Für eine gerechte Strafe.

Nadia Sukhorukova 05.10.23

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Stellt euch vor, die Drecksäcke, die Raketen auf Menschen abfeuern, betrachten das als einen Job.

Dafür bekommen sie Geld, eklige Mörder. Für die Ausführung von Mordaufträgen.

Sie machen das Leben eines anderen zur Hölle und kommen dann nach Hause und fressen ihre Suppe.

Sie töten und es ist ihnen egal. Nichts Menschliches ist an ihnen geblieben .

Ich wurde gefragt, warum wir auch nicht mit der selben Münze antworten. Auf dessen Städten und Dörfern, damit sie spüren, wie schrecklich es ist, wenn alles explodiert und Menschen drumherum sterben.

Ich antwortete: „Wir sind nicht sie“, musste aber gleich an Wowtschansk denken. Die Stadt liegt ebenfalls in der Region Charkiw.

Während der Besatzung operierten ukrainische Ärzte des örtlichen Krankenhauses verwundete raschistische Bastarde.

Es lag am Denn Humanismus und die Genfer Konvention, und natürlich an Maschinengewehren, die auf sie gerichtet wurden.

Und die Ärzte wussten außerdem, dass sie, wenn sie das russische Ungeheuer operieren, ein einheimische Mädchen retten dürfen, dem von dem Raschisten in den Kopf geschossen wurde.

Und als unsere Armee dieses Gebiet von russischen Ratten befreite, begann dieser Abschaum, sich zu rächen.

Sie schossen aus ihrem Revier absichtlich auf das Krankenhaus. Hauptsächlich zielten sie auf den Operationssaal.

Sie beschossen die Ärzte, die sie operierten, und keinen dabei erstochen haben.

Sie haben diejenigen getötet, die sie gerettet haben. Das tun keine Menschen, sondern nur Monstern, die aus der Hölle gekrochen sind.

Wenn ich an sie denke, dreht sich alles in meinem Kopf. Und ich weiß, dass ich keinen von ihnen verschonen werde.

Man kann fragen: „Wie werden wir später leben, wenn wir uns auch selbst in Biester verwandeln?“

Ich musste erst mal nachdenken. Schließlich bin ich eine Humanistin.

Mittlerweile habe ich verstanden. Sie werden auch für unsere Transformation verantwortlich sein.

Sie machten uns zornig und weckten das Biest in uns.

Sie waren es, die den Krieg begannen und mit dem Töten begannen.

Und unser inneres Biest kam, um sie zu bestrafen.

Für eine gerechte Strafe.


Прикиньте, а мразі, які пускають ракети в людей, вважають це роботою.

Вони за це гроші одержують. Кілери смердючі. Виконують замовлення на вбивства.

Перетворюють чуже життя на пекло, а потім приходять додому і жеруть щі.

Вбивають і їм все одно. Виходить, нічого в них усередині немає людського.

У мене запитали: чому ми також не відповідаємо. По містах і селах рашки, щоб вони відчули, як це жахливо, коли все вибухає і люди гинуть.

Я відповіла: „ми не вони“, а потім згадала Вовчанськ. Місто теж у Харківській області розташоване.

Під час окупації українські лікарі з місцевої лікарні оперували поранених рашистських ублюдків.

Бо гуманісти та женевська конвенція. І, звісно, автомати на них наставляли.

А ще лікарі знали, що коли прооперують рашистську тварюку, то дозволять їм потім місцеву дівчину врятувати, котрій рашисти в голову вистрілили.

А коли наші очистили ту територію від щурів російських, то ці мразі, мстити почали.

Стріляли зі своєї території чітко в лікарню. В основному по операційній били.

Мітили по лікарях, які їм операції робили і не зарізали жодного разу.

Вони вбивали тих, хто їх рятував. Так люди не роблять, лише істоти, що виповзли з пекла.

Я коли про них думаю, у мене всередині все перевертається. І я знаю, що нікого з них не пошкодую.

Хтось запитав: „Як ми будемо потім жити, якщо на такого ж звіра перетворимося?“

Я спочатку замислилась. Адже я теж гуманістка.

