорілими сторінками 

над випаленою землею.

Мають зашморги замість рук

і кулі замість очей. 

А розстріляні вірші раптом

дихають. 

Усе одно дихають.

Спершу непевно й дрібно,

набирають вагу, наче діти,

розхитують землю зсередини,

проростають через каміння ненависті,

шукають своїх.

І, врешті, живуть,

шумлять – 

хоч і навіки закарбовані.

Цим віршам пощастило – 

їх встигли написати. 

І тому вони живуть

за всі інші –

за недописані,

за недолюблені,

за обірвані на половині слова. 

Живуть і озброюють 

поетів –

і мертвих,

і живих,

і ще не народжених. 

Власова Таня. 

Сходить у ONFAM / Одеський національний художній музей там виставка Максима Кривцова, талановитого українського юнака, поета, фотографа.  1990 року народження. І

Який вже, на жаль, нічого ніколи не напише. 

А Ніка Кожушко, 2004 року народження,  неймовірна художниця ніколи нічого вже не намалює . 

бо з ними  сталося те, про що у вірші. 

Скільки вже таких, кто не напише, не намалює, не народить..ніколи. Вони були живі, молоді, наповнені спрагою до життя, коханням та силою. Вони були інші, краще за нас. Їх вже не має. 

Залишилися ті, хто  досі ломає списи  заради камню, не помічаючи, як жива плоть, справжня плоть цієї країни стикає кровом.

Соромно. 

Die Welt schweigt. Viktoria Nikolaeva, Ashkelon, Israel. 31.08.24.

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Ich wollte etwas über den 1. September erzählen. Darüber, dass ich schon lange nicht mehr lerne, und lange keinen mehr professionell unterrichte, dass ich niemanden in der Familie ermutige oder zwinge zu studieren.

Fast erste 1. September in meinem ganzen Leben ohne Studenten.

Der dritte 1. September mit Krieg, mit Terror, mit Massakern.

Ich schrieb an einen engen Freund in Charkiw. Er antwortete. Ein erwachsener Mann mit einer respektablen Position in der Gesellschaft:

„Die täglichen „Salutschüsse“ haben wieder begonnen. Heute ist es besonders „heiter“. Am Freitag, den 30. August, 97 Verletzte, 22 – Kinder, 7 Tote. Unter ihnen ist eine Bekannte von mir, eine 18-jährige, sehr begabte Künstlerin.

Heute sind es bereits 42 Menschen, darunter 5 Kinder, und es werden noch mehr werden.

Charkiw wird sich in Mariupol verwandeln. Und wir werden getötet werden. Allmählich. Langsam. Wir alle.

Und die Welt wird sich einen Dreck darum scheren.“

Dies ist kein Nachrichtenbericht! Das ist ein echter Mensch, der mir schreibt! Ein Freund von mir. Er und seine ganze Familie sind in dieser Hölle.

Die Assoziation mit Mariupol ist ein Akt der Verzweiflung, ein Zeugnis des unerträglichen Schmerzes.

Die Welt schweigt. 

Der Himmel ist still. Die Unterwelt spricht und sendet. Moskau spricht und sendet. 

              Seht mich an!

Herr, schau auf mich, hier ist mein Haus, hier ist mein Sohn!  

Herr, hier ist der Baum, den ich einst pflanzte.  

Herr, ich tat alles, damit man mir im Alter ein Glas Wasser bringt,  

Sorgte für Freude im Haus, statt Trümmern und Leid.  

Doch Du, Herr, bewahrtest nicht vor dem Satan.  

Nun, was bleibt? Mein Sohn? Die Söhne sterben!

Und was ist mit dem Haus, den Städten? – Das Land dem Untergang geweiht!  

Doch irgendjemand gewinnt selbst an diesem Leid.  

Und was ist mit dem Baum? – Die Gärten verdorren!  

Jeder trägt Schuld, und doch gibt man den Juden die Schuld.

Doch wer sonst soll Schuld tragen,  

Wenn der Kampf tobt zwischen Feinden,  

Doch immer Gerechten, immer Heiligen,  

Geschwistern im Glauben, vereint und doch fremd?

Herr, schau auf mich, hier ist mein Haus, hier mein Sohn!  

Herr, hier ist der Baum, den ich einst pflanzte.  

Herr, Du weißt, ich bat niemals um Gunst.  

Ich liebte, ich lebte, ich schätzte so viel…  

Nun bin ich leer, bis ins Mark erschöpft.

Ich löse mich auf in Wolken, Herr, im Himmel.  

