Der Krieg wird lange dauern. Olga Kaschpor.

– Der Krieg wird lange dauern, – spricht er im tiefen Traum.  

Der Sommer beginnt und endet, Sterne regnen wie Pflaumen vom Baum –  

Wie reife, rötliche Äpfel, wie Weizen, schwer und reif,  

Wie Trauben im Weidenkorb, die werden einmal zu Wein.  

Der Krieg verschlingt den frühen Herbst, den späten, und die Lebensfrist.  

Sie hört es jede Nacht und mag ihn nicht, wenn er so ist.  

Drum flieht sie aus dem Bett, setzt sich ans Fenster eng  

Und küsst leise die Trauben, die schon in Wein übergehen.

– Der Krieg wird ewig dauern, vielleicht ein ganzes Leben.  

Man kann ihn nicht überspringen, man kann ihn niemals beenden.  

Dieser Krieg kennt keine Grenzen, kein Ende, keine Frist.  

Sie legt sich wieder zu ihm und flüstert, wo der Himmel ist:

– Der Krieg wird eine Ewigkeit sein. Er dauert schon eine Ewigkeit.  

Damit sind wir verbunden. Das ist unsere Dunkelheit.  

Der Krieg ist alles, was in uns ist, und alles, was uns umgibt.  

Doch erst wird der Mai noch sterben. Schweig und beschleunig es nicht.

Dann kommen die Kirschen, Lavendel prächtig in Sommers Füllhorn.  

Das Feld ist mit Heuballen bedeckt, erster Frost am Weißdorn.  

Dies alles wird mit uns geschehen, alles im Krieges Rauch.  

Warum kannst du bloß nicht schweigen? Komm, träum bei mir ruhig auch.

Er drückt sie an seine Brust, sie schmiegt sich an ihn ganz dicht.  

Sie hätte weiter gesprochen, doch sie schweigt jetzt – spricht nicht.  

Zu zweit ist es leichter zu schweigen, der Krieg wird auch weiter sein.  

Die schweren Trauben der Herzen wurden zerdrückt zu Wein.


– Війна буде дуже довго, – говорить він уві сні.

– Почнеться й скінчиться літо, і зорі впадуть рясні –

Як стигла рум’яна „райка“, серпневе важке зерно,

Як в кошик лозовий ґроно, що стане колись вином.

Війна з’їсть нам ранню осінь. І пізню. І ще роки…

Вона це щоночі чує. Й не любить його таким. 

Тому витікає з ліжка і тулиться під вікном.

І стиха цілує ґроно, що стало уже вином.

– Війна буде дуже довго. Можливо, усе життя.

Її нам не перескочить, – він каже, – і не відтять.

Війна ця не має краю, фіналу і жодних меж.

Вона знову з ним лягає. Шепоче у стелю теж:

– Війна буде цілу вічність. І вічність уже була.

 Це наша з тобой дотичність. Це наша з тобой імла.

Війна – це усе, що з нами. Війна – це усе, що в нас.

Та спершу сконає травень. Мовчи, не пришвидшуй час.

Потому підуть черешні, а далі – лаванди цвіт.

І поле усе в копицях. І перший морозний глід.

І все це – із тими ж нами. І все це – в диму війни.

Чому тобі не мовчиться? Ходи в мої тихі сни. 

Він горне її щосили. Чи, може, вона його.

Вона б іще щось просила – не скаже уже того.

Так легше – на двох мовчати, що буде іще війна.

Сердець обважнілі ґрона, розчавлені до вина. 

Der Tau fiel auf das gemähte Gras/ Впали роси на покоси

Der Tau fiel auf das gemähte Gras,

Und hat alles rundherum erleuchtet,

Ein Mädchen lief da barfuß,         

Und pickte sich an ihrem weißen Füßchen.        

Ein Mädchen lief da barfuß,         

Und pickte sich an ihrem weißen Füßchen. 

Der Tau wird unter dem Licht verschwinden

Die karminrote Sonne wird aufgehen,

Ein Tropfen Blut verwandelt sich       

In ihren Strahlen in ein Edelstein.         