А тепер зрозуміла. За наше перетворення вони відповідатимуть.

Це вони нас розлютили і розбудили всередині звіра.

Це вони розв’язали війну і почали вбивати.

А наш внутрішній звір прийшов для покарання їм.

Для справедливого покарання.

Alles, was übrig blieb, passt auf eine Handfläche.

Nadia Sukhorukova 10.08.23

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Alles, was übrig blieb, passt auf eine Handfläche.

Die Schlüssel zu unserer Wohnung. Von der Metalltür, die der Mann schloss, als er zum Luftschutzraum ging. Ich weinte über die Schlüssel wie über einen Toten. Und konnte nicht aufhören.

Ich versteckte mich im Badezimmer, drückte meine Hände mit den Schlüsseln an meine Brust und biss mir auf die Lippen, damit mein Schluchzen das Geräusch des Wassers nicht übertönte.

Man erzählt von den verschiedenen Phasen der menschlichen Trauer. Wann kommt die Phase der Akzeptanz??? Ich steckte in den Phasen der Verleugnung und Wut fest.

Manchmal vergesse ich die Trauer und es kommt mir vor, als sei mein Mariupol irgendwo in der Nähe.

„Sie werden nicht mit uns auf demselben Planeten leben können!“

In unserem Zugabteil fuhr ein Junge aus Cherson. Er ist vor der russischen Welt davongelaufen. Er erzählte fast nichts darüber, was in seiner Stadt geschah.

Sein Gesicht veränderte sich, als er erfuhr, dass wir aus Mariupol kamen.

Dann sagte er dies über die russischen Besatzer.

Orks werden auf dieser Erde wirklich nicht mehr leben können. Sie werden es auch nicht im Himmel schaffen, und sie werden es auch nicht unter Wasser schaffen.

Die Fische werden sie da rausdrängen, weil sie sich ekeln werden, sich neben Mördern zu befinden.

Der passendste Aufenthaltsort der Besatzer ist die Hölle. Sie schaffen sie immer um sich herum, weil es ihnen dort vertraut und bequem ist.

Ich habe eine Frau getroffen, deren Sohn mit ihnen kämpft.

Sie wartet auf ihn und betet für den Sieg. Sie glaubt, dass Gott viele Engel gesandt hat, um ihm und seinen Brüdern zu helfen.

Die Engel bedecken sie mit ihren Flügeln, damit die Orks ihnen nichts anhaben können.

Die Mutter des Verteidigers ist klein und traurig, ihr Blick ist wirr.

Früher wog sie fünfzig Kilogramm, jetzt weniger.

Die macht sich Sorgen um ihren Sohn und isst kaum etwas.

Ich habe Angst, sie zu berühren. Sie ist so zerbrechlich, wie eine Porzellanpuppe.

Mariupol ist ein Codewort für sie und für mich. Es lässt meine Brust brennen.

Wir sind Tränen nah, schämen uns aber, wir schauen weg und flüstern. Unsere Stimme bricht.

Wir sind stumm vor unserem gemeinsamen Schmerz.

Ich habe von einer Kuppel über der Stadt geträumt, als die Russen uns bombardierten. Ich stellte ihn mir im Kopf vor.

Er bewahrte uns vor dem Tod.

Die Kuppel wurde regelmäßig durch Bomben und Minen zerrissen, aber ich habe sie sorgfältig mit transparenten Fäden zusammengenäht.

Es gab keine Sirene. Ich dachte: Höchstwahrscheinlich wurde der Alarm Anfang März ausgerufen und wurde nie aufgehoben.

Was bringt es, den Luftalarm aufzuheben, wenn in fünf Minuten wieder ein russischer Pilot über die Stadt fliegt und sieht nach, wo die Bombe abgeworfen werden kann?

Auf Häuser? Auf ein Krankenhaus oder einen Theater? Auf einen Schwimmbad mit dem Luftschutzbunker?

Genau dorthin, wo mehr Menschen gibt, wo es am schmerzhaftesten sein wird.

Nach Mariupol lebten wir einige Zeit in Tschornomorsk.

