Halja trägt das Wasser/ Несе Галя воду.

Halja trägt das Wasser,
Schwer die Eimer schwingen.
Iwan folgt der Halja,
Wie die Ranken schlingen.

„Galja, meine Galja,
Lass mich Wasser trinken!
Ach, du bist so lieblich,
Schenk mir einen Blick nur!“

„Wasser ist im Teiche,
Geh dorthin und trinke!
Ich bin heut im Garten,
Komm und schau, mein Lieber!“

„Kam zu dir in'n Garten,
Hört den Kuckuck rufen.
Doch du, meine Galja,
Ließt mich einsam suchen.“

„Ranke dich, mein Immergrün,
Will dich täglich gießen!
Komm zurück, Iwanko,
Will dich lieb begrüßen!“

„Wie ich mich auch rankte,
Hast mich nie begossen.
Wie ich auch zurückkam,
Blieb dein Herz verschlossen.“

Halja trägt das Wasser,
Schwer die Eimer schwingen.
Iwan folgt der Halja,
Wie die Ranken schlingen.

Несе Галя воду,
Коромисло гнеться,
За нею Іванко,
Як барвінок, в’ється.

– Галю, ж моя Галю,
Дай води напиться,
Ти така хороша –
Дай хоч подивиться.

– Вода у ставочку,
Той піди напийся,
Я буду в садочку –
Прийди подивися.

– Прийшов у садочок,
Зозуля кувала,
А ти ж мене, Галю,
Та й не шанувала.

– Стелися, барвінку, –
Буду поливати,
Вернися, Іванку, –
Буду шанувати.

– Скільки не стелився,
Ти не поливала,
Скільки не вертався,
Ти не шанувала.

Несе Галя воду,
Коромисло гнеться,
За нею Іванко,
Як барвінок, в’ється.

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Art der Quelle: Lied
Titel des Originals: Несе Галя воду

Entstehung: 18-19 Jahrhundert
Originalsprache: uk
Plattform / Quelle: Lied-Sammlung
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Deutsche Übersetzung KI und Viktoriya Limbach,
veröffentlicht auf

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Spannt die Pferde aus, ihr Burschen/ Розпрягайте, хлопці, коні. Ursprüngliche kosakische Version.

„Розпрягайте, хлопці, коні“ – „Spannt die Pferde aus, ihr Burschen“ – ist eines jener ukrainischen Lieder, in denen Liebe, Abschied und die Freiheit der Steppe miteinander verschmelzen.

Die heute weithin bekannte, in sowjetischer Zeit verbreitete Fassung unterscheidet sich deutlich von der ursprünglichen kosakischen Version. In dieser finden sich Verse über die Saporoger Sitsch, den Aufbruch des Kosaken und das Gebet des zurückbleibenden Mädchens – Motive, die in der bekannten Fassung fehlen.

Damit verändert sich auch die Geschichte des Liedes: Der Kosak verlässt sein Mädchen nicht wegen einer anderen Geliebten, sondern zieht zur Sitsch. Zum Abschied bittet er sie, nicht zu weinen, sondern für ihn zu Gott zu beten. Schließlich reitet er fort, während die Kalina wächst und blüht und das Mädchen zurückbleibt.

In seiner ursprünglichen historischen und inhaltlichen Fassung ist es ein Kosakenlied über die Sitsch und die erzwungene Trennung zweier Liebender – und kein leichtfertiges Alltags- oder anzügliches Lied, als das die sowjetische Propaganda es darzustellen versuchte.

So erscheint hinter dem bekannten Liebeslied eine ältere Welt: die Welt der Kosaken, der weiten Steppe, des Abschieds und der воля – der Freiheit.

Spannt die Pferde aus, ihr Burschen,
Legt euch hin und ruhet aus.
Ich geh in den grünen Garten,
Heb dort einen Brunnen aus.

Grub den Brunnen, grub ihn tiefer
In dem grünen Kirschbaumhain.
Kommt mein Mädchen früh am Morgen,
Wasser schöpfen hier allein?

Kam das Mädchen, kam am Morgen,
Um sich frisches Wasser zu hol’n.
Hinter ihr der junge Kosak,
Führt sein Pferd zum Wasser wohl.

Bat sie freundlich um den Eimer,
Doch sie gab den Eimer nicht.
Bot ihr einen goldnen Ring an,
Doch sie nahm auch diesen nicht.

Weiß ja, weiß ja, liebes Mädchen,
Warum du mir böse bist:
Weil ich gestern spät am Abend
Für die Sitsch gemeldet bin.

„Weine nicht, mein liebes Mädchen,
Weine nicht und gräme dich.
Bitte Gott um meinen Segen,
Bet zu ihm und denk an mich.“

Wächst und wächst dort die Kalina,
Wächst empor und blühet rot.
Fort zur Sitsch ritt ihr Kosake –
Und ihr junges Glück entfloh …

Розпрягайте, хлопці, коні,
Та й лягайте спочивать,
А я піду в сад зелений,
В сад криниченьку копать.

Копав, копав криниченьку
У вишневому саду.
Чи не вийде дівчинонька
Рано-вранці по воду?

Вийшла, вийшла дівчинонька
Рано-вранці воду брать,
А за нею козаченько
Веде коня напувать.

Просив, просив відерця,
Вона йому не дала,
Дарував їй злотий перстень -
Вона його не взяла.

Знаю, знаю, дівчинонько,
Чим я тебе прогнівив:
Що я вчора ізвечора
Та й на Січ зголосивсь.

