Putin zerstört Charkiw | Vitaliy Portnikov. 25.05.24.

Zunächst einmal möchte ich allen Einwohnern von Charkiw mein aufrichtiges Beileid aussprechen. In erster Linie denjenigen, die ihre Angehörigen und Freunde während des russischen Angriffs auf das „Epizentrum“ von Charkiw und das Zentrum dieser ukrainischen Stadt verloren haben. Neue Opfer, neue Zerstörung, neues Vergnügen für Putins Serienmörder. Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass dies sicherlich nicht der letzte Angriff auf Charkiw war. Und das ist, gelinde gesagt, nicht das erste Mal. Erst kürzlich haben wir über den Angriff auf das Charkiwer Verlagshaus Vivat gesprochen, bei dem Menschen ums Leben kamen und Bücher verbrannt wurden. Und nun ein Angriff auf einen großen Supermarkt und ein weiterer Angriff auf Wohngebiete. Natürlich können diese Aktionen Putins nicht als spontan angesehen werden. Wie jeder Serienverbrecher weiß auch der russische Führer genau, was er tut und woran er interessiert ist.

Das erste, was er erreichen will, ist, die Ukrainer davon zu überzeugen, dass nur Verhandlungen zu seinen Bedingungen, nur die Kapitulation der Ukraine vor Russland, die Zivilbevölkerung unseres Landes vor weiteren Toten, vor weiteren Bombardierungen durch Putins Armee schützen können. Und natürlich tut Putin das dort, wo es leichter ist, in unmittelbarer Nähe der russischen Grenze. Schließlich sind andere große Städte in der Ukraine weiter von der russischen Grenze entfernt als Charkiw, und sie können nur durch massive Raketenangriffe zerstört werden, was länger dauern würde als die Versuche Charkiw zu zerstören.

Das zweite wichtige Motiv des russischen Führers hängt mit seinem Versuch zusammen, die ukrainische Bevölkerung einzuschüchtern. Wir müssen erkennen, dass die Putins Ziele nach dem 24. Februar 2022 sich geändert haben. Im Februar 2022 konnte er sich sicher sein, dass die Bevölkerung der Ukraine seine Banditenarmee mit Beifall begrüßen würde. Aber im Laufe der Jahre hat selbst Putin erkannt, dass die Ukrainer russische Truppen auf ihrem Land nicht willkommen heißen, dass sie diese Truppen bekämpfen werden, dass die Ukraine Putin nirgendwo zwischen Uschhorod und Charkiw sehen will. Und deshalb betrachtet Putin jetzt die gesamte ukrainische Bevölkerung von Charkiw bis Uschhorod als illoyal. Der Plan für diese Einschüchterung ist ganz einfach. Putin will die Bedingungen für ein normales Leben der Ukrainer zerstören und sie dazu bringen, ihre Heimatstädte zu verlassen. Die Menschen sollten aus den östlichen und südlichen Regionen der Ukraine, die den Angriffen der russischen Armee näher sind, zuerst in die zentralen und nördlichen Regionen und natürlich in die westlichen Regionen der Ukraine und dann in die Länder des Westens ziehen. Putin träumt immer noch von der Möglichkeit, dass ukrainische Gebiete der Russischen Föderation beitreten. Jetzt aber ohne die Bevölkerung. Putin und seine eigenen Landsleute, die das aggressive Vorgehen ihres Anführers gutheißen, brauchen die Bevölkerung der Ukraine nicht mehr. Und die ukrainischen Truppen können diese Aggression des russischen Führers nur stoppen, wenn die Welt begreift, was die russischen Ziele sind. Es handelt sich hier nicht um einen Territorialkonflikt und auch nicht um den Wunsch Russlands, seine politischen Ansprüche zu sichern und seinen Appetit auf die Regionen anderer Völker zu befriedigen. Und genau das ist der nationale Völkermord, der an jedem Tag der russischen Aggression erdacht, geplant und tatsächlich durchgeführt wird.

Putins drittes wichtiges Ziel ist bereits taktischer Natur – er will demonstrieren, dass keine Erklärungen der internationalen Gemeinschaft Russland in seinem weiteren Vorgehen an der russisch-ukrainischen Grenze beeinflussen werden. Wie wir bereitet sich Putin auf den Friedensgipfel in der Schweiz vor. Er ist sich bewusst, dass viele Staatschefs und diplomatische Vertretungen aus der ganzen Welt zu diesem internationalen Treffen zusammenkommen und ein Ende des russisch-ukrainischen Krieges fordern werden. Putin zeigt ihnen absolute Gleichgültigkeit gegenüber ihrem Treffen und ihren Forderungen. Er überzeugt sie davon, dass man von Russland das nicht verlangen sollte, wozu man es nicht zwingen kann. Vielmehr soll die Ukraine aufgefordert werden vor Russland zu kapitulieren.

Und genau darum geht es übrigens bei den Plänen, die jetzt im Informationsraum der Diplomatie der Länder des so genannten globalen Südens auftauchen. Pläne, die Putin gutheißt. Denn sie entsprechen seinem Konzept eines möglichen Einfrierens des Konflikts, um neue Ressourcen zu sammeln und neue Anstrengungen zu unternehmen, um die ukrainischen Gebiete in Zukunft weiter zu besetzen.

Ein weiterer wichtiger Faktor, der tatsächlich mit den Angriffen auf Charkiw und andere ukrainische Städte zusammenhängt, ist die Fortsetzung des demografischen Krieges mit der Ukraine. Dies ist nicht die erste Phase eines solchen Krieges. Es hat fast das gesamte 20. Jahrhundert gedauert. Der Holodomor, der Zweite Weltkrieg und die Hungersnot nach dem Krieg sind allesamt Etappen des demografischen Krieges des russischen Imperiums gegen das ukrainische Volk. Versuche, sich eines wichtigen geopolitischen Konkurrenten der Russen zu entledigen, der ihr Monopol auf das Gebiet des ehemaligen Russischen Reiches in Frage stellt. Dieser Krieg hat nicht einen einzigen Tag aufgehört, und jetzt sehen wir seine neuen Akkorde. Wenn es Putin gelingt, die ukrainischen Städte zu zerstören, bedeutet dies, dass die Bevölkerung der Ukraine mit jedem Jahr dieses Zermürbungskrieges abnehmen wird. Es wird bereits gesagt, dass die Bevölkerung in den großen Städten im Osten der Ukraine abnimmt. Die Bevölkerung der Ukraine selbst ist auf 28-30 Millionen Menschen geschrumpft. Es heißt, dass nach dem Krieg in der Ukraine nicht mehr als 25 Millionen Menschen leben werden. Und das unter der Voraussetzung, dass der russisch-ukrainische Krieg in den nächsten Jahren beendet wird. Und die Voraussetzungen dafür sind, zumindest für Putin, nicht gegeben und werden durch die Zurückhaltung des Westens auch nicht geschaffen.

Daher sollte uns dieses neue Verbrechen in Charkiw an Putins alten Plan erinnern, den Plan, das ukrainische Volk zu vernichten und die Ukraine zu besetzen, mit der anschließenden Annexion ihres Territoriums an die Russische Föderation. Dieser Plan muss erkannt werden, und die Person, die ihn entwickelt hat, muss gestoppt und bestraft werden.

Die Engel in der Jacken mit der Aufschrift „Notfallmedizin“. Nadia Sukhorukova. 06.04.24.

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Ihr Krankenwagen fuhr nicht immer durch das Glas auf dem Boden und die Betonplatten. Sie stiegen aus dem Auto aus und gingen zu Fuß. Sie haben nicht gebetet.

Im Gegenteil, sie fluchten wie der Zeug hält. Und sie wiederholten sie wie einen Zauberspruch: „Hoffentlich gibt es keinen weiteren Einschlag.“

Mariupol, Mitte März, zertrümmerte Fenster, verbrannte Häuser, schwarzer Ruß und Asche, die von oben auf helle Schwingen und schwarze Erde fallen.

Die Apokalypse in einer einzigen Stadt und hungrige, ungewaschene, wütende, verängstigte Engel, die Jacken mit der Aufschrift „Notfallmedizin“ tragen.

Inna und Andrii versuchen, nicht zusammen auszurücken. Es ist wie ein böses Omen. Der Tod scheint für die Liebe zu bestrafen. Der Tod von anderen Menschen.

Ein Mann liegt mitten auf dem Hof, seine Frau und seine kleine Tochter stehen über ihm.

