Dafür haben sie gekämpft – und genau das ist ihnen nun zum Verhängnis geworden. Natalya Gaevskaya. 17.08.2026.

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Alle wissen, dass man weder die Gesetze des Staates noch die Gesetze des menschlichen Zusammenlebens missachten darf, und ganz besonders darf man die Gesetze des Universums nicht missachten, denn was man sät, das wird man auch ernten. Die Raschisten haben gesät und beginnen nun, ihre „Ernte“ einzufahren. Auch bei den Polen haben sie Hass und Dreistigkeit ‚mitgesät‘.. Nun stellt die himmlische Verwaltung  dieser „Monokultur“ die Rechnung aus: Über den polnischen Feldern herrscht eine Rekorddürre. Mehr als 65 % der landwirtschaftlichen Betriebe sind vom Wassermangel betroffen.

Und wer hat dem polnischen Landwirt während der Ernte unter der sengenden Sonne immer geholfen? Richtig, die fleißigen ukrainischen Arbeitsmigranten.Doch seit sich die polnische Gastfreundschaft in Form von Blutergüssen in ukrainischen Gesichtern zeigt, ziehen die Ukrainer massenhaft weiter nach Westen – weg von Polen (Deutschland, Niederlande, Dänemark), und die polnischen Landwirte schlagen Alarm: Es fehlt in kritischem Ausmaß an Saisonarbeitskräften. Erdbeeren und Äpfel verfaulen mancherorts einfach an den Pflanzen beziehungsweise Bäumen, denn andere Migranten haben es nicht eilig, sie für das Geld zu pflücken, das die Polen anbieten, während die Ukrainer bereits Deutsch lernen und nicht daran denken, zurückzukehren.

Unterdessen jammern die örtlichen polnischen Gewerkschaften weiterhin darüber, dass „die verfluchte Eurobürokratie mit ihren Umweltvorschriften des Green Deal und ihren Quoten das polnische Dorf erdrosselt“, dass Europa ein Feind und Brüssel eine Diktatur sei. Dabei vergessen sie zu erwähnen, dass gerade Polen weiterhin der größte Nettoempfänger finanzieller Hilfen aus dem EU-Haushalt ist. Im neuen langfristigen Haushalt (2028–2034) sind für polnische Landwirte 33,6 Milliarden an direkter Unterstützung vorgesehen. Eine schöne Idylle: Tagsüber blockieren sie – häufig nach Kreml-Drehbüchern – Straßen aus Protest gegen die EU-Politik, und abends überprüfen sie ihre Bankkarten, auf denen die großzügigen Brüsseler Subventionen eingehen. Echte europäische Integration mit Kreml-Beigeschmack.

Und nun fast zu den biblischen Gleichnissen … Habt ihr die hitzköpfigen polnischen Jungs noch nicht vergessen, die auf ihren Traktoren stolz die Grenze blockierten und demonstrativ ukrainischen Weizen direkt auf den Asphalt schütteten? Damals wurde das als „heiliger Krieg“ zur Rettung der polnischen Verbraucher vor „giftigem und billigem“ ukrainischem Getreide und anderen landwirtschaftlichen Erzeugnissen dargestellt. Sie verabschiedeten sogar ein Gesetz (einseitig und unbefristet), das den Ankauf „ukrainischer“ Waren verbot.

Die Zeit verging. Die Dürre verbrannte die polnischen Felder. Heute fleht der polnische Verband (PSPO), der 95 % der verarbeitenden Industrie des Landes vertritt, Donald Tusk buchstäblich an: „Heben Sie das Importverbot für Waren aus der Ukraine auf!“ Den polnischen Fabriken fehlen katastrophal mindestens 500.000 Tonnen Raps, den die Ukraine problemlos an Frankreich und Deutschland verkauft. Dort wird er anschließend verarbeitet, und die fertigen Produkte werden nach Polen verkauft.

So sieht sie also aus, die „Monokultur“ auf Polnisch: Eher scheißen wir uns ein, als dem gesunden Menschenverstand nachzugeben. So etwas ist weder im Nationalcharakter noch in den Kreml-Drehbüchern vorgesehen. Und politische Umfragewerte sind „unser EIN UND ALLES“ – sowohl in Polen als auch anderswo auf der Welt, einschließlich unseres Landes … Denn gerade sie schützen die Welt vor dem gesunden Menschenverstand und die Machthaber vor Gefängnisgittern.

