Neue Drohungen Putins: Europa im Visier | Vitaly Portnikov. 29.10.2026.

Präsident Putin betonte heute, dass sein Land bereits im Jahr 2030 zu einem Krieg mit Europa bereit sei, die Russen aber alles Mögliche tun würden, damit es nicht zu diesem Krieg kommt. Und die Europäer müssten daran denken, dass es in solchen Kriegen keine Sieger geben werde.

Warum richtet der Präsident der Russischen Föderation neue Drohungen gegen Europa? Warum spricht er vom Jahr 2030 als einer Möglichkeit für einen neuen Einmarsch der Russen auf den europäischen Kontinent? Und wie ernst und realistisch sind diese Drohungen des russischen Staatschefs?

Wir müssen eine ziemlich wichtige Sache verstehen, wenn wir über die Situation im Zusammenhang mit dem russisch-ukrainischen Krieg sprechen und darüber, wie man heute in Moskau zu diesem Krieg steht. In Moskau beginnt man zu begreifen, dass die Unterstützung der Europäer für die Ukraine die Russen daran hindert, jenen Plan zu verwirklichen, den sie für den realistischsten hielten. Noch 2025 kam der Kreml zu dem Schluss, dass der Sieg des ultrarechten Republikaners Donald Trump bei den Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten und seine Rückkehr ins Oval Office die automatische Einstellung oder zumindest eine erhebliche Verringerung der amerikanischen Unterstützung für die Ukraine bedeuten und Kyiv zu einer schnellen Kapitulation zu russischen Bedingungen zwingen würden. Das sollte der Auftakt zur endgültigen Beseitigung der ukrainischen Staatlichkeit und zur Vertreibung jener Menschen sein, die an ihrer ukrainischen Identität festhalten würden, aus den Gebieten, die Russland im Hinblick auf die Wiederherstellung seiner imperialen Rolle in den kommenden Jahren und Jahrzehnten für wichtig hält.

Doch es kam anders als gedacht. Obwohl Trump vom ersten Tag seiner Rückkehr ins Oval Office an eine klar umrissene putinfreundliche Politik verfolgte, stellte sich heraus, dass er die Ukraine nicht dazu zwingen kann, ihren Widerstand gegen die dreiste russische Aggression einzustellen. Und die europäische Hilfe für die Ukraine erlaubt es Kyiv, darauf zu hoffen, dass Russland in Zukunft seine aggressiven Ansprüche auf ukrainisches Land, auf die ukrainische Identität und auf das Recht der Ukraine auf eigene Staatlichkeit aufgeben muss.

Und aus dieser Sicht wurde das Jahr 2026, das nach den Plänen der Kremlstrategen zum Jahr der Vereinigung aller russischen Gebiete von Uschhorod bis Wladiwostok werden sollte, zu einem Jahr, in dem Angriffe auf das Territorium der Russischen Föderation selbst begannen. Vor den Augen erstaunter Russen, die davon überzeugt waren, dass Krieg nur dann sinnvoll ist, wenn sie ihn auf fremdem Territorium führen, begannen Ölraffinerien und Einkaufsplattformen zu brennen. Die Russen begannen, bei Luftalarm Schutz zu suchen. Der Krieg zog in russische Häuser ein, um sie in den kommenden schweren und möglicherweise auch schwarzen Jahren der Prüfungen, Krisen und Tragödien für die russische Bevölkerung nicht mehr zu verlassen.

Das war ganz sicher nicht Putins Plan. Und wie ich bereits mehrfach erklärt habe, bestand die eigentliche Analyse der Kriegssituation darin, dass die russischen Strategen begriffen, dass es ohne die Einstellung der europäischen Hilfe für die Ukraine unmöglich sein würde, das wiederherzustellen, wofür dieser Krieg begonnen worden war: die Vereinigung der Gebiete der ehemaligen Sowjetunion zu einem einzigen Staat unter Putins Führung und die Rückkehr Russlands in den Kreis der Weltmächte auf Augenhöhe mit den Vereinigten Staaten von Amerika und der Volksrepublik China. Auch wenn die einzige Ware, die Putin in diesen Kreis mitbringen wird, die Angst vor russischer Aggression und vor der russischen Bereitschaft zum Töten, Vergewaltigen, Plündern und Zerstören sein wird – vor all dem, womit Russland sich während sämtlicher Jahrhunderte seiner schändlichen und sinnlosen Geschichte beschäftigt hat.

Daraus ergeben sich jetzt ziemlich einfache Schlussfolgerungen darüber, was getan werden muss, damit die Europäer aufhören, der Ukraine zu helfen, und der Ukraine endlich ein Ende gesetzt wird: die Europäer mit einem möglichen Krieg einschüchtern und den Angriff ausweiten. Der bekannte russische Politologe Fjodor Lukjanow, der gewöhnlich bei verschiedenen von Russland organisierten internationalen Konferenzen die Gesprächsrunden mit Putin moderiert, betonte kürzlich, dass wir im russisch-ukrainischen Krieg an einem bestimmten Scheideweg angekommen seien, der entweder zu wirklichen Friedensverhandlungen oder zu einer neuen Eskalation größeren Ausmaßes führen müsse.