Sie fragen: „Schau, was ist mit ihm los? Er bewegt sich nicht und reagiert nicht.“

Der Mann wird auf den Rücken gedreht. Er hat kein Gesicht. Die Mutter und die Tochter können es nicht glauben.

Sie fragen Inna: „Vielleicht haben wir uns geirrt? „Vielleicht ist er es gar nicht? Unserer ist definitiv am Leben. Er ging für fünf Minuten hinaus, um den Kessel auf dem Feuer zu erwärmen. „Wir haben ein Zischen gehört. Das ist doch Blödsinn. Das kann nicht sein.“

„Doch“, sagt Andrii. Inna ist still. Sie hat Angst zu weinen.

Erst gestern hat ein Mann seine Frau in die Ambulanzstation gebracht. Er fuhr mit hoher Geschwindigkeit. „Er schrie durch das offene Fenster: ‚Hilfe, schnell! Bitte!“

Sie zogen die Frau aus dem Auto. Sie war tot.

Der Mann bettelte, fiel auf die Knie und bat um eine Wiederbelebungsspritze. Sie wussten, dass sie es nichts tun konnten, aber sie begannen, sie wiederzubeleben.

Drei zwanzigjährige Sanitäter versuchten, die tote Frau wieder zum Leben zu erwecken. Sie war bereits seit mindestens einer Stunde tot.

Der Ehemann der Frau war bereit neben ihr zu Sterben. Er war verzweifelt. Sie wussten nicht, wie sie ihm sagen sollten, dass es vorbei war.

Sie konnten die Worte nicht finden. Er konnte sie nicht hören. Er saß über seiner Frau und wiegte sich hin und her.

„Es ist nicht wahr. Sie lebt.“ Seit dem Beginn des Krieges ist jeder Tod nicht wahr.

Hundert, zweihundert, tausend, zehntausend, zwanzigtausend Tote, die nicht sein sollten.

Die Toten wurden immer öfter auf die Station gebracht. Die Menschen mussten begraben werden. Die Sanitäter haben das nicht getan. Sie haben diejenigen gerettet, die gerettet werden konnten.

Die Toten nahmen den ganzen Platz in der Stadt ein. Die Lebenden wurden hinausgedrängt. Mariupol wurde zu einer Stadt der Toten.

Die Eltern brachten ihre tote Tochter und legten sie vorsichtig auf eine eiskalte Liege in der Ecke des Warteraums. Sie glauben den Ärzten sofort: Ihr Kind atmet nicht.

Die Frau mit dem starren Blick und der Mann mit dem verwirrten Gesicht konnten nicht weinen. Sie saßen einfach nebeneinander, sahen ihre Tochter an, streichelten ihren Kopf und wärmten ihre kleinen Hände.

Eine Bombe war auf ihre Straßen gefallen. Die Häuser um sie herum stürzten durch den Luftangriff ein. Ihr Haus stand noch. Sie haben überlebt. Alle, außer ihrer Tochter.

Warum ist das Brummen eines Flugzeugs das abscheulichste Geräusch der Welt?

Am 18. März nahmen die Raschisten der Ambulanzstation Autos und Medikamente weg. Die Sanitäter konnten die Menschen nicht mehr retten.

Die letzten Engel, die Jacken mit der Aufschrift „Notfallmedizin“ trugen, verließen die Stadt.

***

Das Foto zeigt Mariupol, Frühjahr 2022. Das ist alles, was von unseren Häusern und Straßen übrig geblieben ist. Ich hasse die Mörder aus dem Unterland.


Їхня швидка не завжди проїжджала через скло на землі та бетонні плити. Вони виходили з машини та йшли пішки. Чи не молилися.

Навпаки, лаялися останніми словами. І повторювали, як заклинання: „Тільки б не ебн…ло. Не прилетіло знову, сюди ж“

Маріуполь, середина березня, вибиті вікна, спалені будинки, чорна кіптява та попіл, що падає зверху на яскраві гойдалки та чорну землю.

Апокаліпсис в окремо взятому місті та голодні, немите, злі, злякані ангели, у куртках, з написом „Екстрена медицина“.

Інна та Андрій намагаються разом не виїжджати. Це як погана прикмета. Смерть, ніби карає за кохання. Загибеллю інших людей.

Чоловік лежить у середині двору, над ним дружина та маленька донька.

Вони просять: „Погляньте, що з ним не так? Він не рухається і не відповідає“.

Чоловіка перевертають на спину. В нього немає обличчя. Мати з донькою не вірять.

Запитують у Інни: „Може, ми помилилися? Може це не він? Наш точно живий. Він вийшов на п’ять хвилин зігріти чайник на багатті. Ми почули шипіння. Це якась нісенітниця. Так не може бути“

„Може бути“, – каже Андрій. Інна мовчить. Вона боїться розплакатися.

Лише вчора до станції швидкої допомоги чоловік привіз дружину. Він їхав з величезною швидкістю. Кричав у відчинене вікно „Допоможіть, швидше! Прошу вас!“

Жінку витягли з машини. Вона була мертвою.

Чоловік благав, падав навколішки, просив зробити укол і оживити. Вони знали, що не зможуть, але почали реанімувати.

Троє двадцятирічних фельдшерів намагалися повернути до життя мертву жінку. Мертву – мінімум годину.

Чоловік цієї жінки помирав поряд. Від розпачу. Вони не знали, як йому сказати, що це кінець.

Не могли підібрати слова. Він їх не міг почути. Сидів над дружиною і гойдався з боку на бік.

„Це не правда. Вона жива“. З початку війни кожна смерть не правда.

Сто, двісті, тисяча, десять тисяч, двадцять тисяч смертей, яких не повинно бути.

На станцію дедалі частіше привозили мертвих. Людей треба було ховати. Фельдшери цим не займалися. Вони рятували тих, кого можна.

Мертві займали весь простір у місті. Витісняли живих. Маріуполь ставав містом мертвих.

Батьки привезли мертву дочку і дбайливо поклали її на крижану кушетку у кутку приймальні. Вони одразу повірили лікарям. Їхня дитина не дихає.

Жінка із застиглим поглядом і чоловік із розгубленим обличчям не могли плакати. Просто сиділи поряд, дивилися на дочку, гладили її по голові і гріли маленькі ручки.

Бомба впала на їх вулиці. Від авіаудару склалися будинки довкола. Їхній будинок встояв. Вони вижили. Усі, крім дочки.

Чому гул літака наймерзенніший на світі звук?

18 березня на станції швидкої допомоги рашисти відібрали машини та медикаменти. Фельдшери більше не могли рятувати людей.

Останні ангели в куртках із написом „Екстрена медицина“ йшли з міста.

***

На фото Маріуполь, весна, 2022 рік. Те, що залишилося від наших будинків та вулиць. Ненавиджу вбивць з недокраїни.

Ein Mädchen aus Charkiw. Nadia Sukhorukova. 05.04.24.

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Nastia, ein Mädchen aus Charkiw, wartet im Luftschutzkeller auf das Ende des Beschusses. Sie ist erst sechzehn und hatte noch nicht ihre erste Liebe.

Nastia ist ruhig und ernst. Sie weiß, dass die Liebe auf jeden Fall kommen wird. Dieses Gefühl ist bereits nahe. Es ist eine Schande, falls sie das nicht mehr erleben wird.

Die Gegend, in der sich ihr Haus befindet, wird mehrmals täglich bombardiert. Früher versteckten sie und ihre Mutter sich in einer winzigen Badewanne vor Granaten und Raketen.

Ihre Wohnung liegt im fünften Stock eines gewöhnlichen Wohnblocks. Die Badewanne sieht aus wie eine Gruft. Aus irgendeinem Grund haben sie dort auch eine Waschmaschine untergebracht.

Während des Beschusses sitzt Nastia auf dem Boden unter dem Waschbecken und umklammert mit den Händen ihre Knie. Die Mutter sitzt neben ihr. Sie umarmt Nastia. Ich weiß nicht, wie sie da reinpassen.

Ständig fliegen Raketen auf Charkiw. Sie fallen neben ihr Haus. Nastia ist wütend: „Ist hier etwa mit Honig geschmiert? Lasst Charkiw in Ruhe.“

Ihr Haus ist wie ein einsames Boot, umgeben von Feinden. Es wird von allen Seiten beschossen. Sie schlagen ständig auf ihn ein.

