Der größte Angriff auf Moskau | Vitaly Portnikov. 20.09.2026.

Möglicherweise der größte massive Angriff ukrainischer Drohnen auf die russische Hauptstadt und das Moskauer Gebiet seit Beginn von Putins großem Krieg gegen die Ukraine. Die uns bereits gut bekannte Ölraffinerie in Kapotnja, der für Moskau und das Moskauer Gebiet wichtigste Raffineriebetrieb, steht in Flammen

Der russischen Luftverteidigung ist es nicht gelungen, dieses strategisch wichtige Unternehmen zu schützen, dafür ist es ihr gelungen, ukrainische Drohnen in die Wohnviertel Moskaus und der Städte im Moskauer Umland umzuleiten.

Auch andere Städte der Russischen Föderation mit wichtiger militärischer Infrastruktur wurden angegriffen. Angegriffen wurde der Logistikknoten Sofjino im Moskauer Gebiet. Dort befinden sich die inzwischen brennenden Lager der uns ebenfalls sehr gut bekannten Unternehmen Wildberries, Ozon und Yandex. Nun, vielleicht befinden sie sich dort auch nicht mehr, denn nach den Angriffen ukrainischer Drohnen stehen sie in Flammen. Die Probleme für die russische Wirtschaft sind also tatsächlich ziemlich spürbar.

Man kann auch davon sprechen, dass die russische Luftverteidigung derzeit in Woronesch ernsthafte Probleme hat. Man kann sagen, dass diese Luftverteidigung durch ukrainische Anstrengungen schlicht zerstört wird, und danach könnten ernsthafte und wichtige Angriffe auf die militärische Infrastruktur von Woronesch erfolgen, die für die russische Aggression gegen unser Land genutzt wird.

Damit wurde Präsident Putin erneut vor Augen geführt, dass man das Spiel der Zerstörung von Infrastruktur zu zweit spielen kann. Wahrscheinlich ist das genau jenes Tango zu zweit, von dessen Notwendigkeit Donald Trump gegenüber Volodymyr Zelensky noch vor seiner Rückkehr ins Oval Office gesprochen hatte. Nur hat es sich in Wirklichkeit nicht als Tango der Friedensverhandlungen erwiesen, denen der russische Machthaber aus dem Weg geht, weil er weiterhin darauf hofft, den russisch-ukrainischen Krieg zu gewinnen und unseren Staat zu zerstören. Es ist ein Tango, bei dem man Gegenschläge führen, die Infrastruktur des Gegners zerstören, seine Möglichkeiten im Energiebereich verringern und daran erinnern kann, dass kein terroristischer Akt der Russischen Föderation gegen unser Land unbeantwortet bleiben wird.

Und ein solches Tango gefällt mir wesentlich besser als die Imitation eines Verhandlungsprozesses, an dem die Sondergesandten Donald Trumps teilnehmen. Wie wir sehen, bringt uns diese Imitation keinerlei reale Ergebnisse, außer der Erzählung, dass es die Ukraine sei, die den russischen Bedingungen im Zusammenhang mit der Beendigung des russisch-ukrainischen Krieges nicht zustimme. Obwohl wir alle sehr gut verstehen, dass in Wirklichkeit noch nie jemand irgendwelche realen Bedingungen von Putin gehört hat, sondern ausschließlich den Wunsch, die Ukraine gegen neue wirtschaftliche Beziehungen mit der amerikanischen Regierung einzutauschen.

Die Angriffe auf die Ölraffinerie in der russischen Hauptstadt widerlegen auch die Information, dass zwischen Russland und der Ukraine irgendeine Waffenruhe im Energiebereich erreicht worden sei. Davon hatte bekanntlich der Präsident der Vereinigten Staaten Donald Trump gesprochen, der allerdings keinerlei konkrete Angaben zur Untermauerung seiner Behauptung machte. Und weder in Kyiv noch in Moskau hat man, wie wir sehen, Informationen bestätigt, die sich auf nicht existierende Vereinbarungen beziehen.

