
Нові вимоги Дональда Трампа. Віталій Портников. 14.09.2026.
Der Präsident der Vereinigten Staaten betonte, er habe dem Präsidenten der Ukraine gesagt, die Angriffe auf den Ölraffineriekomplex der Russischen Föderation einzustellen, weil dies angeblich zu einem Anstieg des Dieselpreises führe. Vor dieser Erklärung hatten sich bereits die Finanz- und Energieminister der Vereinigten Staaten mit ähnlichen Erklärungen zum Preisanstieg geäußert.
Auf den ersten Blick sieht das seltsam aus. Es geht nicht einmal nur darum, dass die russischen Lieferungen den Weltmarkt für Öl und Ölprodukte nicht in dem Maße beeinflussen wie die blockierten Öllieferungen aus den Ländern des Persischen Golfs durch die Straße von Hormus. Entscheidend ist, dass die Vereinigten Staaten beharrlich gegen die Lieferung von Öl und Ölprodukten aus der Russischen Föderation als Reaktion auf Russlands Invasion in die Ukraine vorgegangen sind. Sie taten dies unter der Biden-Regierung und setzten es unter der Trump-Regierung fort. Die jüngsten Sanktionen gegen die wichtigsten russischen Ölkonzerne Rosneft und Lukoil hat Trump selbst unterzeichnet. Und es war Trump selbst, der Zölle auf indische Waren verhängte, weil er vom indischen Premierminister Narendra Modi verlangte, den Kauf russischen Öls einzustellen. Ja, nach Beginn der iranischen Blockade der Straße von Hormus erteilte das US-Finanzministerium mehrmals eine Genehmigung, die es indischen Ölraffinerien erlaubte, russisches Öl von Tankern zu kaufen. Doch derzeit wird diese Genehmigung nicht verlängert, und Öl russischer Herkunft kann nur unter Verstoß gegen die amerikanischen Sanktionen gekauft werden. Es würde also naheliegen: Wenn Donald Trump so sehr an einer Senkung des Dieselpreises interessiert ist, wäre das Erste, was er tun könnte, die Sanktionen gegen Russland aufzuheben, anstatt von der Ukraine zu verlangen, die Angriffe auf russische Ölraffinerien einzustellen. Aber wir verstehen, dass der amerikanische Präsident die Sanktionen nicht aufheben wird, weil er schlicht keine anderen Instrumente hat, um Druck auf Putin auszuüben. Dafür wird er aber die Ukraine und ihre angebliche Mitverantwortung für den Preisanstieg an den Tankstellen ins Spiel bringen.
Wir sind in eine sehr gefährliche Phase eingetreten. Jeder Amerikaner kann das verstehen, wenn er auf den Kalender und auf die Preisanzeigen an den Tankstellen schaut. Die Zwischenwahlen zum Kongress, bei denen sich ein Sieg der Demokraten abzeichnet, rücken rasch näher. Und die Preise an den Tankstellen fallen nicht, sondern steigen. Und der amerikanische Präsident muss dringend Schuldige für diesen Anstieg finden.
Den Iran – den tatsächlichen Verursacher der Energiekrise, der nicht nur weiterhin die Straße von Hormus blockiert, sondern mithilfe seiner „Proxys“ auch Möglichkeiten für eine Blockade der Meerenge Bab al-Mandab schafft, also für eine vollständige Einstellung der Ölexporte aus dem Persischen Golf – zu beschuldigen, würde bedeuten einzugestehen, dass man mit Teheran keine Einigung erzielen und auf seine neue Führung keinen Einfluss ausüben kann. Und dann würden unangenehme Fragen darüber aufkommen, wie durchdacht die amerikanischen Angriffe auf den Iran waren, ob man in der Lage ist, Energiesicherheit zu gewährleisten und Versuchen entgegenzutreten, durch die Blockade von Ölrouten Druck auf Amerika und die ganze Welt auszuüben. Und die Antworten auf diese Fragen dürften den Ruf derjenigen kaum verbessern, die auf einen schnellen Sieg über das Regime der Ayatollahs gehofft hatten.
Dann bleibt die Ukraine, die bereits nicht zum ersten Mal im amerikanischen Wahlkampf benutzt wird. Denn zu behaupten, gerade die ukrainischen Angriffe auf russische Raffinerien führten zu steigenden Preisen, ist wesentlich bequemer, als an die tatsächlichen Ursachen der Zahlen auf den Preisanzeigen zu erinnern.
Was soll die Ukraine in dieser Situation tun? Meiner Ansicht nach ihre Position beibehalten und zugleich in diesen für sie kritischen Zeiten keinen Streit mit der Administration des US-Präsidenten anfangen. Die Angriffe auf Ölraffinerien sind eines der wichtigsten Instrumente, um Russland zum Frieden zu zwingen. Das muss sowohl dem Präsidenten der Vereinigten Staaten als auch seinen Ministern erklärt werden. Und gleichzeitig muss man sich daran erinnern, dass Trump nicht allzu viele Hebel hat, um nicht nur auf Russland, sondern auch auf die Ukraine Einfluss auszuüben. Wenn man also tatsächlich bestimmte Angriffe einstellt, muss man die Möglichkeit haben, andere durchzuführen, gegen die Trump nichts einzuwenden hat. Aber sie mit wirksamerer amerikanischer Unterstützung durchzuführen. Wo sind denn unsere „Tomahawks“?
Und das Wichtigste: Was auch immer der amerikanische Präsident jetzt von seinem ukrainischen Amtskollegen verlangen mag, es geht um einen Zeitraum von wenigen Wochen. Nach dem 3. November 2026 werden wir uns in einer völlig neuen Welt wiederfinden – einer Welt, in der die ukrainischen Angriffe auf russische Ölraffinerien wohl kaum Donald Trumps größtes Problem sein werden.
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Art der Quelle: Artikel
Titel des Originals: Нові вимоги Дональда Трампа. Віталій Портников. 14.09.2026.
Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung: 14.09.2026.
Originalsprache: uk
Plattform / Quelle: Zeitung
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Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach,
veröffentlicht auf
uebersetzungenzuukraine.data.blog.