Das schlimmste Foto meines Lebens. Nadija Bila.

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Am Abend erfuhr ich von einem schwer verwundeten Mann, der nicht herausgeholt werden konnte. Er lag lange Zeit da und wartete auf Hilfe, und eine feindliche Drohne schwebte über ihm am Himmel und wartete auf ein Evakuierungsteam. Aber der Kommandant der Kompanie wählte einen Moment und riskierte sein Leben, um ihn zu holen. Und sie schafften es. Sie brachten ihn in den nächstgelegenen Schutzraum. Spät in der Nacht ging ich dorthin und hoffte, dass ich noch helfen konnte. Mehrere Stunden Kampf, fünf oder sechs Versuche, einen Tropf anzuschließen, keine Venen mehr((( Beim letzten Mal fand ich wie durch ein Wunder eine Vene, wir begannen, Lösungen zu injizieren, der Druck stieg, ein paar weitere Injektionen und wir atmeten aus – er war stabil. Die Jungs kamen mit einem Lastwagen, luden ihn auf, und ich sagte: „Das war’s, Junge, halt durch. Jetzt ist alles vorbei, die Ärzte warten auf dich, nur noch ein bisschen und alles wird gut.“ Sie fuhren weg, ich setzte mich hin, und in diesem Moment machte mein Freund dieses Foto. Einen Moment später hörten wir eine gewaltige Explosion und unser Evakuierungsteam verlor den Kontakt. Für immer… Diese Bastarde haben auf sie gewartet… Alle wurden getötet…

Als ich in die Armee eintrat, fragten mich viele Leute: „Willst du deinen Mann rächen? Willst du Blut sehen?“, und ich antwortete immer: „Ich werde nicht töten, ich werde retten. Damit niemand mehr auf dem Schlachtfeld ohne medizinische Versorgung dasteht wie mein Mann.“ Und auf die Frage, ob ich Gefangene medizinisch versorgen würde, habe ich immer geantwortet: Ja, das ist meine Pflicht. Ich will aber nicht mehr retten, ich will töten. Und ich wünsche es mir, sie sterben zu sehen, und auch ihre Mütter und Ehefrauen schreiend auf ihren Gräbern zu sehen. Und ich werde keinem einzigen Gefangenen helfen. Und ich schere mich einen Dreck um eure Menschlichkeit, um die Regeln des Krieges und um alle möglichen Konventionen. Verdammt seid ihr Russen! Sie, Ihre Kinder und Ihre Enkelkinder, für all das Leid, das Sie über unser Land gebracht haben.

P.S. In den wenigen Tagen, seit ich diesen Beitrag geschrieben habe, habe ich Hunderte von Anfragen von Ehefrauen, Müttern und Freunden der Vermissten erhalten. Sie alle fragen, ob ihr geliebter Mensch in diesem Evakuierungsfahrzeug war… Also wandte ich mich an unseren Bataillonskommandeur, Kostyantyn Zhydkov, um die Richtung, in der sich der Vorfall ereignete, und die Einheit anzugeben. Der Kommandeur war wie immer verständnisvoll und gab mir seine Erlaubnis. Alle Ereignisse, über die ich schrieb, fanden im Saporischschja-Sektor statt. Hier ist jetzt unser ruhmreiches 228. Bataillon der 127. Brigade der Spezialeinheiten der ukrainischen Armee stationiert, und es waren unsere Jungs, die in dieser Nacht starben…


Саме страшне фото в моїй галереї…

З вечора дізналася про важко пораненого, якого неможливо винести, довгий час хлопець лежав і чекав на допомогу, а в небі над ним висів ворожий дрон і чекав на евакуаційну групу. Але командир роти вибрав мить і ризикуючи життям сам пішов щоб його забрати. І вони зробили це. Винесли до найближчого укриття . Пізно вночі я пішла туди сподіваючись, що ще зможу допомогти. Декілька годин боротьби, п’ять чи шість спроб підключити крапельницю, вен вже немає((( В останній раз дивом знаходжу вену, починаємо вливати розчини, тиск піднімається, ще декілька ін’єкцій і ми видихаємо-стабільний. Примчали хлопці на єваку, грузимо, і я кажу:“Все, хлопче, тримайся. Вже все позаду, тебе чекають лікарі, зовсім трошки і все буде добре“. Вони поїхали, я присіла і саме в цей час, мій боймед зробив це фото. А через мить ми почули потужний вибух і наша евак група зникла зі зв’язку. Назавжди… Ці паскуди чекали їх… Загинули всі…
Коли я йшла до армії, багато хто питав мене:“Ти йдеш щоб помститися за чоловіка? Бажаєш крові?“ і я завжди відповідала:“Я не йду вбивати, я йду щоб рятувати. Щоб більше ніхто не залишився, як мій чоловік, без медичної допомоги на полі бою.“ А ще на питання, чи надавала б я медичну допомогу полоненим, я завжди відповідала, що так, це мій обов’язок. Так от я вже не хочу рятувати, я хочу вбивати. І бажано бачити як вони здихають, а ще, бачити як верещать їх матері і жінкі в них на могилах. І я не надам жодної допомоги жодному полоненому. І насрати я хотіла на вашу гуманність, правила війни і всілякі конвенції. Будьте ви прокляті роssiяни! Ви, ваші діти і ваші онуки, за все те горе, що принесли на нашу землю.
P.S. За ці декілька днів, що пройшли з моменту написання посту, я отримала сотні запитів від дружин, матерів і друзів тих, хто зник безвісти. Всі вони питають, чи не їх рідна людина була в тім еваку… Тому я звернулася до нашого командира батальйону Костянтин Жидков щоб написати напрямок де це сталося і підрозділ. Комбат, як завжди, віднісся з розумінням до цього і дав на це свій дозвіл. То ж всі події про які я написала, відбулися на Запоріжському напрямку. Саме тут зараз стоїть наш славетний 228 Окремий батальйон 127 Окремої бригади Сил ТрО ЗСУ і саме наші хлопчики загинули в ту ніч…

Weites Land unter dem blauen Himmel. Alja Khajtlina.

Weites Land unter dem blauen Himmel.

Reich an Wäldern, Feldern und Gewässern.

Heimgesucht von einem bösen Menschen.

Mit den Händen, von dem Blut verdreckten.

Unter jeder Birke setzt er Häufchen,

Seine Nase steckt in jeder Bleibe.

Tod und Tränen bringt er Menschen häufig,

Liebe oder Glück bringt er leider keine.

Schleich dich weg, du wurdest nicht gerufen!

Bringst Unheil nur, Sorgen und Probleme.

Um das Land von Minen zu befreien

In Anspruch wird achtzig Jahre nehmen.

Moses wandert ewig in der Wüste.

Er versucht Erklärungen zu finden.

Vierzig Jahre – friert das Herz vor Kummer.

Jetzt versuch: Mit zwei multiplizieren!

Achtzig – keiner kann hier Pilze sammeln.

Achtzig – kein Spaziergang an der Küste.

Und beim Keller aufräumen gestern

Haben wir ein Projektil gefunden.

Alles, was uns teuer war, zerbrach er.

Alles stahl er, wo die Hand hin reichte.

⁃ Geh im Walde nur entlang der Wege.

⁃ Oma, gut

⁃ Ich werde mit dir gehen.

Fehlt ein Bein dem Hund, er war des Schreckens Zeuge,

Wolle wächst auf seiner Brust wohl nicht mehr.

Geh zurück, vermeintlicher Befreier,

Und befreie dich gefälligst selber!

Gelbe Sonne wird den Himmel blau färben.

⁃ Bleib am Weg! Vorsicht vor den Gefahren!

Unser Märchen uns zurück zu bringen

Dauert die langen achtzig Jahre.

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Der Name einer Stadt, die in den Ohren schneidet. Nadia Sukhorukova. 11.12.23

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Der Name einer Stadt, die in den Ohren schneidet wie dünnes Papier in den Fingern. Das tut weh.

Geht es nur mir so, oder ist Mariupol wie eine schlimme Krankheit geworden, die die Menschen zu verbergen versuchen?

Es gibt sie, aber es ist eine Schande, sie zuzugeben. Und es ist unmöglich, sie zu behandeln. Sie ist zu weit fortgeschritten.

Es gibt keinen Zug nach Mariupol. Aber ich stelle mir vor, dass ich in meine Stadt fahre. Als ob ich in der Zeit zurückgehen könnte.

