Die Ukraine führt Krieg gegen die Sowjetunion. Vitaly Portnikov. 25.10.26.

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Am 70. Jahrestag des Ungarischen Volksaufstands sollten wir uns bewusst machen, dass auch unser Krieg ein regelrechter Krieg gegen die Sowjetunion ist, deren größtes verbliebenes Stück die Russische Föderation ist.

Man könnte mir entgegnen, dass auch die Ukraine ein solches Stück ist. Aber auch Ungarn gehörte zum sozialistischen Lager. Die Entscheidung zur Invasion wurde genau in dem Moment unausweichlich, als Ungarn begann, die kommunistischen Institutionen abzubauen und die Möglichkeit eines NATO-Beitritts zu betonen.

Die Ukraine war aus institutioneller Sicht lange Zeit einfach eine umbenannte Sowjetrepublik, und der Kreml war damit zufrieden. Schon die Möglichkeit, ein Assoziierungsabkommen zu unterzeichnen, brachte die Gefahr mit sich, dass ein Teil der postsowjetischen Institutionen aufgegeben würde. Der Sieg des Maidan 2013–2014 überzeugte Putin davon, dass sich diese Entwicklung auf politischem Wege nicht mehr aufhalten ließ.

Was haben wir heute? Staatliche Institutionen, die gezwungen sind, europäische Gesetze zu verabschieden, während Russland selbst das Postsowjetische beseitigt, das es ein klein wenig vom Sowjetischen entfernt hatte. Den SBU und andere Geheimdienste, die gezwungen sind, mit westlichen Nachrichtendiensten zusammenzuarbeiten und Teil von ihnen zu sein, während der FSB in Russland ein Klon des KGB ist. Eine Kirche unter dem Omophorion des Patriarchen von Konstantinopel, während die russische Kirche eine Institution ist, die in Stalins Arbeitszimmer gebilligt wurde, eine Organisation, in der zu Sowjetzeiten 100 Prozent der Priester mit dem KGB verbunden waren. Und selbst wenn wir den nationalen Konflikt ausklammern, von dem ich ständig spreche, müssen wir verstehen, dass Russland schlicht nicht zulassen kann, dass all dies an seinen Grenzen existiert. Schließlich gab es zwischen Russen und Ungarn keinen nationalen Konflikt. Es gab lediglich den Wunsch, keinen Präzedenzfall in der eigenen Einflusssphäre zuzulassen.

Wenn Putin also von Entnazifizierung, der russischen Sprache und der Kirche Gundjajews spricht, macht er keine Witze. Die Wiederherstellung sowjetischer Institutionen in der Kolonie ist ebenfalls ein Weg zu ihrer endgültigen Unterwerfung. Nur durften die Bürger Ungarns nach der Besetzung ihres Landes unter der Herrschaft einer Kollaborationsregierung Ungarn bleiben. Den Ukrainern verweigert der Kreml, wie Sie von Putin schon mehrfach gehört haben, sogar das.


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Art der Quelle: Social Media

Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung: 25.10.2026.
Originalsprache: uk
Plattform / Quelle: Facebook
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Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach,
veröffentlicht auf

uebersetzungenzuukraine.data.blog
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