«Не плач, не плач, дівчинонько,
Не плач, не журися,
А за моє здоров'ячко
Богу помолися».

Росте, росте та й калина,
Росте, росте, розцвіта.
Поїхав козак на ту Січ —
Пропали її літа...

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Art der Quelle: Volkslied
Titel des Originals: Розпрягайте, хлопці, коні.

Entstehung: 18 Jahrhundert
Originalsprache: uk
Plattform / Quelle: YouTube
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Steh auf, mein Volk, steh auf!/ Повстань, повстань, народе мій!

Schon naht der Tag der Volksvergeltung,
die Stunde der Gericht’.
Es gibt auf Erden keine Macht,
die unsern Willen bricht!

Refrain:
Steh auf!
Steh auf, mein Volk, steh auf!
Greif zu den Waffen, schnell!
Der Volkskrieg zieht durchs ganze Land,
der heil’ge Kampf lodert hell!
Steh auf!
Steh auf, mein Volk, steh auf!
Greif zu den Waffen, schnell!
Den Okkupanten unterm Fuß
brenn unsre Erde hell!

Wir ziehn zum Kampf mit unserm Feind,
mit seinen wilden Scharen.
Wir glauben fest, wir werden bald
das Land von ihnen befreien

Refrain:
Steh auf!
Steh auf, mein Volk, steh auf!
Greif zu den Waffen, schnell!
Der Volkskrieg zieht durchs ganze Land,
der heil’ge Kampf lodert hell!
Steh auf!
Steh auf, mein Volk, steh auf!
Greif zu den Waffen, schnell!
Den Okkupanten unterm Fuß
brenn unsre Erde hell!

Nicht Knechtschaft, Fron und Sklaverei,
nicht Reiches Kerkerloch!
Wir kämpfen gegen Kremlmacht,
gegen Moskaus Joch!

Refrain:
Steh auf!
Steh auf, mein Volk, steh auf!
Greif zu den Waffen, schnell!
Der Volkskrieg zieht durchs ganze Land,
der heil’ge Kampf lodert hell!
Steh auf!
Steh auf, mein Volk, steh auf!
Greif zu den Waffen, schnell!
Den Okkupanten unterm Fuß
brenn unsre Erde hell!

1919


Вже день і йде народної
Розплати кари час.
Немає сили жодної,
Щоб стримувала нас!

Приспів:
Повстань!
Повстань, народе мій!
Берись за зброю вмить!
Іде війна народная,
Священний бій кипить!
Повстань!
Повстань, народе мій!
Берись за зброю вмить!
Нехай під окупантами
Завжди земля горить!

Ми йдемо в бій із ворогом —
Полками орд чудних.
Ми віримо, що зможемо
Звільнити край від них!

Приспів.

Не нам неволя й панщина
Й імперськая тюрма!
Б'ємось проти кремлівського
Московського ярма!

Приспів.

1919


🔗 Originalquelle

Art der Quelle: Lied
Titel des Originals: Повстань, повстань, народе мій!
Autor: Volkslied
Entstehung: 1919
Originalsprache: uk
Plattform / Quelle: Lied-Sammlung
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Wenn du gehst am Uferrand/ Коли ти берегом ідеш.

Wenn du gehst am Uferrand,
brich die Kalina nicht!
Ziehst du fort ins Heeresland,
lieb das Mädchen nicht!

Refrain:
O ich weiß noch jene Zeit,|
du weintest still um mich,|
und zum Abschied, weit und breit,|
winktest du mit Tuch so inniglich.| (2)

Als der Bursche zog zum Heer,
schwor das Mädchen Treu ihm zu,
sprach: „Ich wart auf dich so sehr“,
schenkte ihm ihr Tuch dazu.

Refrain

Ein Jahr verging, das zweite auch,
der Kosak kehrt vom Heer,
die Gärten blühn, die Seele bebt,
das Herz schlägt kaum noch mehr.

Der Kirschgarten, der grüne Hain,|
Kalina nah am Haus,|
und die Mutter, alt und mild,|
tritt ihm freudig raus. | (2)

Refrain

Wenn die Kalina einst verblüht,
dann brich den Zweig dir ab!
Kehrst du heim vom Heereszug,
lieb dein Mädchen dann!

Refrain

Коли ти берегом ідеш,
То не ламай калини!
Коли ти в армію ідеш,
То не кохай дівчини!

Приспів:
Ой, помню, помню я той час - |
Ти плакала за мною |
І на прощання раз у раз |
Махала хустиною. | (2)

Як їхав хлопець до войська,
Дівчина присягала,
Казала буде вірно ждать,
Хустину дарувала.

Приспів.

Пройшов годок, пройшов другий,
Козак з войська вертає,
Сади цвітуть, душа тремтить,
Аж серце завмирає.
Вишневий сад, зелений гай, |
Калина коло хати, |
Стріча солдата-вояка |
Старенька його мати. | (2)

Піриспів.

Коли калина й одцвіте,
Тоді ламай калину!
Коли ти з армії прийдеш,
Тоді кохай дівчину!

Піриспів.

🔗 Originalquelle

Art der Quelle: Lied
Titel des Originals: Коли ти берегом ідеш
Autor: Volkslied, Moderne Version von Mykola Oreshko und der Band „Duliby“
Veröffentlichung / Entstehung: 19. Jahrhundert
Originalsprache: uk
Plattform / Quelle: YouTube
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veröffentlicht auf

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