Ein schrecklicher Terroranschlag im Zentrum von Lwiw. Eine Mitarbeiterin der Strafverfolgungsbehörden kam ums Leben. Mehrere weitere Polizeibeamte wurden verletzt. Sie befinden sich derzeit im Krankenhaus. Nach vorläufigen Angaben handelt es sich um 14 Polizisten.
Die Polizeibeamten waren zu einem fingierten Notruf ausgerückt, der ein Eindringen einer Person in eines der Handelsgeschäfte in Lwiw betraf. Das heißt, der Terroranschlag war sorgfältig vorbereitet. Um möglichst viele Opfer zu fordern, wurde gemeldet, dass sich an dem Ort, an dem der Sprengsatz platziert war, ein Vorfall ereigne. Und natürlich verstehen wir, dass es sich um eine typische Waffe der Destabilisierung handelt, wie sie dem Vorgehen der russischen Spezialdienste eigen ist.
Was man vor allem nach den Worten des Beileids an die Angehörigen der Getöteten, an die Familien derjenigen, die jetzt unter diesem Terroranschlag leiden, an die Verletzten selbst sagen möchte: Im Grunde braucht man sich über diese Grausamkeit nicht zu wundern. Natürlich laufen derzeit Ermittlungen, die Ursachen werden festgestellt.
Aber sagen Sie, wie viele Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, dauern Ermittlungen zu Terroranschlägen auf dem Territorium der Russischen Föderation selbst? Schließlich waren die Menschen, die in Russland an die Macht kamen, nicht bereit, ihre eigenen Mitbürger zu schonen – zugunsten von Putins Ratings und seines komfortablen Machtantritts in der Russischen Föderation.
Gerade mit Terroranschlägen, gerade durch Zusammenarbeit mit Terroristen haben sie die Russen eingeschüchtert und die Schaffung dieses Tschekistenstaates ermöglicht, den sie bis heute regieren und noch viele Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, regieren wollen – eines Staates, der die Ukraine angegriffen hat, weil das Ziel dieses Tschekistenstaates die Rückkehr der Russischen Föderation zu den Grenzen der Sowjetunion von 1991 ist. Das wollten sie immer.
Und es scheint „nur“ ein Terroranschlag in Lwiw zu sein. Doch wir sehen, dass es eine ganze Reihe von Spezialoperationen gibt, mit denen sich diese Leute befassen, wenn sie an einem Plan zum Abbau der ukrainischen Staatlichkeit arbeiten. Ein Teil davon sind militärische Handlungen, die Besetzung von Territorium durch die russische Armee. Aber für die Leute von der Lubjanka war das immer nur ein Teil ihrer Bemühungen.
Der andere Teil des Plans sind Terroranschläge unterschiedlicher Art, die Vernichtung der ukrainischen Führung, die Ermordung von gesellschaftlichen Aktivisten und Politikern, von ukrainischen Patrioten. Übrigens sollte man daran erinnern, dass sich genau das in den letzten Jahren gerade in Lwiw ereignet hat. Propaganda, das ständige Bemühen, die ukrainische Gesellschaft durch Lügen und Zwietracht zu destabilisieren – ebenfalls ein absolut wirksames und ernstzunehmendes Instrument, mit dem sie sich, man kann sagen, seit den ersten Tagen der ukrainischen Unabhängigkeit beschäftigen.
Zunächst waren es russische Fernsehsender, Journalisten, Propagandisten, die sogar mit einer speziellen Mission in die Ukraine kamen, um dort zu arbeiten. Als nach der Annexion der Krim und dem Beginn des Krieges im Donbas der ukrainische Informationsraum von russischen Fernsehsendern gesäubert wurde, erschienen propagandistische Fernsehkanäle, die einfach weiterhin die russische Agenda in die Köpfe der ukrainischen Bürger einhämmerten.
Und dafür wurden keine Gelder gescheut. Wie bekannt, wurden ganze Holdings mit verdeckter russischer Beteiligung geschaffen. Als auch diese prorussischen Fernsehsender aufhörten zu arbeiten, begann man Telegram als Plattform für anonyme Nachrichten zu nutzen, die ebenfalls dazu dient, das Bewusstsein des ukrainischen Bürgers zu vergiften, ihn auf das Schlimmste vorzubereiten, in ihm Verzweiflung und die Überzeugung zu säen, dass der ukrainische Staat früher oder später von der politischen Landkarte der Welt verschwinden werde, dass dieser Staat es nicht wert sei, nicht nur verteidigt zu werden, sondern dass es nicht einmal wert sei, in ihm zu leben.
Jetzt, da das Vertrauen in Telegram geringer ist, versichere ich Ihnen, dass die Russen durch die Hintertür in die Ukraine zurückkehren werden – mithilfe rechtskonservativer Kräfte des Westens, aus denselben Vereinigten Staaten, aus europäischen Ländern. Formal werden es sogenannte amerikanische oder europäische Fernsehsender sein, tatsächlich aber gewöhnliche russische Propaganda, betrieben – natürlich hinter den Kulissen – von Vertretern des Föderalen Sicherheitsdienstes der Russischen Föderation und des Auslandsgeheimdienstes Russlands. Alles wird sehr kultiviert aussehen, einfach wie der Weg der Ukraine nach Westen und nicht nach Osten.
Und auch das ist ein gewichtiger Teil ihrer Tätigkeit, denn Terror und Propaganda sind die Hauptwaffen des ehemaligen Komitees für Staatssicherheit der Sowjetunion, das zum Föderalen Sicherheitsdienst der Russischen Föderation wurde. Und ein Vertreter dieses Dienstes ist Präsident Russlands. Er ist nicht Marschall Schukow, sozusagen, er ist Marschall Berija. Und was wir in Lwiw gesehen haben, ist die typische Handschrift eines solchen Tschekisten-Marschalls, der hofft, auf diese Weise Revanche dafür zu nehmen, dass seine Armee machtlos ist.
Und all das geschieht vor dem Hintergrund eines weiteren massiven Angriffs Russlands auf die Ukraine, denn es gibt noch eine Form des Terrors, dessen Meister sich Putin erwiesen hat: den Energieterror, den Wunsch, die Ukraine auszufrieren, den Wunsch zu siegen – wenn schon nicht im echten Krieg, weil es im echten Krieg nicht gelingt. Und wenn schon nicht im propagandistischen Krieg, weil auch das zusätzliche Anstrengungen und die Schaffung von Umgehungswegen erfordert – dann wenigstens im demografischen Krieg.
All diese Komponenten der sogenannten endgültigen Lösung der ukrainischen Frage, an die man sich immer erinnern muss, wenn wir schreckliche Explosionen im Zentrum einer ukrainischen Stadt hören – und sich diese Explosionen dann als weiterer Terroranschlag erweisen.
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Art der Quelle: Artikel
Titel des Originals: Теракт у Львові | Віталій Портников. 22.02.2026.
Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung / Entstehung: 22.02.2026.
Originalsprache: uk
Plattform / Quelle: YouTube
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Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach,
veröffentlicht auf
uebersetzungenzuukraine.data.blog.