Der Abgeordnete der Staatsduma der Russischen Föderation und Vorsitzende der faschistischen Partei Rodina, Alexej Schurawljow, hat den Kreml dazu aufgerufen, im Krieg gegen die Ukraine taktische Atomwaffen einzusetzen.
Der russische Abgeordnete betonte, der Einsatz solcher Waffen sei eine Pflicht der Russischen Föderation, und führte als positives Beispiel die japanisch-amerikanischen Beziehungen an: Japan sei nach den Atombombenabwürfen zu einem treuen Verbündeten der Vereinigten Staaten geworden. Den Ukrainern warf Schurawljow dagegen vor, undankbar für all das zu sein, was die Russen während der Existenz der unheilvollen Sowjetunion für sie getan hätten.
Wie wir also sehen, werden die Einschüchterung der ukrainischen Zivilbevölkerung und die Drohung mit Atomschlägen zu einem wichtigen Bestandteil des russischen Wahlkampfs. Ich möchte Sie daran erinnern, dass diese Leute gerade Wahlen haben und mit ihren menschenverachtenden, kannibalistischen Äußerungen versuchen, nicht nur die Aufmerksamkeit ihrer Kuratoren im Kreml, sondern auch die potenzieller Wähler auf sich zu ziehen.
Gestern rief der Abgeordnete der Staatsduma der Russischen Föderation und sogar Vizepräsident der Staatsduma von der Partei Einiges Russland, Pjotr Tolstoi, zu Angriffen auf die Zivilbevölkerung auf, um die Ukrainer einzuschüchtern und sie zur Kapitulation vor Russland zu zwingen. Er betonte, auf dem Territorium der Ukraine gebe es keine Unschuldigen mehr. Angriffe der russischen Armee auf Zivilisten und Wohnviertel seien somit aus der Sicht der Fortsetzung des Krieges völlig richtige Maßnahmen.
Nun aber spricht der Abgeordnete einer anderen russischen politischen Partei, Schurawljow, der in der Staatsduma Gerechtes Russland vertritt, davon, dass taktische Atomwaffen eingesetzt werden müssten und dass auch dies ein logischer Schritt zur Fortsetzung des Krieges sein müsse.
Und hier stellt sich eine durchaus naheliegende Frage: Was geschieht eigentlich mit der russischen Gesellschaft, wenn Kandidaten für die Staatsduma der Russischen Föderation hoffen, ihren Wählern zu gefallen, indem sie menschenverachtende, kannibalistische Parolen verkünden, zum Einsatz von Atomwaffen aufrufen und vorschlagen, die Zivilbevölkerung von Kyiv und anderen ukrainischen Städten anzugreifen – und wenn all das beim Wähler gut ankommen soll?
Was ist also mit diesem Wähler los und was übrigens mit den russischen Oppositionellen? Ich möchte daran erinnern, dass einige von ihnen die absurde Parole von Julia Nawalnaja unterstützt haben, für jeden beliebigen Kandidaten zu stimmen, solange er kein Vertreter von Einiges Russland ist. Was bedeutet das also? Dass man, wenn man oppositionell eingestellt ist, in Russland nun für einen solchen Kannibalen wie Schurawljow stimmen soll, der vorschlägt, die Ukrainer mit taktischen Atomwaffen anzugreifen?
Aber das ist wohl eher eine rhetorische Frage. Wir haben uns bereits davon überzeugen können, dass viele Vertreter der russischen Opposition im Ausland die Realität, in der sich ihr eigener Staat befindet, schlicht nicht begreifen. Vielleicht wollen sie auf diese Weise aber auch potenziellen Wählern gefallen, indem sie Kandidaten unterstützen, die zwar formal nicht die Partei der Macht vertreten, im Grunde aber in den Medien all die schrecklichen Narrative Putins wiederholen.
Natürlich verstehen wir sehr gut, dass all diese kannibalistischen Äußerungen, die sowohl Putin als auch der Präsidialverwaltung der Russischen Föderation gefallen sollen, zugleich eine Demonstration der Verzweiflung sind. Russlands Krieg gegen die Ukraine dauert seit viereinhalb Jahren an. Inzwischen ist er auch auf das Territorium der Russischen Föderation gekommen und verursacht ernsthafte Probleme für das Funktionieren der Wirtschaft des feindlichen Staates und für das Leben jedes einzelnen Bürgers, der bei den Wahlen zur Staatsduma für die nächsten vom Kreml aufgestellten Gauner stimmen wird.