Was nützt es, Herr, noch zu sorgen um das tägliche Brot?  

Was nützt es, Herr, noch zu wünschen, zu begehren,  

Wenn unter der Himmelsflut eine Mutter klagt.  

Einst war sie meine Frau.  

Kein Haus, kein Sohn, kein Ich… – Ist sie allein?

Ja, allein, Herr, und das weißt Du genau.  

„Iss nicht das Verbotene, warum liebst du, warum schweifst du umher?  

Du sollst nicht töten, nicht stehlen, nicht begehren,  

Sei gut, und das Paradies wird dir gehören.“

Und sie wartete, meine Liebste, nun Witwe. Keine Schwiegermutter, keine Schwiegertochter.  

Ihre Kinder, hoch oben, wurden zu einem himmlischen Hain.

Sie pflanzten einen Baum, bauten ein Haus, gebar einen Sohn, und auch eine Tochter.  

Alles ist vergangen, alles verging, alles versank in die tiefe Nacht.  

„Rette mich, Herr!“ – Das sind leere Worte, vergeblich. – Keiner von uns wird jemals gerettet.

Diejenigen, die über die Lage auf der Krim, in Belgorod und in der Region Kursk besorgt sind, sollten sich ansehen, was in der gesamten Ukraine und insbesonders Charkiw im dritten Jahr in Folge passiert.

Die Kommentaren:

Entsetzen, Wut, Ohnmacht vor der plumpen schwarzen Macht. Sie übergießen die Ukraine mit dem Blut.

Ich habe enge Freunde, ehemalige Studenten und Kollegen in Charkiw, Kiew und Odessa. Das ist ein unendliches Grauen! Wenn die Welt nur gleichgültig schweigen würde! Indem sie das faschistische Russland als Mitglied des UN-Sicherheitsrates zulässt, erkennt die Welt seine Legitimität an und bringt ihre politische Unterstützung zum Ausdruck! Über die Haltung gegenüber Israel ganz zu schweigen. Aber Sie, Viktoria, haben verzweifelt und sehr stark geschrieben!


Хотелось про 1 сентября. Про то, что не учусь уже давно, никого не учу профессионально, никого не побуждаю, не принуждаю учиться в семейном формате.

Первое почти за всю жизнь 1 сентября без учеников.

Третье  1 сентября с войной, с террором, с бойней.

Пишу близкому другу в Харьков. Отвечает. Взрослый мужчина, занимающий солидное положение в обществе:

„Опять понеслись ежедневные „салюты“. Сегодня особенно „весело“. В пятницу, 30 августа, 97 раненых , 22 – дети, 7 мертвы. Среди них моя знакомая 18летняя очень талантливая художница

Сегодня уже 42 человека, 5 из них  – дети и цифра будет расти

Харьков превратят в Мариуполь. А нас убьют. Постепенно. Потихоньку. Всех.

И миру глубоко наплевать“.

Это не сводка новостей! Это пишет мне реальный человек! Мой друг.В этом аду он и вся его семья.

Ассоциация с Мариуполем – акт отчаяния, свидетельство нестерпимой боли.

Мир безмолвствует. 

Безмолвствует Небо. Говорит и показывает преисподняя. Говорит и показывает Москва. 

              Посмотри на меня!

– Господи, посмотри на меня, вот мой дом, вот мой сын!

– Господи, а вот и дерево, я его посадил.

– Господи, я сделал всё, чтобы на старости лет стакан воды,

– Чтобы в доме радость, вместо разрухи, вместо беды.

– А ты, Господи, не уберёг от сатаны.

И теперь, что там сын один, гибнут сыны!…

– И что, дом, города? –  Страна на погибель!

Но кому-то всегда и от этого прибыль.

– И что там, дерево?-  Погибают сады!

Виноват каждый сам, ну, а ещё жиды…

– Ну, а кому ещё быть виноватыми,

Когда бойня идёт с заклятыми,

Но всегда правыми, всегда святыми,

Сестрами, братьями во Христе родными?!

– Господи, посмотри на меня, вот мой дом, вот мой сын!

– Господи, а вот и дерево, которое я посадил.

– Господи, ты же знаешь, я никогда ничего не просил.

– Я любил, я жил, я всем дорожил…

– А теперь истощен  я до самых жил.

Я растворился в облаке, я, Господи, в небе.

– И чего уж, Господи, радеть о насущном хлебе?

– И чего уж, Господи, сегодня хотеть и желать, 

Когда под хлябью небесною рыдает мать.

– Между прочим, в прошлом моя жена.