Auch er wird jetzt vom Feind angegriffen.

Das Leben im Krieg ist wie ein endloser Tunnel.

Ich bin einmal in einem Auto durchgefahren. Man freuet sich, wenn das Licht vorne erscheint.

Und dann stellt sich heraus, dass das entgegenkommende Auto mit seinen Scheinwerfern leuchtet. Und die Sonne ist noch weit weg.

Es leben wundervolle Menschen in Tschornomorsk. Sie lächelten. Selbst als mein Gesicht in der Dunkelheit des Tunnels versank.

Dank ihnen begann ich auch zu lächeln.

In Mariupol war ich während der Blockade immer überrascht, wenn mich jemand mit einem Lächeln ansprach.

Einmal gingen wir mit Natalya in der Nähe ihres neunstöckigen Gebäudes spazieren und zwei Frauen mit Hüten und Hunden fragten: „Wie geht es dir?“ – und lächelten.

Wir antworteten, dass alles normal sei. Sie sagten: „ihr seid ganz toll! Bei euch wird alles gut!“

Sie haben es nicht erraten. Mit uns ist nichts gut. Im Mariupol ist generell alles schlecht.

Natalyas Mann ist gestorben, mein Cousin auch. Ich kann meine Verwandten und Freunde nicht finden. Ich bin nicht zuhause.

Ich lebe jedoch und lächle.

Ich lächle aus den Tiefen des Tunnels. Und mein Lächeln ähnelt manchmal einer Grimasse.

So habe ich als Kind meine Tränen versteckt – mit einem angestrengten Lächeln.

In Tschornomorsk gingen wir die Allee des Friedens entlang, das ist die Hauptstraße. In Mariupol gibt es keinen Prospekt des Friedens mehr.

Die dortige Hauptstraße wurde von den Besatzern zerstört. Geistig und physisch.

Sie bombardierten sie, beschossen sie mit Raketen und überrannten sie mit Panzern. Sie haben sie vergewaltigt. Sie haben ihre Seele herausgenommen.

Dort, am Freiheitsplatz, wo die schönsten Konzerte stattfanden, befand sich ein moderner Kinderspielplatz.

Er wurde von mehreren Projektilen getroffen: Wahrscheinlich war der Spielplatz den Besatzern eine Bedrohung.

Das ukrainische Militär versteckte sich definitiv dort – irgendwo zwischen der Rutsche und dem Karussell.

Prospect des Friedens lief vorwärts und endete mit dem Theater.

Der Theaterplatz – mit Brunnen und Alleen – war äußerst schön.

Danach habe ich es auf dem Video einer sehr mutigen Frau gesehen.

Die Folgen des Luftangriffs filmte sie mit ihrem Handy.

Am 16. März 2022 wurde das Theater gnadenlos bombardiert.

Ich weiß bereits, was die Druckwelle mit den Menschen im Gebäude gemacht hat, aber ich habe nicht die Kraft, die Einzelheiten herauszufinden.

Einer der Theaterschauspieler kann es nicht erzählen. Ich kannte ihn vor dem Krieg, danach sah ich ein Interview mit ihm, als er Mariupol verließ.

Es sind zwei verschiedene Menschen.

Er und seine Frau schrieben auf dem Theaterplatz das Wort „Kinder“.

Die Buchstaben wurden sorgfältig gezeichnet, damit sie sogar vom Weltraum aus gesehen werden konnten.

Sie glaubten, dass diese Inschrift sie retten würde.

Sie fühlten sich wie Zauberer, die Menschen beschützen.

Der raschistische Flugzeug zerstörte die Hoffnung, dass alle überleben würden, und den Glauben an Gerechtigkeit.

Wie sich herausstellte, gibt es sie zur Zeit nicht auf Erden.

Sie verschwand am 24. Februar 2022.

Aber ich glaube, dass sie bald zurück kommt.

Sie kommt aus diesem endlosen Tunnel raus.


Усе, що залишилося, поміститься на долоні.

Ключі від нашої квартири.

Від металевих дверей, які зачинив чоловік, коли йшов до укриття. Я плакала над ключами, як над небіжчиком. І не могла зупинитися.