Und die Menschen, die die russische Staatsmacht vertreten, bieten ihrer Gesellschaft keinen Frieden an. Statt ehrlich zu sagen, dass der Angriff der Russischen Föderation auf die Ukraine 2014 und später 2022 ein nationales Verbrechen, eine Schande für die Russische Föderation und eine Schande für jeden ihrer Bürger war, der sich seiner Verantwortung für das Handeln des eigenen Staates bewusst ist, schlägt ein solcher Pseudopolitiker vor, den Krieg fortzusetzen, die Eskalation zu verschärfen und die Zivilbevölkerung niederzumachen.
Für die Ukrainer sollte dies ebenfalls ein ziemlich wichtiges Signal sein, vielleicht sogar ein noch bedeutenderes als für die Bürger der Russischen Föderation. Denn wir sehen, mit wem wir es tatsächlich zu tun haben, wenn wir Vorschläge hören, sich mit Putin oder mit der russischen Führung als solcher zu verständigen, wenn wir zu glauben beginnen, dass wir einfach nicht genügend diplomatische Anstrengungen unternehmen, um den Russen das anzubieten, was sie brauchen, damit sie uns endlich in Ruhe lassen.
Nach solchen Äußerungen von Schurawljow und Tolstoi müssen wir begreifen, dass sie sich mit niemandem verständigen wollen, sondern nur töten wollen, dass sie zu jedem Verbrechen bereit sind, nur um ihre vermeintliche Größe unter Beweis zu stellen. Dass sie sich nicht selbst als Verbrecher, Mörder, Vergewaltiger und Menschenfresser betrachten, sondern die Ukrainer für undankbar halten – undankbar für all das, was sie Ukraine angetan haben und was sie mithilfe von Atomwaffen noch zu tun versuchen werden.
Diese unglaubliche Schande und diese unglaubliche Katastrophe des russischen politischen und gesellschaftlichen Denkens müssen uns noch einmal daran erinnern, dass die Ukraine, um zu überleben und ihre Bürger zu schützen, diesen schwarzen Ansturm zurückschlagen und diesen schrecklichen Menschen die Möglichkeit nehmen muss, ihre Absichten in die Tat umzusetzen: mithilfe der ukrainischen Armee, die diese Menschenfresser aufhält, mithilfe der internationalen Gemeinschaft, die ihren Druck auf Russland bis hin zur endgültigen Zerstörung der Möglichkeiten der russischen Wirtschaft verstärken muss, und mithilfe unseres eigenen gesunden Menschenverstands, der nach solchen Äußerungen erneut aktiviert werden muss.
Wir müssen uns noch einmal darüber klar werden, dass man mit einem Wahnsinnigen nicht verhandeln kann, damit er einen nicht umbringt, und dass dies für ihn das grundlegende Handlungsmuster und die Grundlage seiner Vorstellung davon ist, wie man sich in diesem Leben verhalten sollte. Und wie wir sehen, gibt es keine rote Linie, die die Russen in ihrem Kampf für die Wiederherstellung ihres eigenen Pseudoimperiums und für die Zerstörung der ukrainischen Staatlichkeit und der ukrainischen Identität nicht zu überschreiten bereit wären.
Die Aufrufe des Vorsitzenden einer faschistischen Partei, der weiterhin in der Staatsduma sitzt und natürlich hofft, auf Beschluss des Kremls wieder dorthin gewählt zu werden, sind ein weiterer offensichtlicher Beleg für diese Haltung des heutigen Russlands gegenüber der Ukraine, der zivilisierten Welt und dem menschlichen Leben selbst.
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Titel des Originals: Істерика маніяків: у Росії знову погрожують «ядеркою»| Віталій Портников. 30.08.2026.
Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung: 30.08.2026.
Originalsprache: uk
Plattform / Quelle: YouTube
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Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach,
veröffentlicht auf
uebersetzungenzuukraine.data.blog.