Eine weitere tragische und schlaflose Nacht in Kyiv, in Odessa, in anderen Städten und Dörfern unseres Landes. Ein weiterer massiver terroristischer Angriff der Russen.
Hunderte von Drohnen, Kinschal-, Kalibr- und Marschflugkörper. Russland hat praktisch sein gesamtes Arsenal eingesetzt, um Wohnvierteln in Kyiv und anderen ukrainischen Städten zu bombardieren. Tote, Verletzte, Verstümmelte.
Unser aufrichtiges Beileid gilt den Angehörigen der Opfer dieses schrecklichen Angriffs, denen, die unter den Terroranschlägen der Russen gelitten haben. Und wir sehen, dass es sich um gezielte Schläge auf Wohngebäude handelt.
Man kann natürlich darüber sprechen, dass Russland tatsächlich die ukrainische Infrastruktur, die Energie- oder Militärinfrastruktur ins Visier nimmt, aber wir sehen mit eigenen Augen, wo die Schahed-Drohnen einschlagen. Genau in Wohngebäude.
Es geht nicht darum, dass sie den Ziel verfehlen. Ich möchte Sie überzeugen, sie treffen genau dort ein, wo es das russische Militär sehen möchte. Denn wir erleben eine Taktik des gezielten Terrors gegen die Zivilbevölkerung.
Und dies wird noch deutlicher vor dem Hintergrund der militärischen Operationen, die parallel im Nahen Osten stattfinden, während der Angriffe des Verbündeten der Russischen Föderation, der Islamischen Republik Iran, auf Israel. Auch dort sehen wir, dass die Iraner gezielt Wohnviertel angreifen und sich damit sogar brüsten, indem sie versuchen, so viele Zivilisten wie möglich zu töten.
Übrigens, wir haben gesehen, dass zu den ersten Opfern des Angriffs ukrainische Staatsbürger gehörten, eine Familie, die zur Behandlung eines Familienmitglieds nach Israel gereist war.
In dieser Situation greifen nicht nur die Iraner gezielt Wohnviertel an, sondern iranische Hacker arbeiten auch daran, Zivilisten, die sich in Bunkern befinden, mitzuteilen, dass sie bereits herauskommen können, während der Angriff natürlich noch andauert, damit sie unter tödlichem Beschuss geraten.
Das ist wieder einmal kein Kampf gegen irgendeine Infrastruktur, obwohl immer die Frage im Raum steht, warum Russen oder Iraner gegen die zivile Infrastruktur kämpfen. Es ist auch ein gezielter Kampf gegen die Zivilbevölkerung, ein Versuch, diese Zivilbevölkerung einzuschüchtern und zu vertreiben.
Für Russland ist dies überhaupt eine fixe Idee. Nachdem Putin erkannt hat, dass seine Armee nicht den größten Teil des ukrainischen Territoriums erobern kann, kämpft er darum, dieses Gebiet in ein Gebiet zu verwandeln, auf dem man einfach nicht mehr leben kann. Aus dem Menschen fliehen.
Wie wir alle sehr gut im Donbass sehen können, erobert Putin ausgebrannte Städte und Dörfer des Donbass. Er braucht absolut keine Städte, in denen Menschen leben werden. Er muss demonstrieren, was mit dem Gebiet geschieht, dessen Bewohner sich seinem menschenfeindlichen Regime nicht unterwerfen wollen.
Und etwas Ähnliches geschieht jetzt in Kyiv oder Odessa. Das Putin-Regime will diese Städte in echte Ruinen verwandeln, damit die Menschen in diesen Ruinen nicht leben können. So wie das iranische Regime Tel Aviv oder Haifa in Ruinen verwandeln will. Ein absolut identischer Ansatz der beiden terroristischen Regime.
Und übrigens, dieselben Schahed-Drohnen, die auf unsere Köpfe fallen, dieselbe Technologie, scheint absichtlich für Angriffe gegen die Zivilbevölkerung entwickelt worden zu sein, um die endgültige Umwandlung autoritärer Regime in terroristische Organisationen zu vollziehen, die nur so tun, als wären sie Staaten, damit Politiker wie Donald Trump weiterhin Verhandlungen mit ihren Führern führen können und auf gesunden Menschenverstand oder den Friedensnobelpreis hoffen.
Ich weiß nicht, worauf Donald Trump in seiner Politik wirklich hofft, außer natürlich auf Geld, dem er viel mehr verpflichtet ist als den nationalen Interessen der Vereinigten Staaten und der Idee des Schutzes der Zivilbevölkerung vor Terror.
In dieser Situation verstehen wir natürlich, dass solche Berechnungen sich niemals bewahrheiten werden. Die Terrorisierung der Zivilbevölkerung während eines Krieges ist der schlechteste Weg für den Aggressor, denn der Aggressor beweist denjenigen, die Opfer seiner Handlungen werden, was tatsächlich mit der Zivilbevölkerung passieren kann, falls die kriminelle Armee des Aggressors das Gebiet dieses anderen Landes betritt. Dass es praktisch keine Alternative zum Widerstand gegen die russische Aggression in der Ukraine gibt.
In den ersten Wochen der russischen Verbrechen gegen die Ukrainer gab es Butscha, und viele verstanden nicht einmal, dass es sich nicht um einen Exzess des Vollstreckers oder ein einzelnes Verbrechen handelte, sondern um eine gezielte Aktion zur Einschüchterung der Zivilbevölkerung, damit, wenn die russische Armee sich den ukrainischen Siedlungen weiter nähert, die Bevölkerung diese Orte bereits vor der Annäherung der russischen Truppen in Angst vor möglichen Verbrechen verlässt.
Eine in Lubjanka perfekt durchdachte Strategie zur Säuberung des Gebietes von nicht loyaler Bevölkerung und Ersatz deren durch Bürger der Russischen Föderation und jene Kollaborateure, die bereit sind, russischen Zielen zu dienen und die Ukraine in Russland zu verwandeln.
Und Verbrechen der russischen Besatzer, die in Butscha, Borodjanka, Isjum und anderen Orten begannen, setzten sich jetzt fast täglich fort. Durch gezielte Beschüsse des ukrainischen Territoriums mit dem Ziel, ukrainische Städte und Dörfer in Ruinen zu verwandeln, damit so viele Menschen wie möglich unser Land verlassen, die Regionen verlassen und den Russen ein leeres und zum Bevölkerungsaustausch bereit stehendes Gebiet hinterlassen, wie es in allen Zeiten des imperialen Einflusses der Fall war.
Wenn das Gebiet nicht erobert werden kann, dann kann man zumindest einen demografischen Sieg erringen, von dem die Russen, wenn es um das ukrainische Volk geht, immer wie über etwas nicht erreichbares geträumt haben. Erinnern wir uns an den Holodomor.
Und jetzt, in Zeiten neuer Militärtechnik, haben sie endlich die Möglichkeit, einen Revanche zu nehmen, die natürlich niemals mit dem endet, worauf diese demonstrativen Henker zählen.