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Jedes Mal dasselbe: unterschiedliche Auffassungen über die Bedingungen für einen Frieden.
- Wir können erst dann über Frieden verhandeln, wenn unsere territoriale Integrität wiederhergestellt ist und wir Sicherheitsgarantien erhalten haben, sagen die einen.
- Wir können um unserer Zukunft willen Gebiete abtreten, sagen die anderen.
- Wenn wir Gebiete abtreten, müssen wir Sicherheitsgarantien erhalten, sonst werden wir von diesen Gebieten aus angegriffen, versichern die Dritten.
- Wir dürfen Putin nicht erlauben, unseren NATO-Beitritt zu blockieren, sagen die einen.
- Wir können keinen Krieg für die NATO führen, sagen die anderen.
Sagen Sie mir, wozu diskutieren Sie das alles? Können Sie wirklich nicht begreifen, dass die Russen überhaupt nicht vorhaben, mit uns zu sprechen oder über irgendetwas Reales zu verhandeln – außer vielleicht über Dinge, die ihnen helfen, während des Krieges Geld zu verdienen? Dass sie jedes Mal, wenn sie zu Verhandlungen erscheinen, mit einem Programm zur Destabilisierung der Ukraine oder zur Verzögerung bis zu den nächsten Wahlen in den USA kommen? Die Station, an der man sich mit den Russen zumindest vorübergehend noch über etwas Ernsthaftes hätte verständigen können, haben wir längst hinter uns gelassen.
Ich möchte einfach verstehen – und zwar nicht nur einen Hontscharenko, sondern uns alle. Sind diese Diskussionen über die Verhandlungsbedingungen Zynismus oder einfach ein psychologischer Schutzmechanismus von Menschen, die schlicht nicht glauben können, dass der Feind sie nicht als Menschen betrachtet? Und versuchen die Menschen einfach, in jene Zeiten zurückzukehren, in denen er zumindest noch so tat, als würde er sie als Menschen betrachten und als könnte man mit ihm reden?
In Wirklichkeit gibt es für diesen Krieg – wenn wir bis zum Schluss aufrichtig sein wollen – genau zwei mögliche Ausgänge, deren Ende noch offen ist. Der erste ist die Erschöpfung Russlands und die Einstellung der Kampfhandlungen. Ich hoffe, dass wir diese Zeit nutzen können, um uns auf eine neue Invasion vorzubereiten. Und der zweite ist die Erschöpfung und das Verschwinden der Ukraine sowie die Eingliederung ihrer ehemaligen Gebiete in die Russische Föderation. Natürlich mit einem offenen Ausgang für jeden Einzelnen. Manch einer mag hoffen, dass man ihm erlaubt, zu bleiben und einfach unter einer fremden Flagge zu leben. Aber jeder muss dann seine eigenen Chancen nüchtern abwägen und verstehen, wo die Gefahr für ihn und seine Familie größer ist: bei der Fortsetzung des Widerstands oder bei einer solchen Kapitulation.
Außer diesen beiden möglichen Ausgängen gibt es keine andere Realität. Und alles Gerede über etwas anderes ist entweder Dummheit oder Demagogie.
🔗 Originalquelle
Art der Quelle: Social Media
Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung: 07.10.2026.
Originalsprache: uk
Plattform / Quelle: Facebook
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Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach,
veröffentlicht auf
uebersetzungenzuukraine.data.blog.