Was für eine Waffenruhe im Energiebereich kann es mit Russland geben, wenn Putin vor unseren Augen weiterhin Energieanlagen in Kyiv und anderen ukrainischen Städten angreift, wenn er seine gezielten Bemühungen fortsetzt, die Wohnviertel der ukrainischen Hauptstadt und anderer Städte unseres Landes zu terrorisieren? Aber dass es keine Energie-Waffenruhe gibt, bedeutet eben auch Angriffe auf den Ölraffineriesektor der Russischen Föderation.

Putin erzählt davon, wie schnell die Anlagen repariert werden sollen, die durch die jüngsten ukrainischen Angriffe außer Betrieb gesetzt wurden. Aber bis die Russen einen Teil ihrer Anlagen repariert haben, werden die Ukrainer neue Raffinerien sowie bereits reparierte Anlagen außer Betrieb setzen können. Und das wird sich nicht nur auf den Dieselpreis auswirken, über den Donald Trump so gerne spricht und an dessen Veränderung wir weit weniger Anteil haben als die Iraner, die weiterhin die Straße von Hormus blockieren. Das wird sich vor allem auf die Energieinteressen der Unterstützer der Russischen Föderation in diesem ungerechten und grausamen Krieg auswirken: der Volksrepublik China und Indiens.

Denn wir verstehen, dass die jüngsten Erklärungen des Staatschefs der Volksrepublik China Xi Jinping und des indischen Ministerpräsidenten Narendra Modi, die Putin dazu aufgerufen haben, nach Möglichkeiten für eine politische Beendigung des Krieges gegen die Ukraine zu suchen, keineswegs mit irgendwelchen besonderen Gefühlen zusammenhängen, die die Staatschefs Chinas und Indiens unserem Land gegenüber hegen. Nein, das hängt gerade damit zusammen, dass sie die Probleme verstehen, die für ihre eigene Ölraffinerieindustrie entstehen könnten, wenn Russland sich als unfähig erweist, der wichtigste Öllieferant für einen großen Teil der Unternehmen in diesen Ländern des sogenannten Globalen Südens zu bleiben.

Die brennende Ölraffinerie in Kapotnja und die brennenden Lager von Ozon, Yandex und Wildberries erinnern also daran, dass Russland mit seinem Krieg gegen die Ukraine nicht nur Probleme für seine eigenen wirtschaftlichen Interessen schafft, sondern auch für die Interessen derjenigen, die trotz Putins aggressiver Absichten bereit sind, weiterhin mit Russland zusammenzuarbeiten. Und wie ich bereits mehrfach gesagt habe, können gerade Angriffe auf Moskau die Stimmung in der russischen Gesellschaft verändern, was das Verständnis der Folgen dieses Krieges betrifft.

Wir wollen uns jetzt nicht mit dem russischen Cargo-Kult aufhalten, der diesen großen Angriff mit dem Tag der Wahlen zur Staatsduma der Russischen Föderation erklären könnte. Allen ist vollkommen klar, dass es in Russland keine wirklichen Wahlen gibt, sondern bestimmte Veranstaltungen, die die Legitimität von Putins Regime bestätigen und die Russen dazu bringen sollen, für politische Kräfte zu stimmen, die sich weiterhin für den Krieg gegen die Ukraine und die Konfrontation mit dem Westen einsetzen.

Nur sieht der russische Wähler jetzt, zu welchen realen und nicht erfundenen Ergebnissen die Aufrufe der Aktivisten von „Einiges Russland“, „Gerechtes Russland“ und jedem anderen blutigen Russland führen. Und die Frage ist nicht, wie viele Stimmen diese Handlanger Putins bei diesen Pseudowahlen erhalten. Die Frage ist vielmehr, dass nun jeder, der vom Brand in der Ölraffinerie in Kapotnja und von dem weiß, was in den Wohnvierteln Moskaus und des Moskauer Umlands geschieht, gezwungen sein wird, die Lügen derjenigen zu erkennen, die zu den Wahlen zugelassen wurden.


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Art der Quelle: Artikel
Titel des Originals: Найбільша атака на Москву | Віталій
Портников. 21.09.2026.

Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung: 20.09.2026
Originalsprache: uk
Plattform / Quelle: YouTube
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Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach,
veröffentlicht auf

uebersetzungenzuukraine.data.blog
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