Trump verspricht ein Treffen zwischen Putin und Zelensky | Vitaly Portnikov. 28.10.2026.

Der Präsident der Vereinigten Staaten Donald Trump teilte mit, dass es bald zu einem Treffen zwischen ihm und den Präsidenten Russlands und der Ukraine kommen könnte, bei dem erhebliche Fortschritte bei der Beendigung des russisch-ukrainischen Krieges erzielt werden könnten.

Bislang haben wir keinerlei Bestätigung dieser Informationen aus russischen oder ukrainischen Quellen gehört. Der ukrainische Präsident Volodymyr Zelensky besteht immer wieder auf der Notwendigkeit eines Treffens mit dem russischen Präsidenten Putin, in welchem Format auch immer, ob trilateral oder bilateral, um den russisch-ukrainischen Krieg zu beenden. Im Kreml antwortet man auf diesen Vorschlag unterdessen, dass vor einem Treffen auf höchster Ebene zunächst Experten arbeiten müssten, die jene Fragen abstimmen könnten, die anschließend von den Staatschefs miteinander erörtert würden.

Ungefähr denselben Kommentar gab der Kreml ab, als es um die Möglichkeit ging, im November Verhandlungen zwischen Delegationen der Vereinigten Staaten, Russlands und der Ukraine abzuhalten. Auch der Präsident der Russischen Föderation Putin hat wiederholt betont, dass der ukrainische Präsident, wenn er den Wunsch habe, ihn zu treffen, in die russische Hauptstadt kommen könne. Dieselbe Aussage wiederholte Putin gestern während seines Telefongesprächs mit dem finnischen Präsidenten Alexander Stubb und dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre. Deshalb sollte man davon, dass Moskau bereit sei, ein trilaterales Treffen auf der Ebene der Präsidenten der Vereinigten Staaten, Russlands und der Ukraine nach Trumps Vorstellungen abzuhalten, vorerst, gelinde gesagt, nicht ausgehen.

Die Frage ist, unter welchen Umständen ein solches Treffen überhaupt stattfinden könnte. Trump und Putin haben theoretisch die Möglichkeit, sich während großer Gipfeltreffen zu begegnen, die demnächst stattfinden werden. Einer dieser Gipfel ist das Treffen der Staats- und Regierungschefs der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft, das bereits im November im chinesischen Shenzhen stattfinden wird. Bekanntlich hat der Kreml während dieses Gipfels die Durchführung eines trilateralen Treffens angeregt, allerdings nicht eines russisch-ukrainisch-amerikanischen, sondern eines amerikanisch-russisch-chinesischen Treffens. Für Präsident Putin wäre ein solches Treffen ein wichtiger internationaler Sieg, denn es würde die Existenz eines G3-Formats demonstrieren, in dem die Vereinigten Staaten, China und Russland miteinander Fragen über die Zukunft der heutigen Welt erörtern können.

Präsident Donald Trump schloss seine mögliche Teilnahme an einem solchen Treffen nicht aus, betonte jedoch, dass es Fragen der nuklearen Abrüstung gewidmet sein müsse, was überhaupt nicht auf der Tagesordnung des Staatspräsidenten der Volksrepublik China Xi Jinping steht. Und obwohl der Berater des Präsidenten der Russischen Föderation Juri Uschakow sagt, dass Moskau, Peking und Washington bereits an der Vorbereitung eines solchen Treffens arbeiten, haben wir bislang von den chinesischen Gastgebern des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft keinerlei Bestätigung dieser Informationen aus Moskau oder Washington gehört. Zudem ist offensichtlich, dass Xi Jinping nicht besonders daran interessiert wäre, mit Putin und Trump über die Beendigung des russisch-ukrainischen Krieges zu sprechen und die Verantwortung für die Suche nach Wegen zu einer solchen Beendigung zu übernehmen.

Aber zweifellos könnte ein trilaterales Treffen zwischen Trump, Putin und Xi Jinping, falls es überhaupt in Shenzhen stattfindet, zu einer Art Auftakt für ein trilaterales Treffen zwischen Trump, Putin und Zelensky werden, wenn die Amerikaner Putin die Bedingung stellen, dass Trump einem Treffen im Format Moskau–Peking–Washington nur dann zustimmt, wenn Putin anschließend einem Treffen im Format Kyiv–Moskau–Washington zustimmt. Allerdings können wir nicht ausschließen, dass der Präsident der Russischen Föderation sein Wort einfach nicht hält, wie er es im Laufe seiner politischen Karriere schon mehrfach getan hat.

