Ein neuer furchtbarer Angriff des Feindes auf die Ukraine. Zunächst möchte ich den Angehörigen und Freunden der Getöteten sowie allen, die bei diesem Angriff in der gesamten Ukraine verletzt wurden, mein aufrichtiges Beileid aussprechen.
Im Zentrum dieses Angriffs standen mehrere große Städte – im Osten, im Zentrum und im Westen des Landes. Angegriffen wurden Kyiv und Lwiw, Winnyzja und Krywyj Rih, Poltava und Sumy. Dabei wurden rund 70 Raketen eingesetzt, darunter eine große Zahl ballistischer Raketen, aber auch Antischiffsraketen vom Typ Zirkon, die sich ebenfalls nur sehr schwer abfangen lassen, wenn keine entsprechenden Luftverteidigungssysteme vorhanden sind.
Bereits jetzt ist von schweren Zerstörungen und zahlreichen Todesopfern die Rede. Zum jetzigen Zeitpunkt spricht man von sechs Toten in Krywyj Rih sowie jeweils einem Todesopfer in Kyiv und in der Region Poltava. In Lwiw werden die Trümmer beschädigter Wohnhäuser geräumt, die ebenfalls von diesem gewaltigen Angriff getroffen wurden.
Man kann sagen, dass dies einer der größten und massivsten russischen Angriffe auf die Ukraine während dieses schrecklichen Krieges war. Während sich die jüngsten Angriffe der vergangenen Wochen vor allem gegen die ukrainische Hauptstadt richteten, war Kyiv diesmal nur eines der Ziele von Putins Angriff. Zugleich sehen wir, dass die Russen den Angriffen auf den Westen unseres Landes große Aufmerksamkeit gewidmet haben. Dies war die zweite Angriffswelle.
Offenkundig ist auch, dass die Angriffe auf die Energieinfrastruktur nicht nur für den Herbst dieses Jahres geplant sind – sie dauern bereits jetzt an. So wurden mehrere Raketen in Richtung des Wärmekraftwerks Burschtyn abgefeuert, um auf diese Weise die Energieversorgung der westlichen Regionen unseres Landes zu treffen.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die Zirkon-Raketen erstmals seit Beginn des Krieges Winnyzja erreicht haben. Dort blieb nicht einmal genügend Zeit, Luftalarm auszulösen. Der Einschlag der Zirkon-Raketen erfolgte eine Minute, bevor in Winnyzja die Sirenen ertönten. Das erinnert uns übrigens erneut daran, wie heimtückisch die russischen Angriffe sind und wie sehr Putin am Terror interessiert ist. Die Bewohner der Städte, die Ziel russischer Angriffe werden können, haben nicht einmal genügend Zeit, eine Warnung zu erhalten und Schutz zu suchen.
Tatsächlich führt Russland gezielte Angriffe durch, die nicht nur auf die ukrainische Infrastruktur gerichtet sind, sondern vor allem darauf abzielen, unsere Bevölkerung einzuschüchtern und Wege zu finden, die die Ukraine zur Kapitulation vor dem russischen Aggressor zwingen könnten.
Ich habe bereits mehrfach darauf hingewiesen – und angesichts der Bilder, die wir jetzt aus vielen Regionen unseres Landes sehen, angesichts dieses Luftterrors, lässt sich das nur wiederholen –, dass Russland vor allem jenes Zeitfenster nutzt, das sich für seine Streitkräfte nach Beginn des Krieges am Persischen Golf geöffnet hat: vor dem Hintergrund des katastrophalen Mangels an Luftverteidigungssystemen, man kann sagen, in der ganzen Welt, und angesichts der Tatsache, dass die Vereinigten Staaten sich weiterhin auf mögliche neue Kampfhandlungen im Nahen Osten vorbereiten.