Das Schiff wackelt, es wird von einer explosiven Welle überrollt. Als würde jemand eine Seeschlacht mit Nastias Leben spielen. „К-6. Bewegt euch! С-4. Er hat nicht getroffen. Б-2. Ich hab’s.“

„Gott, warum tun sie das?“ Nastia und ihre Mutter halten sich im Badezimmer an den Händen. Beide weinen, aber so, dass es nicht auffällt. Sie wollen sich nicht gegenseitig traurig machen.

Das Badezimmer ist ein unzuverlässiger Schutzraum. Der Metalltornado reißt so stark nach innen, dass die Badezimmertür wackelt. Es ist, als ob ein Bär einbricht.

Nastia kann sogar ein Knurren hören. Sie hat keine Angst, nur Apathie. Sie möchte sich auf den Boden setzen, ihre Mutter umarmen und einschlafen.

Diese Nacht war die letzte Nacht in ihrem Haus. Sie hielten die Badezimmertür zu. Sie wurde mit einem riesigen Hammer geschlagen. In der Dunkelheit schienen die Gegenstände vor Angst zu schrumpfen, und der Raum dehnte sich aus und schwebte langsam.

Schon im Bunker hat Nastia ein Bild gemalt. Ein Fenster in Flammen und die Silhouette einer Person, die hindurchschaute, und daneben eine weitere Person mit einem auf dem Kopf stehenden Gesicht und geschlossenen Augen.

Die Person mit dem aufgedrehten Gesicht war Nastia selbst. Sie starb vor Angst in ihrer Wohnung, als vor ihrem Fenster ein Lagerhaus mit Farben und Lacken brannte, dass zu einer kleinen Fabrik gehörte.

Die Feuersäule reichte fast bis zur ihren Etage, und es dauerte lange, bis sie erloschen war.

Die Raketen flogen weiter. Nastia hatte vergessen, dass es neben dem Alarmschrei und den kalten Peitschenhieben noch andere Geräusche auf der Welt gab.

Es schien ihr, dass die ankommenden Geschosse so klangen. Der Pfiff und die Peitsche auf ihrem nackten Körper.

So wird ihre Stadt verwüstet. Das ist das Geräusch vieler Städte in der Ukraine. Dies ist die Stimme des Todes.

In einer Pause zeichnet Nastia große Vögel vor das Fenster. Sie öffnen ihre Flügel und fliegen davon. Sie werden von einem Mädchen mit aufgedrehtem Gesicht verfolgt, das leben will.

***

Vor einem Jahr habe ich eine Reportage gemacht, die der Charkiwer Kameramann Andrii Domovyi gefilmt hat.

Ein Bericht über ein Mädchen aus Charkiw namens Nastia. Sie hat diese Geschichte selbst erzählt, in dem Luftschutzkeller, in dem sie eine Zeit lang lebte. Und sie hat Bilder gemalt.

***

Charkiw wird von den Moskowitern wieder schwer beschossen.

Letzte Nacht haben sie die Stadt mit Drohnen angegriffen. Der Beschuss hat Wohnhäuser getroffen.

Die Retter, die am Ort der Explosion ankamen, wurden durch den zweiten Angriff getötet.

Die rassistischen Bastarde schlagen auf Menschen ein, die andere retten.

Das Gleiche geschah in Odesa.


Дівчина Настя, з Харкова, у сховищі чекає на закінчення обстрілу. Їй всього шістнадцять, і в неї ще не було першого кохання.

Настя спокійна та серйозна. Вона знає, що кохання обов’язково прийде. Це почуття вже поруч. Прикро не дожитиме.

Район, де знаходиться її будинок, бомбардують кілька разів на день. Вони з мамою від снарядів та ракет раніше ховалися у крихітній ванні.

Їхня квартира на п’ятому поверсі звичайної багатоповерхівки. Ванна схожа на склеп. Вони навіщось туди втиснули ще й пральну машинку.

Під час обстрілу Настя сидить на підлозі під раковиною і обіймає коліна руками. Поруч мама. Вона обіймає Настю. Незрозуміло, як вони тільки поміщаються?

До Харкова постійно прилітають ракети. Вони падають поряд із її будинком. Настя сердиться: „Їм що, тут медом намазано? Відчепіться від Харкова“

Її будинок, як самотній кораблик в оточенні ворогів. Його трощать з усіх боків. Попадають поряд.

Кораблик тремтить, його накриває вибуховою хвилею. Немов хтось грає в морський бій з Настиним життям. „К-6. Повз! С-4. Промазав. Б-2. Потрапив“.

„Господи, навіщо вони це роблять?“ Настя з мамою у ванній кімнаті тримаються за руки. Обидві плачуть, але так, щоб не помітно. Не хочуть засмучувати одна одну.

Ванна-склеп – ненадійне укриття. Металевий смерч настільки сильно рветься всередину, що двері у ванній ходять ходором. Наче до них ломиться ведмідь.

Насті навіть чується гарчання. Страху в неї немає, є лише апатія. Хочеться сісти на підлогу, обійняти маму і заснути.

Ця ніч стала останньою у їхньому будинку. Вони тримали двері у ванній кімнаті. В неї били величезним молотом. У темряві здавалося, що предмети стиснулися від страху, а простір розширився і повільно пливе.

Вже в укритті Настя намалювала малюнок. Вікно в полум’ї і силует людини, що дивиться в нього, а поруч – інша людина з перевернутим обличчям і закритими очима.

Людина з перевернутим обличчям – це сама Настя. Вона вмирала від страху у своїй квартирі, коли за вікном горів склад із фарбами та лаками якогось маленького заводу.

Стовп вогню досягав майже їхнього поверху. Його довго не могли погасити.

Ракети продовжували літати. Настя забула, що на світі є інші звуки, окрім крику тривоги та холодних ударів батога.

Їй здавалося, що прильоти звучать саме так. Свист і удар батога по голому тілу.

Так б’ють її місто. Так б’ють багато міст України. Це голос смерті.

Під час затишшя Настя малює великих птахів за вікном. Вони відкривають крила і летять. За ними слідкує дівчина з перевернутим обличчям, яка дуже хоче жити.

***

Рік тому я робила репортаж, який зняв харківський оператор Андрій Домовий.

Репортаж про дівчину з Харкова, на ім’я Настя. Цю історію вона розповіла сама, у бомбосховищі, де якийсь час жила. І писала картини.

***

Харьков знову жорстко обстрілюють московити.

Минулої ночі вони атакували місто безпілотниками. Вдарили по житлових будинках.

Рятувальники, які приїхали на місце вибуху, загинули від другого удару.

рашистські виродки б’ють по людях, які рятують інших.

Те саме було в Одесі.

Zwei Jahre Bucha: Konsequenzen | Vitaliy Portnikov. 31.03.24.

Der zweite Jahrestag der Tragödie von Bucha erinnert uns an eines der wichtigsten Ereignisse des russisch-ukrainischen Krieges. Ein Ereignis, das unsere Einstellung zu diesem existenziellen Konflikt, den Verlauf des Krieges und unser Verständnis davon, wie dieser Krieg enden könnte, grundlegend verändert hat. Viele Menschen bringen die Tragödie von Bucha auch mit dem Scheitern der ersten russisch-ukrainischen Konsultationen in Verbindung, die vor Kriegsende in Belarus und der Türkei stattfanden.

Meiner Meinung nach gab es jedoch keine wirkliche Chance, dass diese Gespräche zu einem konkreten Ergebnis führen könnten. Das zeigt die Reaktion der russischen Propagandisten auf die Vorschläge ihrer eigenen russischen Delegation bei den Gesprächen in Istanbul. Und die Tatsache, dass die Delegation selbst aus Personen bestand, deren Einfluss auf die Entscheidungen der russischen politischen Führung, auf die Entscheidungen von Präsident Wladimir Putin, gleich Null war.

Was war also die eigentliche Aufgabe der russischen Delegation bei den Konsultationen mit den ukrainischen Teilnehmern in der Türkei? Man könnte sagen, eine Falle zu stellen. Die ukrainische Führung zu zwingen den Friedensbedingungen zuzustimmen, die zu einer Explosion der Unzufriedenheit in der ukrainischen Bevölkerung geführt hätten. Damals glaubte Wladimir Putin fest, dass der Blitzkrieg mit Hilfe der Ukrainer selbst durchgeführt werden könnte, die ihre eigene Regierung stürzen würden, weil sie mit den Bedingungen des Friedens mit Russland unzufrieden waren. Und so glaubte der Kreml, dass diese faktische Ausschaltung der ukrainischen staatlichen Institutionen, Russland helfen würde das gesamte ukrainische Territorium, das Wladimir Putin in der ersten Phase des russischen Großangriffs auf die Ukraine unter die Kontrolle seiner Armee stellen wollte, problemlos zu besetzen.

