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Es ist unmöglich, sich durch den kleinen Laden mit Blumen und Urlaubsutensilien zu drängen. Ich stehe zwanzig Minuten in der Schlange, zwischen den aufgeregten Männern.
– Ich will Tulpen. Die gleichen, vor mir gekauft wurden. Nur soll der Strauß noch üppiger sein. Wie viele waren es, fünfunddreißig? Ich kaufe dann einundfünfzig.
Stolz blickt er auf die Schlange. Er kauft einen Teddybär mit einem Teddyherz in den Pfoten dazu.
– Diese Rosen. Nein, die nicht. Bitte, die teureren. Und packen sie so ein, dass sie sich mir um den Hals wirft.
– Haben Sie etwas Fertiges? So was in der Art. So etwas mit Pathos. Etwas mit Status.
… – Junge Frau, was wollen Sie?
– Zehn Sonnenblumen, eine schwarze Schleife.
– Entschuldigen Sie bitte. Warum haben Sie sich in die Schlange gestellt … Ich gebe Ihnen einen Rabatt. Entschuldigen Sie, bitte.
…Schwarzer Rauch steigt über dem Krematorium auf. Der Wind trägt ihn an den endlosen Namensschildern vorbei.
Eine schöne Frau, ein paar Jahre älter als ich, schluchzt verzweifelt über dem Sarg ihres Sohnes.
Einer nach dem anderen knien seine Kameraden nieder. Mehrere von ihnen gehen an Krücken. Ein grauhaariger Mann in Uniform bedeckt sein Gesicht mit den Handflächen und schluchzt leise. Sein ganzer Körper ist vom Schluchzen erfüllt.
Der junge Kommandant hat an der heißesten Stellen gekämpft. Die, die neben dem Sarg stehen, verdanken ihm ihr Leben. Aber sein Herz konnte es nicht ertragen. Es konnte die Tatsache nicht verkraften, dass er nicht alle gerettet hat. Obwohl er es versucht hat.
Die Stadt ist voll von Verkäufern von Blumen, Luftballons und Herzen. Festliches Lametta, das in die Stadt rollt und versucht, das echte Leben im Sturm zu erobern. Es wird anrollen und in ein paar Tagen wieder verschwinden. Zurück bleiben die zerbrochenen Leben derer, die heute niemanden zum Umarmen haben.
Unter jeder Fahne auf dem Friedhof sind zwei Herzen begraben. In jeder Zelle in Gefangenschaft werden zwei Herzen von Sehnsucht und Schmerz zerquetscht. Bei jeder Position sind zwei Herzen unter der Kanonenfeuer. Für immer untrennbar miteinander verbunden. Im Leben und nach dem Tod.