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Liebe Landsleute,
heute war ich bei einem Ereignis anwesend, dessen Bedeutung unsere Nation im Laufe der Jahre noch tiefer verstehen wird.
Auf ihre Heimaterde, in das Herz der Ukraine – in das heilige Kyiv – sind der Oberst der Armee der Ukrainischen Volksrepublik, Vorsitzende der Organisation Ukrainischer Nationalisten, Andrij Melnyk, und seine treue Ehefrau und Mitstreiterin Sofija Fedak-Melnyk zurückgekehrt.
Sie sind nach Hause zurückgekehrt.
Sie sind in die Ukraine zurückgekehrt, für die sie gekämpft haben, die sie selbst in der Fremde in ihrem Herzen trugen, für die sie beteten und für die sie ihr eigenes Leben opferten.
Dies ist nicht nur eine Umbettung. Es ist ein Akt großer historischer Gerechtigkeit. Es ist die Rückkehr der Erinnerung. Die Rückkehr unserer staatlichen Kontinuität. Die Rückkehr jener Namen, ohne die die vollständige Geschichte der ukrainischen Nation nicht geschrieben werden kann.
Über Jahrhunderte hinweg versuchte Moskau nicht nur, ukrainisches Land zu besetzen – es wollte unsere historischen Wurzeln zerstören, unsere Erinnerung über die Welt verstreuen und dafür sorgen, dass ukrainische Helden selbst nach ihrem Tod Verbannte blieben. Deshalb hat das heutige Ereignis nicht nur symbolische, sondern auch eine tiefgreifende staatspolitische Bedeutung.
Wir müssen eine einfache Wahrheit erkennen: Das ukrainische Pantheon des nationalen Ruhms kann nicht vollendet sein, solange unsere großen Söhne in der Fremde verbleiben.
Die Ukraine muss ihre Helden nach Hause zurückholen. Wir müssen die sterblichen Überreste des großen Hetmans Iwan Masepa, des Schöpfers der ersten ukrainischen Verfassung Pylyp Orlyk, des Obersten Atamans Symon Petljura, des Hetmans Pawlo Skoropadskyj, des Obersten Jewhen Konowalez, des Führers Stepan Bandera und Tausender anderer Ukrainer zurückführen, die unsere Staatlichkeit geschaffen haben und deren Gräber heute über die ganze Welt verstreut sind.
Denn ein Volk, das seine Helden nicht ehrt, hat keine Zukunft. Ein Volk aber, das seine Erinnerung zurückgewinnt, wird stark, geeint und unbesiegbar.
Heute gibt die Ukraine nicht nur Namen zurück – die Ukraine gewinnt ihre staatliche Erinnerung zurück. Die Ukraine holt die Ihren heim.
Die Ukraine holt ihre Geschichte zurück.
Die Ukraine holt sich selbst zurück.
Ruhm der Ukraine!
Liebe Freunde!
Ich sehe, mit welcher Leidenschaft ihr dieses Ereignis diskutiert, und ich danke jedem Einzelnen für seine Anteilnahme. Jeder Führer, jede Persönlichkeit in unserer Geschichte hat ihre Spuren hinterlassen, und es ist natürlich, dass die Bewertungen unterschiedlich ausfallen können.
Doch heute, da wir die sterblichen Überreste eines herausragenden Kämpfers für die ukrainische Freiheit auf die heilige Erde von Kyiv zurückgeführt haben, haben wir unsere heilige Pflicht als Staat und als Nation erfüllt.
Dies ist ein Moment der Solidarität, nicht des Zwistes.
Alle Führungspersönlichkeiten – vergangene wie gegenwärtige – müssen Schulter an Schulter stehen, wenn es um das nationale Gedächtnis geht.
Ich bitte euch: Bewahren wir Ruhe, Respekt voreinander und unsere Einheit.
Nur in der Einheit liegen unsere Stärke und unsere Zukunft.
🔗 Originalquelle
Art der Quelle: Sozialmedia
Autor: [Autor]
Veröffentlichung / Entstehung: 25.05.2026.
Originalsprache: uk
Plattform / Quelle: Facebook
Link zum Originaltext:
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Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach,
veröffentlicht auf
uebersetzungenzuukraine.data.blog.
Vielen Dank für Ihren Beitrag. Die Rückführung historischer Persönlichkeiten kann ein Ausdruck nationaler Erinnerungskultur und staatlicher Kontinuität sein. Zugleich erfordert ein verantwortungsvoller Umgang mit Geschichte eine differenzierte Betrachtung aller historischen Akteure.
Andrij Melnyk und andere von Ihnen genannte Persönlichkeiten sind Teil der ukrainischen Geschichte. Historisch belegt ist jedoch auch, dass einige nationalistische Bewegungen und Führungspersonen des 20. Jahrhunderts bis heute Gegenstand kontroverser wissenschaftlicher Debatten sind, insbesondere hinsichtlich ihrer politischen Ideologien, ihrer Beziehungen zu autoritären Regimen sowie ihrer Rolle während des Zweiten Weltkriegs. Diese Aspekte dürfen weder verschwiegen noch pauschal relativiert werden.
Eine demokratische Erinnerungskultur zeichnet sich dadurch aus, dass sie Verdienste würdigt, ohne historische Verantwortung auszublenden. Echte historische Gerechtigkeit entsteht nicht durch Verherrlichung, sondern durch eine vollständige, faktenbasierte und selbstkritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Respekt vor den Toten, vor den Opfern der Geschichte und vor der historischen Wahrheit sollte dabei stets gleichermaßen gewahrt bleiben.
Gerade die Stärke einer freien Nation zeigt sich darin, dass sie auch schwierige Kapitel ihrer Geschichte offen, wissenschaftlich fundiert und mit menschlicher Würde behandelt.
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