Ховалася у ванній, притискала руки з ключами до грудей і закушувала губи, щоб мої схлипи не перекривали дзюркоту води.

Хто там розповідає про різні стадії людського горя? Коли ж буде прийняття??? Я зависла на стадіях заперечення і гніву.

Іноді я забуваю про горе, і мені здається, що мій Маріуполь десь поблизу.

„Вони не зможуть жити з нами на одній землі!“

У нашому купе їхав хлопчина з Херсона. Він утік від ру*кого міра. Майже нічого не розповідав про те, що відбувалося в його місті.

Перемінився на обличчі, коли дізнався, що ми з Маріуполя.

Тоді й сказав це про ро***ських окупантів.

Орки справді не зможуть жити на цій землі. У небі теж не зможуть, і під водою у них не вийде.

Їх виштовхнуть звідти риби, бо гидуватимуть бути поряд з убивцями.

Найулюбленіше місце існування окупантів – пекло. Вони і влаштовують його довкола себе, бо там їм звично та зручно.

Я познайомилася з жінкою, чий син з ними воює.

Вона чекає на нього і молиться за Перемогу. Вірить, що Бог послав йому та його побратимам на допомогу багато ангелів.

Ангели закривають їх крилами, щоб орки не змогли зашкодити.

Мама захисника – маленька й сумна, у неї розгублені очі.

Колись вона важила п’ятдесят кілограмів, тепер менше.

Хвилюється за сина і майже нічого не їсть.

Мені страшно до неї доторкнутися. Така вона тендітна, ніби порцелянова статуетка.

Маріуполь для неї та для мене – кодове слово. Від нього пече у грудях.

Ми ладні плакати, але соромимося, відводимо очі й говоримо пошепки. У нас зривається голос.

Ми оніміли від нашого спільного болю.

Я мріяла про купол над містом, коли рашисти нас бомбили. Я малювала його у своїй голові.

Він закривав нас від смерті.

Купол періодично розривали бомби та міни, але я його акуратно зашивала прозорими нитками.

Сирени не було. Я думала : найімовірніше, тривогу оголосили на початку березня і вже ніколи не скасують.

Який сенс оголошувати відбій, якщо через п’ять хвилин над містом знову шулікою літатиме російський льотчик і видивлятиметься, куди скинути бомбу.

На будинки? На лікарню чи театр? На басейн, у якому є укриття?

Скинути туди, де більше людей, туди, де буде болючіше.

Після Маріуполя, ми жили у Чорноморську деякий час.

Його зараз теж атакує ворог.

Життя на війні схоже на нескінченний тунель.

Я одного разу їхала в такому. Ти радієш, коли попереду з’явилося світло.

А потім виявляється, що зустрічна машина світить фарами. І до сонця ще далеко.

У Чорноморську чудові люди. Вони всміхалися. Навіть коли моє обличчя тонуло у темряві тунелю.

Я теж почала всміхатися завдяки їм.

В Маріуполі, під час блокади, завжди дивувалася, коли хтось звертався до мене з усмішкою.

Якось ми йшли з Наталею біля її дев’ятиповерхівки і дві жінки у шапочках і з собаками запитали: „Як вам ведеться?“ – і всміхнулися.

Ми відповіли, що нормально. Вони сказали: „Які ви молодчинки! Усе у вас буде добре!“

Вони не вгадали. У нас добре не все. У Маріуполі взагалі все погано.

У Наталі загинув чоловік, у мене – двоюрідний брат. Я не можу знайти родичів і друзів. Я не вдома.

Однак я жива й усміхаюся.

Посміхаюся із глибини тунелю. І моя посмішка іноді нагадує гримасу.

Я так у дитинстві приховувала сльози – натягнутою усмішкою.

У Чорноморську ми ходили проспектом Миру, це головна вулиця. У Маріуполі проспекту Миру вже нема.

Головну вулицю там знищили окупанти. Ментально та фізично.

Розбомбили її, розстріляли ракетами й переїхали танками. Вони її згвалтували. Вийняли з неї душу.

