Der Präsident der Ukraine, Volodymyr Zelensky, betonte, dass der Präsident der Vereinigten Staaten Donald Trump und Vertreter seiner Administration nur einen einzigen Weg sehen, um den russisch-ukrainischen Krieg zu beenden – nämlich den Abzug der Truppen aus jenem Teil des Gebiets der Region Donezk, der von der legitimen ukrainischen Regierung kontrolliert wird.
Volodymyr Zelensky unterstrich in seinem Interview mit der Ausgabe Axios, dass er glaubt, Donald Trump wünsche aufrichtig ein Ende des russisch-ukrainischen Krieges, doch bereite ihm die Tatsache Sorge, dass Trump und Vertreter seiner Administration nur eine einzige Möglichkeit für ein solches Ende sehen. Zelensky betonte, dass er nach dem Ende des Krieges mit dem Iran befürchte, die amerikanische Administration werde den Druck auf die Ukraine wieder aufnehmen, um sie zu Zugeständnissen an Russland zu bewegen, und stellte die Frage, warum die Ukraine ihre Truppen von ihrem eigenen Territorium abziehen solle.
Zelensky spricht nicht zum ersten Mal davon, dass auf die Ukraine Druck ausgeübt wird, um sie zum Verzicht auf einen Teil des Gebiets der Region Donezk zu bewegen. Seine früheren Äußerungen haben bereits eine scharfe Reaktion des US-Außenministers Marco Rubio ausgelöst, der betonte, Zelensky lüge und in Wirklichkeit müsse gerade die Ukraine selbst entscheiden, wie sie auf die Bedingungen der Russischen Föderation reagiere. Die Vereinigten Staaten, so Rubio, würden der ukrainischen Seite lediglich die Bedingungen mitteilen, die die russische Delegation stellt, um dem russisch-ukrainischen Krieg ein Ende zu setzen.
Der russische Präsident Wladimir Putin und andere russische Offizielle verbergen bekanntlich nicht, dass jegliche Gespräche über ein Ende des Krieges in der Ukraine nur dann fortgesetzt werden können, wenn die Ukraine ihre Truppen aus dem Gebiet des Donezker Gebiets abzieht. Bei einem jüngsten Treffen mit russischen Unternehmern, bei dem Putin von ihnen Geld für die Fortsetzung des Krieges verlangte, machte er seinen Gesprächspartnern deutlich, dass der Krieg zumindest bis zur Einnahme des gesamten Donezker Gebiets durch russische Truppen fortgesetzt wird.
Und hier kann man Putin verstehen. Wenn er in Zukunft die Einnahme der gesamten Ukraine plant, kann die Eroberung des Gebiets der Region Donezk mit befestigten Städten der russischen Armee neue Möglichkeiten geben, benachbarte Regionen zu besetzen und ihre Offensive bis zur Liquidierung des Nachbarstaates fortzusetzen.
Tatsächlich stellt sich die Frage, warum die Ukraine solchen Bedingungen zustimmen sollte und warum man in der Administration Trump es für notwendig hält, Druck auf Kyiv auszuüben, um es zur Annahme dieser Vorschläge der Russischen Föderation zu zwingen. Es stellt sich auch die Frage, warum der Präsident der Ukraine in den letzten Wochen die Diskussion in die Öffentlichkeit verlagert hat und sich bereits deutlich weniger optimistisch über die Ergebnisse der ukrainisch-amerikanischen Konsultationen äußert.
So betonte Zelensky im Zusammenhang mit dem letzten Treffen von Vertretern der Ukraine mit der amerikanischen Delegation in den Vereinigten Staaten, dass es keinerlei Ergebnisse gebracht habe – was sich von seinen in der Regel optimistischen Einschätzungen der Verhandlungen zwischen der ukrainischen und der amerikanischen Delegation unterscheidet, die wir früher gehört haben. Obwohl es auch zuvor keine ernsthaften Ergebnisse bei den Konsultationen der Vertreter der Ukraine mit Steve Witkoff und Jared Kushner gegeben hatte.