Die ukrainische Führung ist jedoch nicht in diese Falle getappt, die ukrainische Gesellschaft hat Reife bewiesen, und der Kreml hat beschlossen die Idee der russisch-ukrainischen Verhandlungen, wenn nicht für immer, so doch zumindest für einen sehr langen Zeitraum, aufzugeben.

Generell denke ich, dass der russisch-ukrainische Krieg einer jener Kriege sein wird, die nicht am Verhandlungstisch enden, weil die Ukraine für die russische Führung kein Staat ist, sondern ein Teil des Territoriums des so genannten historischen Russlands, also eine separatistische Bildung, die früher oder später beseitigt werden muss. Und so wird das einzige wirkliche Ergebnis des Krieges, wenn Russland seine ehrgeizigen Pläne nicht umsetzt, sein tatsächliches Ende sein, ein Waffenstillstand ohne eine formale Beendigung des Krieges, weil keine der beiden Seiten, oder eine von ihnen einfach nicht genug Ressourcen haben wird um weiter zu kämpfen. Und Sie und ich sollten hoffen und darauf hinarbeiten, dass die Russische Föderation in diesem Krieg die Partei ist.

Aber was die Bedeutung von Bucha betrifft, so geht es nicht um Verhandlungen an sich. Dies ist ein Beweis dafür, dass sich das moderne Russland in Bezug auf das Verhalten seiner Bürger und seiner Führung endgültig von der europäischen Zivilisation verabschiedet hat. Die russische Reaktion auf den Terroranschlag im Krokus-Rathaus hat dies übrigens erneut gezeigt. Niemals in der sowjetischen oder gar in der modernen russischen Geschichte war man stolz darauf Teilnehmer an Terroranschlägen zu foltern, abgetrennte Ohren zur Schau zu stellen oder die Ergebnisse von Schlägen auf Menschen zu demonstrieren, die schwerer Verbrechen beschuldigt wurden. Dies war nicht der Fall während der Repressionen Stalins, dessen Organisatoren versuchten das normale Aussehen der von ihnen Getöteten und Gefolterten zu gewährleisten, bevor sie der Öffentlichkeit vorgeführt wurden. Auch nicht während der Tschetschenien-Kriege, als die Ergebnisse von Folter und Schlägen auch nicht gezeigt wurden.

Aber jetzt ist es sozusagen zum Mainstream geworden. Und es wurde zuerst in Bucha demonstriert, wo Russland ganz demonstrativ, kaltblütig und in dem Wissen, dass die Medien diese Informationen erfahren würden, die Zivilbevölkerung der Ukraine getötet und gefoltert hat.

Dies ist eine absolut bewusste Politik der Einschüchterung der Bevölkerung, eine Demonstration von Gewalt, eine Demonstration für jedermann, dass die russischen Sicherheitskräfte jedes Verbrechen gegen ihre Feinde begehen können und dass Zivilisten unter den Verurteilten sein können. Deshalb wird jeder Widerstand gegen ihre Aktionen, jeder Versuch sich irgendwie in die Entscheidungen der politischen Führung Russlands mit Wladimir Putin an der Spitze einzumischen zu Mord, Folter und Leid führen – dies ist eine bewusste Taktik der Einschüchterung.

Ein weiterer wichtiger Aspekt dieser Taktik ist, dass die Zivilbevölkerung der Ukraine die Gebiete verlassen muss, die von der russischen Armee besetzt werden. Die Menschen sollten Angst vor russischen Panzern und russischer Infanterie haben. Sie müssen wissen, dass sie keine Möglichkeit haben, zu entkommen, wenn Russen kommen.

Auch dies geschieht absichtlich. Die Russen wollen die Gebiete des so genannten historischen Russlands von illoyalen Menschen säubern. Bucha und andere Gebiete in der Region Kiew wurden bewusst so ausgewählt, dass bei den nächsten Operationen der russischen Streitkräfte auf ukrainischem Gebiet – und Wladimir Putin hatte keinen Zweifel daran, dass diese Operationen fortgesetzt werden würden – die Bevölkerung ihre Häuser verlässt und so der russischen Führung die Möglichkeit gibt, die besetzten Gebiete künftig mit russischen Bürgern zu besiedeln, die dem russischen Präsidenten und seinem menschenfeindlichen Regime treu ergeben sind.

Auch das ist kein neuer Ansatz. So hat das Moskauer Fürstentum und später das Zarenreich seit den ersten Momenten seiner territorialen Ausdehnung gehandelt. Angefangen mit der Verbrennung von Rjasan, bei der die Bevölkerung des Fürstentums vertrieben, genauer gesagt, vernichtet und so durch Moskauer ersetzt wurde, bis hin zur Verbannung der Völker der Sowjetunion aus ihren historischen Heimatorten zu Stalins Zeiten.

Russland, das zum demonstrativen Stalinismus zurückgekehrt ist, ist überzeugt, dass illoyale Bevölkerungsgruppen entweder vernichtet oder vertrieben werden müssen. Nicht umsonst sprechen die Leiter der kollaborativen Verwaltungen in den von Russland besetzten Gebieten davon, diejenigen zu vertreiben, die weiterhin die Position vertreten, dass diese Gebiete ein integraler Bestandteil der Ukraine sind.

Aber gleichzeitig hat Bucha den Ukrainern gezeigt, dass sie keine andere Wahl haben, als sich der russischen Aggression zu widersetzen. Dass es eine Entscheidung zwischen Leben und Tod ist. Die Menschen, die unter Besatzung geraten, sind in der Realität von Zerstörung, Raub und Vergewaltigung bedroht, denn dies ist die offizielle Politik der Russischen Föderation unter der Führung von Präsident Putin. Eine Politik, die, wie wir sehen, von der russischen Bevölkerung toleriert wird. Und dies ist das wichtigste Ergebnis dessen, was wir über Bucha und Russland erfahren haben.

Mein Lächeln hat mich vor Wahnsinn bewahrt. Nadia Sukhorukova. 01.03.24.

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Meine Großmutter hat immer gesagt: „Wenn du das Leben anlächelst, lächelt es dich auch bestimmt an.“

Das Leben hat meine Großmutter angelächelt. Sie, ein jüdisches Mädchen, überlebte wie durch ein Wunder den Zweiten Weltkrieg, lebte dann in einer fremden Stadt und arbeitete hart. Sie kehrte nach Hause zurück und besuchte eine Theaterschule.

Mein junger Großvater verliebte sich in sie. Dann wurden meine Mutter und ihr Bruder geboren. Sie waren sehr liebe Kinder.

Meine Großmutter war schön und wusste, wie man lächelt. Nicht einfach so, sondern angemessen. Sie starb an Krebs.

Sie hatte Schmerzen, aber sie lächelte bis zum Schluss. Als sie auf die lebensrettende Spritze wartete, las sie mir, einem Vierzehnjährigen Mädchen, Monologe ihrer ungespielten Rollen vor.

Sie liebte alle ihre Enkelkinder, aber ich war das erste, und deshalb an erster Stelle. Sie war es, die mich Nadiia (Hoffnung) nannte.

Sie war es, die mir beibrachte, zu lächeln, auch wenn es nur noch ein Lächeln im Leben gab.

Und vielleicht war es diese Fähigkeit, die mich gerettet hat, so dass ich in Mariupol nicht verrückt geworden bin.

Ich hatte Angst, aber ich lächelte und die Menschen lächelten zurück. Das gab allen Hoffnung.

Eines Tages gingen Natalia und ich die Straße entlang und unterhielten uns. Es war der 8. März 2022. An diesem Tag gab es kaum Schießereien. Die Leute kochten auf der Straße.

Es gab keine Kommunikation, keinen Strom und kein Gas mehr. Die Lebensmittelvorräte gingen zur Neige, aber damals war es noch möglich, Lebensmittel für Borschtsch für Hausbewohner aufzutreiben.

Natalia und ich spazierten an den Feuerstellen und Töpfen vorbei. Vorbei an Nachbarn, die miteinander sprachen und der verdächtigen Stille lauschten.

Wir wollten unseren Freund besuchen, der im nächsten neunstöckigen Gebäude wohnte.

