Ein Land im Feuer, das nicht fällt. Kirill Danilchenko. 26.03.2026.

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Wir haben ihnen in 48 Stunden zwei der größten Terminals, eine Raffinerie und einen Tanker im Schwarzen Meer ausgeschaltet. Das alles brennt so, dass man es aus dem All sehen kann.

Es brennt wie in Satans Arsch.

Mindestens drei Tanker im Baltischen Meer standen ebenfalls in Flammen, als die Terminals getroffen wurden. Auf einer der größten Werften wurde ein Patrouillen-Eisbrecher der FSB getroffen, mit dem sie die Arktis terrorisieren wollten.

Unterdessen arbeiten unsere Gruppen — sie schießen Drohnen bei den Scheichs im Golf ab.

Unterdessen bringt jemand in Khartum den Einheimischen über einen Dolmetscher bei, wie man am FPV-Pult arbeitet.

Und jemand vor der libyschen Küste trifft mit Angriffsdrohnen einen russischen Gastanker und verwandelt ihn in eine Fackel.

Ein Land, das seit 12 Jahren blutet, das Blut spuckt aus zermahlenen Städten und Hunderttausenden unserer Menschen, die ihr früheres Leben und ihr gesamtes Eigentum aufgegeben haben, gibt jetzt das Wertvollste, was wir hier haben — die Zeit eines einzigen Lebens.

Es gibt sie dem Land. Nicht dem besten, korrupten, durchgeknallten, aber es ist unser Land.

Dass wir ein osteuropäischer ewiger Außenseiter waren, gibt Moskau nicht das Recht, uns zu töten und uns in einen totalitären digitalen Gulag zu verwandeln.

Nein, wir gehen dort nicht hin. Wir haben gesehen, was ihr mit Gefangenen und in den besetzten Gebieten macht.

Alle erinnern sich an diese Fesseln und Halsbänder in Kellern, in denen Kinder festgehalten wurden, und an den Kopf im Kalmius.

Ein Butscha im ganzen Land wird es nicht mehr geben — nur einen eisernen Preis.

Und wir geben ihnen diesen eisernen Preis. Es brennt so, dass man es aus dem All sehen kann.

Über den Winter wurde das zweite Korps der Angreifenden aufgerieben. Ein Korps. Passchendaele, nur in Farbe.

Und das alles — von den Löchern an der Front, in die Speck, Snickers, Patronen und Energydrinks von der „Vampir“-Drohne abgeworfen werden, damit man sich monatelang an diesen Keller klammern kann.

Bis zu den Krankenhäusern, die voller Verwundeter, Kranker sind, derjenigen, die nicht ausgemustert werden können, die sich lange und qualvoll von Verletzungen erholen oder wieder laufen lernen.

All das funktioniert im Einklang. Wie ein einziger Mechanismus.

Von einem Fahrzeug hebt ein Drohne ab, gewinnt Geschwindigkeit, aus einem abgelegenen Erdunterstand fährt ein „Neptun“ heraus, für „Flamingo“ werden Tische aufgebaut, man schützt das, begleitet es, repariert es, raucht eine Zigarette am „Browning“ am Stausee.

Jemand trinkt seinen Kaffee aus, legt den Schalter um — und eine „Zigarre“ startet, die Hunderte Kilometer entfernt ein 30-Meter-Loch in eine Werkhalle schlägt.

Vom externen Piloten, der in der Dämmerung einen Pfad vermint, damit unsere Stellungen nicht umgangen werden.

Bis zur Krankenschwester, die mir die Hand drückt und mir über die Stirn streicht, während ich im Fieber immer wieder den Knopf drücke: „Komm und gib mir ein Schmerzmittel.“

All das atmet, lebt, arbeitet und gibt sein einziges Leben dafür, dass die Linie hält und das Hinterland des Feindes brennt. All das sind wir, ist die Nation und das Land.

Und wir, als Nation und Land, nehmen die Ostseeküste ins Visier und erreichen sie. Wir zahlen dafür einen gewaltigen, blutigen und schrecklichen Preis.

Ich umarme alle, die diesen Sisyphos-Stein aus Last und Entbehrung schleppen.

Die Familien, Psyche und Gesundheit eingetauscht haben, damit das Land steht.

Schwestern und Brüder.

Die Nahkämpfe durchgestanden haben, dann das Artilleriefeuer, dann Abwürfe und FPV, dann eine Reihe von „Pluszeichen“, und dann — als Koch in die zweite Linie, weil „uneingeschränkt tauglich“.

Und auch alle, die Angst haben, sich verstecken, zögern, untergetaucht sind — euch auch. Wir sitzen alle im selben Boot. Wir werden gemeinsam untergehen oder gemeinsam überleben.

Entscheidet selbst, wie es für euch leichter ist zu überleben und wo die Chancen größer sind. Wir wissen, dass man die „Filtration“ nicht überstehen kann. Und darauf zu hoffen, auf welcher Seite des Stuhlbeins des Genossen Majors man im Keller landet — ebenfalls nicht. Der Einsatz hier ist der höchste.

Deshalb seid ihr selbst die Kapitäne eurer Schiffe. Macht euren Zug. Es ist zu spät, Angst zu haben — sichere Häfen gibt es auf dieser Karte nicht mehr. Am Ende werden wir alle gleichermaßen zu Asche, also setzt alles auf eine Karte.

Im Moment sind wir mit der Russischen Föderation wie eine Galeone und ein Schoner, die mit Enterhaken ineinander verhakt sind. Wenn sie die Taue nicht lösen, können sie das Beiboot säubern, aber sie werden gemeinsam mit ihm untergehen.

Und die Ruinen von Awdijiwka sind das nicht wert.

Deshalb brennt die Ostsee, Eisbrecher sinken, und Tanker werden angegriffen. Wir kämpfen weiter und leisten einen verdammt harten, erbitterten Widerstand.

Wenn ich so etwas in einem Science-Fiction-Buch gelesen hätte, hätte ich es nicht geglaubt.

Mit Hilfe der EU und der USA, mit Geld der EU führen wir einen Raketen- und Drohnenkrieg auf einem Kriegsschauplatz von der Ostsee bis zum Kaspischen Meer und Sibirien, wir fangen Tausende Raketen und Drohnen ab, wehren sie ab, wir haben die Luftfahrt erhalten, bombardieren regelmäßig die Russische Föderation und schalten ein Werk in Brjansk oder Terminals im Schwarzmeerraum und in der Ostsee aus.

Ich hätte es nicht geglaubt. Und deshalb bin ich unendlich stolz und glücklich, in dieser Zeit zu leben.

Allen, die nicht aufgegeben und nicht den Mut verloren haben, die tragen und hoffen, die überleben, sich verstecken und retten wollen, die versuchen, in die Ukraine von 2014 zurückzukehren — sie ist gestorben und im Feuer des größten kontinentalen Krieges seit dem Zweiten Weltkrieg neu geboren worden.

Ich umarme euch. Lebt. Wir schaffen das.


🔗 Originalquelle

Art der Quelle: Social Media
Autor: Kirill Danilchenko
Veröffentlichung / Entstehung: 26.03.2026.
Originalsprache: ru
Plattform / Quelle: Facebook
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Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach,
veröffentlicht auf

uebersetzungenzuukraine.data.blog
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