Gestern Abend dachte ich, ich würde die Metallurgov Prospekt entlanggehen.

Im Schein der Straßenlaternen, wie in einer anderen Dimension.

Ich laufe vom Zentralmarkt zur Unterführung.

Ich erkenne die Häuser und Bäume. Auf der rechten Seite suche ich nach dem Denkmal von Kuindzhi. Er ist nicht da. Er ist verschwunden.

Es ist eine Illusion. Es ist, als wäre ich in der Wüste und irgendwo fließt ein Bach.

Das ist meine dumme Einbildung.

Zweitausend Griwna. Der Preis des Schmerzes für Binnenvertriebene.

Wer hat das gezählt?

Das ist der Preis für ein zerrüttetes Leben, tote Verwandte und Freunde, eine zerstörte Stadt, gemietete Wohnungen und die Unfähigkeit, offen zu weinen, weil die Menschen deiner Tränen überdrüssig sind.

Mein Gott, leben wir wirklich?

Eine ältere Frau mit leidenden Augen. Sie entschuldigt sich im Voraus dafür, dass sie aus Mariupol kommt.

Sie wurde schuldig gesprochen. Sie ist überflüssig. Sie hat durch Zufall überlebt und ist nicht glücklich darüber.

Sie spricht mit mir, schaut mir in die Augen und lächelt traurig.

Sie hat Angst, dass ich ihr nicht zuhören werde.

Sie will gar nichts. Sie will nur reden.

Ihr Mann ist gestorben. Sein Herz hat versagt. Er hat sie allein gelassen. Er brachte sie an einen sicheren Ort und starb. Er hat sie verlassen. Sie ist verletzt wie ein Kind.

Sie hält meine Hand und lässt sie nicht los.

„Bist du auch aus Mariupol? Wirklich?“

Ich versuche, ihr Geld zu geben. Sie nimmt es nicht an.

Ich schelte mich dafür. Also will ich sie auszahlen und gehen.

Ich bin genau wie die Menschen, die ich hasse.

Aber sie ist aus Mariupol. Und sie will darüber reden.

Über die Stadt, die andere erschaudern lässt.

Sie fragt: „Warum?“

Ich weiß es nicht.

Ich sage es ihr:

„Eines Tages wird alles gut werden. Es ist nicht alles umsonst. Es wird sich bestimmt alles ändern. Mariupol ist nicht umsonst gestorben. Es hat andere beschützt.“

Sie hält meine Hand und weint.

Das ist schon ein Sieg. Sie hat keine Angst, mit mir zu weinen.

Sie kann so viel über Mariupol sprechen, wie sie will.

Ich verstehe sie. Ich habe diese Stadt auch nie verlassen.


Ім’я міста, яке ріже слух, як тонкий папір розрізає палець. Це боляче.

Мені здається, чи Маріуполь став як погана хвороба, яку намагаються приховувати?

Вона є, але в ній соромно зізнаватись. І лікувати не виходить. Занадто запущена.

Поїзд до Маріуполя не йде. Але я уявляю, що їду до свого міста. Начебто можна повернутися в минуле.

Вчора ввечері мені здалося, що я йду проспектом Металургів.

У ліхтарях, як в іншому вимірі.

Йду шляхом від Центрального ринку до підземного переходу.

Впізнаю будинки та дерева. А праворуч шукаю очима бюст Куїнджі. Його немає. Він зник.

То ілюзія. Наче я в пустелі і десь біжить струмок.

Це моя безглузда уява.

Дві тисячі гривень. Ціна болю для переселенців.

Хто це рахував?

Саме стільки коштує розбите життя, мертві близькі та друзі, знищене місто, чужі орендовані квартири, неможливість відкрито плакати, бо сльози набридли оточуючим.

Господи, ми справді живемо?

Літня жінка з страждаючими очима. Вона заздалегідь перепрошує за те, що з Маріуполя.

Її зробили винною. Вона зайва. Випадково вижила і не рада цьому.

Говорить зі мною, заглядає в очі і сумно посміхається.

Боїться, що я не слухатиму.

Їй нічого не потрібне. Тільки поговорити.

У неї помер чоловік. Не витримало серце. Залишив її одну. Вивіз у безпечне місце та помер. Кинув. Вона скривджена, як дитина.

Тримає мене за руку і не відпускає.

„Ви теж із Маріуполя? Правда?“

Я намагаюсь дати їй гроші. Вона не бере.

Я лаю себе за це. Виходить, хочу відкупитись і піти.

Я така сама, як і ті, яких ненавиджу.

Але вона з Маріуполя. І хоче говорити про нього.

Про місто, від імені якого інші здригаються.

Вона запитує „За що?“

Я не знаю.

Кажу їй:

„Все колись буде добре. Все не дарма. Все обов’язково зміниться. Маріуполь не просто так загинув. Він захистив собою інших“

Вона тримається за мою руку і плаче.

Це вже перемога. Вона зі мною не боїться плакати.

Вона може говорити про Маріуполь скільки потрібно.

Я її розумію. Я теж так і не вийшла з цього міста.

Lite-Version unseres Todes.

Nadia Sukhorukova 28.08.23.

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Lite-Version unseres Todes.

Ein neuer Film über Ereignisse in meiner Stadt.

Wissen Sie, in Mariupol war es nicht nur gruselig, es war höllisch gruselig.

Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so viel Entsetzen gespürt.

Wir alle wollten leben. Und man hat uns laufend getötet. Nicht einzeln, nicht punktuell, sondern scharenweise.

Man bewarf uns mit Bomben, Granaten und Raketen und zerstörte ganze Familien, Kellern und Straßen.

Wir hatten nichts. Es ist nicht nur ein Wort. „Nichts“ bedeutet NICHTS.

Es gab kein Essen, Wasser, Medikamente, Licht, keine normale Toilette, keine Möglichkeit sich zu waschen, nach draußen zu gehen und lebendig wiederzukommen, in Ruhe einzuschlafen, einen Arzt aufzusuchen, sich zu wärmen, Verwandte anzurufen und herauszufinden ob Menschen im Nachbarhaus noch leben.

Damals dachte ich, Mariupol sei die letzte Stadt, die für die Ukraine kämpfte.

Sie werden es nicht glauben, ich dachte, alle wurden schon getötet. Und nur wir halten durch.

Erst später, als sich eine fragile Verbindung zu anderen Städten hergestellt wurde, haben wir aufgeatmet.

Damals schien es uns, dass man uns bald helfen würde. Bald. Schließlich hat die Ukraine durchgehalten.

Wir müssen noch eine Weile durchhalten. Und unsere Mörder werden vertrieben und bestraft.

Und es gab keine Korridore.

Keine OSZE.

Wir hatten nicht einmal die Hoffnung, der Hölle zu entkommen.

Jeder von uns ist Dutzende Male gestorben. Zusammen mit geliebten Menschen, mit Freunden, mit Nachbarn, einfach mit Fremden.

Glauben Sie, dass es einfach ist, umgeben von Leichen inmitten toter Häuser zu leben?

Glauben Sie, man kann einen Film darüber machen?

Plus – minus die Wahrheit.

Angeblich basierend auf wahren Begebenheiten?

Mariupol ist nicht nur eine Stadt, die von Raschitsten getötet und auseinandergerissen wurde.

Mariupol ist immer noch Menschen , die am Leben geblieben sind.

Es besteht kein Grund, uns noch einmal mit Halbwahrheiten zu quälen.

Wir atmen noch und wir haben Schmerzen.


Лайт-версія нашої смерті.

Новий фільм про події в моєму місті.

А знаєте в Маріуполі було не просто страшно, було – пекельно страшно.

Я за все своє життя ніколи не відчувала такого жаху.

Ми всі хотіли жити. Кожен. А нас усіх убивали. Не по одному, не вибірково, а одразу пачками.

Закидали бомбами, снарядами, ракетами і обнуляли цілими сім’ями, підвалами, вулицями.

У нас нічого не було. Це не просто слово. „Нічого“ – це означає НІЧОГО.

Не було їжі, води, ліків, світла, нормального туалету, можливості вмитися, вийти на вулицю та повернутися живим, заснути в тиші, звернутися по допомогу до лікаря, просто зігрітися, зателефонувати рідним, дізнатися, чи є живі у сусідньому будинку.