Fazit: Wenn du das Brot eines anderen auf die Straße schüttest, sei darauf vorbereitet, dass deine eigene Erde vor Dürre aufreißt – wie aus Verachtung für dich selbst und deine einzige Rettung das Geld jenes Brüssels sein wird, das du verfluchst.

Nun denn, halten wir die Reihen geschlossen und beobachten wir das Handeln der himmlischen Verwaltung.


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Art der Quelle: Social Media
Titel des Originals: За що боролися, на те й напоролися. Natalya Gaevskaya. 17.08.2026.
Autor: Natalya Gaevskaya
Veröffentlichung: 17.08.2026.
Originalsprache: uk
Plattform / Quelle: Facebook
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Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach,
veröffentlicht auf

uebersetzungenzuukraine.data.blog
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Ukrainische Angriffe: der Zusammenbruch der russischen Landwirtschaft | Vitaly Portnikov. 17.08.2026.

Nach den Angriffen ukrainischer Drohnen auf russische Häfen könnte Russland seine Getreideexporte verlieren – und infolgedessen auch seine Landwirtschaft.

Im Hafen von Noworossijsk sind nach den jüngsten ukrainischen Angriffen alle drei Getreideterminals zum Stillstand gekommen, über die russische Exporte abgewickelt wurden, vor allem in die Länder des Globalen Südens. Auch der Betrieb des Terminals in Taman ist blockiert.

Und nun gibt es ein ernstes Problem für die Häfen am Asowschen Meer, darunter auch jene Häfen, die von der Russischen Föderation in der ersten Phase des großen Krieges gegen die Ukraine besetzt wurden. Über diese Häfen wurden früher rund 40 Prozent der russischen Agrarprodukte abgewickelt. Doch da eine Durchfahrt durch die Straße von Kertsch inzwischen nicht mehr möglich ist, haben sie ihre Bedeutung faktisch verloren.

Russland läuft Gefahr, enorme Deviseneinnahmen zu verlieren. Früher brachte der Getreideexport der Wirtschaft des Landes 15 Milliarden Dollar ein. Und natürlich floss all dieses Geld ohne größere Probleme in den Krieg. Denn anders als andere russische Produkte galt Getreide als wichtiger stabilisierender Faktor für den weltweiten Lebensmittelmarkt.

Doch die Probleme werden sich nicht auf diesen Markt beschränken. Auch die russischen Landwirte werden Probleme bekommen, weil ihnen faktisch die Möglichkeit genommen wird, die Erzeugnisse der neuen Ernte zu verkaufen. Natürlich wollen wir nicht verschweigen, dass die ukrainische Landwirtschaft derzeit mit ähnlichen Problemen konfrontiert ist. Denn die ukrainischen Angriffe auf russische Häfen erfolgten, nachdem die Russische Föderation beschlossen hatte, unsere Getreideexporte zu blockieren und selbst die informellen Vereinbarungen über die freie Schifffahrt im Schwarzen Meer endgültig zu beenden.

Nun gibt es für Russland einen einfachen Ausweg, wenn es seine Bedeutung als Agrarproduzent tatsächlich bewahren will. Es muss berücksichtigen, dass das Spiel mit der Zerstörung der landwirtschaftlichen Möglichkeiten von zwei Seiten gespielt werden kann, und nach Möglichkeiten suchen, sich auf die Wiederaufnahme der Schifffahrt zu verständigen. Bislang schließen russische Regierungsvertreter jedoch jede Möglichkeit eines partiellen Waffenstillstands aus und reagierten ablehnend auf eine entsprechende Initiative des türkischen Außenministers Fidan.

Ich möchte daran erinnern, dass Ankara seinerzeit der wichtigste Vermittler beim Abschluss des Getreideabkommens war, das Vertreter Russlands und der Ukraine jeweils separat mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan und dem Generalsekretär der Vereinten Nationen António Guterres vereinbarten. Darüber hinaus muss man verstehen, dass es viele gibt, die an einer Wiederaufnahme der Getreideexporte aus den Schwarzmeerhäfen sowohl der Ukraine als auch Russlands interessiert sind – darunter auch viele informelle wie formelle Verbündete Russlands.

Schon jetzt wird berichtet, dass etwa Indien gezwungen ist, seine Einfuhren von Sojaöl auf ein Rekordniveau zu steigern, weil auf dem Weltmarkt ein erheblicher Mangel an Sonnenblumenöl herrscht – gerade weil Russland die ukrainischen Häfen blockiert hat.