Was bedeutet eine neue Eskalation größeren Ausmaßes aus der Sicht des Präsidenten der Russischen Föderation und der russischen Generäle? Es bedeutet die Ausweitung des Krieges. Wie ich bereits mehrfach gesagt habe, wird 2027 kein Jahr des Friedens in der Ukraine sein, sondern ein Jahr der Ausweitung des Krieges auf Europa. In europäischen Städten und an militärischen Einrichtungen werden Explosionen und Brände beginnen. Die Europäer werden sich genauso vor russischen Angriffen in Schutzräumen verstecken, wie es heute die Ukrainer vor denselben russischen Angriffen tun oder die Russen vor ukrainischen Angriffen, zu denen dann auch europäische Angriffe auf das souveräne Territorium der Russischen Föderation hinzukommen werden. Raketenangriffe und Gegenangriffe, Drohnen, der Tod von Zivilisten. All das wird 2027 zum Alltag des europäischen Kontinents werden, wenn Europa nicht die weiße Fahne vor dem Sieger aller Zeiten und Völker, Präsident Putin, hisst, wie man in der russischen Hauptstadt hofft.

Und hier wird gleich in mehreren Richtungen daran gearbeitet, diese unrühmliche europäische Kapitulation vorzubereiten. Denn während die Russen die Beseitigung der Ukraine wollen, verlangen sie von Europa die bedingungslose Kapitulation.

  • Der erste Punkt einer solchen Kapitulation ist der Verzicht auf die Unterstützung der Ukraine. Das ist ein sehr wichtiger Punkt. Die Europäer müssen die militärische und finanzielle Hilfe für die Ukraine einstellen und die Ukraine damit vor dem siegreichen russischen Einfluss in die Knie zwingen.
  • Der zweite Punkt ist die Rückgabe einer Einflusssphäre in Mitteleuropa an die Russische Föderation als Siegermacht.

Das wurde in der Erklärung des Außenministeriums der Russischen Föderation gegenüber dem Außenministerium der Vereinigten Staaten von Amerika und den Außenministern der NATO-Mitgliedstaaten am Vorabend des Angriffs auf die Ukraine gesagt. Wie Sie sich erinnern, waren die wichtigsten Punkte dieses dreisten Plans erstens der offizielle Verzicht auf die Aufnahme der Ukraine und anderer ehemaliger Sowjetrepubliken in die NATO. Und zweitens der Rückzug der Bewaffnung auf die Linie von 1997, also aus den Gebieten jener Länder, die nach 1997 Mitglieder der NATO wurden. Der Status quo sollte wiederhergestellt werden. Das betrifft die ehemaligen Länder des Warschauer Paktes, einschließlich Albaniens, das den Warschauer Pakt bereits in den 1960er-Jahren des 20. Jahrhunderts verlassen hatte. Die Staaten, die auf dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawiens entstanden und der NATO beitraten: Serbien, Nordmazedonien, Kroatien, Slowenien und Montenegro, außerdem Schweden und Finnland.

Das heißt, die Russische Föderation beansprucht nicht einfach nur die Wiederherstellung jener Einflusssphäre, die die Sowjetunion nach dem Zweiten Weltkrieg besaß, sondern auch die Ausweitung dieser Einflusssphäre auf Länder, die sich in den 1940er- bis 1960er-Jahren des 20. Jahrhunderts der russischen Expansion widersetzen konnten: die Republiken des ehemaligen Jugoslawiens und Albanien. Und das ist kein Scherz, das ist eine Forderung. Und Schweden und Finnland natürlich ebenfalls. Das ist also der nächste Punkt.

  • Das heißt, erstens verschwindet die Ukraine von der politischen und ethnografischen Weltkarte.
  • Zweitens gewinnt Russland die Kontrolle über Mitteleuropa, Nordeuropa und den Balkan zurück. Das ist der zweite Punkt.
  • Der dritte Punkt: Die Energiezusammenarbeit Russlands mit Europa wird unter Führung der Vereinigten Staaten wiederhergestellt, denen Russland dafür Geld zahlt, dass sie auf den Schutz Europas verzichten.

Auf diese Weise verlieren die Vereinigten Staaten dank der Präsidentschaft Donald Trumps endgültig ihren Rang als Weltmacht und überlassen diesen Ehrentitel Putins Russischer Föderation.