Дома нет, сына нет, нет меня…  – Что, одна?

– Да, одна, Господи, и ты хорошо это знаешь.

“ Не ешь скоромного, почему влюбляешься, почему гуляешь?

– Не убий, не укради, не возжелай,

– Будь хорошей, и ждёт тебя рай“.

И она дождалась, моя милая, вот, вдова. Не свекровь, и не тёща.

Детки её высоко, стали небесною рощей.

Посадили дерево, построили дом, родили сына, заодно, и дочь.

Всё ушло, всё прошло, всё кануло в бездну, в лютую ночь.

 – Спаси, Господи! –  это прелесть, пустые слова.-  Никому из нас уже никогда не помочь.

Кто обеспокоен положением вещей в Крыму, в Белгороде и в Курской области, пусть посмотрит, как живёт вся Украина и, конкретно, Харьков, третий год подряд.

Коментарі:

Ужас, гнев, бессилие перед тупой чёрной силой. Заливают кровью Украину

У меня  близкие друзья,бывшие ученики, коллеги и в  многостадальном Харькове, и в Киеве, и в Одессе. Это такой непроходящий ужас! Если бы мир только равнодушно молчал! Давая  фашисткой России возможность быть членом Совбеза ООН, мир признаёт её лигитимацию, выражает политическую поддержку! Об отношении к Израилю промолчу. А написали Вы ,Вика, отчаянно и очень сильно!

Russen trafen das Kyiver Wasserkraftwerk | Vitaly Portnikov. 26.08.24.

Ein weiterer massiver russischer Raketenangriff auf die Ukraine hat gezeigt, dass Wladimir Putin seine Taktik gegenüber dem Staat, den er hasst, nicht ändert. Die russischen Truppen versuchen weiterhin die ukrainische Infrastruktur zu zerstören, und hoffen, dass sie Bedingungen schaffen können, unter denen die Ukrainer nicht in der Lage sein werden, in ihrem eigenen Land zu leben, und somit gezwungen sein werden, es für neue Eroberer, für Russen, zu räumen. 

Viele sprechen in dem Zusammenhang mit dem Einmarsch der ukrainischen Streitkräfte in die Region Kursk und der Errichtung der Kontrolle über einen Teil des Territoriums dieses Subjekts der Russischen Föderation von der Rache Wladimir Putins. Wenn ich jedoch solche Definitionen höre, möchte ich immer fragen, was die früheren Raketenangriffe und Drohnenangriffe der Russischen Föderation vergalten ? Ab dem Jahr 2022, als Putin beschloss, den so genannten großen Krieg gegen die Ukraine zu beginnen. Putin übt keine Rache, das muss man sich nicht einbilden. Putin versucht, seinen eigenen Plan zur Beseitigung der ukrainischen Staatlichkeit und zum Anschluss des ukrainischen Territoriums an Russland umzusetzen. Und wenn er sieht, dass seine Truppen diese ehrgeizige Aufgabe nicht erfüllen können, ergreift er die Maßnahmen, um die Ukraine in eine Wüste zu verwandeln. 

Genau damit kann der neue russische Raketenangriff auf das Gebiet unseres Landes in Verbindung gebracht werden. Und dieser Angriff, der sich auf zahlreiche ukrainische Regionen ausbreitete, Schäden an der Infrastruktur verursachte und Tote und Verletzte unter den ukrainischen Bürgern zur Folge hatte, hat eine zusätzliche faktische Belastung mit sich gebracht. Dies ist die Tatsache, dass russische Truppen das Gebiet des Kyiver Wasserkraftwerks getroffen haben. 

Russland spricht oft von ernsthaften ökologischen und nuklearen Bedrohungen. Als beispielsweise ukrainische Truppen durch die Region Kursk vorrückten, war die Situation im Kernkraftwerk Kursk in Kurtschatow das Hauptgesprächsthema in der russischen Führung. Moskau initiierte sogar einen Besuch von Generaldirektor Magate in diesem Kernkraftwerk. Die Tatsache, dass Russland selbst Katastrophen auf ukrainischem Territorium organisiert und bereit ist, dies in Zukunft zu tun, wird von russischen Politikern und Propagandisten nicht als vollendete Tatsache angesehen. Erinnern wir uns zum Beispiel an die Zerstörung des Wasserkraftwerks von Kachowka, die mit einem echten taktischen Atomschlag verglichen werden kann. Doch die Russen haben diese Explosion organisiert, ohne auch nur einen Gedanken an die möglichen Folgen für die Umwelt zu verschwenden. Dabei ging es sowohl um die Folgen für das Gebiet, das von den rechtmäßigen Behörden der Ukraine kontrolliert wird, eis auch für das Gebiet, das immer noch unter der Kontrolle der widerlichen russischen Besatzer steht. 