Es war eine ziemliche Abenteuerreise.

Einige Frauen fragten uns: „Wie geht es euch Mädchen? Ist alles in Ordnung?“

Natalia und ich lächelten und nickten: „Alles ist gut.“

Wir trugen unsere Mützen bis zu den Augenbrauen, mit verängstigten Augen und tierischer Angst im Inneren.

Die Frauen sagten: „Gut für euch. Alles wird gut werden.“

Ich glaubte es nicht, aber ich lächelte.

Ich habe ein Foto, auf dem ich in der Hölle von Mariupol lächle. Ich werde es veröffentlichen.

Die Leute haben mir auch Fotos aus Mariupol im Jahr 2022 geschickt.

Es gibt nicht viele davon, aber jedes hat seine eigene Geschichte.

Sie folgen einander wie Geschichten vom Lächeln in einer Stadt des Todes.

Sie können Ihr Lächeln in den Kommentaren hinzufügen und uns über diese Fotos erzählen.

Ich denke, das ist wichtig.


Бабуся мені казала: „Якщо ти посміхаєшся життю, то воно обов’язково посміхнеться тобі у відповідь“

Бабусі життя посміхалося. Вона, єврейська дівчинка, дивом вижила у Другу світову, потім жила в чужому місті і тяжко працювала. Повернулась додому, вступила до театрального.

У неї закохався мій молодий дідусь. Потім народилася моя мама та мамин брат. Дуже добрі діти.

Бабуся була гарною і вміла посміхатися. Не просто так, а доречно. Вона померла від раку.

Їй було боляче, а вона посміхалася до останнього. Коли чекала на рятівний укол, читала мені, чотирнадцятирічної, монологи своїх не зіграних ролей.

Вона любила всіх онуків, але я була першою, а значить на першому місці. Це вона назвала мене – Надією.

Це вона навчила посміхатися навіть тоді, коли у житті залишилася лише усмішка.

І, можливо, саме це вміння мене врятувало і я не збожеволіла в Маріуполі.

Мені було страшно, а я усміхалася і люди усміхалися у відповідь. Це давало всім надію.

Якось ми йшли з Наталкою вулицею і розмовляли. Було 8 березня 2022 року. Того дня майже не стріляли. Люди готували їжу на вулиці.

Вже не було зв’язку, електрики, газу. Запаси їжі закінчувалися, але тоді ще можна було зібрати продукти на борщ для під’їзду.

Ми з Наталкою йшли повз багаття і каструль. Повз сусідів, які розмовляли один з одним і прислухалися до підозрілої тиші.

Ми хотіли відвідати нашу знайому, яка жила у сусідній дев’ятиповерхівці.

То була ціла експедиція.

Якісь жінки запитали нас: „Як у вас справи, дівчатка? Все гаразд?“

Ми з Наталкою посміхнулися і закивали: „Все нормально“.

У шапочках до брів, з переляканими очима та тваринним страхом усередині.

Жінки сказали: „Молодці так і треба. Все буде гаразд“

Я у це не вірила, але посміхалася.

У мене є фотографія зі мною усміхненою в Маріупольському пеклі. Я її викладу.

А ще люди мені надіслали фотографії із Маріуполя 2022 року.

Їх небагато, але кожна має свою історію.

Вони так і йдуть одна за одною, як історії посмішок у місті смерті.

Ви можете додати свої посмішки в коментарі та розповісти про ці фотографії.

Мені здається, що це важливе.

***

Eine gute Tat. Andrey-Ludmila Kozubenko. 16.08.22.

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Es gibt Gespräche, nach denen das Herz fürchterlich brennt. Es scheint vorbei zu sein, es hält es nicht mehr aus, es wird zerbrechen. Du hast keine Ahnung, wie du das überleben, vergessen, aus deinem Gedächtnis löschen kannst. Und erst die Erkenntnis, dass dies die Wahrheit ist, mit der man leben muss, dass dies keine Fiktion oder ein böser Traum ist, lässt einen das alles in sein Herz schließen.

Ich werde nicht beschreiben, was diese Frau gesagt hat. Das ist nicht für jeden gesunden Verstand. Aber ich möchte, dass wir erkennen, was für eine schreckliche schwarze Krankheit in den Köpfen der russischen Planetenbewohner steckt. Ihre Perversion und ihr ekelhaftes Wesen kennen keine Grenzen. Glauben Sie nicht, dass sie ihre Meinung ändern werden, wenn Sie ihnen Ihr Herz ausschütten und versuchen, ihnen die Wahrheit über den Krieg zu sagen.

Sie wollen nicht die Wahrheit, sie wollen nur ihre schmutzigen Wünsche erfüllen, zu töten, zu missbrauchen, Leid und Tod zu bringen.

Können die es nicht tun? Das ist ihre Entscheidung. Es hat also keinen Sinn zu sagen, dass die Russen unschuldig sind.

Und nun die Geschichte einer Familie. Einer ganz anderen Familie. Wie der Erzählerin sagte: „es gibt nichts über mich zu erzählen. Ich bin in Schwierigkeiten wie jeder andere auch“.

Die Stadt, in der das Paar lebte, war klein und heiß. Sie wurde von beiden Seiten angegriffen. Und doch waren sie nicht besetzt. Und das machte sie sehr glücklich.

Sie hatten ein Café im ersten Stock ihres Hauses. Wegen des häufigen Beschusses waren sie gezwungen, dorthin umzuziehen. Im Erdgeschoss fühlten sie sich sicherer.

Sie arbeiteten nicht mehr als Café. Aber sie kochten Suppen und verteilten sie zunächst an ihre Freunde und Bekannten und dann an alle Bedürftigen.

Dann stellten sie fest, dass diejenigen, die es am dringendsten brauchten, nicht an sie herankamen. Also beschlossen sie, ihre Suppe in die Häuser dieser Menschen zu liefern. Es gab Menschen, die bereit waren zu helfen. Sie halfen die Suppe in Halblitergläser abzufüllen, und brachten sie zu den Bedürftigen. Dank dieser Suppe konnten die Alten in der Nachbarschaft essen und starben nicht vor Hunger. Die Lieferung von Lebensmitteln in die Stadt war jedoch nicht gewährleistet, es gab kein Gas, die Stromversorgung war unregelmäßig, und die Familie hatte es schwer. Die Vorräte des Cafés gingen zur Neige, aber die Arbeit war trotzdem in vollem Gange. Und das gab ihnen die Kraft nicht aufzugeben.

Immer wieder wurde ihnen angeboten, zu gehen und die Familie an einen sicheren Ort zu bringen. Aber sie wollten nützlich sein.

Doch eines Tages bekamen sie Besuch von denen, die sie am meisten hassten. Russen besetzten einen Teil des Geländes. Das war das Ende dieser guten Tat. Denn sobald sie von dem freiwilligen Engagement der Familie erfuhren, verwüsteten die Orks das Café und drohten, die Familie zu erschießen. Es war, als wollten sie alles Gute und Schöne um sich herum zerstören. Und es gelang ihnen. In der Nacht gelang es der Familie, mit Hilfe von Freunden zu fliehen.

Aber gehen und los lassen ist nicht dasselbe. Denn in ihren Köpfen blieben sie dort. Und wenn sie redeten, wiederholten sie nur, wie sehr sie sich schämten, dass sie die Menschen dort zurückließen. Ohne Essen, ohne Unterstützung.

Die Schuldgefühle waren so stark, dass die Frau ständig weinte, sich entschuldigte und sich Vorwürfe machte, weil sie die Menschen zurückgelassen hatte.

– Sie hätte etwas riskieren sollen, sie hätte bleiben sollen. „Vielleicht hätten wir irgendwo ein verlassenes Haus gefunden und dort gekocht. Wie werden diese alten Menschen ohne uns auskommen? Was haben wir getan? Wir müssen für den Rest unseres Lebens damit leben. Wir hätten nicht gehen sollen….“

Ich habe versucht, ihr etwas zu erklären, aber sie hat nur geweint. Also hielt ich einfach ihre Hand und versuchte Worte zu finden um sie zu beruhigen….

Nach dem Abendessen gingen sie auf ihr Zimmer. Denn am Morgen wollten sie weiterreisen. Um einen Ort zu suchen, an dem sie sich nützlich machen können. Weil sie kein anderes Leben haben wollen.