Dabei muss ich Ihnen sagen, dass dies nicht einfach ein Plan ist, den Putin sich 2021 ausgedacht hat. Ungefähr dieselben Forderungen sowohl hinsichtlich der ehemaligen Sowjetrepubliken als auch hinsichtlich der Bewaffnung stellte der Präsident der Russischen Föderation, Boris Jelzin, dem Präsidenten der Vereinigten Staaten, Bill Clinton, bereits 1997 bei ihrem Treffen in Helsinki.

1997, als der erste NATO-Gipfel stattfand, auf dem erstmals die Erweiterung des Bündnisses und die Aufnahme Ungarns, Tschechiens und Polens beschlossen wurde, war ich bei einer recht kleinen Pressekonferenz des russischen Vizepremiers Serow in Madrid anwesend. Dabei betonte der Vertreter der russischen Regierung auf dem NATO-Gipfel deutlich, dass Russland darauf bestehen werde, dass selbst im Falle der Aufnahme neuer Mitglieder in die NATO keinerlei neue Bewaffnung auf deren Territorium stationiert werde. Auch das war für mich eine völlig eindeutige Offenheit hinsichtlich der russischen Position.

Und wie wir sehen, hat sich die russische Position in diesen fast 30 Jahren nicht verändert. Und ich möchte Ihnen versichern, sie wird sich auch in den nächsten 30 Jahren der ständigen Konfrontation auf dem europäischen Kontinent nicht verändern. Denn Russland kann keine andere Waffe vorweisen als die Konfrontation. Es hat keine wirtschaftlichen Erfolge, die sich mit den Erfolgen der europäischen Staaten, der Vereinigten Staaten oder der Volksrepublik China vergleichen ließen. Es kann nur durch territoriale Expansion und Einschüchterung siegen. Und wenn es diese territoriale Expansion und Einschüchterung nicht gibt, wird es auch kein Russland geben.

Deshalb sind wir zu einer endlosen Konfrontation mit Moskau verurteilt. Das war die ewige Geschichte des ukrainischen Volkes vor dem Rat von Perejaslaw und wurde zu seiner ewigen Geschichte, nachdem die Folgen des Rates von Perejaslaw zweimal beseitigt worden waren, 1918 und 1991. Denken Sie daran, dass beide Jahre zu wirklichen Toren in einen Krieg mit den Russen wurden, den nicht wir wollten und nicht wir organisierten, sondern den die Russen zur Wiederherstellung ihres Einflusses in Europa brauchten.

Und das, was wir jetzt vom Präsidenten der Russischen Föderation hören, ist eine eindeutige Bestätigung dieser Thesen, an die ich praktisch das gesamte Jahr 2026 über erinnere. Wenn Anfang 2026 noch alle nur lächeln und sagen konnten: „Sie glauben doch nicht, dass die Russen tatsächlich bereit sein werden, gegen die Europäer Krieg zu führen? Das ist doch die NATO.“ Welche NATO? Das ist ein Zeitfenster, das sich nur einmal in hundert Jahren öffnet. Ein Zeitfenster, das mit Trumps Präsidentschaft zusammenhängt. Deshalb wird der Krieg nicht 2030 stattfinden, sondern vor 2029.

Wenn der Kongress den amerikanischen Präsidenten nicht zwingt, im nationalen Interesse der USA zu handeln, woran ich zweifle, kann Putin sicher sein, dass die Amerikaner auf russische Angriffe gegen Europa in keiner Weise reagieren werden, sofern diese Angriffe natürlich nicht gegen amerikanische Militäreinrichtungen in Europa gerichtet sind. Und das werden sie nicht sein. Die Russen werden wissen, wo und wie sie zuschlagen müssen.

Das ist der Kern der Situation. Und hier kann natürlich jeder fragen: „Und was ist dann mit den Verhandlungen, die angeblich beim Treffen der Präsidenten Zelensky und Stubb sowie Ministerpräsident Støre mit Witkoff in Oslo vereinbart wurden?“

Die Verhandlungen in Oslo sind ein gewöhnliches Wahlgeschenk für Trump. Jeder macht einfach seine eigenen Geschenke. Putin macht seine Geschenke in Form des Versprechens, Verhandlungen und Treffen mit Witkoff abzuhalten, sowie der Genehmigung einer humanitären Operation in Oleschky. Zelensky macht seine Geschenke, indem er nach Oslo reist, um sich mit Witkoff zu treffen. Stubb und Støre machen ihre Geschenke, indem sie nach diesen Verhandlungen selbst Putin anrufen, um zu zeigen, was für ein Friedensstifter Trump ist. Trump braucht das vor einer möglichen vernichtenden Niederlage der Republikaner bei den Zwischenwahlen.