Я ж тоді думала, що Маріуполь залишився останнім із міст, які борються за Україну.

Ви не повірите, я думала, що всіх убили. І лише ми тримаємося.

Це вже потім, коли з’явився примарний зв’язок з іншими містами, ми видихнули.

Тоді нам здавалося, що нам допоможуть. Дуже скоро. Адже Україна вистояла.

Нам треба протриматися зовсім небагато. І наших убивць проженуть і покарають.

І не було жодних коридорів.

Жодних ОБСЄ.

У нас не було навіть надії вибратися з пекла.

Кожен із нас помирав десятки разів. Разом із близькими, із друзями, із сусідами, просто з незнайомими людьми.

Ви думаєте легко жити в оточенні мертвих тіл серед мертвих будинків?

Думаєте, чи можна про це зняти фільм?

Плюс – мінус правда.

Нібито заснований на реальних подіях?

Маріуполь це не просто місто вбите і роздерте рашистами.

Маріуполь – це ще люди, що залишилися живими.

Не треба нас знову мучити напівправдою.

Ми дихаємо і нам боляче.

Lisa war sechs Jahre alt und hatte ein langes Leben vor sich.

Nadia Sukhorukova 18.08.23

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Lisa starb sofort. Das Letzte, was sie sah, war ihre Mutter und die zerschossene Myropolitska Straße.

Lisa war sechs Jahre alt und hatte ein langes Leben vor sich. Aber die Ruzzеn, die Mariupol quälten, beschlossen, sie zu töten.

Vor ihrem Tod war Lisa mit ihrer Mutter. Sie fuhren ein Auto. Sie versuchten dem schrecklichen Beschuss zu entkommen. Sie wollten die Stadt verlassen.

In Mariupol gab es den Tod, und sie wollten leben.

Es ist doch normal, wenn man leben will?

Der Tod ließ Lisa nicht los. Sie hat es mitgenommen. Lisa sah aus wie ein Engel. Mit langen Haaren und klaren, großen Augen. Sehr sanft und freundlich.

Sie hätte nicht sterben dürfen. Mutter und Nachbarin schützten das Mädchen mit ihren Körpern.

Doch das Projektil traf das Auto und spaltete es wie ein Ei. Der Tod nahm die kleine und wehrlose mit.

Der Lisa’s Mutter wurden beide Beine abgerissen.

Kristinas Mann wurde von der Druckwelle aus dem Auto geschleudert, ihm wurde der Arm abgerissen. Er fiel in Ohnmacht.

Krystyna konnte nicht einmal in die Dunkelheit eintauchen, um die Hölle um sich herum nicht zu sehen.

Eine alte Frau half ihr, ihre Hand zu befreien, und dann gab ihr ein Junge mit dem Fahrrad Wasser. Krystyna hatte damals schreckliche Durst. Sie brannte vor Schmerz.

Jemand aus Mariupol half, ihren Mann ins Krankenhaus zu bringen. Er hatte bessere Überlebenschancen als sie.

Sie blieb mit ihrer kleinen Tochter im Auto. Tote Lisa. Sie war in der Nähe. Sie wärmte die eisige Hand ihrer Tochter mit ihren Handflächen. Sie verstand, dass das dies ihr Ende war.

Es tat ihr sehr leid, dass sie nicht vor Lisa gestorben war.

Der schmerzhafte Schock half Christina, nicht an seelischen Schmerzen zu sterben.

Christinas Schmerz erfüllte das Auto, dann die Myropolitska-Straße und dann die ganze Stadt. Er vermischte sich mit dem Schmerz anderer Menschen und erreichte den Himmel.

Aber der Himmel half nicht. Russische Flugzeuge kreisten darin wie Falken über ihrer Beute.

Die Leute haben Christina geholfen. Sie kennt ihren Namen nicht. Sie konnten sie unter Beschuss ins Krankenhaus bringen.

Die kleine Lisa blieb im Auto. Sie war einige Zeit dort geblieben. Eine Frau von der Straße in der Nähe sah ein totes langhaariges Mädchen, hatte aber Angst, sich zu nähern.

Diese Frau macht sich immer noch Vorwürfe, dass sie nicht die Kraft gefunden hat, Lisa zu begraben. Sie hatte große Angst.

Lisa ähnelte ihrer Tochter. Die Frau näherte sich regelmäßig dem Auto, konnte sich aber nicht überwinden, das Mädchen zu berühren.

Lisa wurde später von anderen Menschen begraben. Entweder von Verwandten oder Freiwilligen. Christina konnte sie nicht sehen.

Zu dieser Zeit lag die in sterben, ohne Medikamente, Verbände und Schmerzmittel im Krankenhaus Mariupol.

Aber wie durch ein Wunder gelang es ihr zu überleben. Sie erlitt höllische Schmerzen, Infektionen und viele Operationen.

Jetzt ist sie in Lettland und braucht sehr unsere Hilfe.

Sie träumt von einer Prothese, damit sie wieder laufen lernen kann.

Es ist irgendwie eine Wahnvorstellung. Eine junge Frau träumt von einer Prothese.

Vor dem russischen Angriff war sie stark, glücklich und gesund.

Sie arbeitete in einem Krankenhaus und machte mit ihrer Tochter Urlaub am Meer.

Jetzt träumt sie davon zu Lisas Grab zu kommen, wenn sie wieder laufen lernt und Mariupol wieder eine ukrainische Stadt wird.

Sie vermisst ihren lockigen Baby-Engel sehr.

Ich hinterlasse Ihnen einen Link zu Christinas Seite.

https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=9673521829389049&id=100001939832046

Alle Daten sind da.

Hier noch PayPal zaikina.kristina90@gmail.com

Und ich weiß, dass mich die Leute in Deutschland und den USA lesen.

Diese Leute sind freundlich und klug. Sie tun viel für die Ukrainer.

Bitte helfen Sie Christina.

Es gibt so viel Schmerz und Verzweiflung in ihrem Leben, dass nicht alle von uns es ertragen könnten.


Лізочек загинула миттєво. Останнє, що вона побачила – це мама та розстріляна Митрополитська вулиця.

Лізі було шість, і вона мала жити довго. Але росіяни, які мучили Маріуполь, вирішили її вбити.

Перед смертю Ліза була поряд з матір’ю. Вони їхали машиною. Рятувалися від страшних обстрілів. Збиралися виїхати з міста.

У Маріуполі була смерть, а їм хотілося жити.

Це ж нормально, коли хочеться жити.

Смерть не відпустила Лізу. Вона забрала її із собою. Ліза була схожа на ангела. З довгим волоссям і чистими величезними очима. Дуже ніжна та добра.

Вона не мала загинути. Мама та сусідка закривали дівчинку собою.

Але снаряд потрапив у машину і розколов її, мов яйце. Смерть забрала – маленьку та беззахисну.

Кристині, Лізіній мамі відірвало обидві ноги.

Чоловіка Кристини вибуховою хвилею викинуло з машини та відірвало руку. Він знепритомнів.

Кристина навіть не змогла поринути у темряву, щоб не бачити пекла навколо себе.

Якась бабуся допомогла їй звільнити руку, а потім хлопчик з велосипедом дав води. Кристині тоді дуже хотілося пити. Її спалював біль.

Хтось із маріупольців допоміг доставити до лікарні її чоловіка. Він мав більше шансів вижити, ніж вона.

Вона залишилася в машині разом із маленькою донькою. Мертвою Лізою. Була поряд. Грела в долонях крижану руку доньки. Розуміла, що це все.

Дуже шкодувала, що не загинула раніше за Лізу.

Больовий шок допоміг Кристині не померти від душевного болю.

Біль Кристини наповнив машину, потім вулицю Мирополитську, потім все місто. Він змішався із болем інших людей і дістав до неба.

Але небо не стало допомагати. У ньому кружляли російські літаки, як шуліки над здобиччю.

Кристині допомогли люди. Вона не знає їхнього імені. Вони змогли під обстрілом привезти її до лікарні.

Маленька Ліза залишилася у машині. Вона була там ще якийсь час. Жінка з вулиці поблизу бачила мертву довговолосу дівчинку, але боялася підійти.

Ця жінка досі дорікає собі за те, що не знайшла сил поховати Лізу. Їй було дуже страшно.

