Großer Angriff auf die Region Kyiv | Vitaly Portnikov. 05.08.2026.

Die Russen haben einen weiteren ballistischen Angriff auf Kyiv und die Region Kyiv verübt. Diesmal richtete sich der Hauptschlag gegen Gebiete in der Region Kyiv. Dort ist bislang von 14 Todesopfern die Rede. Eine weitere Person kam in der ukrainischen Hauptstadt ums Leben.

Mein aufrichtiges Beileid gilt den Angehörigen der bei diesem Angriff Getöteten sowie allen, die durch den russischen Angriff auf Kyiv und die Region Kyiv verletzt wurden oder Schäden erlitten haben.

Natürlich verstehen wir sehr gut, dass Putin das sogenannte ballistische Zeitfenster, das mit dem Fehlen eines wirksamen Abwehrschutzes gegen ballistische Raketen in unserem Land zusammenhängt, weiterhin für neue Angriffe nutzen wird. Wie aus den Meldungen über die Zahl der abgeschossenen russischen Raketen hervorgeht, lässt sich gegen diese Angriffe derzeit praktisch nichts ausrichten, denn praktisch keine der ballistischen Raketen oder Zircon-Raketen, die auf die ukrainische Hauptstadt und die Region Kyiv abgefeuert wurden, konnte abgefangen werden. Lediglich die überwiegende Mehrheit der Drohnen, die auf Kyiv zuflogen, konnte zerstört werden.

Gleichzeitig kann man davon sprechen, dass Russland auch versucht, den Schaden für die ukrainische Wirtschaft zu vergrößern. Derzeit werden die meisten ballistischen Raketen und Zircon-Raketen auf Lagerhäuser und andere Infrastruktureinrichtungen gerichtet. Auf diese Weise versucht Russland offenbar, auf die großflächigen Brände in seinen eigenen Lagerhäusern und in den Marktplätzen des Unternehmens Wildberries zu reagieren, die nach Ansicht von Beobachtern die eigentlichen Lungen der russischen Wirtschaft sind und es dieser unter Sanktionen stehenden Wirtschaft ermöglichen, unter den schwierigen Bedingungen der Beschränkungen durch die zivilisierte Welt weiter zu funktionieren.

Übrigens wurde gerade während dieses neuen russischen Angriffs auf Kyiv und die Region Kyiv bekannt, dass ein weiterer Marktplatz der Besatzer in der Region Tula in der Russischen Föderation brennt. Ich hoffe, dass in den kommenden Monaten die überwiegende Mehrheit der russischen Marktplätze – und nicht nur die von Wildberries – zusammen mit den Möglichkeiten der russischen Wirtschaft zerstört wird. Denn solange diese russische Wirtschaft existiert, wird Russland seine Aggressionen sowohl gegen die Ukraine als auch gegen andere Staaten fortsetzen.

Und wie wir sehen, entsteht selbst vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Probleme in der Russischen Föderation weder beim russischen Präsidenten Putin noch bei der Bevölkerung irgendein Wunsch, über etwas zu verhandeln. Die Menschen sprechen über alle möglichen Probleme im Zusammenhang mit der Zerstörung der Marktplätze und der Unternehmen zahlreicher Russen – aber nicht über den Krieg, den sie offenbar nicht nur ignorieren, sondern offensichtlich aus der Sicht der Politik ihrer kriminellen Führung sogar für richtig halten.

Man kann sagen, dass die Ukraine mit ihren Angriffen auf die Infrastruktur proaktiv handelt und Russland dazu zwingt, zu ähnlichen Schritten zu greifen, in der Hoffnung, die Zerstörung der eigenen Wirtschaft aufzuhalten. Doch von einer echten Parallele zwischen den möglichen Handlungen beider Seiten kann hier meines Erachtens keine Rede sein.

Ich möchte daran erinnern, dass der Löwenanteil der ukrainischen Wirtschaft bereits in den ersten Monaten des inzwischen weit zurückliegenden Jahres 2022 zerstört wurde, als dieser endlose Abnutzungskrieg begann.

Die russische Wirtschaft existiert vor allem dank des Verkaufs von Öl und Gas – in erster Linie auf Schmuggelwegen. Die ukrainische Wirtschaft hingegen existiert gewissermaßen nur durch die künstliche Beatmung westlicher Hilfe.

Ohne diese Hilfe könnte man sagen, dass die Ukraine nichts hätte, womit sie Krieg führen könnte, dass es keine Möglichkeit gäbe, die soziale Stabilität in den vom legitimen ukrainischen Staat kontrollierten Gebieten aufrechtzuerhalten. Sie hätte auch keine Möglichkeit, einem grausamen Aggressor zu widerstehen, der entschlossen ist, die Konfrontation fortzusetzen.

In Russland ist die Lage eine andere. Niemand wird den Russen einfach so helfen. Die Staaten, die russisches Öl kaufen – vor allem die Volksrepublik China und Indien –, nutzen die Schwierigkeiten Russlands aus, um Energieträger zu niedrigeren Preisen zu erwerben, als sie auf dem Weltmarkt erhältlich wären. Dadurch ist ein ganzes System einer Energieökonomie für zahlreiche Raffineriebetriebe entstanden, die dank der Lieferung dieses billigen Öls enorme Gewinne erzielen, weil Russland unter den Bedingungen, in denen es sich befindet, den Preis nicht diktieren kann.

Wenn Russland also nicht mehr in der Lage sein wird, das Niveau seiner eigenen Wirtschaft aufrechtzuerhalten, dann wird das ausschließlich sein eigenes Problem sein. Die Volksrepublik China wird über die weitere Schwächung ihres Nachbarlandes sogar zufrieden sein – eines Landes, das ihr noch vor wenigen Jahrzehnten die Spielregeln diktieren konnte und sich nun in einen echten politischen und wirtschaftlichen Satelliten Chinas verwandelt.

Man kann also sagen, dass es kein Europa von Lissabon bis Wladiwostok geben wird. Aber ganz sicher wird es ein Großasien geben – von den chinesischen Grenzen bis nach Kursk und Brjansk. Das ist es, was die Russische Föderation erwartet. Das ist es, was die Russen erwartet. Keine Imperium, sondern ein Jahrhundert der Unterordnung.

Wenn die Russen also ukrainische Marktplätze und andere Infrastruktureinrichtungen in unserem Land angreifen, dann geschieht das nicht aus nüchterner Berechnung heraus, dass die Ukraine angesichts dieser Brutalität kapitulieren werde. Es ist vielmehr blinde Wut, mit der sie das Ausbleiben von Fortschritten ihrer Banditenarmee an der russisch-ukrainischen Front und ihre Unfähigkeit kompensieren wollen, ihre eigenen Marktplätze und andere Infrastruktureinrichtungen vor ukrainischen Angriffen zu schützen.

Das bedeutet natürlich nicht, dass wir nicht nach Schutz vor russischen ballistischen Raketen suchen müssen, dass wir nicht nach Möglichkeiten suchen müssen, die Betriebe zu zerstören, in denen diese Raketen hergestellt werden, oder die Abschussorte der russischen ballistischen Raketen auszuschalten. Genau das ist heute die Aufgabe Nummer eins.


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Art der Quelle: Artikel
Titel des Originals: Велика атака по Київщині | Віталій
Портников. 05.08.2026.

Autor: Vitaly Portnikov]
Veröffentlichung: 05.08.2026.
Originalsprache: uk
Plattform / Quelle: YouTube
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Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach,
veröffentlicht auf

uebersetzungenzuukraine.data.blog
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