Heute sagte der Berater des Präsidenten der Russischen Föderation, Juri Uschakow, bereits, dass die Durchführung von Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten, Russland und der Ukraine nach dem 4. November, also nach den Zwischenwahlen in den Vereinigten Staaten, von der Lage auf dem Schlachtfeld und von der aktuellen politischen Situation abhängen werde. Das heißt, es wurde klar gesagt, dass der Kreml sich darauf vorbereitet, dieses Treffen abzusagen. Es war auch vorher von niemandem im Kreml geplant worden. Im Kreml war es nicht geplant. Niemand hatte vor, irgendwelche Verhandlungen zu führen. Es ist einfach ein Geschenk vor den Zwischenwahlen.

Und am 5. November 2026, nach dem sogenannten Tag der nationalen Einheit, wird der Kreml die Verhandlungen absagen. Und alles wird zum Status quo zurückkehren, mit nur einer kleinen Besonderheit: der Befreiung der Russischen Föderation, zum Teufel mit ihr, von den Energiesanktionen und der Möglichkeit für Russland, sein Öl und seine Erdölprodukte wieder ganz legal und ohne irgendwelche Probleme und amerikanischen Sanktionen zu verkaufen.

Das heißt, Donald Trump hat das Wahlgeschenk seines russischen Kollegen großzügig bezahlt. Er hat die Sanktionen gegen dessen Energiesektor aufgehoben, damit Russland in den kommenden Jahren möglichst viel Geld für den Krieg gegen die Ukraine hat, und hat die Ukraine durch Drohungen, den Austausch von Geheimdienstinformationen und den Zugang zu Informationen mithilfe des Starlink-Systems einzustellen, gezwungen, die Angriffe auf die Ölraffinerien der Russischen Föderation zu beenden. Dieses System gehört einem der engen ideologischen Verbündeten Trumps und Putins, dem berüchtigten Elon Musk.

Ich hoffe, dass wir nach den Wahlen zum neuen Kongress im Zuge von Untersuchungen noch von Musks tatsächlicher Rolle in dieser Geschichte erfahren werden und herausfinden, inwieweit solche Entscheidungen den Tatbestand des Verrats an den nationalen Interessen der Vereinigten Staaten von Amerika erfüllen. Aber das liegt alles in der Zukunft. Das ist also alles. Dieser gesamte Verhandlungsprozess.

Und auch das müssen wir verstehen, wenn wir über diese Erklärungen Putins sprechen. Dass Putin zu direkten Einschüchterungen der Europäer übergegangen ist, ist einerseits schlecht, weil wir an der Schwelle zu einem neuen großen Krieg stehen. Und für diesen Krieg werden keine Infanteristen nötig sein. Dafür werden Raketen und Drohnen ausreichen.

Und zweitens ist es gut, weil sich herausstellt, dass Putin nur drohen kann. Er braucht die Europäer, damit sie die Sanktionen gegen die Russische Föderation aufheben. Er versteht, und sein Berater Uschakow hat das offen gesagt, dass die Amerikaner allein nicht in der Lage sind, das Sanktionsregime, das seit 2014 gegen die Russische Föderation eingeführt wurde, ernsthaft zu lockern. Im europäischen Arsenal befinden sich noch sehr viele ernsthafte Sanktionen. Und auch die Amerikaner können, offen gesagt, nicht besonders viele aufheben, insbesondere nachdem Trump das Graham-Gesetz unterzeichnet hat, das es grundsätzlich nicht erlaubt, jene Sanktionen aufzuheben, die von früheren Regierungen eingeführt wurden.

Und Putin braucht es, dass die Europäer, eingeschüchtert durch die Möglichkeit eines Krieges, selbst beschließen, die Hilfe für die Ukraine einzustellen und die Sanktionen gegen die Russische Föderation aufzuheben. Sonst wird geschossen. Eine typische russische Taktik.

Aber wir verstehen doch, dass Putin nicht nur das tun wird.

Erstens wird er versuchen, allen ultrarechten und ultralinken Kräften in Europa dabei zu helfen, mit einem prorussischen Programm an die Macht zu kommen. Und wir haben gesehen, was mit der Unterstützung der Russen für die Alternative für Deutschland vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern geschah. Dieses ganze Feuerwerk russischer Sabotageakte, das wir damals beobachteten und das übrigens nach den Landtagswahlen endete, war Putins Wahlkampf zugunsten der AfD-Anhänger. Er zeigte den Bewohnern der ostdeutschen Bundesländer gewissermaßen: „Seht ihr, sie haben vollkommen recht, wenn sie sagen, dass man sich mit dem großen Putin verständigen muss, denn die Alternative zu einer Verständigung mit dem großen Putin ist Krieg.“

Übrigens: Wenn Russland von der Bewaffnung vor 1997 spricht, wird dann nicht der nächste Schritt die Forderung sein, diese Bewaffnung aus den ostdeutschen Bundesländern abzuziehen, die zu Sowjetzeiten die sogenannte Deutsche Demokratische Republik bildeten, die Teil der Organisation des Warschauer Paktes war? Denn Putin, der selbst in Dresden gearbeitet und dort enge persönliche Kontakte zu Offizieren des schrecklichen DDR-Geheimdienstes Stasi geknüpft hat, könnte auch von einer solchen Einflusssphäre träumen, von deutscher Hilflosigkeit. Nord Stream 1 und Nord Stream 2 hätten Schritte auf dem Weg zu dieser Hilflosigkeit sein können, und jetzt könnten auch strategische Forderungen erhoben werden.