Ліза нагадувала дочку. Жінка періодично наближалася до машини, але так і не змогла подолати себе, щоб доторкнутися до дівчинки.

Лізу згодом поховали інші люди. Чи то родичі, чи то волонтери. Крістіна не змогла її проводити.

Вона в цей час вмирала без ліків, перев’язок та знеболюючого у маріупольскої лікарні.

Але, дивом, змогла вижити. Пройшла через пекельний біль, зараження, та багато операцій.

Зараз вона у Латвії і їй дуже потрібна наша допомога.

Вона мріє про протези, щоби знову навчитися ходити.

Це якесь марево. Молода жінка мріє про протези.

До нападу росіян вона була сильна, щаслива, здорова.

Працювала у лікарні та відпочивала з донькою на море.

Зараз мріє, що коли навчиться ходити і Маріуполь знову стане українськім містом, то приїде на могилу Лізи.

Вона дуже сильно сумує за своїм кучерявим янголятком.

Я залишаю вам посилання на сторінку Кристини.

https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=9673521829389049&id=100001939832046

Там є усі дані.

І я знаю, що мене читають люди у Німеччині та США.

Ці люди добрі та світлі. Вони дуже багато роблять для українців.

Будь ласка, допоможіть Кристині.

У її житті стільки болю та розпачу, що не кожен із нас зміг би це винести.

Um zwei Uhr wachst du vor dem Lärm eines Luftangriffs auf. Alexander Solotko 30.07.22.

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Du gehst ins Bett. Nachdem du ein Buch gelesen, einen Film gesehen oder einfach nur Milch getrunken hast, schläfst du ein. Weil es Nacht ist. Weil du schlafen möchtest.

Um zwei Uhr wachst du vor dem Lärm eines Luftangriffs auf. Du liegt und hörst seinem Heulen zu. Du müsstest aufstehen, sich anziehen, deinen Notfallkoffer nehmen und zum Luftschutzbunker rennen. Aber du liegst. Da die ersten beiden Explosionen innerhalb einer Minute ertönen, bleibt dir keine Zeit, wirklich aufzuwachen. Der Alarm fordert immer noch dazu auf, Schutz zu suchen, aber die Raketen explodieren bereits. Der Alarm heult vor Hoffnungslosigkeit, und vor seinem Hintergrund explodieren eine Minute später zwei weitere Raketen – eine nach der anderen.

Nah dran, denkst du, denn die Druckwelle trifft die in der Nähe geparkten Autos, und die Sirenen der Autos untermalen das Kreischen des Luftangriffs.

Du liegst im Bett und denkst, dass es wahrscheinlich vorbei ist. Normalerweise kommen nachts etwa vier Raketen an. Und sie explodieren nacheinander: Knall-Knall – eine Pause von ein paar Minuten – und wieder Knall-Knall. Und Ruhe.

Du wohnst in einer ruhigen Gegend, außer der Reichweite der Kanonenartillerie. Und Raketen … Raketen können überall einschlagen – sowohl dort, wo du gerade liegst, als auch dort, wohin du, dem Luftangriffsbefehl gehorchend, rennen musstest.

Der Luftalarm hört auf. Dann verstummen auch Autoalarmanlagen. Nicht hier, denkst du, ohne irgendwelche Gefühle zu verspüren . Man hat keine Gefühle wegen der nächtlichen Explosionen, denn sie passieren jede Nacht, und wenn man Gefühle verspürt, kann man verrückt werden. Du wärst längst verrückt geworden. Du könntest schnell verrückt werden. Und so… Es ist möglich, dass du immer noch verrückt wirst, aber langsam. Langsam.

Du weißt, wie man richtig handelt. Du müsstest bereit sein, mit einem Notfallkoffer aus der Wohnung oder aus dem Haus zu rennen. Oder mit einem Rucksack. Du verstehst, dass du im Falle einer Explosion in der Nähe oder eines Volltreffers keine Zeit haben wirst, sich anzuziehen, und das bedeutet, dass du seit fünf Monaten angezogen schlafen müsstest. Aber du ziehst jeden Abend deine Pyjama an. Denn wenn du auf jeden Luftangriffsalarm reagieren wolltest, müsstest du direkt im Bunker zu Bett gehen. Jede Nacht. Fünf Monate. Manche Leute können es wahrscheinlich aushalten, aber du legst dich jeden Abend in dein eigenes Bett. Du hältst sich nicht Mal an eine Zweiwänderegel, denn deine Wohnung hat einfach keine zwei tragende Wände. Von allen möglichen Vorsichtsmaßnahmen, die man treffen kann, hältst du nur daran tagsüber nicht ohne Papiere und dein gesamtes Geld in der Tasche das Haus zu verlassen. Wenn du jedoch tagsüber außerhalb des Hauses einen Luftalarm hörst, nimmst du dies zur Kenntnis und gehst deinen Geschäften weiter nach. Und ja – die Fenster sind quer mit Klebeband abgeklebt.

Eine Rakete aus Belgorod braucht etwa vier Minuten bis zu deinem Haus. Du weißt, dass du in vier Minuten nicht in der Lage sein wirst, den Luftschutzbunker zu erreichen. Und du weißt, dass du die Rakete nicht hören wirst. Und nach jedem Alarm zu Boden zu fallen, ist irgendwie dämlich. Du hat kürzlich erfahren, dass IHNEN die konventionellen Raketen ausgehen und dass sie jetzt deine Stadt mit Flugabwehrraketen bombardieren. Sie enthalten weniger Sprengstoff, aber viel mehr Splitter. Und sind extrem ungenau. Daher kann es überall hinfallen.

Darüber kann man nachdenken, wenn die nächtlichen Explosionen nachgelassen haben und die Sirene endlich verstummt ist. Aber du denkst darüber nicht einmal nach, denn es sind bereits fünf Monate vergangen seit… Fünf Monate.

Du schläfst ein.

Um vier Uhr gibt es eine weitere Explosion, dieses Mal etwas weiter von deinem Haus entfernt, das verstehst du, denn diesmal bleiben die Sirenen der Autos stumm. Und du schläfst wieder ein.

Morgens gehst du online und versuchst herauszufinden, wo genau die Raketen in der Nacht getroffen haben. Wenn Sie in den Gegenden, in denen deine Freunde leben, eingeschlagen sind, rufst du an, und wenn die Stimmen der Freunde am Telefon zu hören sind, braucht man nicht zu fragen, wie es ihnen geht. Sie antworten und das bedeutet, dass alles in Ordnung ist.

Du kochst Frühstück, überlegst dir Aufgaben für den Tag. Du kochst, gießt die Blumen, wäschst die Wäsche oder putzst die Wohnung. Du machst sogar jeden Morgen dein Bett – du beschäftigst dich und dein Gehirn mit etwas, weil du sonst verrückt werden kannst.

Dann vergeht der Tag. Die Nacht kommt.

Du gehst ins Bett. Nachdem du ein Buch gelesen, einen Film gesehen oder einfach nur Milch getrunken hast, schläfst du ein. Weil es Nacht ist. Weil du schlafen möchtest.

Fünf Monate. Bisher erst fünf Monate lang.


Ты ложишься спать. Почитав книгу, посмотрев кино или просто выпив молока – ты засыпаешь. Потому что – ночь. Потому что хочется спать.

В два часа ты просыпаешься от звуков воздушной тревоги. Лежишь и вслушиваешься в ее завывание. Нужно бы встать, одеться, взять тревожный чемоданчик и бежать в бомбоубежище. Но ты лежишь. Потому что первые два взрыва звучат через минуту, ты еще толком проснуться не успеваешь. Тревога все еще требует, чтобы ты бежал в убежище, а ракеты уже рванули. Тревога воет от безысходности, и на ее фоне через минуту взрываются еще две ракеты – одна за одной.

Близко, думаешь ты, потому что взрывная волна бьет по припаркованным недалеко машинам, и автомобильные сирены присоединяют свой визг к воплю воздушной тревоги.

Ты лежишь в постели и думаешь, что, наверное, это все. Обычно ночью прилетает штуки четыре. И взрываются подряд: бах-бах – пауза в пару минут – и снова бах-бах. И тишина.

Ты живешь в спокойном районе, сюда не достает ствольная артиллерия. А ракеты… Ракеты могут упасть везде – и туда, где ты сейчас лежишь, и туда, куда ты можешь побежать, повинуясь команде воздушной тревоги.