Ein Tropfen Blut verwandelt sich       

In ihren Strahlen in ein Edelstein.    

Morgentau ist Liebe,

die nur bis zum Morgengrauen lebt,

Das Blut, das in der Sonne nicht verblasst

Das ist die wahre und ehrliche Liebe.    

Das Blut, das in der Sonne nicht verblasst

Das ist die wahre und ehrliche Liebe.    


Впали роси на покоси,

Засвітилися навколо,

Там дівча ходило босе,         

Білу ніжку прокололо.          

Там дівча ходило босе,         

Білу ніжку прокололо.

Згинуть рoси, як над світом

Сонечко зійде багряне,

Крапля крові самоцвітом        

У його промінні стане.         

Крапля крові самоцвітом        

У його промінні стане.   

Білі роси то кохання,

Що живе лиш до світання,

Кров, що в сонці не поблідла –

То любов правдива й світла.    

Кров, що в сонці не поблідла –

То любов правдива й світла.

Mein Gott formiert in der Nacht Bataillone. Mariana Savka.

Mein Gott formiert in der Nacht Bataillone,  

Zielt und kämpft in der bitteren Schlacht.  

Mein Gott toleriert meine Flüche und Hohne,  

Und wischt seine Brille in stiller Nacht.

Mein Gott sucht nicht, sich hinter Schleiern zu bergen,

Er bietet Schutz für die Kinder an.  

Mein Gott kauft die Blutstillmittel in Mengen,

Und reiht sich, um sein Blut zu spenden, ein.

Mein Gott findet keinen Schlaf in der Stille,  

Wenn das ganze Land wachsam aufsteht.  

Mein Gott erlaubt mir, nicht zu verzeihen,  

Und die Wahrheit zu sagen, so wie sie steht.


Мій бог формує всю ніч батальйони,

Прицільно стріляє, веде бої.

Мій бог толерує мої прокльони

І протирає скельця свої.

Мій бог не ховається поза спину,

Він над дітьми розстеляє покров.

Мій бог скуповує кровоспинне

Й стає у чергу здавати кров.

Мій бог не може поки що спати,

Коли вся країна на варту встає.

Мій бог дозволяє мені не прощати

І називати усе як є.

Wiegenlied/ Колискова

Schlafe an meiner Schulter ein,

Ruhe, es ist noch ein halber Himmel bis zum Paradies …

Die Stadt schläft wie ein Kind in der Nacht

Die Stadt hat dir den Schlaf geraubt…

All die schlaflosen Nächte seit dem Frühling

Verschmolzen zu einer höllischen Verschwörung…

Um die Musik des Krieges nicht zu hören,

Bruder, schlaf zu einem Wiegenlied ein…

Refrain:

Schlaf, lieber Bruder, dein Herz ist voller Kummer…

Es ist schwer, die Tränen zurückzuhalten…

Schlaf, unser Held, schlaf schön,

Du bist für immer in meinem Herzen!

Schlafe und sammle Kraft

von der Schönheit, die du dort sehen wirst.

Lass alles los, was dich beunruhigt,

Lächle und lass den Himmel weinen…

Schlafe an meiner Schulter ein,

Lass deinen Schmerz auf dem Schlachtfeld,

Und nachts zum Wiegenlied,

Schlaf friedlich, schlaf für immer, Held!

Refrain.

Ein Wiegenlied wird die Seele in den Schlaf wiegen…

Ein Wiegenlied wird das Herz brechen…

Wo Du bist, herrscht ewige Stille,

Dort ist Frieden und Hoffnung!

Refrain.


Засинай у мене на плечі,

Відпочинь, до раю ще півнеба…

Місто як дитина спить вночі

Місто відібрало сон у тебе…

Всі безсонні ночі від весни

Злилися в одну пекельну змову…

Щоб не чути музику війни,

Брате, засинай під колискову…

Приспів:

Спи, рідний брате, серце в журбі…

Важко тримати сльози в собі…

Спи, наш Герою, міцно засни,

В моєму серці Ти назавжди!

Засинай і набирайся сил

Від краси, яку ти там побачиш.