Бувають розмови, після яких страшенно пече серце. Здається що все, воно не витримає, воно розірветься. Ти не уявляєш як це пережити, забути, викреслити з пам’яті. І лиш усвідомлення що це правда з якою треба жити, що це не вигадка і не страшний сон змушує тебе все це помістити в серці.

Я не описуватиму те, що розповідала ця жінка. То не для кожної здорової психіки під силу. Та я хочу щоб ми усвідомили яка страшна чорна хвороба в голові у руZких жителів планети. Нема межі їх збочення і огидного єства. Не вірте що вони передумають коли ви вильєте їм душу і намагатиметесь донести правду про війну.

Їм не треба правди. Їм потрібно лиш втілити в життя свої брудні бажання вбивати, знущатися, нести горе і смерть.

Чи можуть вони цього не робити? Але це їх вибір. Тому немає сенсу в розмовах що роzzіяни не винні.

А тепер історія однієї сім’ї. Зовсім іншої сім’ї. Як сказала „володарка“ історії – про мене нема що розповідати. У мене біда як і усіх.

Місто де жила сімейна пара було маленьким і гарячим. До них летіло з обох сторін. Та все ж вони не були в окупації. І це неабияк їх радувало.

Вони мали кав’ярню на першому поверсі свого будинку. Та через часті обстріли змушені були перебратися туди жити. Бо на першому поверсі їм було спокійніше.

Як кав’ярня вони більше не працювали. Але варили супи і ними годували спочатку знайомих і друзів, а потім усіх хто потребує.

Далі вони зрозуміли що ті хто найбільше потребують не мають змоги добратися до них. То ж прийняли рішення доставляти додому до таких людей свої супчик. Знайшлися бажаючі допомогти. Вони допомали насипати в півлітрові банки і розносили потребуючим. Завдяки цьому супу сусідські бабусі та дідусі мали можливість харчуватися та не вмерти з голоду. Та доставки продуктів в місто не було налагоджено, газу не було, електрика з перебоями і все важче доводилося сім’ї. Запаси кав’ярні все зменшувались, але не зважаючи на це робота кипіла. І це давало сили не опускати руки.

Їм не раз пропонували виїхати, забрати сім’ю в безпечне місце. Та вони хотіли бути корисні.

Але одного дня до них завітали ті, кого найбільше вони ненавиділи. Вони окупували частину місцевості. То стало кінцем цієї доброї справи. Бо щойно дізнавшись про волонтерство сім’ї, орки роzбили приміщення і пригрозили розстріляти родину. Було відчуття що вони хотіли знищити все добре і гарне навкруги. І в них це вийшло. Вночі сім’я з допомогою друзів змогла виїхати.

Та виїхати і залишити то не одне і те ж. Бо думками залишилися там. І при розмові тільки повторювали як їм соромно що вони покинули людей там. Без їжі, без підтримки.

Відчуття вини наскільки сильне, що жінка постійно плакала, вибачалася і звинувачувала себе за те що залишила людей.

– Треба було ризикнути, треба було залишитися. Може десь би знайшли закинуту хату і там би готували. Як же тепер ті старі без нас? Що ж ми наробили. Все життя тепер з цим жити. Не треба було їхати….

Я намагалась щось пояснити, та вона плакала. Тому просто тримала за руку намагаючись підібрати слова, якими можна було б заспокоїти….

Після вечері вони пішли до себе в кімнату. Бо ранком в дорогу. Шукати місце де зможуть бути корисні. Бо інакшого життя вони не хочуть

Wie habt ihr es geschafft auszureisen? Andrey-Lyudmila Kozubenko. 07.06.22.

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Wie habt ihr es geschafft auszureisen? Die Stadt ist besetzt, sie lassen niemanden raus? – Ich frage Leute, die gekommen sind, um die Nacht bei mir zu verbringen und nach Polen weiterzureisen. Weil sie dort erwartet werden. Arzt, Rehabilitator, Psychologe…

– Warum sollten die uns weiter aufhalten? Mein Mann und meine Schwester wurden sofort erschossen, weil Russen herausfanden, dass sie die Fahne am Tor aufhängten. Der Vater wurde weggebracht, wir wissen immer noch nicht, wo er ist und ob er lebt. Man sagt, er wurde nach Russland gebracht. Der jüngste Sohn starb. Er tappte in eine Minenfalle. In der Nähe des Hauseingangs. Wir sind übrig geblieben.

Der Schwägerin sollte mit uns fahren. Ein junges, hübsches Mädchen. Sie hat durch Filtrationslager nicht geschafft. Sie haben sie uns weggenommen. Sie sagten, dass sie auch Bedürfnisse haben, jemand muss sie befriedigen…

– Wie lebst du damit? – Ich frage, weil sogar das Zuhören wehtut.

– Haben wir eine Wahl? Wir versuchen, nicht daran zu denken. Erinnere dich nicht, weine nicht. Wir existieren einfach und hassen die gesamte russische Nation.

Jeder ist dort grausam, sogar Kinder. In dem Lager, in dem wir uns befanden, wurden die Aufseher von ihren Kindern angerufen, dann stellten die Henker Anrufe auf die Freisprecheinrichtung um und die Kinder wünschten uns den Tod. Obwohl nein, nicht so. Sie wollten, dass wir nicht sterben, sondern brennen, leiden, in Stücke geschnitten werden und alle anderen hässlichen Dinge. Es waren die Kinder, die es wünschten, die Frauen… Und dann lachten alle.

Und unsere Kinder hatten Angst zu atmen, weil sie sahen, wie man getötet wird und glaubten, dass das alles jetzt passieren könnte. Und wir haben viele Kinder, sieht ihr doch. Kinder unseren Nachbarn sind hier, sie sind nicht mehr da, aber die Kinder sind geblieben.

Und dieser Junge wurde uns im Lager gegeben – sie zeigt auf das Kind, das mit unnatürlich verdrehten Beinen auf dem Bett sitzt – Seine Beine sind gebrochen. Dort wurde er ins Krankenhaus eingeliefert, und es wurde noch schlimmer. Also bringen wir ihn zur Behandlung nach Polen. Möglicherweise kann er eines Tages wieder laufen.

Und unsere Kinder sind einfach sehr verängstigt. Obwohl die heil sind. Wir haben jetzt keine Ahnung, was mit uns passieren wird.

Und sie redeten lange, aber ich lud sie zu Tisch ein, weil ich nicht mehr zuhören könnte. Ich weiß, dass diese Geschichte, diese Menschen noch lange in meinem Herzen bleiben werden. Und ich werde für sie beten, und nachts werde ich weinen. Aber leider kann ich nichts dafür.

Gott, rette die Ukraine. Hilf uns und schenke uns Sieg!


Як вам вдалося виїхати? Місто ж в окупації, нікого не випускають? – запитую здивовано людей, що приїхали щоб переночувати і далі їхатимуть до Польщі. Бо там їх чекають. Лікар, реабілітолог, психологи…

– А чого нас там тримати? Чоловіка мого і сестри розстріляли зразу, бо дізналися що вони вивішували прапор на воротах. Батька забрали, досі не знаємо де він і чи живий. Кажуть вивезли до росії. Наймолодший синок помер. На розтяжці попався. Біля під’їзду. Залишилися ми.

З нами ще кума мала їхати. Молода, гарна дівчина. То фільтраційний табір не пройшла. Забрали її від нас. Сказали що в них теж є потреби, треба щоб хтось їх задовольняв….

– Як ви живете з цим? – питаю я, бо навіть слухати боляче.

– а в нас є вибір? Намагаємось не думати ні про що. Не згадувати, не плакати. Просто існуємо і ненавидимо всю російську націю.

Там же всі жорстокі, навіть діти. В таборі де ми були тим наглядачам дзвонили їх діти, то ті кати включали нам на голосний зв’язок, і діти нам бажали смерті. Хоча ні, не так. Вони нам бажали не померти, а горіти, страждати, щоб нас різали по шматочкам і всякі інші бридкі речі. Це діти бажали, жінки… А потім всі вони реготали.

А наші дітки видихнути боялися, бо бачили як вбивають і вірили що зараз все це може статися. А в нас їх багато, бачите. Тут наші і сусідів, їх вже нема, а діти лишилися.

І хлопчика ось цього в таборі його нам дали – показує на дитину, що сидить на ліжку з неприродно вивернутими ніжками – В нього ніжки перебиті. Його там до лікарні відправили, і стало ще гірше. То веземо його лікувати до Польщі. Кажуть може колись ще й ходити зможе.