Смолкает воздушная тревога. Потом – автомобильная сигнализация. Не сюда, думаешь ты, не испытывая никаких чувств. Ты не испытываешь никаких чувств по поводу ночных взрывов, потому что они звучат каждую ночь, и если испытывать хоть какие-то эмоции, то можно сойти с ума. Ты бы уже давно сошел с ума. Быстро сошел с ума. А так… Не исключено, что ты все равно сходишь с ума, но медленно. Не торопясь.

Ты знаешь, как нужно поступать правильно. Нужно быть готовым выбежать из квартиры, из дома с тревожным чемоданом. Или рюкзаком. Ты прекрасно понимаешь, что в случае близкого взрыва или прямого попадания ты не успеешь одеться, но это значит, что пять месяцев ты должен спать одетым. И ты переодеваешься в пижаму каждый вечер. Потому что, если ты хочешь реагировать на воздушную тревогу, то тебе нужно укладываться спать прямо в убежище. Каждую ночь. Пять месяцев. Наверное, кто-то может это выдержать, но ты каждую ночь ложишься в свою постель. Ты даже не прячешься за две капитальных стены, потому что в твоей квартире просто нет двух капитальных стен. Из всех возможных предосторожностей ты не выходишь из дома днем без документов и всех твоих денег в кармане. Но если тебя тревога застает днем вне дома, ты принимаешь ее к сведению и продолжаешь заниматься своими делами. И да – окна крест на крест заклеены скотчем.

Ракета из Белгорода до твоего дома летит четыре минуты. Ты знаешь, что за четыре минуты ты не сможешь добраться до убежища. И ты знаешь, что ракету ты не услышишь. А падать на землю, услышав тревогу – как-то нелепо. Ты недавно узнал, что обычные ракеты у НИХ заканчиваются, и что теперь они обстреливают твой город зенитными ракетами. В них меньше взрывчатки, но гораздо больше осколков. И никакая точность. Поэтому упасть она может куда угодно.

Ты об этом можешь подумать, когда ночные взрывы отгремели, а сирена, наконец, заткнулась. А можешь и не думать, потому что уже пять месяцев, как… Пять месяцев.

Ты засыпаешь.

В четыре часа снова звучит взрыв, на этот раз – чуть дальше от твоего дома, ты понимаешь это, так как автомобильные сирены на этот раз молчат. И ты засыпаешь снова.

Утром ты лезешь в Сеть, пытаешься узнать, куда именно ночью были прилеты. Если в те районы, где живут твои друзья – ты перезваниваешь им, и когда слышишь в телефонной трубке голоса друзей – уже можешь и не спрашивать, как дела. Они ответили – все нормально.

Ты готовишь завтрак, придумываешь себе задания на день. Готовишь, поливаешь цветы, стираешь или прибираешь в квартире. Ты даже постель застилаешь каждое утро – ты загружаешь себя и свой мозг хоть чем-то, потому что иначе можно сойти с ума.

Потом день проходит. Наступает ночь.

Ты ложишься спать. Почитав книгу, посмотрев кино или просто выпив молока – ты засыпаешь. Потому что – ночь. Потому что хочется спать.

Пять месяцев. Пока – только пять месяцев.

Mariupol entfernt sich immer weiter.

Nadia Sukhorukova 10.09.23.

Meine Stadt ist heute 245 Jahre alt. Und er ist sehr unglücklich ohne uns.

***

Diejenige, die aus Mariupol herausgekommen sind, träumen von dieser Stadt, sehnen sich danach, langweilen sich ohne sie.

Schreiben Beiträge, laden Fotos hoch. Stechen mit einer Spitzhacke in die Wunden.

Es tut sehr weh.

Es tut mehr weh, als unter Bomben zu sitzen.

Damals wussten wir, dass wir überleben mussten.

Um jeden Preis.

Oder sterben, aber sofort.

Nicht unter Wunden leiden, nicht bluten, nicht unter Trümmern heulen.

Wir beteten um Erlösung oder einen glücklichen Tod.

Entweder oder.

Für einen Volltreffer.

Oder eine tonnenschwere Bombe.

Damit es durchschlägt – vom neunten bis zum ersten Stock.

Ohne Qual.

Dafür hatte man weder Kraft noch Mut.

Wenn du vor Schmerz schreist, hat man Angst vor dir und hört auf, dich zu lieben.

Man weiß nicht, wie man helfen könnte.

Man will, dass du endlich schweigst.

Unser Planet ist eine gequälte Stadt in der Nähe des Asowschen Meeres.

Wir lieben es und wollen es wiederbeleben.

Wir glauben, dass es möglich ist.

Unser Glaube tut uns weh.

Wir streuen unsere Erwartungen und Hoffnung auf Wiederkehr in Wunde wie Salz. Wir arrangieren uns mit Verlusten nicht.

Es fällt uns schwer, unseren Schmerz zu erörtern.

Sehnsucht nach der zerstörten Stadt.

Nach toten Hochhäuser, nach toten geliebten Menschen.

Die Kälte des Kellers und die wilde Angst, die an der Seele nagt, in Worte zu fassen.

Eine Person versprach mir, dass es eine Phase der Akzeptanz geben würde und ich alles akzeptieren würde, was mir genommen wurde.

Ich werde mich abfinden und nicht mehr mit den Kopf durch die Wand rennen.

Ich werde nicht verrückt, wenn der Hass überhandnimmt und ich mich rächen möchte.

In die Stadt zurückkehren und sich an denen rächen, die uns getötet haben.

An diejenigen, die uns keine Chance gegeben haben.

Jemand drückte im Flugzeug den Abzug, lud die Waffen nach und fuhr mit einem Panzer über unsere Seelen.

Ich frage mich, ob jemand bereits das Stadium der Akzeptanz erreicht hat?

Wenn wir lächeln, bedeutet das nicht, dass wir glücklich geworden sind.

Wir haben einfach gelernt, durchzuhalten.

Unser Schmerz hat kosmische Ausmaße angenommen, aber wir verbergen ihn vor den Augen anderer.

Unsere Angst gilt nicht nur Mariupol.

Wir fürchten um Charkiw, Saporischschja, Mykolajiw, Odessa, Cherson, Kriwyj Rih und andere ukrainische Städte.

Wir wissen, wie es ist, wenn die Heimatstadt, in der noch Menschen leben vor eigenen Augen stirbt .

Mariupol entfernt sich immer weiter und verlässt mich. Er ist wie ein Fremder. Ich kann ihn nicht einholen.

Aber ich möchte nach wie vor nach Hause zurückkehren. In meine ukrainische Stadt.


Моєму місту сьогодні 245 років. І йому дуже зле без нас.


Той, хто вибрався з Маріуполя – мріє цим містом, тужить по ньому, нудиться без нього.

Пише пости, викладає фото. Колупає рани ціпком.

Це дуже боляче.

Боляче, ніж сидіти під бомбами.

Тоді ми знали, що треба вижити.

Будь-якою ціною.

Або померти, але одразу.

Не страждати від ран, не стікати кров’ю, не вити під завалами.

Ми молилися про спасіння чи щасливу смерть.

Або – або.

Щоб пряме влучення.

Або багатотонна бомба.

Тільки наскрізь – від дев’ятого до першого поверху.

Без мук.

На них немає ні сили, ні відваги.

Коли кричиш від болю, тебе бояться і перестають любити.

Не знають, як допомогти.

Хочуть, щоби ти замовк.

Наша планета – закатоване місто біля Азовського моря.

Ми його любимо та хочемо оживити.

Ми віримо, що це можливо.
Наша віра завдає нам болю.

Ми посилаємо рану, як сіллю, чеканням. Надією на повернення. Не упокорюємося з втратою.

Нам важко розповісти наш біль.

Тугу за знищеним містом.
За мертвими висотками, за загиблими близькими.

Передати словами холод підвалу та дикий страх, що вгризається в душу.

Одна людина пообіцяла, що буде стадія прийняття, і я прийму все, що в мене забрали.

Я змирюся і не пробиватиму головою стіну.

Не божеволітиму, коли ненависть зашкалює і хочеться помститися.

Повернутись у місто та помститися тим, хто вбивав нас.

Тим, хто не давав жодного шансу.

Хтось тиснув на гашетку в літаку, перезаряджав гармати, наїжджав танком на наші душі.

Цікаво, у когось вже настала стадія прийняття?