Stellen wir uns aber vor, dass eine solche Bedingung tatsächlich gestellt wird und Putin ihr zustimmt, weil er sich gleichzeitig mit Trump und Xi Jinping treffen möchte. Dann wäre der nächste Ort, der die Durchführung eines solchen Gipfels ermöglichen könnte, das Treffen der Staats- und Regierungschefs der G20 im amerikanischen Bundesstaat Florida, wo sich Donald Trumps Anwesen Mar-a-Lago befindet. Praktisch auf diesem Anwesen könnten sich Trump, Putin und Zelensky treffen.

Putin ist bereits zum G20-Gipfel eingeladen worden, aber in Moskau prüft man bislang noch die Möglichkeit einer Reise des Präsidenten der Russischen Föderation in die Vereinigten Staaten. In den vergangenen Jahren nahm der Außenminister der Russischen Föderation Lawrow im Namen Putins am G20-Gipfel teil und musste dabei die tatsächliche Isolation Moskaus während dieses prestigeträchtigen Treffens hinnehmen. Denn die Staats- und Regierungschefs der westlichen Staaten sowie die Außenminister der westlichen Länder ignorierten den russischen Außenminister und demonstrierten damit ihre Verachtung nach dem russischen Angriff auf die Ukraine.

Und übrigens wissen wir nicht, wie es diesmal sein wird, falls Putin anreist. Ob es zu einer solchen Missachtung kommen wird oder ob die Staats- und Regierungschefs der europäischen Länder angesichts des fortgesetzten Dialogs zwischen Trump und Putin entscheiden werden, dass es für sie nützlich wäre, zumindest in einem solchen Format mit dem russischen Präsidenten zu sprechen. Genau das könnte der Punkt sein, den man derzeit im Kreml prüft. Wird Putin sich mit Macron oder Merz treffen können, wenn er Trumps Einladung annimmt?

Nun, jedenfalls hat Trump den ukrainischen Präsidenten bislang nicht zum G20-Gipfel eingeladen. Und es ist offensichtlich, dass eine solche Einladung nur dann erfolgen könnte, wenn man in den Vereinigten Staaten entscheidet, dass das Treffen zwischen Trump, Zelensky und Putin während des G20-Gipfels in Florida tatsächlich stattfinden wird.

Bislang sollte man die Erklärung des amerikanischen Präsidenten jedoch ausschließlich als Wahlkampfinitiative betrachten. Ich erinnere Sie daran, dass in den Vereinigten Staaten buchstäblich in wenigen Tagen die Zwischenwahlen zum amerikanischen Kongress stattfinden werden, die auch darüber entscheiden werden, wie Trumps Präsidentschaft in den kommenden, für ihn schwierigen Jahren aussehen wird. Und übrigens wird sich auch Putin an den Ergebnissen dieser Kongresswahlen orientieren, wenn es darum geht, wie er mit Trump sprechen soll und welche Möglichkeiten der amerikanische Präsident haben wird.

Zweifellos werden sich die politischen Pläne des russischen Staatschefs gerade nach dem 3. November dieses Jahres verändern. Ich schließe nicht aus, dass Putin sogar den formal bereits vereinbarten Verhandlungsprozess zwischen den Vereinigten Staaten, Russland und der Ukraine erneut auf Eis legen wird, weil er zu dem Schluss kommt, dass er Präsident Trump während des Wahlkampfs bereits genug gegeben hat und nun an einer Fortsetzung der russisch-ukrainisch-amerikanischen Verhandlungen in irgendeinem Format nicht mehr interessiert sein könnte.


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Titel des Originals: Трамп обіцяє зустріч Путіна і Зеленського | ВіталійПортников. 28.10.2026.
Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung: 28.10.2026.
Originalsprache: uk
Plattform / Quelle: YouTube
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Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach,
veröffentlicht auf

uebersetzungenzuukraine.data.blog
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