Der Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, sprach über mögliche Sanktionen gegen Länder, die weiterhin Geschäfte mit der Russischen Föderation machen.
Solche Sanktionen – Trump erinnert an einen Gesetzentwurf, der von den Republikanern eingebracht und entsprechend vom amerikanischen Kongress verabschiedet werden könnte – könnten jedes Land betreffen, das weiterhin Geschäfte mit der Russischen Föderation macht.
Donald Trump erwähnt dabei insbesondere Iran, das auch ohne zusätzliche Maßnahmen erheblichem Sanktionsdruck sowohl der Vereinigten Staaten als auch anderer westlicher Staaten ausgesetzt ist. Doch offensichtlich gibt es außer Iran noch eine ganze Reihe von Staaten des Globalen Südens, die weiterhin eine fruchtbare wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der Russischen Föderation pflegen und damit Möglichkeiten zur Fortsetzung des russisch-ukrainischen Krieges schaffen.
Schon die Androhung von Sanktionen gegen Rosneft und Lukoil hat eine ganze Reihe von Erdöl verarbeitenden Unternehmen in Ländern wie Indien, der Türkei und sogar der Volksrepublik China dazu veranlasst, auf neue Käufe von russischem Öl zu verzichten, was natürlich ernste Probleme für die Erdölindustrie der Russischen Föderation schaffen und die Einnahmen des russischen Haushaltes infrage stellen kann.
Und wenn deutlich wird, dass die Sanktionsbeschränkungen auch auf andere mit der Russischen Föderation verbundene Geschäftsbereiche ausgeweitet werden können, dann werden auch andere Länder des Globalen Südens – insbesondere um sowohl Sanktionen als auch hohe US-Zölle zu vermeiden – gezwungen sein, ihren Handel mit der Russischen Föderation einzustellen und damit diesen verbrecherischen Staat vor die Notwendigkeit zu stellen, zwischen der Fortsetzung des Krieges und dem Überleben zu wählen.
Es musste bereits mehrfach erklärt werden, dass westliche Sanktionen gegen die Russische Föderation in Wirklichkeit wesentlich wirksamer wären, wenn dieselben Sanktionen – das heißt dieselben Werte – auch von den Staaten des sogenannten Globalen Südens eingehalten würden. Wenn das Bewusstsein vorhanden wäre, dass die Verletzung internationalen Rechts und die Tötung unschuldiger Menschen zu einer Verringerung des Handels mit dem verbrecherischen Staat und zur Schaffung der Voraussetzungen für dessen wirtschaftlichen Niedergang führen müssen, hätte die Russische Föderation unter Führung Putins den Krieg gegen die Ukraine längst beendet und würde sich auf jegliche Bedingungen der zivilisierten Welt einlassen – bis hin zur Veränderung ihres tschekistischen Regimes.
Denn die Verwandlung eines aggressiven Staates in ein wirtschaftliches Protektorat des Westens ist der beste Weg, ihm jene Bedingungen zu diktieren, unter denen er in den kommenden Jahrzehnten existieren wird. Und genau auf die Verwandlung Russlands in ein solches Protektorat müssen die Anstrengungen gerichtet sein, um die aggressiven Ambitionen der russischen politischen Führung und des russischen Volkes zu begrenzen.
Damit die Russen sich damit abfinden, dass die Bedingungen der zivilisierten Welt richtig sind, muss man ihnen nicht erklären, worin sich Gut und Böse unterscheiden – denn die Bürger der Russischen Föderation werden niemals mit der biblischen Auslegung einverstanden sein. Man muss die Bewohner des verbrecherischen Staates – wie ich bereits sagte – vor die Wahl zwischen Krieg und Überleben stellen und später vor die Wahl zwischen der Bereitschaft, dem Bösen und einer menschenfeindlichen Politik zu dienen, und der Bereitschaft, nach Regeln in der zivilisierten Welt zu leben.
In dieser Situation sind Sanktionen gegen jene Länder, die weiterhin Geschäfte mit Russland machen, also ein absolut richtiger und rationaler Weg aus dem Krieg.
Natürlich wird dies das russische politische Führungspersonal nicht sofort dazu bringen, auch nur darüber nachzudenken, Gespräche über wenigstens eine Feuerpause an der russisch-ukrainischen Front aufzunehmen. Doch es wird Voraussetzungen dafür schaffen, dass der Präsident der Russischen Föderation, die russische politische Führung und die russische Militärführung verstehen, dass es ihnen nicht gelingen wird, die Ukraine zu erobern und dass es ihnen nicht gelingen wird, zur von den Tschekisten erträumten Existenzweise des russischen Staatswesens und Einflussbereichs in den Grenzen der Sowjetunion von 1991 zurückzukehren.
