Ein Plan ohne Plan: Wie der Kreml Trumps Schwäche ausnutzt. Vitaly Portnikov. 20.11.2025.

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Es gibt keinen abgestimmten Plan.

Es gibt lediglich Trumps Erwartung, dass Putin sich vor der endgültigen Entscheidung über die Einführung der Sanktionen am 21. November doch noch „brechen“ lässt und den für ihn bequemen Bedingungen einer Feuerpause zustimmt, die Trump zuvor vorgeschlagen hatte.

Und dafür benötigen Trump oder jemand aus seinem Beraterkreis die Zustimmung der Ukraine zu diesen Bedingungen.

Doch Putin wird sich – erstens – nicht brechen lassen. Und zweitens, falls in diesem Plan tatsächlich die Idee enthalten ist, dass Russland für den Donbas bezahlen soll – also für ein Territorium, das Putin zum Bestandteil der Russischen Föderation erklärt hat –, dann ist das aus Putins Sicht eine persönliche Beleidigung und eine Demütigung.

Trump und seine Leute, die es gewohnt sind, ausschließlich in Kategorien des Verkaufs von Grundstücken und Wohnungen zu denken, sind unfähig, das zu begreifen.

Deshalb wird dieser Plan nur den Graben zwischen Washington und Moskau vergrößern und Putin dazu bringen, andere Instrumente zu suchen, um Trump im innenpolitischen Feld der USA zu diskreditieren.

Für Trump gibt es eine einfache Wahl: Entweder er führt die Sanktionen am 21. November tatsächlich ein und erhöht damit den Druck auf Putin, oder er verschiebt sie erneut, in der Hoffnung, dass der russische Präsident unter der Drohung solcher Sanktionen doch noch den bequemen Bedingungen zustimmt.

Das Problem besteht nur darin, dass Trump zu dem Zeitpunkt, an dem er sich das nächste Mal endgültig entscheiden müsste, ob er diese Sanktionen einführt oder neue ankündigt, möglicherweise schon tief unter verschiedenen „Files“ begraben sein wird. Putin setzt dafür sämtliche verfügbaren Mittel ein.


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Art der Quelle: Social Media

Autor: Vitaly Portnikov
Veröffentlichung / Entstehung: 20.11.2025.
Originalsprache: uk
Plattform / Quelle: Facebook
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Deutsche Übersetzung von Viktoriya Limbach,
veröffentlicht auf

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