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Unsere wichtigste Aufgabe heute besteht nicht darin, uns an all die Kränkungen und Konflikte zu erinnern, die Polen und Ukrainer trennen, sondern jene Polen zu unterstützen, die aufrichtige Befürworter einer polnisch-ukrainischen Verständigung sind. Und wir sollten uns daran erinnern, dass es viele solcher Menschen gibt – sehr viele. Doch auch jene, die die Ukrainer hassen und vom polnisch-ukrainischen Zerwürfnis profitieren wollen, gibt es in großer Zahl. Und im Ringen zwischen diesen beiden Polen wird vieles gerade von uns abhängen.
Ich möchte daran erinnern, dass es auch unter unseren Landsleuten stets Menschen gab, die nicht nur für eine Unterordnung der Ukraine unter Russland eintraten, sondern auch bereit waren, für Politiker zu stimmen, die den ukrainischen Staat demontierten. Menschen, die die ukrainische Sprache, Kultur und Geschichte verachteten und alles daransetzten, dass ihre Position in unserem Land die Oberhand gewann. Und diese Menschen sind auch heute nicht verschwunden – lediglich der Rauch des Krieges hindert uns daran zu erkennen, wie viele es von ihnen gibt. Ja, diese Menschen wählten Präsidenten und Abgeordnete, sie gewannen Wahlen. Und sie können auch in der Nachkriegsukraine wieder Wahlen gewinnen. Doch wir wollten immer, dass man uns nicht mit ihnen gleichsetzt, dass die Menschen um uns herum eine andere Ukraine sehen – eine demokratische, europäische und vor allem ukrainische. Warum also wollen wir in Polen nur jene sehen, die uns verachten, und nicht jene, die gemeinsam mit uns sein wollen?
Die Zukunft der Ukraine und die Zukunft Polens hängen davon ab, ob die Ukrainer, die die Zukunft ihres Landes in Europa sehen – als toleranten, demokratischen und am Staatswohl orientierten Staat –, gemeinsam mit jenen Polen erfolgreich sein werden, die an ein demokratisches und europäisches Polen glauben, das seinen Nachbarn mit Toleranz begegnet.
Die Zukunft hängt davon ab, ob wir uns zusammenschließen und jenen entgegentreten können, die seit Jahrhunderten versuchen, das polnische und das ukrainische Volk auseinanderzubringen.
Jenen in Moskau.
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Art der Quelle: Artikel
Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung / Entstehung: 04.07.2026.
Originalsprache: uk
Plattform / Quelle: Facebook
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Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach,
veröffentlicht auf
uebersetzungenzuukraine.data.blog.