Und natürlich ist, wenn die Situation so bleibt, wie sie heute ist, auf den Märkten der Länder des Globalen Südens mit einer umfassenden Krise zu rechnen. Das bedeutet, dass die Welt, wenn nicht schon in diesem Jahr, dann 2028 mit einer ernsthaften Lebensmittelknappheit konfrontiert sein wird. Und die ersten Vorboten dieser Getreidekrise werden bereits 2027 zu spüren sein.

Zur Energiekrise, die daraus entstanden ist, dass der Präsident der Vereinigten Staaten Donald Trump nicht verstanden hat, welche Folgen seine Angriffe auf das iranische Regime haben würden, wird also noch eine Lebensmittelkrise hinzukommen. Die kommenden zwei Jahre werden im Zeichen dieser beiden Krisen stehen. Und wenn es 2026 nicht gelingt, die Häfen wieder freizugeben und 2027 die Lage auf den Energie- und Lebensmittelmärkten zu stabilisieren, werden in der Welt nicht nur Kriege zwischen den Akteuren beginnen, die an einer Neuverteilung dieser Märkte interessiert sind, sondern auch Aufstände und Revolutionen in den Ländern des Globalen Südens. Diese werden natürlich zu einer massiven Migrationskrise für den kollektiven Westen führen.

Und glauben Sie mir: Kein Donald Trump wird in der Lage sein, diese Krise irgendwie aufzuhalten. Denn wenn es darum geht, dass Dutzende, wenn nicht Hunderte Millionen Menschen keine Nahrung haben, können keine Migrationsbehörden mehr ihren Aufgaben gerecht werden. Sie beginnen angesichts einer solchen unkontrollierbaren Entwicklung schlicht zurückzuweichen – gemeinsam mit den verängstigten Bewohnern der sogenannten Länder der „goldenen Milliarde“.

Und in dieser Situation verstehen wir sehr gut, wo ein Teil der Schlüssel dafür liegt, eine derart umfassende Krise, die man als Energie- und Lebensmittel-Tsunami bezeichnen könnte, in den kommenden Monaten zumindest teilweise zu bewältigen.

Das Erste, was getan werden muss, ist, Russland dazu zu zwingen, die ukrainischen Häfen wieder zu öffnen. Danach kann man darüber sprechen, dass auch die ukrainischen Angriffe auf russische Häfen wie Noworossijsk reduziert werden könnten – zumindest soweit es um Getreideterminals und Terminals geht, die den Interessen des Kaspischen Pipeline-Konsortiums dienen. Daran sind, wie wir wissen, die Vereinigten Staaten interessiert – genauer gesagt Präsident Trump persönlich, der seine eigenen Beziehungen zu amerikanischen Investoren im kasachischen Energiesektor unterhält.

Dann kann man darauf hoffen, dass sich die Lage auf dem Getreidemarkt zumindest in den kommenden Monaten verbessern und verhindert werden kann, dass die Voraussetzungen für eine massive Krise entstehen, aus der es, glauben Sie mir, keinen Ausweg mehr geben wird – ganz gleich, was die Staats- und Regierungschefs Nordamerikas und Europas darüber denken mögen.

Dafür muss jedoch der Druck auf den russischen Präsidenten Putin und sein Umfeld verstärkt und ihnen klargemacht werden, dass die Russen im Grunde bereits begonnen haben, an dem Ast zu sägen, auf dem sie seit dem denkwürdigen Jahr 2000 sitzen. Nur wird nicht allein Putin vom Baum stürzen, sondern mit ihm die gesamte Weltwirtschaft und jene Stabilität, die mit der Bedeutung sowohl der Ukraine als auch Russlands für den globalen Lebensmittelmarkt verbunden ist.

Und dann wird der russisch-ukrainische Krieg einen völlig anderen Charakter annehmen: den einer globalen Prüfung, aus der es für Millionen von Menschen, die in zahlreichen Ländern der Welt Hunger leiden werden, keinen Ausweg geben wird.


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Art der Quelle: Artikel
Titel des Originals: Українські удари: крах російських аграріїв | Віталій Портников. 17.08.2026.

Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung: 17.08.2026.
Originalsprache: uk
Plattform / Quelle: YouTube
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Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach,
veröffentlicht auf

uebersetzungenzuukraine.data.blog
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