Все, що хвилювало, відпусти,

Усміхнись, а небо хай заплаче…

Засинай у мене на плечі,

Залиши свій біль на полі бою,

І під колискову уночі,

Спи спокійно вічний сном, Герою!..

Приспів.

Колискова душу заколише…

Колискова серце розіб’є…

Там, де Ти, там вічна тиша,

Спокій та надія є!

Приспів.

Oh Gott, gib kein Mitleid, nur Zorn. Vasyl Stus

Oh Gott, gib kein Mitleid, nur Zorn

Oh Gott, keine Milde, nur Rache

Lass uns diese Fesseln zerstörn,

Die Ketten zersprengen, zerschlagen.

Gib uns ein Herz ohne Ruh, 

Gib uns ein zitterndes Stöhnen,

Fackeln der Seelen, die lodern

Inmitten fremdartigen Feuern.

Unser Drang, unser Drang, unser Drang

Hilft uns die Flügeln erlangen.

Siehst du: ein wütender Brand.

Vorwärts, auch Tod lässt nicht bangen.

Gesegnet sei, rasende Kugel,

Die Kugel, die schnell fliegt und trifft.

Es passt nicht zu zaudern, zu grübeln.

Der Leib sehnt sich gierig nach dir.

Oh Gott, gib unendlich Vergeltung,

Oh Gott, gib unendlich viel Rache.

Unser Zorn kennt schon längst keine Schranken.

Lass ihn für ewig erwachen.


Боже, не літості – лютості,

Боже, не ласки, а мсти,

Дай розірвати нам пути ці,

Ретязі ці рознести.

Дай нам серця неприкаяні,

Дай стрепіхатих стогнів,

Душ смолоскипи розмаяні

Меж чужинецьких вогнів.

Пориве, пориве, пориве,

Разом пірвемося в лет.

Бач, – розтивається зориво,

Хай і на смерть,а – вперед.

Благославенна хай буде та

Куля туга, що разить

Плоть, щоб її не марудити

В перечеканні століть.

Боже, розплати шаленої,

Боже, шаленої мсти,

Лютості всенаученної

Нам на всечас відпусти.

Das Land der Kinder. Serhij Zhadan.

„Schritt für Schritt, Tag für Tag kommen wir unserem Ziel näher.

Und wir haben nur ein Ziel – all diesen Abschaum, der uns zerstören wollte, aus unserem Territorium zu verbannen.

Sie werden es nicht schaffen. Dieses Mal nicht.“

***

So viel Trauer und so viele Sorgen, 

Kaum ein Schritt gelingt am Morgen. 

Dein Herz erstarrt, Verluste zählen,

Gute Nachrichten, sie bleiben fern und fehlen.

In einem Land, wo es so viele Kinder gibt,

Weiss man für was man lebt und wofür man stirbt.

Dieser Vogelkäfig ist so eng, dass es schmerzt.

Nach der Frühlingsfreude sehnt sich das Herz.

Der Morgen reißt mit der Zeit durch Wellenschlag,

Was bleibt nach uns? Freu dich und lach.

Zu Lieben bedeutet für alle da zu sein.

Zu Glauben heißt: Führ die anderen an.

Brücken brennen und brennen und Mauern wachsen.

Das fragiler Fundament, das alles hält

Sind Kinder, die ins Himmel des Landes sprießen,

Kinder erweitern die Sprache unserer Welt.

Ein Land, das keinem was übel nimmt. 

Ein Land, das für ewig hier existiert.

Das Land, wo der Regen sich gern aufhält,

Über das Gedichte zu schreiben leicht fällt.

Das Land ist größer als jedes Übel.

Das wir für seine Vergangenheit lieben.

Jede ihrer Morgenröten  lieben wir.

Und ein paar Fragen stellen sich mir.

Was hält uns überhaupt hier?

Auf dieser Erde sind so weniger wir.

Die Sterne scheinen so gütig auf uns.

Und Kinder kehren heim vom Fluss.

Kinder kehren in ihre Häuser zurück.

Wir sind es, die bleiben und leben im Glück.

Das Haus ist voller Stimmen und Gäste.