Auch den Amerikanern selbst fehlen inzwischen Luftverteidigungssysteme – zumindest im Hinblick auf die Bestände, die nach den Planungen des Pentagons vorgesehen waren. Deshalb können wir die Vereinigten Staaten zwar bitten, uns weitere Raketen zur Verfügung zu stellen, so wie Präsident Volodymyr Zelensky dies bei seinem jüngsten Treffen mit Präsident Donald Trump getan hat. Doch es bleibt fraglich, ob die Amerikaner unter den Bedingungen des Wiederaufbaus ihrer eigenen Bestände und der Sorge, im Falle eines möglichen Konflikts etwa mit der Volksrepublik China – ganz zu schweigen von einer Fortsetzung der Auseinandersetzungen mit dem Iran – selbst schutzlos dazustehen.
Können die Amerikaner uns unter solchen Umständen genügend Raketen für die Luftverteidigung liefern? Die Zahl, die Volodymyr Zelensky Donald Trump bei ihrem letzten Treffen in Washington nannte – 300 Raketen für die Patriot-Batterien –, stellt angesichts des derzeitigen Produktionstempos von Abfangraketen tatsächlich eine enorme Herausforderung für den amerikanischen militärisch-industriellen Komplex dar.
Und genau darin liegt die Antwort auf die Frage, wie man sich heute gegen Russland schützen kann. Unter den gegenwärtigen Bedingungen wird es niemals genügend Abfangraketen geben, um die ballistischen Raketen Russlands vollständig unschädlich zu machen – zumal Russland bereit ist, die Ukraine sogar mit Antischiffsraketen anzugreifen, deren Treffgenauigkeit bekanntlich nicht besonders hoch ist. Selbst wenn man davon ausgeht, dass Russland tatsächlich bestimmte Infrastrukturziele angreifen wollte – obwohl ich weiterhin glaube, dass dies keineswegs der Fall ist –, kann eine solche Rakete dennoch in einem Wohnviertel oder in einem Wohnhaus einschlagen.
Die wirkliche Möglichkeit, die russischen Angriffe zu stoppen, besteht deshalb darin, diejenigen unschädlich zu machen, die diese Waffen herstellen: durch Angriffe auf den militärisch-industriellen Komplex der Russischen Föderation und auf die Abschussstellungen russischer Raketen. Mit Abfangraketen allein lässt sich auf dieser strategischen Ebene derzeit kaum etwas erreichen – und woher sollen all diese Abfangraketen überhaupt kommen?
Angriffe auf die Fabriken und auf die Abschussstellungen hingegen können der Russischen Föderation zumindest in naher Zukunft tatsächlich erhebliche Probleme bereiten – gerade jetzt, da bereits neue Wellen massiver Angriffe geplant werden. Zumal Russland über diese Raketen keineswegs in unbegrenzter Zahl verfügt, wie oft angenommen wird. Es sammelt sie über Wochen hinweg entsprechend der Produktionsleistung eben jener Fabriken.
Wenn die Fabriken nicht arbeiten, werden auch keine Raketen gestartet. Und ich bin der Ansicht, dass genau dies zu einem wichtigen Bestandteil des Dialogs der Ukraine mit unseren westlichen Partnern werden muss. Es geht nicht nur darum, uns Luftabwehrraketen zu liefern, von denen es ohnehin zu wenige gibt, sondern uns die Möglichkeit zu geben, das Territorium des Staates, der demonstrativ Terror gegen die friedliche Bevölkerung der Ukraine ausübt und friedliche Städte sowie ihre Wohnviertel angreift, nicht nur mit Drohnen, sondern auch mit Raketen anzugreifen.
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Art der Quelle: Artikel
Titel des Originals: Жахлива атака Росії по Україні | Віталій
Портников. 30.07.2026.
Autor/Kanal: [Autor]
Veröffentlichung: 30.07.2026.
Originalsprache: uk
Plattform / Quelle: YouTube
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Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach,
veröffentlicht auf
uebersetzungenzuukraine.data.blog.