Якщо ми посміхаємось, це не означає, що ми стали щасливими.

Ми просто навчилися терпіти.

Наш біль розрісся до космічного масштабу, але ми його ховаємо від чужих очей.

Наш страх не лише про Маріуполь.

Ми боїмося за Харків, Запоріжжя, Миколаїв, Одесу, Херсон, Кривий Ріг та інші українські міста.

Ми знаємо, як це, коли на твоїх очах вмирає рідне місто, де й досі є люди.

Маріуполь видаляється і йде від мене. Він, як чужий. Я не можу його наздогнати.

Але, як і раніше, хочу повернутися додому. До свого українського міста.


Für eine gerechte Strafe.

Nadia Sukhorukova 05.10.23

https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=pfbid02YU8caf9h5fpEPYc1VTPTzQYHUPSU2LRRgUAXh3sU1Avk9SGfDbPVWh6TJ3Yjjmuml&id=100087641497337

Stellt euch vor, die Drecksäcke, die Raketen auf Menschen abfeuern, betrachten das als einen Job.

Dafür bekommen sie Geld, eklige Mörder. Für die Ausführung von Mordaufträgen.

Sie machen das Leben eines anderen zur Hölle und kommen dann nach Hause und fressen ihre Suppe.

Sie töten und es ist ihnen egal. Nichts Menschliches ist an ihnen geblieben .

Ich wurde gefragt, warum wir auch nicht mit der selben Münze antworten. Auf dessen Städten und Dörfern, damit sie spüren, wie schrecklich es ist, wenn alles explodiert und Menschen drumherum sterben.

Ich antwortete: „Wir sind nicht sie“, musste aber gleich an Wowtschansk denken. Die Stadt liegt ebenfalls in der Region Charkiw.

Während der Besatzung operierten ukrainische Ärzte des örtlichen Krankenhauses verwundete raschistische Bastarde.

Es lag am Denn Humanismus und die Genfer Konvention, und natürlich an Maschinengewehren, die auf sie gerichtet wurden.

Und die Ärzte wussten außerdem, dass sie, wenn sie das russische Ungeheuer operieren, ein einheimische Mädchen retten dürfen, dem von dem Raschisten in den Kopf geschossen wurde.

Und als unsere Armee dieses Gebiet von russischen Ratten befreite, begann dieser Abschaum, sich zu rächen.

Sie schossen aus ihrem Revier absichtlich auf das Krankenhaus. Hauptsächlich zielten sie auf den Operationssaal.

Sie beschossen die Ärzte, die sie operierten, und keinen dabei erstochen haben.

Sie haben diejenigen getötet, die sie gerettet haben. Das tun keine Menschen, sondern nur Monstern, die aus der Hölle gekrochen sind.

Wenn ich an sie denke, dreht sich alles in meinem Kopf. Und ich weiß, dass ich keinen von ihnen verschonen werde.

Man kann fragen: „Wie werden wir später leben, wenn wir uns auch selbst in Biester verwandeln?“

Ich musste erst mal nachdenken. Schließlich bin ich eine Humanistin.

Mittlerweile habe ich verstanden. Sie werden auch für unsere Transformation verantwortlich sein.

Sie machten uns zornig und weckten das Biest in uns.

Sie waren es, die den Krieg begannen und mit dem Töten begannen.

Und unser inneres Biest kam, um sie zu bestrafen.

Für eine gerechte Strafe.


Прикиньте, а мразі, які пускають ракети в людей, вважають це роботою.

Вони за це гроші одержують. Кілери смердючі. Виконують замовлення на вбивства.

Перетворюють чуже життя на пекло, а потім приходять додому і жеруть щі.

Вбивають і їм все одно. Виходить, нічого в них усередині немає людського.

У мене запитали: чому ми також не відповідаємо. По містах і селах рашки, щоб вони відчули, як це жахливо, коли все вибухає і люди гинуть.

Я відповіла: „ми не вони“, а потім згадала Вовчанськ. Місто теж у Харківській області розташоване.

Під час окупації українські лікарі з місцевої лікарні оперували поранених рашистських ублюдків.

Бо гуманісти та женевська конвенція. І, звісно, автомати на них наставляли.

А ще лікарі знали, що коли прооперують рашистську тварюку, то дозволять їм потім місцеву дівчину врятувати, котрій рашисти в голову вистрілили.

А коли наші очистили ту територію від щурів російських, то ці мразі, мстити почали.

Стріляли зі своєї території чітко в лікарню. В основному по операційній били.

Мітили по лікарях, які їм операції робили і не зарізали жодного разу.

Вони вбивали тих, хто їх рятував. Так люди не роблять, лише істоти, що виповзли з пекла.

Я коли про них думаю, у мене всередині все перевертається. І я знаю, що нікого з них не пошкодую.

Хтось запитав: „Як ми будемо потім жити, якщо на такого ж звіра перетворимося?“

Я спочатку замислилась. Адже я теж гуманістка.

А тепер зрозуміла. За наше перетворення вони відповідатимуть.

Це вони нас розлютили і розбудили всередині звіра.

Це вони розв’язали війну і почали вбивати.

А наш внутрішній звір прийшов для покарання їм.

Для справедливого покарання.

Alles, was übrig blieb, passt auf eine Handfläche.

Nadia Sukhorukova 10.08.23

https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=pfbid02ohRWhqSsjdRxf9gYbgjYok7W9ocAA97Vzjt9At1imWLREbPdwGL5JeCqAR1RxQj2l&id=100087641497337

Alles, was übrig blieb, passt auf eine Handfläche.

Die Schlüssel zu unserer Wohnung. Von der Metalltür, die der Mann schloss, als er zum Luftschutzraum ging. Ich weinte über die Schlüssel wie über einen Toten. Und konnte nicht aufhören.

Ich versteckte mich im Badezimmer, drückte meine Hände mit den Schlüsseln an meine Brust und biss mir auf die Lippen, damit mein Schluchzen das Geräusch des Wassers nicht übertönte.

Man erzählt von den verschiedenen Phasen der menschlichen Trauer. Wann kommt die Phase der Akzeptanz??? Ich steckte in den Phasen der Verleugnung und Wut fest.

Manchmal vergesse ich die Trauer und es kommt mir vor, als sei mein Mariupol irgendwo in der Nähe.

„Sie werden nicht mit uns auf demselben Planeten leben können!“

In unserem Zugabteil fuhr ein Junge aus Cherson. Er ist vor der russischen Welt davongelaufen. Er erzählte fast nichts darüber, was in seiner Stadt geschah.

Sein Gesicht veränderte sich, als er erfuhr, dass wir aus Mariupol kamen.

Dann sagte er dies über die russischen Besatzer.

Orks werden auf dieser Erde wirklich nicht mehr leben können. Sie werden es auch nicht im Himmel schaffen, und sie werden es auch nicht unter Wasser schaffen.

Die Fische werden sie da rausdrängen, weil sie sich ekeln werden, sich neben Mördern zu befinden.

Der passendste Aufenthaltsort der Besatzer ist die Hölle. Sie schaffen sie immer um sich herum, weil es ihnen dort vertraut und bequem ist.

Ich habe eine Frau getroffen, deren Sohn mit ihnen kämpft.

Sie wartet auf ihn und betet für den Sieg. Sie glaubt, dass Gott viele Engel gesandt hat, um ihm und seinen Brüdern zu helfen.

Die Engel bedecken sie mit ihren Flügeln, damit die Orks ihnen nichts anhaben können.

Die Mutter des Verteidigers ist klein und traurig, ihr Blick ist wirr.

Früher wog sie fünfzig Kilogramm, jetzt weniger.

Die macht sich Sorgen um ihren Sohn und isst kaum etwas.

Ich habe Angst, sie zu berühren. Sie ist so zerbrechlich, wie eine Porzellanpuppe.

Mariupol ist ein Codewort für sie und für mich. Es lässt meine Brust brennen.

Wir sind Tränen nah, schämen uns aber, wir schauen weg und flüstern. Unsere Stimme bricht.

Wir sind stumm vor unserem gemeinsamen Schmerz.

Ich habe von einer Kuppel über der Stadt geträumt, als die Russen uns bombardierten. Ich stellte ihn mir im Kopf vor.

Er bewahrte uns vor dem Tod.