Das Land der Kinder atmet gemächlich.


„Крок за кроком, день по дневі ми рухаємося до своєї мети. 

А мета в нас одна – викинути зі своєї території всю цю наволоч, яка прийшла нас знищити. 

Ось лише нічого в них не вийде. 

Не цього разу.“

***

Скільки печалей і скільки морок,

і ти вже не можеш ступити крок,

і вже зупиняєш серце, рахуючи втрати.

І так бракує добрих вістей

в країні, в якій так багато дітей

знають як варто жити й за що помирати. 

Та клітка для птаха така тісна

і легко дається кожна весна,

і час обривається вранці відлунням прибою.

По нас лишаються радість і сміх.

Любити – це значить бути для всіх.

Вірити – значить уміти вести за собою.

Знову горять, горять мости і зводяться стіни,

але тримають нам горішні основи

діти, які які проросли у небо країни,

діти, що стали для нас продовженням мови.

Країна, яка не тримає зла.

Країна, яка тут завжди була.

Країна, в яку повертають дощі,

про яку так легко писати вірші.

Країна – більша за будь-яке зло.

Любити її за те, що було.

Любити кожне з її світань.

І в мене лишається пару питань.

Що нас тримає тут взагалі? 

Нас так мало на цій землі.

Нам так щедро світять зірки.

Це діти вертаються від ріки.

Діти вертають в свої доми.

Це ми тут лишаємось жити, це ми.

Повен дім голосів і гостей.

Дихає тихо країна дітей.

Und ich sah die Ukraine. Mikhailo Yudovsky

Und ich sah die Ukraine,  

wie im Traum —  

wie im Frühling an der Hecke,  

schlanken Baum

weiß erstrahlt, als ob der Himmel  

Wolken blühte,  

Und vor Kugeln wie der Neo,  

sich zur Seite duckte.

Und die Kugeln, wilde Wespen,  

summten überall.  

Und die Geister hoben Sensen  

in das Himmelsblau.  

Und vor Drohnen Häuser bebten   

bis in ihre Mauern,  

und die schlanken Bäume sanken  

auf den schwarzen Zaun.

Und ich sah die Ukraine,  

die in Armen hielt,  

die erschrockene Milchstraße,

wie ein kleines Kind,    

und jedem Stern zuflüsterte:

„Fürchte dich nicht, Kleine —

dein himmlischer Leib wird bedeckt

von irdischen Leibern.

Nicht die Zeit, in blauen Laken  

zitternd zu liegen —  

meine lichten Frühlingskinder  

werden obsiegen.  

Mit ihnen die Mutterskraft,  

die sie seit der Wiege  

nicht zum Sterben segnete,  

zum Leben und Lieben.“

Und ich sah dann diese schönen  

heiligen Kinder,  

Ihre Mütter, früh ergraut  

durch böse Nachrichten.  

Und ich sah die eigne Mutter,  

die am Dorfrand  

durch den unseren Kirschgarten  

in den Himmel trat.


І я побачив Україну,

як уві сні —

стрункі дерева біля тину,

що навесні

вкривались білим — наче небо

цвіло від хмар

і ухилялося, як Нео,

від куль і мар.

А кулі, ніби дикі оси,

дзижчали скрізь.

А мари підіймали коси

у синю вись.

Хати здригалися від реву

до самих стін,

і падали стрункі дерева

на чорний тин.

І я побачив Україну,

що на руках

тримала, як малу дитину,

Чумацький шлях

і кожній зірці шепотіла:

«Не бійсь, мала —

твоє небесне вкриють тіло

земні тіла.

Не час на простині тремтіти

цій голубій —

мої весняні світлі діти

ідуть у бій.

І з ними — материнська сила,

що з повиття

їх не на смерть благословила,

а на життя».

І я побачив тих красивих

святих дітей

і матерів, зарані сивих

від злих вістей.

І я побачив рідну мати,

що край села

вишневим садом біля хати

у небі йшла.

Als Torquemada, der blutrünstig, starb. Dmytro Pawlitschko.