Offenbar sehen Zelensky wie auch andere Politiker in der Welt eine ernsthafte Schwächung der Position Donald Trumps, der trotz all seiner optimistischen Erklärungen nicht weiß, wie er aus dem für die Weltwirtschaft zerstörerischen Krieg mit dem Iran herauskommen soll. Im Weißen Haus werden widersprüchliche Erklärungen abgegeben. Und natürlich hört kaum noch jemand auf den Inhalt dieser Aussagen.
Allerdings ist für viele offensichtlich, dass die Fortsetzung des Krieges mit dem Iran Trump wesentlich anfälliger für äußeren Druck machen wird als zu dem Zeitpunkt, bevor sich der amerikanische Präsident bei den Zeitplänen und den Folgen des Krieges verkalkulierte, den die Vereinigten Staaten und Israel gegen das Regime der Ajatollahs begonnen haben.
Auch unlogisch – und darauf weist Zelensky in seinem Interview mit Axios hin – ist die offensichtliche Weigerung von Präsident Trump und Vertretern seiner Administration, die Beteiligung Russlands an diesem Krieg auf Seiten des Iran zur Kenntnis zu nehmen. Zelensky unterstrich erneut, dass Russland dem Iran in diesem Krieg hilft, und sprach sogar konkret über die Parameter dieser Hilfe.
Doch wie bekannt ist, hat der Präsident der Vereinigten Staaten wiederholt jede Erinnerung daran zurückgewiesen, dass Russland dem Iran Aufklärungsinformationen liefert und möglicherweise sogar den iranischen Regime mit Waffen unterstützt, die ihrerseits amerikanische Militäranlagen in den Ländern des Persischen Golfs zerstören.
Akls Außenminister der G7-Länder dieselbe Situation dem US-Außenminister Marco Rubio schilderten, antwortete der Leiter der amerikanischen Außenpolitik ihnen, dass Russland nichts tue, was die amerikanische Operation gegen den Iran ernsthaft behindern könnte.
Ganz abgesehen davon, dass dies nicht der Realität entspricht, kann die Tatsache, dass Rubio die russische Beteiligung am Krieg einräumte, zugleich aber zu verstehen gab, dass diese Beteiligung die Administration des Präsidenten der Vereinigten Staaten nicht beunruhigt, zahlreiche Fragen zum tatsächlichen Niveau der Kontakte und des gegenseitigen Verständnisses zwischen dem Präsidenten der Vereinigten Staaten und der Russischen Föderation aufwerfen. Denn man muss einen ernsthaften Grund haben, um hartnäckig nicht sehen zu wollen, was ein anderes Land gegen deine eigene Armee unternimmt, und gleichzeitig die Sanktionen gegen dieses Land zu lockern und ihm damit zusätzliche wirtschaftliche Möglichkeiten zu verschaffen, jenen zu unterstützen, der deine militärischen Objekte zerstören und die Entwicklung der Weltwirtschaft zum Stillstand bringen will, wie es der Iran derzeit mit der Blockade der Straße von Hormus tut.
So könnten all diese Umstände es Volodymyr Zelensky heute ermöglichen, viel offener über seine Eindrücke von den diplomatischen Bemühungen der Vereinigten Staaten zu sprechen, als dies in den vergangenen Monaten der Fall war.
Und wie ich bereits mehrfach gesagt habe, müssen wir alle eine einfache Tatsache verstehen: Die diplomatischen Bemühungen Donald Trumps seit dem Moment, als diese Person im Oval Office erschien, bringen das Ende des russisch-ukrainischen Krieges nicht näher, sondern entfernen es. Denn Trumps Diplomatie und seine aufrichtige Bewunderung für Putin überzeugen den russischen Präsidenten nur von der Möglichkeit und sogar der Notwendigkeit, diesen Krieg fortzusetzen.
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Art der Quelle: Artikel
Titel des Originals: Зеленський звинувачує Трампа | Віталій Портников. 31.03.2026.
Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung / Entstehung: 31.03.2026.
Originalsprache: uk
Plattform / Quelle: YouTube
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Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach,
veröffentlicht auf
uebersetzungenzuukraine.data.blog.