Es ist also klar, dass Putin diese ultrarechten und ultralinken Kräfte und die Chaotisierung der Prozesse in Europa auch in Zukunft unterstützen wird. Allein die Präsidentschaftswahlen in Frankreich im nächsten Jahr sind schon einiges wert. Sie verstehen doch, wie sich all das auf die Situation auswirken wird. Obwohl niemand gesagt hat, dass ein Sieg Marine Le Pens, die für ihre früheren engen Kontakte zum Kreml bekannt ist, bei diesen Wahlen zwangsläufig dazu führen würde, dass Frankreich jene Position vertritt, die Le Pen in ihren Wahlkampferklärungen verkündet. Nicht unbedingt. Ganz und gar nicht.

Hier muss man daran erinnern, dass die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, die heute zu den unversöhnlichen Kritikern von Putins Russland gehört und sich deshalb sogar mit Trump zerstritten hat, der sie nicht nur für eine ideologische Verbündete hielt, sondern als eine der wenigen ultrarechten politischen Führungspersönlichkeiten sogar zu seiner eigenen Amtseinführung eingeladen hatte, als Vorsitzende der postfaschistischen Vereinigung Brüder Italiens an die Macht kam. Eine Koalition von Parteien, die für ihre prorussische Politik bekannt waren. Der Vorsitzende der Partei Lega, Vizepremier Salvini, oder der Vorsitzende der Partei Forza Italia, Tajani, der heutige italienische Außenminister und Vorsitzende einer Partei, die von einem engen persönlichen Freund Putins, dem Cavaliere Silvio Berlusconi, gegründet worden war. Berlusconi hatte die Freundschaft mit seinem russischen Kumpel selbst nach Beginn des russisch-ukrainischen Krieges nicht aufgegeben. Aber Berlusconi war der italienische Trump vor Trump. Und trotzdem unterstützt diese Regierung weiterhin die Ukraine und hält an einer klaren antirussischen Position fest.

Putin kann sich also irren, wenn er glaubt, dass ein Mensch, der in einem Land wie Frankreich an die Macht kommt, die nationalen Interessen seines Landes nicht verteidigen wird. Nicht einmal deshalb, weil diese nationalen Interessen dieser Person selbst gefallen. Sondern weil die öffentliche Meinung es verlangt, auf die Präsidenten Rücksicht nehmen müssen, sofern sie natürlich keine Janukowytschs sind. Aber wir alle wissen, wie das Schicksal dieses russischen Agenten und langjährigen Kriminellen endete, der unter dem Schutz seiner russischen Betreuer vor dem ukrainischen Volk bis nach Rostow und an die Rubljowo-Uspenskoje-Chaussee fliehen musste, wo er seine Tage mit Alkoholismus und Dummheiten verbringt, die allerdings schon vorher sein gesamtes unnützes Leben geprägt hatten.

Pläne sind also Pläne, Handlungen sind Handlungen, und die Wirklichkeit kann ganz anders aussehen, als Putin sie sich vorstellt. Hier ist entscheidend, wer sich zuerst erschreckt. Wenn Europa sich tatsächlich von diesen Drohungen Putins einschüchtern lässt, ist das die eine Geschichte. Wenn es fähig bleibt, uns zu helfen und seine Verteidigungsfähigkeit zu stärken, um Russland so kräftig auf die Zähne zu schlagen, dass die Barbaren, die Europa zerstören wollen, nie wieder Zähne haben, ist das eine andere Geschichte. Wir werden sehen. Zumindest spricht Putin seine Pläne klar aus. Ich sage immer: „Hört auf Putin, er ist in der Lage, seine Drohungen wahr zu machen.“

Ich werde einige Fragen beantworten, die während dieser Sendung bereits gestellt wurden.

Frage: Warum glaubt der Westen weiterhin, dass Russland einen konstruktiven Dialog führen kann, wenn seine gesamte Rhetorik aus pseudohistorischem Irrsinn und dem Versuch besteht, allen einseitige Zugeständnisse abzuringen?

Portnikov: Ich glaube nicht, dass der Westen daran glaubt. Die überwiegende Mehrheit der westlichen Staats- und Regierungschefs glaubt nicht daran. Wir können sagen, dass Donald Trump der einzige Mensch ist, der daran glaubt. Aber auch er glaubt nicht daran. Er will einfach Möglichkeiten für eine wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Russland finden, um vor dem Hintergrund des russisch-ukrainischen Krieges ordentlich Kohle zu verdienen. Und deshalb ist er gezwungen, so zu tun, als glaube er an Putins Konstruktivität. Und nebenbei hebt er die Sanktionen gegen die Russische Föderation auf und überlegt, wie er sich die Taschen füllen kann. Es ist also keine Frage des Glaubens, sondern eine Frage des Zynismus. Das sollte man nicht verwechseln.