Als Torquemada, der blutrünstige, verstarb,

Zogen Mönche durch Spanien, still verhüllt, 

In Lumpen, wie der Bettler sich umhüllt, 

Die Hirten finstrer Horden voller Arg.

Wie bangten sie, die frommen Väter, dann,

Ob ihre Macht nicht wanken wird zur Not?

Der Ketzer freut sich über eignen Tod – 

Doch zeigt sich keine Freude bei dem Mann?

Sie selbst verkündeten in allen Gassen,

Dass jener Inquisitor nun erlag.

Die Menschen lauschten, weinten ohne Frag…

Kein Lächeln stahl sich heimlich ins Gesicht,

Sich voll bewusst: der Henker starb,

Gefängnismauern brachen nicht.


Коли помер кривавий Торквемада,

Пішли по всій Іспанії ченці,

Зодягнені в лахміття, як старці,

Підступні пастухи людського стада.

О, як боялися святі отці,

Чи не схитнеться їх могутня влада!

Душа єретика тій смерті рада —

Чи ж не майне десь усміх на лиці?

Вони самі усім розповідали,

Що інквізитора уже нема.

А люди, слухаючи їх, ридали…

Не усміхались навіть крадькома;

Напевно, дуже добре пам’ятали,

Що здох тиран, але стоїть тюрма!

Meine Tochter, mein Töchterchen/Доню моя, донечко.

Meine Sonne, mein Himmel, mein Schicksal,

Meine Freude, mein Trost, meine Tochter.

Ärmchen-Flügelchen treffen Papa,

Sternchen-Äuglein, Äuglein-Sternchen,

Und es gibt weder Kummer noch Sorgen auf Erden,

Und es gibt weder Kummer noch Sorgen auf Erden.

Refrain:

Ein kleines Perlenmädchen, ein kleines goldenes Tröpfchen,

Frühlingstau, mein Sommersönnchen,

Meine Tochter, mein Töchterchen.

Meine Träume, mein Frühling, mein Schicksal,

Meine Gedanken, meine Schmerzen, meine Tochter.

Mit dem Licht vom Winter zum Sommer,

Kinder werden erwachsen, Kinder werden erwachsen,

Und Engel fliegen über ihnen am Himmel,

Und Engel fliegen über ihnen am Himmel.

Refrain:

Ein kleines Perlenmädchen, ein kleines goldenes Tröpfchen,

Frühlingstau, mein Sommersönnchen,

Meine Tochter, mein Töchterchen.

Mein Glück, mein Herz, mein Schicksal,

Mein Schatz, mein Liebling, meine Tochter.

An eine Abendgeschichte, ein Wiegenlied

Werde ich mich wieder erinnern, werde ich mich wieder erinnern,

Und ich singe es dir, mein Kind, leise.

Und ich singe es dir, mein Kind, leise.

Refrain:(2)

Ein kleines Perlenmädchen, ein kleines goldenes Tröpfchen,

Frühlingstau, mein Sommersönnchen,

Meine Tochter, mein Töchterchen.

Gott, bewahre. Inna Kutsenko

Gott, bewahre, im eignen Land

Baust du dein Heim, lässt Blumen blühen,

Doch kommen Nachbarn, legen den Brand,

Zerstören, was du ließest sprühen.

Gott, bewahre, zeugst du eignes Kind,

Und Schafe im Stall bringen Lämmer,

Doch kommen Nachbarn, töten geschwind

Mit Hass und Wut, ganz ohne Hemmer.

Gott, bewahre, lässt du dich ans Kreuz schlagen

Als Befreier vor Menschheitsnöten,

Doch kommen Nachbarn, Krieg zu wagen,

Und du sollst nicht töten, nicht töten.


Не дай тебе, бог, в раю родном

построить дом, посадить цветы,

придут соседи, разрушат дом,

сожгут цветник – взвоешь ты.

Не дай тебе, бог, зачать дитя,

овце сейчас – принести ягнят,

придут соседи – казнят, шутя,

скотину, детей казнят.

Не дай тебе, бог, себя распять

во имя жизни людей, людей…

придут соседи, начнут опять

войну, а ты – не убей.