Wenn wir also der Meinung sind, dass der erste Schritt zum Druck auf Putin neue Ölsanktionen sein werden und eine genaue Überwachung, wie diese Sanktionen von den Ländern des Globalen Südens umgesetzt werden, und wenn später auch Sanktionen gegen eben diese Länder beginnen, damit sie den Handel mit der Russischen Föderation einstellen – dann sind dies zwei einfachste Wege, um den russischen Haushalt, die soziale Stabilität Russlands, die Position der russischen Regierung und ihre Möglichkeiten zur Fortsetzung des Angriffskriegs zu zerstören. Und genau dies ist es, was theoretisch den Präsidenten der Russischen Föderation dazu bringen sollte, in den kommenden Jahren an den Verhandlungstisch zu kommen.
Das gilt jedoch selbstverständlich nur unter der Voraussetzung, dass erstens der Westen Entschlossenheit bei seinem Druck auf die Russische Föderation zeigt und bereit ist, den russischen Öl- und Ölverarbeitungssektor zu zerstören – auch mithilfe ukrainischer Fernschläge auf Öl- und Raffinerieanlagen der terroristischen Föderation.
Zweitens, dass sorgfältig überwacht wird, wie die Sanktionen umgesetzt werden, und dass Erdölverarbeitungsbetriebe in Ländern des Globalen Südens vor die Drohung ihrer Schließung gestellt werden, falls sie weiterhin Öl von der Russischen Föderation kaufen.
Drittens, dass tatsächlich wirksame Sanktionen gegen jene Länder eingeführt werden, die weiterhin Geschäfte mit der Russischen Föderation machen, ohne irgendwelche ernsthaften Ausnahmen. Einschränkungen sind nur für den Zeitraum möglich, der notwendig ist, um sich von russischen Produkten auf Produkte anderer Länder umzustellen – wie dies derzeit etwa in Bulgariens Ölindustrie und auch bei den Raffinerien Ungarns geschieht.
Viertens, dass man erkennt, dass es keinerlei Kompromisse mit der russischen politischen Führung geben kann. Die einzig realistische Position muss die sein, die auf den Abbau des russischen politischen Regimes abzielt und darauf, die Unfähigkeit der Führungsriege dieses Regimes zu demonstrieren, eigene Entscheidungen zu treffen, wenn diese dem internationalen Recht und dem Verhalten in der zivilisierten Welt widersprechen. Das heißt: die Regeln eines Protektorats. Sollen sie doch Trump-Hähnchenschenkel kaufen, die ihnen dann die Bush-Hähnchenschenkel ersetzen.
Und fünftens die Erkenntnis, dass die Vermögenswerte der Russischen Föderation, die heute im Westen eingefroren sind, das Geld sein müssen, das für den Wiederaufbau der ukrainischen Infrastruktur und für die Unterstützung der Ukraine im Krieg verwendet wird – und dass die Bürger der Russischen Föderation als Teilnehmer an dem Angriffskrieg ihres verbrecherischen Staates gegen die Ukraine dieses Geld niemals sehen werden, selbst wenn man sich vorstellt, dass sie dem Ende des Krieges und dem Abbau des verbrecherischen tschekistischen Regimes zustimmen würden, das in ihrem chauvinistischen Namen handelt.
Nur all diese Bestandteile zusammen können es ermöglichen, davon zu sprechen, dass wir in den kommenden Jahren mit Gesprächen über ein Ende des russisch-ukrainischen Krieges beginnen können. Und je schneller, natürlich, desto besser – sowohl für uns als auch für den Westen, der vor der Gefahr einer Ausweitung dieses Krieges und eines großen Konflikts mit Russland steht, bei dem solche Staaten bereit wären, Atomwaffen einzusetzen.
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Art der Quelle: Artikel
Titel des Originals: Трамп хоче санкції проти друзів Росії | Віталій Портников. 17.11.2025.
Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung / Entstehung: 17.11.2025
Originalsprache: uk
Plattform / Quelle: YouTube
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Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach,
veröffentlicht auf
uebersetzungenzuukraine.data.blog.