Там, на площі Свободи, де проходили найяскравіші концерти, був сучасний дитячий майданчик.

У нього влучило кілька снарядів: напевно, дитячий майданчик чимось неймовірно загрожував окупантам.

Там точно переховувалися українські військові – десь між гіркою та каруселлю.

Проспект Миру летів уперед і впирався у драмтеатр.

Театральний сквер – з фонтанами та алеями – був надзвичайно гарним.

Потім я бачила його на відео дуже сміливій жінкі.

Вона знімала на телефон наслідки авіаудару.

Театр нещадно розбомбили 16 березня 2022 року.

Я вже знаю, що вибухова хвиля зробила з людьми у будівлі, але дізнаватися подробиці нема сили.

Один із акторів театру розповісти їх не може. Я знала його до війни, потім бачила з ним інтерв’ю, коли він виїхав із Маріуполя.

Це двоє різних людей.

Він та його дружина виводили слово „Діти“ на театральній площі.

Старанно промальовували букви, щоб їх було видно і з космосу.

Вони вважали, що цей напис урятує.

Почувалися чарівниками, які захищають людей.

Рашистський літак перервав надію, що всі вціліють, і віру у справедливість.

Як виявилося, на землі її зараз немає.

Вона зникла 24 лютого 2022 року.

Але я вірю, що вона незабаром повернеться.

Вибереться з цього нескінченного тунелю.

Es ist leicht, angesichts des Todes ehrlich zu sein.

Nadia Sukhorukova. 09.08.23

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Es ist leicht, angesichts des Todes ehrlich zu sein.

Ohne Beleidigungen, Ambitionen, Hoffnungen und ohne Morgen.

Ich habe alles aufgeschrieben, was ich dachte und sah. Im Notizbuch eines halbtoten Telefons. Ohne etwas zu verschönern. Ohne Angst vor zukünftigen Konsequenzen.

Ich hatte keine Angst, dass ich mich später schämen werde oder jemandem erklären muss: „Es tut mir leid, ich habe es nicht aus Bosheit geschrieben, es liegt nur daran, dass du wirklich ein Idiot bist.“

Wem soll ich es erklären müssen, wenn wir alle sterben werden? Dessen war ich mir sicher.

Ich schrieb ehrlich über die Menschen in der Nähe, über ihre lustigen Streitereien, über die tierische Angst, über die stechende Kälte von innen und außen, über das Gefühl des Todes.

Der Tod erlaubte es nicht zu lügen. Sie ließ mich nicht so tun, als wäre ich besser. Sie erlaubte mir nicht einmal, mich richtig zu waschen.

Wir sind gewöhnliche Menschen in einer gewöhnlichen Hölle. Alle sind gleich. Unabhängig von Alter, Charakter, Krankheiten, Beruf, Vermögen oder bisherigen Erfolgen.

Jeder von uns könnte sterben.

Der Tod spielte mit uns seine Spielchen.

Sie traf uns wahllos ohne genau hinzuschauen. Wir waren alle an seinem Abzug.

Ich stellte mir vor, dass wir ein Spiel spielten und ein Projektil oder eine Miene ein Ball war. Du wendest dich von ihm ab und er fliegt genau zu der Stelle, an die du gesprungen bist.

Ich öffnete das Notizbuch auf meinem Telefon und tippte das erste Wort ein. Dann hörte ich eine Explosion, schnappte nach Luft und schrieb den zweiten. Über den Inhalt habe ich kaum nachgedacht. Ich beschrieb keine Ereignisse, sondern Gefühle.

Jeder Satz, den ich sagte, war wahr. So habe ich noch nie geschrieben. Wie dort, in Mariupol.

Ich dachte, dass mein Telefon bleiben würde, wenn ich getötet werde. Und jemand wird alles lesen, was ich in das Notizbuch geschrieben habe.

Nach einer Weile wurde mir klar, dass es niemand lesen würde. Weil keiner das Telefon finden wird.

Wer braucht schon das tote Ding eines anderen, wenn er keine geliebten Menschen finden kann?

Aber ich habe trotzdem geschrieben. Um nicht verrückt zu werden.