Frage: Warum stationiert Putin seine Raketen nicht in Belarus oder Pskow? Das sind doch ebenfalls Grenzen zur EU, die er sich so sehr wünscht. Warum ausgerechnet Uschhorod?

Portnikov: Warum hat Stalin das Gebiet Transkarpatien der Ukraine angegliedert und dabei von der historischen Vereinigung des ukrainischen Volkes erzählt? Glauben Sie, dass Stalin so sehr vom ukrainischen Volk träumte, dass er beschloss, der Tschechoslowakei nach dem Zweiten Weltkrieg und der Wiederherstellung ihrer Staatlichkeit einen Teil ihres Territoriums wegzunehmen?

Schließlich begann der Zweite Weltkrieg im Grunde damit, dass der Tschechoslowakei Territorium genommen wurde, dass man ihr einen Teil ihres souveränen Territoriums wegnahm, das Sudetenland. Hitler nahm der Tschechoslowakei also vor dem Zweiten Weltkrieg das Sudetenland weg, und Stalin nahm der Tschechoslowakei nach dem Zweiten Weltkrieg die Karpatenukraine weg. Eine vollkommen identische Handlung, übrigens mit demselben Argument.

Hitler sagte, er brauche das Sudetenland, weil dort Deutsche lebten. Stalin sagte, er brauche die Karpatenukraine, weil dort Ukrainer lebten. Sehen Sie da überhaupt irgendeinen Unterschied? „Und warum leben an diesem Bahnhof keine Ukrainer? Denn das ist überhaupt kein Teil der Karpatenukraine, sondern der Slowakei. Aber wir werden ihn trotzdem nehmen, weil wir den Bahnhof brauchen. Und wir können der Slowakei sogar ein kleines Gebiet der Karpatenukraine überlassen, damit sie uns nicht weiter belästigt. Aber keines, das strategisch so wichtig ist.“ Denken Sie einmal darüber nach.

Natürlich kann man Raketen zweifellos auch in Moskowien und Belarus stationieren. Aber Transkarpatien und überhaupt die westlichen Gebiete der Ukraine haben strategische Bedeutung, weil man vom Gebiet Transkarpatiens aus gleich mehrere europäische Länder einschüchtern kann. Man kann gleichzeitig Operationen gegen Europa durchführen, gegen die Slowakei, im Grunde auch gegen Tschechien, Rumänien, Polen und Ungarn. Und übrigens marschierten genau von dort 1956 die Truppen nach Budapest und 1968 nach Prag. Sie kamen doch nicht aus Belarus und nicht aus Pskow, oder?

Von Pskow braucht man überhaupt nicht zu sprechen, weil Pskow an Länder grenzt, die ohnehin Teil Russlands werden sollen, an die baltischen Staaten. Das ist uninteressant. Belarus? Nun ja, aber das betrifft wiederum ausschließlich Lettland, Polen und Litauen. Das ist der Norden.

Russland aber braucht die Kontrolle über das Zentrum Europas, eine strategische Kontrolle, damit man dort Angst hat. Deshalb Uschhorod, deshalb Transkarpatien, deshalb Stalins Entscheidung. Man kann sagen, dass sich in unserer Zeit die Prioritäten natürlich bereits verändert haben, aber inwieweit aus militärtechnischer Sicht?

Ich spreche noch gar nicht davon, dass dies große Möglichkeiten für den Weiterflug von Strahldrohnen und Raketen über die Gebiete dieser Länder eröffnet. Da kann kein Belarus mehr wirklich mithalten. Allenfalls das Gebiet Kaliningrad der Russischen Föderation, aber das ist eine kleine Exklave, die man von allen Seiten einkreisen und bombardieren kann. Unterschätzen Sie also das ukrainische Territorium in dieser Hinsicht nicht.

Frage: Haben die europäischen Staats- und Regierungschefs – ich meine nicht die Vertreter der extremen Rechten und Linken – inzwischen wirklich alle begriffen, dass man Putin die Zähne ausschlagen muss, statt sich von seinen Drohungen und Ultimaten einschüchtern zu lassen?

Portnikov: Nun, ich glaube nicht, dass sie es vollständig begriffen haben, aber es gibt immer mehr solcher europäischen Führungspersönlichkeiten. Und es ist offensichtlich, dass jene europäischen Staats- und Regierungschefs, die das bereits zu verstehen beginnen, tatsächlich auch, ich würde sagen, technische Anstrengungen unternehmen, um die Verteidigungsfähigkeit ihrer Länder zu stärken. Aber mir scheint, dass das Bewusstsein für die Gefahr in den europäischen Gesellschaften selbst fehlt. Und das sind demokratische Länder. Wenn es in der Gesellschaft kein Bewusstsein für die Gefahr gibt, dann fehlt dieses Bewusstsein auch bei den Politikern, die sich an dieser Gesellschaft orientieren.

