Der Glaube an Frieden mit Putin. Vitaly Portnikov. 05.10.2026.

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Das Problem bei allen Diskussionen über ein Ende des Krieges läuft letztlich auf eine Frage des Glaubens hinaus. Ja, genau: des Glaubens. Wir würden schließlich auch nicht mit einem Gläubigen über die bloße Existenz Gottes diskutieren. Diskussionen über alle möglichen anderen Themen sind möglich, aber wenn du der Ansicht bist, dass es Gott als solchen nicht gibt und niemandem Erlösung bevorsteht, hörst du auf, an diesem Gespräch teilzunehmen. Automatisch.

Genauso ist es mit Putin. Wenn jemand glaubt, dass man sich mit dem russischen Präsidenten einigen kann und es nur darum geht, was man ihm anbieten soll – den Donbas, die Gebiete Cherson und Saporischschja, die russische Sprache und Neutralität –, während du davon überzeugt bist, dass er sich überhaupt auf nichts einigen will und schlicht die Vernichtung der Ukraine zum Ziel hat, hörst du für denjenigen, der daran glaubt, dass Frieden durch Verhandlungen erreicht werden kann, auf, ein Gesprächspartner zu sein. Denn man schlägt dir vor, über die Bedingungen von etwas zu diskutieren, das nicht eintreten wird.

Und übrigens hat Putin selbst wiederholt darüber gesprochen und geschrieben. Nur wollen die Gläubigen an Friedensverhandlungen ihn nicht hören. Sie glauben nicht nur uns nicht, sie glauben auch Putin nicht. Sie glauben an ihren Traum, dass man sich einigen könne.

Manche dieser Gläubigen wollen Geld verdienen – im Oval Office kann man davon schließlich nie genug haben. Manche wollen bei den hypothetischen Wahlen mehr Stimmen potenzieller Wähler gewinnen. Manche sind einfach naive Menschen. Aber sie alle bringen uns dem Untergang näher.

Denn ob die Erlösung real ist, lässt sich erst nach dem Tod überprüfen. Der Glaube daran, dass Verhandlungen mit Putin tatsächlich möglich sind, kann uns dagegen allen das Leben kosten.


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Art der Quelle: Social Media
Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung: 05.10.2026.
Originalsprache: uk
Plattform / Quelle: Facebook
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Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach,
veröffentlicht auf

uebersetzungenzuukraine.data.blog
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