Die Kuppel wurde regelmäßig durch Bomben und Minen zerrissen, aber ich habe sie sorgfältig mit transparenten Fäden zusammengenäht.

Es gab keine Sirene. Ich dachte: Höchstwahrscheinlich wurde der Alarm Anfang März ausgerufen und wurde nie aufgehoben.

Was bringt es, den Luftalarm aufzuheben, wenn in fünf Minuten wieder ein russischer Pilot über die Stadt fliegt und sieht nach, wo die Bombe abgeworfen werden kann?

Auf Häuser? Auf ein Krankenhaus oder einen Theater? Auf einen Schwimmbad mit dem Luftschutzbunker?

Genau dorthin, wo mehr Menschen gibt, wo es am schmerzhaftesten sein wird.

Nach Mariupol lebten wir einige Zeit in Tschornomorsk.

Auch er wird jetzt vom Feind angegriffen.

Das Leben im Krieg ist wie ein endloser Tunnel.

Ich bin einmal in einem Auto durchgefahren. Man freuet sich, wenn das Licht vorne erscheint.

Und dann stellt sich heraus, dass das entgegenkommende Auto mit seinen Scheinwerfern leuchtet. Und die Sonne ist noch weit weg.

Es leben wundervolle Menschen in Tschornomorsk. Sie lächelten. Selbst als mein Gesicht in der Dunkelheit des Tunnels versank.

Dank ihnen begann ich auch zu lächeln.

In Mariupol war ich während der Blockade immer überrascht, wenn mich jemand mit einem Lächeln ansprach.

Einmal gingen wir mit Natalya in der Nähe ihres neunstöckigen Gebäudes spazieren und zwei Frauen mit Hüten und Hunden fragten: „Wie geht es dir?“ – und lächelten.

Wir antworteten, dass alles normal sei. Sie sagten: „ihr seid ganz toll! Bei euch wird alles gut!“

Sie haben es nicht erraten. Mit uns ist nichts gut. Im Mariupol ist generell alles schlecht.

Natalyas Mann ist gestorben, mein Cousin auch. Ich kann meine Verwandten und Freunde nicht finden. Ich bin nicht zuhause.

Ich lebe jedoch und lächle.

Ich lächle aus den Tiefen des Tunnels. Und mein Lächeln ähnelt manchmal einer Grimasse.

So habe ich als Kind meine Tränen versteckt – mit einem angestrengten Lächeln.

In Tschornomorsk gingen wir die Allee des Friedens entlang, das ist die Hauptstraße. In Mariupol gibt es keinen Prospekt des Friedens mehr.

Die dortige Hauptstraße wurde von den Besatzern zerstört. Geistig und physisch.

Sie bombardierten sie, beschossen sie mit Raketen und überrannten sie mit Panzern. Sie haben sie vergewaltigt. Sie haben ihre Seele herausgenommen.

Dort, am Freiheitsplatz, wo die schönsten Konzerte stattfanden, befand sich ein moderner Kinderspielplatz.

Er wurde von mehreren Projektilen getroffen: Wahrscheinlich war der Spielplatz den Besatzern eine Bedrohung.

Das ukrainische Militär versteckte sich definitiv dort – irgendwo zwischen der Rutsche und dem Karussell.

Prospect des Friedens lief vorwärts und endete mit dem Theater.

Der Theaterplatz – mit Brunnen und Alleen – war äußerst schön.

Danach habe ich es auf dem Video einer sehr mutigen Frau gesehen.

Die Folgen des Luftangriffs filmte sie mit ihrem Handy.

Am 16. März 2022 wurde das Theater gnadenlos bombardiert.

Ich weiß bereits, was die Druckwelle mit den Menschen im Gebäude gemacht hat, aber ich habe nicht die Kraft, die Einzelheiten herauszufinden.

Einer der Theaterschauspieler kann es nicht erzählen. Ich kannte ihn vor dem Krieg, danach sah ich ein Interview mit ihm, als er Mariupol verließ.

Es sind zwei verschiedene Menschen.

Er und seine Frau schrieben auf dem Theaterplatz das Wort „Kinder“.

Die Buchstaben wurden sorgfältig gezeichnet, damit sie sogar vom Weltraum aus gesehen werden konnten.

Sie glaubten, dass diese Inschrift sie retten würde.

Sie fühlten sich wie Zauberer, die Menschen beschützen.

Der raschistische Flugzeug zerstörte die Hoffnung, dass alle überleben würden, und den Glauben an Gerechtigkeit.

Wie sich herausstellte, gibt es sie zur Zeit nicht auf Erden.

Sie verschwand am 24. Februar 2022.

Aber ich glaube, dass sie bald zurück kommt.

Sie kommt aus diesem endlosen Tunnel raus.


Усе, що залишилося, поміститься на долоні.

Ключі від нашої квартири.

Від металевих дверей, які зачинив чоловік, коли йшов до укриття. Я плакала над ключами, як над небіжчиком. І не могла зупинитися.

Ховалася у ванній, притискала руки з ключами до грудей і закушувала губи, щоб мої схлипи не перекривали дзюркоту води.

Хто там розповідає про різні стадії людського горя? Коли ж буде прийняття??? Я зависла на стадіях заперечення і гніву.

Іноді я забуваю про горе, і мені здається, що мій Маріуполь десь поблизу.

„Вони не зможуть жити з нами на одній землі!“

У нашому купе їхав хлопчина з Херсона. Він утік від ру*кого міра. Майже нічого не розповідав про те, що відбувалося в його місті.

Перемінився на обличчі, коли дізнався, що ми з Маріуполя.

Тоді й сказав це про ро***ських окупантів.

Орки справді не зможуть жити на цій землі. У небі теж не зможуть, і під водою у них не вийде.

Їх виштовхнуть звідти риби, бо гидуватимуть бути поряд з убивцями.

Найулюбленіше місце існування окупантів – пекло. Вони і влаштовують його довкола себе, бо там їм звично та зручно.

Я познайомилася з жінкою, чий син з ними воює.

Вона чекає на нього і молиться за Перемогу. Вірить, що Бог послав йому та його побратимам на допомогу багато ангелів.

Ангели закривають їх крилами, щоб орки не змогли зашкодити.

Мама захисника – маленька й сумна, у неї розгублені очі.

Колись вона важила п’ятдесят кілограмів, тепер менше.

Хвилюється за сина і майже нічого не їсть.

Мені страшно до неї доторкнутися. Така вона тендітна, ніби порцелянова статуетка.

Маріуполь для неї та для мене – кодове слово. Від нього пече у грудях.

Ми ладні плакати, але соромимося, відводимо очі й говоримо пошепки. У нас зривається голос.

Ми оніміли від нашого спільного болю.

Я мріяла про купол над містом, коли рашисти нас бомбили. Я малювала його у своїй голові.

Він закривав нас від смерті.

Купол періодично розривали бомби та міни, але я його акуратно зашивала прозорими нитками.

Сирени не було. Я думала : найімовірніше, тривогу оголосили на початку березня і вже ніколи не скасують.

Який сенс оголошувати відбій, якщо через п’ять хвилин над містом знову шулікою літатиме російський льотчик і видивлятиметься, куди скинути бомбу.

На будинки? На лікарню чи театр? На басейн, у якому є укриття?

Скинути туди, де більше людей, туди, де буде болючіше.

Після Маріуполя, ми жили у Чорноморську деякий час.

Його зараз теж атакує ворог.

Життя на війні схоже на нескінченний тунель.

Я одного разу їхала в такому. Ти радієш, коли попереду з’явилося світло.

А потім виявляється, що зустрічна машина світить фарами. І до сонця ще далеко.

У Чорноморську чудові люди. Вони всміхалися. Навіть коли моє обличчя тонуло у темряві тунелю.

Я теж почала всміхатися завдяки їм.

В Маріуполі, під час блокади, завжди дивувалася, коли хтось звертався до мене з усмішкою.

Якось ми йшли з Наталею біля її дев’ятиповерхівки і дві жінки у шапочках і з собаками запитали: „Як вам ведеться?“ – і всміхнулися.

Ми відповіли, що нормально. Вони сказали: „Які ви молодчинки! Усе у вас буде добре!“

Вони не вгадали. У нас добре не все. У Маріуполі взагалі все погано.

У Наталі загинув чоловік, у мене – двоюрідний брат. Я не можу знайти родичів і друзів. Я не вдома.