Frage: Will Putin denn keinen Einfluss auf Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien haben? In Mitteleuropa sind die Staaten klein. Will er das etwa, hat aber Angst?

Portnikov: Natürlich will Putin Einfluss auf ganz Europa haben. Aber der Einfluss auf Mitteleuropa schafft völlig andere Beziehungen zu Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien. Erinnern Sie sich an die Zeit des Kalten Krieges, als gerade die führenden Politiker Frankreichs und Deutschlands die wichtigsten Befürworter der sogenannten Ostpolitik der Verständigung mit der Sowjetunion waren. Als die Ostpolitik gerade vom deutschen Bundeskanzler Willy Brandt entwickelt und von seinem Nachfolger Helmut Schmidt fortgesetzt wurde. Und Brandt erhielt übrigens für diese Politik den Friedensnobelpreis.

Als die französischen Präsidenten, vor allem Charles de Gaulle und Valéry Giscard d’Estaing, die wichtigsten Befürworter einer Verständigung mit Moskau waren. Wir sprechen viel über den Boykott der Olympischen Spiele 1980 in Moskau nach dem sowjetischen Einmarsch in Afghanistan. Aber wir müssen daran denken, dass Länder wie Frankreich diesen Boykott nicht unterstützten. Sie reisten zu den Olympischen Spielen nach Moskau.

Es waren die Amerikaner und die Westdeutschen, die als wichtigste Verbündete der Amerikaner in Europa erscheinen wollten, die dem Boykott zustimmten. Die Franzosen aber nicht, die anderen Europäer ebenfalls nicht. Die Briten nicht. Premierministerin Margaret Thatcher gelang es nicht einmal, Einfluss auf ihr eigenes Olympisches Komitee zu nehmen. Daran muss man sich erinnern.

Frage: Können wir hoffen, dass Europa Russland 2027 doch Widerstand leisten wird, wie Sie es prognostizieren?

Portnikov: Darauf hoffe ich, ich prognostiziere es nicht.

Frage: Werden dann nicht verschiedene Ultrarechte und Ultralinke auftauchen und dazu aufrufen, Russland zu verstehen?

Portnikov: Zweifellos wird es mit der weiteren Entwicklung der Situation sehr viele Aufrufe geben, Russland zu verstehen. Aber wir müssen uns doch an unsere eigenen Erfahrungen erinnern, an das, was bei uns nach 2014 geschah, und daran, wofür wir 2019 gestimmt haben. Was wollen Sie den Europäern vorwerfen? Die Europäer halten sich mental im Vergleich zu den Ukrainern noch sehr gut. Ich meine nicht die Zeit nach 2022, sondern den Zeitraum von 2014 bis 2022.

Frage: Welche Perspektiven sehen Sie für die Entwicklung des Krieges im Nahen Osten nach den Wahlen in Israel?

Portnikov: Nun, warten wir ab, wie sich die politische Situation in Israel nach diesen Wahlen entwickeln wird. Das ist ein sehr langes Gespräch. Dafür müsste man eine eigene Sendung machen. Vielleicht werde ich das auch tun. Mit israelischen Experten sprechen.

Heute sehen wir im politischen Leben Israel eine völlige Sackgasse. Und zwar eine beispiellose Sackgasse, die damit zusammenhängt, dass zum ersten Mal in der Geschichte Israels die arabischen Parteien eine so große Zahl von Mandaten erhalten haben. Die Parteien der arabischen Bevölkerung Israels. Zum ersten Mal gab es bei den Parlamentswahlen in Israel eine so hohe Beteiligung arabischer Wähler.

Und das Problem besteht nicht einmal darin, dass die beiden wichtigsten Blöcke, der vom amtierenden Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu geführte Block und der von seinem wichtigsten Gegner Gadi Eisenkot geführte Block, nicht genügend Stimmen erhalten haben, um eine Regierung zu bilden, sondern darin, dass sich diese entscheidende Machtposition in den Händen arabischer Politiker befindet, mit denen die jüdischen Parteien weder im einen noch im anderen Block eine Regierung bilden wollen.

Es gibt nur einen einzigen politischen Führer in Israel, den Vorsitzenden des Parteienblocks der Demokraten, Jair Golan, der nichts gegen die Bildung einer Regierung einzuwenden hat, die von arabischen politischen Parteien unterstützt wird. Und das ist alles, in der gesamten Knesset.