А наші просто дуже налякані. Хоч цілі. Що буде далі з ними, з нами поки уяви не маємо.

І ще б вони довго б розповідали, та я запрошую їх до столу, бо більше слухати не можу. Я ж знаю, що надовго ця історія, ці люди засядуть в моєму серці. І я молитимусь за них, і вночі плакатиму. Але нажаль нічого вдіяти з цим не зможу.

Боже, храни Україну. Допоможи нам і даруй Перемогу!

Ein Dorf, den es nicht mehr gibt. Nadia Sukhorukova. 21.02.24.

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Eine Frau, die nach ihrem Zuhause gefragt wurde, sagte: „Schmerz“ und weinte.

Etwas anderes konnte sie nicht sagen.

Nur aus ihrer Kehle kam ein Geräusch, als ob eine Grille zirpte. Sie versuchte, das Schluchzen zu unterdrücken.

Ihr Dorf liegt im Bezirk Izium, in der Nähe der Region Donezk.

Es wurde von den Nazis ausgelöscht. Auch ihr Haus wurde ausgelöscht.

Sie zerstörten alles drum herum, warfen Granaten darauf.

Sie hatte immer Angst, hierher zu kommen. In der Nähe gab es Kämpfe. Und jetzt ist es auch gefährlich.

Aber sie wollte das Haus unbedingt sehen. Die Wände anfassen. Um zu sehen, was noch übrig war.

Um etwas Wichtiges von dort mitzunehmen: ein Album mit Kinderfotos, eine Lieblingstasse oder eine alte Decke.

Sie fuhr hin und dachte: Was wäre, wenn nicht alles zerbombt wäre?

Als sie „bei sich“ ankam, war nichts mehr da. Nur Verwüstung und Kälte.

Es gab keinen Platz zum Leben. Nicht einmal Platz zum Weinen.

Wo man auch hintritt, überall liegen Minen.

Es gibt Stolperdrähte auf fast jeder Stufe und in jedem Hof.

Die Nazis haben sich darum gekümmert. Sie wollten, dass jeder, der nach Hause kommt, in die Luft gesprengt wird.

Sie beschlossen, ohne Grund zu töten. Für die „Rückkehr“.

Für den Wunsch, auf eigenem Land zu leben.

Sie wollten unbekannten Menschen vernichten. Sie wollten ihnen keine Chance geben.

Weil sie Ukrainer sind.

Die Frau sagte, dass in ihrem von den Raschisten getöteten Dorf 850 Menschen lebten.

Und jetzt ist da nur noch Leere.

Und Traurigkeit.

Wo immer die Russen hinkommen, herrscht Leere und Tod.

Das ist ihre innere Essenz.


Одна жінка, коли її спитали про дім, сказала: „Біль“ і заплакала.

Більше не змогла нічого вимовити.

Тільки в горлі, як цвіркун застрекотів. Намагалася ридання стримати.

Її село в Ізюмському районі, поряд із Донецькою областю.

Його рашисти стерли із обличчя землі. І будинок її стерли.

Знищили все довкола, закидали снарядами.

Раніше їй страшно було приїжджати. Бої поряд були. І зараз також небезпечно.

Але дуже хотілося дім побачити. До стін доторкнутися. Подивитися на те, що лишилося.

Забрати звідти щось рідне: альбом із дитячими фотографіями, улюблену чашку або старенький плед.

Вона їхала і думала: раптом не все розбомбили?

Приїхала „до себе“, а там – нічого. Тільки розруха та холод.

Жити нема де. Навіть плакати нема де.

Куди не ступиш – скрізь міни.

Розтяжки практично на кожному кроці і у кожному дворі.

Це рашисти подбали. Хотіли, щоби розірвало кожного, хто повернеться додому.

Вирішили вбити просто так. За „повернення“.

За бажання жити на своїй землі.

Вони захотіли знищити незнайомих людей. Не дати їм шансу.

За те, що вони є українцями.

Жінка розказала, що у її, вбитому рашистамі, селі раніше жили 850 людей.

А тепер лише порожнеча.
І горе.

Скрізь, куди приходять росіяни, залишається порожнеча і смерть.

Це і є їхня внутрішня сутність.

Stimmen aus Russland, die ein Übermaß an Entmenschlichung zeigen. Ekaterina Barabasch.

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Bei den Berliner Filmfestspielen wurde der Film „Intercepted“ der ukrainischen Regisseurin Oksana Karpovich gezeigt. Eineinhalb Stunden abgehörte Telefongespräche zwischen russischen „Soldaten“ aus der Ukraine und ihren Familien. Die Zitate sind nicht alle wortgetreu, aber ich gebe die Essenz so genau wie ich kann wieder.

„Mama, ich habe die Folter so sehr genossen! Ich kann dir sagen, welche Folterungen ich kennengelernt und mitgemacht habe“ (und erzählt. Sorry – ich kann es nicht wiederholen). – Sohn, das ist normal. Ich würde auch high werden, wenn ich dort hinkäme, was sonst?“ Ohne Kommentar. Kein Kommentar wird dem gerecht, was wir hören. Das Publikum ist schockiert. Nach dem Ende des Films herrscht eine Minute lang Stille. Dann steht das Publikum auf und gibt stehende Ovationen. Selten schafft man es, in anderthalb Stunden ein solches Bild der Welt zu sehen. Von der russischen Welt.

„Nein, ich bin nicht verbittert – ich töte nur Nazis. Gestern sind wir spazieren gegangen, eine Frau mit zwei Kindern kam uns entgegen – also haben wir sie umgebracht. – Das ist richtig, sie sind unsere Feinde. – Ja, ich habe kein Mitleid mit ihnen. Es ist ihre Entscheidung. Sie hätten fliehen können wie die anderen. – So ist es richtig, ihr brauchet kein Mitleid zu haben. Tötet sie.“

„Hast du die NATO-Stützpunkte dort gesehen? – Nein. – Lüg mich nicht an – es gibt dort auf Schritt und Tritt NATO-Stützpunkte, sagen sie uns im Fernsehen. – Sieh nicht fern, Mama, das ist nicht wahr. – Was meinst du mit „nicht wahr“? Natürlich ist es wahr. Deshalb haben sie euch dorthin geschickt, um uns vor der NATO zu schützen. Ihr seid Helden. Sagt das euren Freunden. – Es gibt kaum noch Freunde. Sie wurden alle getötet. – Ich bin stolz auf dich und deine Freunde.“

„Weißt du, diese verdammten Khokhols ( spöttisch über Ukrainer) leben so gut – besser als wir, wirklich. – Das ist verständlich – der Westen unterhält sie, sie haben Angst, es zu verlieren, und sie kämpfen dafür – warum dollstem die sonst kämpfen?“

„Ich bringe dir und den Kindern so viele Klamotten mit – wir sind jetzt hier in einer Wohnung, sie haben alles liegen lassen. Es ist eine sportliche Familie – zehn Paar Turnschuhe, alles Markenware. Ich habe alles eingesammelt und in meinen Rucksack gestopft. Die Jungs bringen es mit dem Lastwagen weg, aber ich habe keinen Lastwagen. – Du bist ein guter Mann, du machst alles für Familie, du bringst alles ins Haus. Übrigens, Sofja geht dieses Jahr in die Schule – vielleicht könntest du irgendwo einen Computer auftreiben?“

In diesen Gesprächen sind die Stimmen aus Russland viel interessanter als die Stimmen der Besatzer. Bei diesen ist alles klar – sie sind gekommen um etwas wegzunehmen, zu töten, zu foltern. Aber es sind die Stimmen der Frauen – Mütter, Ehefrauen, Freundinnen -, die ein Maß an Entmenschlichung zeigen, das nur in einer anti-utopischen Fantasie möglich scheint. Diese liebenden Stimmen fordern mehr Tötungen, damit ihre Liebsten früher nach Hause kommen können. Diese Stimmen wünschen den Ukrainern den Tod. Diese Stimmen bitten darum, die Kinder nicht zu verschonen. „Mama, warum sind wir hierher gekommen?! Die Menschen haben gelebt, und jetzt ist das halbe Land mit Leichen übersät. Warum nur?! – Wage es nicht, das zu sagen. Das sind doch gar keine Menschen. Kämpf weiter.“

Das ist „Mutter Heimat“.

„Mutter Russland“.


На Берлинском фестивале показали фильм украинской режиссерки Оксаны Карпович „Intercepted“ (букв. – „перехваченное“. Полтора часа перехваченных телефонных разговоров российских „солдат“ из Украины с семьями. Цитаты не все точные до слова, но суть передаю самым точным образом.

