Krakau: Hakenkreuz in ukrainischen Farben – Ein Alarmsignal für Polen? Vitaliy Vantsa. 08.07.2026.

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Ein Hakenkreuz in den ukrainischen Farben auf dem Gehweg.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht einmal, was ich dazu noch kommentieren soll. Genauer gesagt weiß ich es, aber ich möchte es eigentlich nicht, denn das ist längst keine politische Diskussion mehr, keine „historische Erinnerung“, kein Wolhynien, kein Bandera, keine UPA und auch kein weiterer Fernsehpatriotismus mit Mikrofon.

Das ist inzwischen ein schweres Geschwür … ein widerliches, eiterndes, stinkendes Geschwür, das man lange mit Worten, Fernsehsendungen, Andeutungen, Erpressung, „Mit Bandera werdet ihr nicht beitreten“, „Die Ukrainer sind undankbar“, „Die Ukrainer lachen über die polnischen Opfer“, „Ukrainische Symbole müssen bestraft werden“ aufgebläht hat.

Und jetzt beginnt es aufzubrechen … heute ein Hakenkreuz auf dem Asphalt … morgen Brandstiftung … übermorgen Prügelattacken … Pogrome.

Und danach werden alle ganz erstaunt fragen: „Wie konnte das passieren? Wir haben doch nur über historische Erinnerung gesprochen.“

Ja, natürlich … man hat nur gesprochen … die Ukrainer nur ein wenig entmenschlicht … sie nur ein wenig mit den Nationalsozialisten gleichgesetzt … den eigenen Wählern nur ein wenig erklärt, dass das ukrainische Geschichtsverständnis falsch sei … den Radikalen nur ein wenig die moralische Erlaubnis erteilt.

Und dann hat die Farbe ganz von selbst zur Spraydose gegriffen und angefangen, Hakenkreuze zu malen.

Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, wer das getan hat … russische Agenten? Für Rubel bezahlte Trolle? Neue polnische braune Nationalisten? Oder ein örtlicher Dummkopf, dem der Fernseher längst das Gehirn ersetzt hat?

Das soll die ABW (Agencja Bezpieczeństwa Wewnętrznego / Agentur für Innere Sicherheit) untersuchen. Und zwar möglichst schnell. Denn wenn der polnische Staat das jetzt nicht behandelt, wird später nicht mehr der Asphalt behandelt werden müssen … sondern Menschen … viele Menschen.

Und nein, das ist wahrscheinlich noch nicht einmal der Höhepunkt … leider noch lange nicht … das ist erst eine Etappe.

Denn Hass beginnt nur selten mit einem Messer. Er beginnt mit einem Witz, einem Etikett, einem Graffiti, dem Schweigen der Nachbarn und dem äußerst bequemen Satz: „Sie sind doch selbst schuld.“

Polen steht jetzt vor einer sehr einfachen Wahl:

▪️ entweder diese Welle jetzt stoppen;

▪️ oder später so tun, als hätte niemand gesehen, wie sie gewachsen ist.

Die Ukrainer lachen nicht über die polnischen Opfer. Aber heute sieht es sehr danach aus, als erlaube sich ein Teil Polens bereits offen, sich über lebende Ukrainer lustig zu machen … über jene, die vor dem Krieg geflohen sind … über jene, die in Polen arbeiten … über jene, deren Angehörige jetzt kämpfen … über jene, die Russland jeden Tag mit Raketen, Drohnen und Artillerie tötet.

Ein Hakenkreuz in den ukrainischen Farben ist keine „Meinung“ mehr … es ist ein Symptom … und ein sehr schlechtes Symptom.

Das Geschwür reift.

Die einzige Frage ist, ob Polen noch in der Lage ist, es zu behandeln – oder ob man beschlossen hat, das Ganze einfach „patriotische Dermatologie“ zu nennen.

Vielen Dank an Łukasz Wantuch für das Originalmaterial aus Krakau.


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Art der Quelle: Social Media

Autor: Vitaliy Vantsa.
Veröffentlichung: 08.07.2026.
Originalsprache: uk
Plattform / Quelle: Facebook
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Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach,
veröffentlicht auf

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