Und jetzt sehen wir, dass der Angriff auf das Kyiver Wasserkraftwerk, auf den Speicher Vyzhhorod, eine Erinnerung daran ist, wie dramatisch die Folgen weiterer russischer Aktionen auf eine so wichtige Einrichtung sein können. Wie wir sehen können, fürchtet Moskau keine Konsequenzen für die ukrainische Hauptstadt. Es hat keine Angst davor, dass seine Angriffe zu einer echten Umweltkatastrophe für Hunderttausende, wenn nicht gar Millionen von Menschen führen könnten. 

Ja, das ist Putins wahres Programm. Ein Programm, das während des zweiten Tschetschenienkriegs umgesetzt wurde, unmittelbar nachdem Putin zunächst zum Premierminister und dann zum amtierenden Präsidenten der Russischen Föderation ernannt wurde. Man kann sagen, dass Putin mit diesem menschenfeindlichen Plan die russischen Präsidentschaftswahlen im Jahr 2000 gewonnen hat und seither im Amt ist. Seit 24 Jahren in Folge ist er der Präsident des Todes. Für den Tod haben die Bürger der Russischen Föderation, diese wahren Priester des Todes in ihrem Land, 24 Jahre lang gestimmt. Und sie wollen den Tod in den Nachbarstaaten Russlands verbreiten. 

Es liegt auf der Hand, dass ein Land, das an die Folgen eines Krieges denkt, nicht versuchen wird, Objekte zu zerstören, die für die Zivilbevölkerung von entscheidender Bedeutung sind. Aber Putin hat die Bombardierung von Grosny und anderen tschetschenischen Städten völlig gelassen hingenommen. Er war sogar bereit, ganz Tschetschenien in die Luft zu jagen, nur um die Kontrolle über diese Republik wiederzuerlangen, nur um Russlands Recht auf das Gebiet zu beweisen, das die Russen als ihr Eigentum betrachten und das sie übrigens in den Jahren des unrühmlichen, verbrecherischen russischen Imperiums in einem blutigen Kampf gewonnen haben. 

Und was ist das Ergebnis? Das Ergebnis ist, dass Putins Politik weder bei seinen Landsleuten noch bei der internationalen Gemeinschaft eine ehrliche Bewertung gefunden hat. Und nun versucht Putin, denselben Todesplan in unserem Land umzusetzen. Deshalb müssen wir nicht über Putins Rache nachdenken, sondern darüber, wie wir diese Tötungs- und Zerstörungsmaschinerie stoppen können, die Putin auf dem Territorium der Russischen Föderation unter dem Beifall seiner Landsleute gebaut hat, die schon lange an diesem Todesvirus, dem imperialen Virus, erkrankt sind. 

Und sie kann nur durch Schläge auf russischem Territorium selbst gestoppt werden, nur durch die Zerstörung militärischer und militärisch-industrieller Einrichtungen der Russischen Föderation, nur durch die Eroberung neuer Teile des russischen Territoriums, durch die Umlenkung der Aufmerksamkeit der russischen Truppen auf das souveräne Territorium Russlands selbst. 

Erst wenn der Krieg nicht nur in die Häuser der Russen kommt, sondern sich dort auch für lange Zeit niederlässt, zum Hauptbewohner jedes russischen Hauses wird, erst dann können wir hoffen, dass nicht Mals Putin, sondern die Russen selbst anfangen, über die Unannehmlichkeiten nachzudenken, die ein Leben in einem ewigen Krieg mit sich bringt, der weder ihnen noch ihren Kindern und hoffentlich auch nicht ihren Enkeln echte Entwicklungsperspektiven lässt. 

Wenn wir also von einem weiteren russischen Angriff auf die Ukraine sprechen, einem Versuch, das Kyiver Wasserkraftwerk in die Luft zu sprengen, einem Versuch, den Ukrainern im Winter Licht und Wärme zu entziehen, müssen wir daran denken, dass der Krieg für die Russen selbst eine absolut relevante Realität sein muss. Er muss Teil ihrer Realität werden, so wie er für die Ukrainer Teil der Realität geworden ist. Und nur dann besteht eine reelle Chance, dass dieser Krieg in den 20er Jahren unseres Jahrhunderts entweder beendet oder zumindest ausgesetzt wird, dass das Raubtier darauf verzichtet, unser Land weiter anzugreifen.