Jedes Wort ist mein Beweis für mich selbst, dass ich noch lebe.

Denn nach zwei Wochen glaubte ich nicht mehr sonderlich daran, dass der Keller, in dem ich sitze, die reale Welt ist.

Der schlimmste Albtraum meiner Stadt ist die ständige Erwartung des Todes und die Angst, dass man bereits tot ist, und es einfach noch nicht verstanden hat.

Ich habe tiefes Mitgefühl mit den Angehörigen der getöteten in Saporischschja.

Heute haben Bastarde aus den benachbarten Vororten erneut auf ihn geschossen.

Ich bin nach der Mariupol-Hölle in diese Stadt gekommen. Ich fuhr durch das besetzte Gebiet.

Es war die erste Stadt, in der ich weinen konnte.

Und die Leute von Saporoschje trösteten und versteckten mich vor dem Krieg.

Dort wurde mir klar, dass ich nicht getötet wurde und ich immer noch fühlen und leben kann.

Sehr schöne Stadt. Sehr kluge und freundliche Leute. Raschisten töten guten und aufgeklärten Menschen.


Перед небезпекою смерті легко бути чесною.

Без образ, амбіцій, надій та без завтра.

Я писала все, що думала та бачила. У блокнот напівдохлого телефону. Нічого не прикрашала. Без страху перед майбутніми розбираннями.

Не боялася, що доведеться червоніти або комусь пояснювати: „Вибач, я не зі зла написала, просто ти такий довбоєб і є“

Кому пояснювати, якщо ми всі помремо? Я була впевнена у цьому.

Писала чесно про тих, хто був поряд, про їх смішні сварки, про тваринний страх, про пронизливий холод усередині та зовні, про відчуття смерті.

Смерть не давала брехати. Не давала прикидатися краще. Навіть вимитися нормально не давала.

Ми звичайні люди у звичайному пеклі. Всі рівні. Незалежно від віку, характеру, хвороб, професії, кількості грошей чи минулих досягнень.

Будь-якого з нас могло не стати.

Смерть грала в чікін-пікін пальчик викинь.

Викидала без розбору. Особливо не вдивлялася. Ми всі були у неї на спусковому гачку.

Я уявляла, що ми граємо у вибивного, а снаряд чи міна – це м’яч. Ти відвертаєшся від нього, а він летить саме в те місце, куди ти відстрибнув.

Я відкривала блокнот телефоном і набирала перше слово. Потім чула вибух, хапала ротом повітря та писала друге. Я майже не думала про зміст. Я описувала не події, а почуття.

Кожне моє речення було справжнім. Я ніколи ТАК не писала. Як там, у Маріуполі.

Я думала, коли мене вб’ють – мій телефон залишиться. І хтось прочитає все, що я написала у блокноті.

Через деякий час я зрозуміла, що ніхто не прочитає. Бо телефон не знайдуть.

Кому потрібна чужа мертва річ, якщо не можуть знайти близьких людей?

Але я все одно писала. Щоб не збожеволіти.

Кожне слово – це мій доказ самої себе, що я ще жива.

Тому що через два тижні я вже не особливо вірила, що підвал, де я сиджу – це реальний світ.

Найстрашніший кошмар мого міста – це постійне очікування смерті та страх, що ти вже мертвий, просто не розумієш цього.

Я дуже співчуваю рідним загиблих у Запоріжжі.

Сьогодні виродки із сусідньої недокраїни обстріляли його вкотре.

У це місто я приїхала після маріупольського пекла. Їхала через окуповану територію.

Це було перше місто, де я змогла заплакати.

І жителі Запоріжжя втішали і приховували мене від війни.

Я там зрозуміла, що мене не вбили, і я ще можу відчувати і жити.

Дуже гарне місто. Дуже світлі та добрі люди. Рашисти вбивають добрих і світлих людей.

Die schönsten Träume habe ich in Mariupol geträumt.

Nadia Sukhorukova. 15.08.23

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Die schönsten Träume habe ich in Mariupol geträumt. Ich bin neben der kalten Wand eingeschlafen. Ich schlief im Stehen wie ein Pferd.