«Мам, мне так понравилось пытать! Я ⁠тебе ⁠могу рассказать, про какие пытки я узнал и в каких ⁠участвовал» (и рассказывает. Простите — не могу повторить). ⁠— Сынок, это нормально. Я бы, если ⁠бы туда попала, тоже ловила бы кайф, а как иначе?» Это без комментариев. Никакой комментарий не окажется адекватным услышанному. В зале — шок. Тишина целую минуту после окончания фильма. Потом зал встает и устраивает овацию. Редко удается вот так, за полтора часа, увидеть картину мира. Русского мира.

«Нет, я не озлобился здесь — я просто убиваю нациков. Вчера идем, нам навстречу женщина с двумя детьми — ну мы их и положили. — Ну правильно, они нам враги. — Да, мне их не жалко. Это их выбор. Могли бы уехать, как остальные. — Правильно, не жалей их. Бей».

«Ты там базы НАТО видел? — Не-а. — Не ври мне — там на каждом шагу их базы, нам по телевизору рассказывают. — Не смотри телевизор, мам — там неправду говорят. — Ну как это неправду? Правду, конечно. Вас потому и послали туда, чтобы вы нас от НАТО защищали. Вы герои. Так и передай друзьям. — Не осталось друзей почти никого — всех поубивало. — Я горжусь тобой и твоими друзьями».

«Ты знаешь, эти хохлы злоебучие так хорошо живут — лучше нас, правда. — Ну так понятно — их Запад содержит, они боятся это потерять и за это воюют — а за что еще?»

«Я тебе и детям столько шмоток привезу — мы тут в квартире сейчас, они все бросили, убежали. Спортивная такая семья — одних кроссовок десять пар, и все фирменные. Я все собрал, в рюкзак запихнул. Ребята грузовиками вывозят, а у меня нет грузовика. — Хороший ты у меня, хозяйственный — все в дом. Кстати, Софье в этом году в школу — может, где-нибудь компьютер заберешь?»

В этих разговорах голоса из России намного интереснее, чем голоса оккупантов. С этими-то все ясно — они пришли забирать, убивать, пытать. Но именно женские голоса — матерей, жен, подруг — показывают такую степень дегуманизации, какая возможна, кажется, только в фантазии-антиутопии. Эти любящие голоса просят побольше убивать, чтобы любимые поскорее вернулись домой. Эти голоса желают смерти украинцам. Эти голоса просят не жалеть детей. «Мама, зачем мы сюда приехали?! Жили себе люди, а теперь мы полстраны трупами усеяли. Зачем?! — Не смей так говорить. Они не люди вообще. Воюй дальше».

Родина-мать.

Перемать.

Die Stadt betete zu Gott. Nadia Sukhorukova. 18.02.24.

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Der Himmel kam immer näher. Er senkte sich auf den Boden wie ein Aufzug in Erdgeschoss.

Er fiel direkt auf die Häuser und erstarrte. Er versuchte, Mariupol mit sich selbst zu bedecken.

Es schien uns, dass Gott unser verzweifeltes Gebet erhören musste.

Jemand sagte diese Worte mit Untergangsstimmung, halb geflüstert, halb gestöhnt.

Einige mit Hoffnung zu den grauen Kellerrohren hinaufblickend.

Meine siebenjährige Nichte Varya betete im einem schnellen Tempo und verwechselte dabei Buchstaben und Laute.

Früher lachten meine Mutter und ich über ihre Aussprache. Jetzt hörten wir schweigend zu und glaubten, dass die dem Gott ins Ohr flüsterte.

Er wird sie verstehen. Er wird das lustige Zischen hören und den Krieg beenden.

Ein blauäugiges, blondhaariges, dünnes Mädchen, das an Gott glaubt, wird diese Hölle auf jeden Fall überleben.

Gott wird sie nicht in einer schwarzen Stadt unter russischen Bomben zurücklassen.

Ganz Mariupol hat Ihn angebetet zu sehen, was die Unmenschen auf der Erde tun.

Jedes Mal, wenn russische Flugzeuge flogen, Bodenartillerie oder Schiffskanonen feuerten, Panzer ihre Mündungen auf Eingänge und Fenster richteten, antwortete die Stadt mit Gebet.

Sie stürmte nach oben:

aus den zitternden Wohnungen,

eisigen Kellern,

gesprengten Straßen, blutigen Operationssälen,

seltenen Autos, die sich zwischen Minen bewegten, Gebäuden, die wie riesige Kerzen brannten.

Meine Stadt war in jenen Tagen ein Ort des endlosen Gebets.

Selbst diejenigen, die zu sagen pflegten: „Ich glaube nicht. Es hat keinen Sinn.“

Wir haben den Allmächtigen jede Minute gestört. Tag und Nacht.

Die Naziflugzeuge verwandelten die Stadt erst in Ruinen, dann in Schutt und Asche, dann in Müll.

Wir riefen Gott um Hilfe an.

Wir sprachen über uns selbst, beklagten uns über die Mörder und warteten auf eine Antwort.

Die Granaten schlugen Böden in den Häusern heraus. Sie zerrissen die Menschen. Sie nagten Löcher in den Boden.

Die Druckwelle würgte, warf sich gegen die Wände, warf und zermalmte alles, was sich ihr in den Weg stellte.

Gott hat nicht reagiert.

Ich war wütend auf ihn.

Ich verstand nicht, warum er nicht sofort bestraft.

Warum funktioniert das Gesetz des Bumerangs nicht?

Und gestern habe ich in den Himmel von Wilhelmshaven geschaut.

Es war derselbe wie in Mariupol vor dem Krieg.

Ein ruhiger Sternenhimmel.

Ich dachte: Vielleicht konnte man uns in Mariupol nicht hören, weil die Granaten so laut waren? Und wenn wir jetzt fragen, werden er uns vielleicht hören?

***

Ich frage mich, ob ich der Einzige bin, für den der 24. Februar ein Trigger ist?


Небо ставало близьким. Воно опускалось на землю, як ліфт на перший поверх.

Лягало прямо на будинки і завмирало. Намагалося закрити Маріуполь собою.

Нам здавалося, що Бог повинен чути нашу відчайдушну молитву.

Хтось вимовляв ці слова приречено: напівпошепки, напівстоном.

Хтось із надією. Піднявши очі до сірих підвальних труб.

Моя семирічна племінниця Варя молилася скоромовкою. Смішно змінюючи літери та звуки.

Раніше ми з мамою сміялися над її вимовою. Тепер слухали мовчки та вірили. Саме вона дошепчеться до Бога.

Він зрозуміє її. Почує смішні шиплячі і припинить війну.

Блакитноока, світловолоса, худенька дівчинка, яка впевнена в Боженькє, обов’язково переживе це пекло.

Бог не залишить її у чорному місті під рашистськими бомбами.

Весь Маріуполь просив Його подивитися, що творять на землі нелюди.

Щоразу, коли летіли російські літаки, била наземна артилерія чи корабельні гармати, танки направляли дула у під’їзди та вікна – місто відповідало молитвою.

Вона мчала вгору:
з тремтячих квартир,
крижаних підвалів,
рознесених вщент вулиць, кривавих операційних,
рідкісних машин, що рухаються між мінами, палаючих, як величезні свічки, будівель.

Моє місто в ці дні було місцем нескінченної молитви.

Молилися навіть ті, хто раніше говорив: „Не вірю. Немає сенсу“

Ми турбували всевишнього кожну хвилину. І вдень і вночі.

Рашистські літаки перетворювали місто спочатку на руїни, потім на уламки, потім на сміття.

Ми звали Бога на допомогу.

Ми розповідали про себе, скаржилися на вбивць, чекали на реакцію.

Снаряди вибивали поверхи у будинках. Розривали людей на частини. Вигризали дірки у землі.

Вибухова хвиля душила, кидала на стіни, відкидала та тріпала все, що було на її шляху.

Бог не реагував.

Я ображалася на нього.

Не розуміла: чому не покарає одразу?

Чому не працює закон бумерангу?

А вчора я дивилася у небо Вільгемсхафена.

Воно було таким самим, як у Маріуполі, до війни.
Тихе зоряне небо.

Я подумала: може, в Маріуполі нас було не чути через гуркіт снарядів? І якщо попросити зараз, можливо, нас почують?


Цікаво, мене одну тригерить перед 24 лютого?