Andererseits ist derzeit auch keine wirkliche Möglichkeit einer Neuordnung der Blöcke abzusehen. Also dass irgendwelche Oppositionsparteien die Regierungskoalition unterstützen würden oder umgekehrt Parteien aus der Regierungskoalition zum Oppositionsblock überwechseln würden. Denn auch für einen solchen Wechsel fehlen die Stimmen. Und wir wissen nicht, wie der Ausweg aus dieser Sackgasse aussehen wird und ob es überhaupt einen geben wird, ob Israel nicht zu Neuwahlen übergehen wird. Denn es gab bereits eine Situation, in der in Israel eine ganze Reihe solcher Wahlen stattfand. Eine sehr lange Geschichte, die zu keinem Ergebnis führte. Letztlich hat nur die letzte Regierung Benjamin Netanjahus die gesamte Amtszeit durchgehalten.

Und hier stellt sich immer die Frage: Wenn Netanjahu geschäftsführender Ministerpräsident bleibt und entweder auf die Bildung einer neuen Koalition oder auf Neuwahlen wartet, inwieweit wird er dann zu irgendwelchen entschlossenen Maßnahmen bereit sein? Und noch ein wichtiger Punkt: Eine Regierung kann möglicherweise nicht gebildet werden, aber die jüdischen Oppositionsparteien können gemeinsam mit den arabischen Parteien eine neue Führung der Knesset und neue Ausschüsse in der Knesset bilden, die dann gerade die Beteiligung Netanjahus und anderer hoher Regierungsbeamter an den Ereignissen vom 7. Oktober und an anderen aufsehenerregenden Ereignissen der politischen Geschichte Israels untersuchen werden.

Und Netanjahu wird währenddessen Ministerpräsident sein, aber es werden immer neue sensationelle Einzelheiten ans Licht kommen. Er wird gezwungen sein, vor diesen Ausschüssen der Knesset auszusagen. Das heißt, es wird dasselbe sein, was in den Vereinigten Staaten nach einem Sieg der Demokraten bei den Kongresswahlen geschehen könnte, zumindest im Repräsentantenhaus.

Wenn ich also all das berücksichtige, was ich Ihnen gerade sage, kann ich nicht vorhersagen, wie sich die militärische Situation entwickeln wird. Aber ich denke, dass es Länder wie beispielsweise den Iran gibt, die an einer Eskalation interessiert sind. Man muss doch verstehen, dass das nicht nur eine Frage Israels ist. Der Iran ist daran interessiert, Trump politisch zu begraben und Netanjahu politisch zu begraben.

Ich denke, sie haben ihre eigenen Pläne. Ich denke, dass der russische Außenminister Lawrow diese Pläne mit seinen iranischen Gesprächspartnern in Teheran besprochen hat und dass der iranische Präsident Peseschkian diese Pläne kürzlich mit Präsident Putin besprochen hat. Wir können also mit einer weiteren Entwicklung der Ereignisse rechnen.

Frage: Mehrmals war von einem möglichen Bürgerkrieg in den Vereinigten Staaten die Rede. Wie könnte Ihrer Meinung nach die Kräfteverteilung zwischen den Bundesstaaten aussehen?

Portnikov: Hören Sie, ich glaube überhaupt nicht, dass es einen solchen Bürgerkrieg geben wird wie beim letzten Mal. Es kann eine institutionelle Konfrontation geben, es kann eine innere Konfrontation in den Vereinigten Staaten geben, aber keineswegs so, dass die Armee eines Bundesstaates gegen die Armee eines anderen Bundesstaates kämpft. So sieht das heute überhaupt nicht aus. Heute gibt es tatsächlich blaue und rote Bundesstaaten, aber auch in den blauen Bundesstaaten gibt es sehr viele rote Wähler und umgekehrt.

Und damit ein solches Ereignis eintritt, müsste Donald Trump die Ergebnisse der Kongresswahlen tatsächlich nicht anerkennen. Ich weiß nicht, inwieweit das heute realistisch und wahrscheinlich ist. Warten wir also die Wahlen im November ab. Es bleibt nur noch sehr wenig Zeit. Praktisch treten wir jetzt in die entscheidende Phase, in die entscheidende Periode dieser Turbulenzen ein. Deshalb sollten wir das irgendwie realistisch betrachten und den Gurt noch fester anschnallen, denn in dieser letzten Woche wird es sehr, sehr heftige Erschütterungen geben. Auch das muss man verstehen.

Und danach werden wir darüber sprechen, ob es eine neue politische Epoche geben wird und wie sie aussehen wird. Auch das wird sich ziemlich stark auf die weitere Entwicklung der Ereignisse im russisch-ukrainischen Krieg auswirken.


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Art der Quelle: Artikel
Titel des Originals: Нові погрози Путіна: Європа під ударом | Віталій Портников. 29.10.2026.
Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung: 29.10.2026.
Originalsprache: uk
Plattform / Quelle: YouTube
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Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach,
veröffentlicht auf

uebersetzungenzuukraine.data.blog
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