Seit mehr als zweihundert Jahren/ Вже більше літ двісті.

Schon zweihundert Jahre
ist der Kosak gefangen.
Am Dnipro wandert er entlang,
ruft laut sein Schicksal herbei:

„Komm hervor, steig aus der Flut,
Erlöse mich, Herzlieb, aus der Not!
Erlöse mich, Herzlieb, aus der Not!“

„Nein, ich komme nicht, Kosake,
nein, mein Falke, hör mich an.
Gern würd ich dich erlösen –
doch unfrei bin ich auch.

In Ketten und im harten Joch,
unter Moskaus Wachen immer noch.
Unter Moskaus Wachen immer noch.“

Im Gefängnis, fest in Eisen,
seit Bohdans vergangner Zeit.
Seit der Hetman selbst mich hingab
an die bittre Knechtschaft weit.

O Bohdan, Hetman, Schande über dich,
Du verkauftest die Ukraine und mich!
Du verkauftest die Ukraine und mich!

Mich, der Kosaken junges Schicksal,
meines Volkes stolzes Glück,
gabst du preis der Moskauknechtschaft –
keinen Weg gab’s mehr zurück.

In Fesseln liegt mein ganzes Land.
Törichter Hetman – Bohdan!
Törichter Hetman – Bohdan!

Du bist tot – nun magst du ruhen,
wo dein Grab im Schatten liegt.
Doch erhebe dich und schaue,
wie’s der Mutter Ukraine geht.

Wo sind die Rosse, stolz und frei?
Wo die Kosaken, kühn wie Adler, sei’n?
Wo die Kosaken, kühn wie Adler, sei’n?

auf Frondiensten und in der Schmiede,
in der Knechtschaft, Tag für Tag.
Statt des Glücks und aller Hoffnung
kam nur Leid und bittre Plag.

Die Feinde stehen rings umher,
wie Gewitterwolken schwarz und schwer.
Wie Gewitterwolken schwarz und schwer.

Schwer sind unsre Feinde –
schwerer noch die Not.
Weht der Wind vom weiten Auland,
ruft er dich zur Mut:

Wirf den Pflug fort, Kosak, zieh das Messer blank,
pack den Feind – stich ihn nieder sogleich!
Pack den Feind – stich ihn nieder sogleich!

Mach aus deiner Sichel einen Speer,
aus der Sense einen Säbel.
Würg den Feind, die gift’ge Schlange,
wo sie schläft im Dunkel.

Schlag zu, Bruder, säume nicht –
Dass sein Aas die Ukraine nicht verpestet – brenn ihn nieder!
Dass sein Aas die Ukraine nicht verpestet – brenn ihn nieder!

Dann wird Gott mit allen Heiligen
dir dein Schicksal neu verleih’n,
führt dich aus den dunklen Ketten
in das freie Leben heim.

O Salisnjak, sprich laut und klar,
sprich zum Volk, wie es einst war!
Sprich zum Volk, wie es einst war!

Sprich von deinen großen Kämpfen,
von dem alten Heldenmut,
wie das Volk in harten Ketten
Unfreiheit ertragen muss.

Wer nicht sieht und wer nicht hört,
wie Moskau unser Land zerstört.
Wie Moskau unser Land zerstört.

Aus den Lanzen unsrer Kosaken
wurden Sicheln kalt geschmiedet,
und die scharfen Säbelklingen
zu den Sensen umgebogen.

Unsre Kinder führt man fort –
bald verschwinden sie an fremdem Ort.
Bald verschwinden sie an fremdem Ort.

Unsre Kinder ziehn in Ferne,
um ihr Leben dort zu fristen.
Kehrt zurück zu eurem Volke –
Wenn nicht zu Leben, dann zu sterben!

Kommt aus allen Ländern heim,
um der Ukraine Schild zu sein!
Um der Ukraine Schild zu sein!

Weh, du starker Wind der Wälder,
über Reben, Feld und Au.
Bring den Menschen guten Mut
und Verstand so klar und schlau.

Sag dem Kosak laut und schlicht:
Trau den fremden nicht!
Trau den fremden nicht!

Trau nicht Fürsten dieser Erde,
Menschenkind, vertrau nicht blind.
Freiheit sahen niemals die,
die der Knechtschaft Knechte sind.

Von Geschlecht zu Geschlecht spricht Gott:
Keine Seele ist stärker als das Volk!
Keine Seele ist stärker als das Volk!

Вже більше літ двісті,

Як козак в неволі.

Понад Дніпром ходе,

Викликає долю:

– Ой, вийди, вийди, із води,

Визволь мене, серденько, із біди.

Визволь мене, серденько, із біди.

– Не вийду, козаче,

Не вийду, соколю.

Хоть рада, неможу,

Бо й сама в неволі.

Ой, у неволі, у ярмі,

За московським караулом у тюрмі.

За московським караулом у тюрмі.

У тюрмі, в кайданах

Од часів Богдана.

Од нього самого,

В неволю віддана.

Ой, ти Богдане, гетьмане,

Запродав ти Україну і мене,

Запродав ти Україну і мене.

Мене молодую,

козацькую долю,

Запродав в тяжкую,

Московську неволю.

Ой у не волю в кайдани

Нерозумний гетьмане Богдане!

Нерозумний гетьмане Богдане!

Ти вмер, так добре

Лежать де лежати.

А встань подивися,

Де вкраїна мати,

Де наші коні – соколи,

Та де козаченьки як орли!

Та де козаченьки як орли!

На панщині в кузні,

В великій неволі,

Замість того щастя,

Замість тої долі,

Ой обступили навкруги,

Як ті чорні хмари вороги!

Як ті чорні хмари вороги!

Тяжчії вороженьки,

Ще й тяжчая туга.

Як вітер повіє,

З великого луга,

Кинь плуг козаче, бери ніж

Тай де злапав вороженька там заріж!

Тай де злапав вороженька там заріж!

Зроби з серпа спис,

А з коси шаблюку,

Души вороженька,

Де здрімав, гадюку,

Ой души брате, ріж, коли,

Щоб не смердів на вкраїні, запали!

Щоб не смердів на вкраїні, запали!

Тоді всі святії,

І сам Бог святий із неба,

Пошлють тобі долю,

З неволі до тебе,

Ой Залізняче впертий пес,

Промов хоч словечка до людей!

Промов хоч словечка до людей!

Промов як за тебе,

Бої посвятились,

Як половяцькі

по кайдані вродились

Ой хто не баче, не чує,

Ой як Москва в Україні панує!

Ой як Москва в Україні панує!

І з ратиш козацьких,

Серпи покували,

А гострії шаблюки,

На коси зміняли,

А дітей наших, всіх на гурт,

У рекрути незабаром заберуть!

У рекрути незабаром заберуть!

Йдуть наші діти,

У світ очі дерти,

Вертайтесь до роду,

Не жить хоч умерти,

Ой із чужої сторони,

Ізходітесь Україну боронить!

Ізходітесь Україну боронить!

Повій буйний вітре,

З лісів та на лози,

Навій добрим людям,

Навій добрий розум,

Ой повій вітре та скажи,

Козаченьку не сподівайсь на чужих!

Козаченьку не сподівайсь на чужих!

Ненадійсь на князів,

сини чоловічі,

Бо долі в неволі,

Не бачили у вічі,

Ой Боже словов з рода в род,

Нема душ сильніших за народ!

Нема душ сильніших за народ!

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