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Dass die Welt den 30. Jahrestag des Völkermords in Srebrenica vor dem Hintergrund massiver Beschüsse der Ukraine und des Todes von Zivilisten durch russische Raketen und Drohnen begeht, ist ein Beweis dafür, dass die Welt weder damals noch heute echte Lehren aus dieser Tragödie gezogen hat. Und Bucha, wo sich die Ereignisse so sehr an Srebrenica erinnern, ereignete sich 27 Jahre nach diesem schrecklichen Massaker. Übrigens haben sowohl nach Srebrenica als auch nach Bucha die Täter die Tat bestritten und von einer Inszenierung gesprochen.
Solche Parallelen lassen sich zahlreich finden. Gerade nach Srebrenica „reifte“ im Westen die Erkenntnis, dass der Krieg um jeden Preis beendet werden müsse und Vereinbarungen mit dem eigentlichen Organisator und Anstifter der Vernichtung Bosniens, Slobodan Milošević, getroffen werden müssten.
Infolgedessen wurden die Ergebnisse der von den Serben organisierten ethnischen Säuberungen faktisch legitimiert, die Republik Srpska wurde anerkannt, Bosnien wurde zu einem nicht funktionsfähigen Staat unter westlicher Protektion, und Milošević begann, sich auf einen neuen Völkermord vorzubereiten – in Kosovo.
Jetzt soll das Ausmaß der Bombardierungen durch Putin den Westen dazu bewegen, die Ergebnisse der Verbrechen und Annexionen zu legitimieren. Doch selbst wenn Zugeständnisse an Putin die Ukraine in ein neues Bosnien verwandeln, wird das niemanden vor einem neuen Krieg bewahren.
Die Morde in Srebrenica hätten die zivilisierte Welt davon überzeugen müssen, dass eine Einigung mit Mördern aussichtslos ist. Doch was für andere Regionen und Kontinente selbstverständlich ist, wird in Europa aus irgendeinem Grund nicht als offensichtlich angesehen.
Vielleicht weil „unsere“ Henker in schicken Anzügen herumlaufen, dieselben Kirchen und Theateraufführungen besuchen wie wir und nicht wie Terroristen aus der Wüste aussehen, sondern wie angesehene Politiker, die einfach „zu sehr“ an die Macht glauben oder sich einfach „zu sehr“ um die Sicherheit ihrer Völker sorgen. Wie könnten solche Menschen den Holodomor, den Holocaust, Srebrenica und Bucha organisieren?
Aber das Blut ihrer Opfer hat überall auf der Welt dieselbe Farbe.