Однак я жива й усміхаюся.

Посміхаюся із глибини тунелю. І моя посмішка іноді нагадує гримасу.

Я так у дитинстві приховувала сльози – натягнутою усмішкою.

У Чорноморську ми ходили проспектом Миру, це головна вулиця. У Маріуполі проспекту Миру вже нема.

Головну вулицю там знищили окупанти. Ментально та фізично.

Розбомбили її, розстріляли ракетами й переїхали танками. Вони її згвалтували. Вийняли з неї душу.

Там, на площі Свободи, де проходили найяскравіші концерти, був сучасний дитячий майданчик.

У нього влучило кілька снарядів: напевно, дитячий майданчик чимось неймовірно загрожував окупантам.

Там точно переховувалися українські військові – десь між гіркою та каруселлю.

Проспект Миру летів уперед і впирався у драмтеатр.

Театральний сквер – з фонтанами та алеями – був надзвичайно гарним.

Потім я бачила його на відео дуже сміливій жінкі.

Вона знімала на телефон наслідки авіаудару.

Театр нещадно розбомбили 16 березня 2022 року.

Я вже знаю, що вибухова хвиля зробила з людьми у будівлі, але дізнаватися подробиці нема сили.

Один із акторів театру розповісти їх не може. Я знала його до війни, потім бачила з ним інтерв’ю, коли він виїхав із Маріуполя.

Це двоє різних людей.

Він та його дружина виводили слово „Діти“ на театральній площі.

Старанно промальовували букви, щоб їх було видно і з космосу.

Вони вважали, що цей напис урятує.

Почувалися чарівниками, які захищають людей.

Рашистський літак перервав надію, що всі вціліють, і віру у справедливість.

Як виявилося, на землі її зараз немає.

Вона зникла 24 лютого 2022 року.

Але я вірю, що вона незабаром повернеться.

Вибереться з цього нескінченного тунелю.

Es ist leicht, angesichts des Todes ehrlich zu sein.

Nadia Sukhorukova. 09.08.23

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Es ist leicht, angesichts des Todes ehrlich zu sein.

Ohne Beleidigungen, Ambitionen, Hoffnungen und ohne Morgen.

Ich habe alles aufgeschrieben, was ich dachte und sah. Im Notizbuch eines halbtoten Telefons. Ohne etwas zu verschönern. Ohne Angst vor zukünftigen Konsequenzen.

Ich hatte keine Angst, dass ich mich später schämen werde oder jemandem erklären muss: „Es tut mir leid, ich habe es nicht aus Bosheit geschrieben, es liegt nur daran, dass du wirklich ein Idiot bist.“

Wem soll ich es erklären müssen, wenn wir alle sterben werden? Dessen war ich mir sicher.

Ich schrieb ehrlich über die Menschen in der Nähe, über ihre lustigen Streitereien, über die tierische Angst, über die stechende Kälte von innen und außen, über das Gefühl des Todes.

Der Tod erlaubte es nicht zu lügen. Sie ließ mich nicht so tun, als wäre ich besser. Sie erlaubte mir nicht einmal, mich richtig zu waschen.

Wir sind gewöhnliche Menschen in einer gewöhnlichen Hölle. Alle sind gleich. Unabhängig von Alter, Charakter, Krankheiten, Beruf, Vermögen oder bisherigen Erfolgen.

Jeder von uns könnte sterben.

Der Tod spielte mit uns seine Spielchen.

Sie traf uns wahllos ohne genau hinzuschauen. Wir waren alle an seinem Abzug.

Ich stellte mir vor, dass wir ein Spiel spielten und ein Projektil oder eine Miene ein Ball war. Du wendest dich von ihm ab und er fliegt genau zu der Stelle, an die du gesprungen bist.

Ich öffnete das Notizbuch auf meinem Telefon und tippte das erste Wort ein. Dann hörte ich eine Explosion, schnappte nach Luft und schrieb den zweiten. Über den Inhalt habe ich kaum nachgedacht. Ich beschrieb keine Ereignisse, sondern Gefühle.

Jeder Satz, den ich sagte, war wahr. So habe ich noch nie geschrieben. Wie dort, in Mariupol.

Ich dachte, dass mein Telefon bleiben würde, wenn ich getötet werde. Und jemand wird alles lesen, was ich in das Notizbuch geschrieben habe.

Nach einer Weile wurde mir klar, dass es niemand lesen würde. Weil keiner das Telefon finden wird.

Wer braucht schon das tote Ding eines anderen, wenn er keine geliebten Menschen finden kann?

Aber ich habe trotzdem geschrieben. Um nicht verrückt zu werden.

Jedes Wort ist mein Beweis für mich selbst, dass ich noch lebe.

Denn nach zwei Wochen glaubte ich nicht mehr sonderlich daran, dass der Keller, in dem ich sitze, die reale Welt ist.

Der schlimmste Albtraum meiner Stadt ist die ständige Erwartung des Todes und die Angst, dass man bereits tot ist, und es einfach noch nicht verstanden hat.

Ich habe tiefes Mitgefühl mit den Angehörigen der getöteten in Saporischschja.

Heute haben Bastarde aus den benachbarten Vororten erneut auf ihn geschossen.

Ich bin nach der Mariupol-Hölle in diese Stadt gekommen. Ich fuhr durch das besetzte Gebiet.

Es war die erste Stadt, in der ich weinen konnte.

Und die Leute von Saporoschje trösteten und versteckten mich vor dem Krieg.

Dort wurde mir klar, dass ich nicht getötet wurde und ich immer noch fühlen und leben kann.

Sehr schöne Stadt. Sehr kluge und freundliche Leute. Raschisten töten guten und aufgeklärten Menschen.


Перед небезпекою смерті легко бути чесною.

Без образ, амбіцій, надій та без завтра.

Я писала все, що думала та бачила. У блокнот напівдохлого телефону. Нічого не прикрашала. Без страху перед майбутніми розбираннями.

Не боялася, що доведеться червоніти або комусь пояснювати: „Вибач, я не зі зла написала, просто ти такий довбоєб і є“

Кому пояснювати, якщо ми всі помремо? Я була впевнена у цьому.

Писала чесно про тих, хто був поряд, про їх смішні сварки, про тваринний страх, про пронизливий холод усередині та зовні, про відчуття смерті.

Смерть не давала брехати. Не давала прикидатися краще. Навіть вимитися нормально не давала.

Ми звичайні люди у звичайному пеклі. Всі рівні. Незалежно від віку, характеру, хвороб, професії, кількості грошей чи минулих досягнень.

Будь-якого з нас могло не стати.

Смерть грала в чікін-пікін пальчик викинь.

Викидала без розбору. Особливо не вдивлялася. Ми всі були у неї на спусковому гачку.

Я уявляла, що ми граємо у вибивного, а снаряд чи міна – це м’яч. Ти відвертаєшся від нього, а він летить саме в те місце, куди ти відстрибнув.

Я відкривала блокнот телефоном і набирала перше слово. Потім чула вибух, хапала ротом повітря та писала друге. Я майже не думала про зміст. Я описувала не події, а почуття.

Кожне моє речення було справжнім. Я ніколи ТАК не писала. Як там, у Маріуполі.

Я думала, коли мене вб’ють – мій телефон залишиться. І хтось прочитає все, що я написала у блокноті.

Через деякий час я зрозуміла, що ніхто не прочитає. Бо телефон не знайдуть.

Кому потрібна чужа мертва річ, якщо не можуть знайти близьких людей?

Але я все одно писала. Щоб не збожеволіти.

Кожне слово – це мій доказ самої себе, що я ще жива.

Тому що через два тижні я вже не особливо вірила, що підвал, де я сиджу – це реальний світ.

Найстрашніший кошмар мого міста – це постійне очікування смерті та страх, що ти вже мертвий, просто не розумієш цього.

Я дуже співчуваю рідним загиблих у Запоріжжі.

Сьогодні виродки із сусідньої недокраїни обстріляли його вкотре.

У це місто я приїхала після маріупольського пекла. Їхала через окуповану територію.

Це було перше місто, де я змогла заплакати.

І жителі Запоріжжя втішали і приховували мене від війни.

Я там зрозуміла, що мене не вбили, і я ще можу відчувати і жити.

Дуже гарне місто. Дуже світлі та добрі люди. Рашисти вбивають добрих і світлих людей.