Ich schloss die Augen und lauschte den Geräuschen. Sie näherten sich. Freunde sagten, sie könnten zwischen nahen und fernen Einschlägen unterscheiden. Als die Explosionen weit entfernt waren, hatten sie keine Angst.

Ich hatte immer Angst: sowohl vor Nahen als auch vor Fernen. Ich wusste, dass die Explosionen kommen näher. Dies wurde durch Erfahrung bestätigt.

Sie näherten sich wie die Schritte eines riesigen Blinden. Er ging im Dunkeln und klopfte mit einem Stock an Dächer, Wände und Fenster.

Keiner von uns wusste, wessen Haus als nächstes dran kommen würde. Wer von uns wird in einer Stunde, in einer Minute, in dieser Sekunde nicht mehr sein?

Es traf ein Nachbarhaus, die Granaten schlugen am Rande unseres Fußballplatzes ein. Rashistische tödliche Bälle.

Zur Zeit der Explosionen saßen wir im Keller und schliefen ein. Als ob man uns ausschalten würde.

Es donnerte, die Wände bebten und unsere Augen fielen zu. Wir fielen in einen Zauber-Traum, aus dem wir nicht zurückkehren wollten.

Was für schöne und gute Träume gab es während des heftigsten Beschusses! Während der Zwischenruhe schlief ich für zehn Minuten ein.

Während die Mörder ihre Waffen nachluden, träumte ich von meiner Stadt vor dem Krieg.

In einem Traum ging ich die Frühlingsstraße entlang, nickte allen Großmüttern von unserem Haus zu, suchte mit Augen nach Ehemann, der neben dem Fenster Pfeife rauchte, erinnerte mich mit Entsetzen daran, dass ich geträumt hatte, dass wir im Krieg wären.

Und dann wachte sie wirklich auf. Ich hörte die Schritte eines blinden Riesen in meiner Stadt und wollte für immer einschlafen.

Und das Foto zeigt die Folgen der heutigen Ereignisse in unseren ukrainischen Städten. Russland foltert weiterhin Menschen mit Granaten und schlägt Nägel in seinen eigenen Sarg.

Denn die Vergeltung wird sehr bald kommen.


У Маріуполі снилися найкращі сни. Я засинала біля холодної стіни. Спала стоячи, як кінь.

Заплющувала очі і слухала звуки. Вони наближалися. Друзі розповідали, що можуть розрізняти близькі чи далекі прильоти. Коли вибухи були далеко – не боялися.

Мені було страшно завжди: і з близькими, і з далекими. Я знала – вибухи наблизяться. Це було перевірено досвідченим шляхом.

Вони наближалися як кроки величезної сліпої людини. Він ішов у темряві і стукав палицею по дахах, стінах, вікнах.

Ніхто з нас не знав, чий будинок буде наступним. Кого з нас не стане за годину, за хвилину, прямо в цю секунду?

Попадання йшло сусіднім будинком, снаряди приземлялися на краю нашого футбольного поля. Смертельні м’ячі рашистів.

У момент вибухів ми сиділи у підвалі та засинали. Нас вирубувало.

Навколо гриміло, стіни бились у конвульсіях, а наші очі злипалися. Ми провалювалися в сон-перевертень. З нього не хотілося повертатись.

Які прекрасні та добрі сни були під час найлютіших обстрілів! Я засинала на десять хвилин під час затишшя.

Поки вбивці перезаряджали гармати мені снилося моє місто до війни.

Уві сні я йшла весняною вулицею, кивала всім бабусям з нашого під’їзду, шукала очима чоловіка у вікні, який висовував голову в кватирку разом із люлькою, і з жахом згадувала, що мені снилося, ніби у нас війна.

А потім прокидалася по-справжньому. Чула кроки сліпого велетня моїм містом і мені хотілося заснути назавжди.

А на фото наслідки сьогоднішньої ночі у наших українських містах. Рашка продовжує катувати людей обстрілами та забиває цвяхи у свою власну труну.

Тому що розплата для них буде дуже скоро.